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Freitagspredigt

Freitagspredigt am 10. 05 (Monat Ğumāda al-᾿ūlā) 1437 (islamischer Kalender) 19.02.2016
Das Recht der Kinder auf gute Erziehung und gutes Leben

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Einteilung der Predigt

  • Kinder sind eine Gnade Gottes.
  • Der Islam sorgte für Kinder.
  • Grundlagen der guten Erziehung der Kinder,
  • Die Notwendigkeit, ein angenehmes Leben für Kinder zu verschaffen.
  • Die Wichtigkeit der Hoffnung in unserem Leben. 

Inhalt der Predigt

Zu den größten Gnaden Gottes, die Er den Menschen bescherte, gehört die Gnade des Glaubens und die Kinder. Gott verschenkt von seinem Dienern die Gnade der Kinder, wem Er will. Sie machen das Leben lebendig und beleuchten die Häuser und machen eine schöne soziale Atmosphäre zu Hause. Der Koran weist darauf hin:

„Gott gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Er erschafft, was Er will. Er schenkt, wem Er will, Töchter und wem Er will, Söhne, oder Er schenkt dem einen beides, Töchter und Söhne und lässt unfruchtbar sein, wen Er will. Gottes Wissen und Allmacht sind unermesslich.“ (42:49-50)

Gott, der Erhabene, bezeichnet die Kinder als Schmuck und Zierde des Lebens:

„Das Vermögen und die Söhne sind Schmuck und Zierde des irdischen Lebens. Doch die unvergänglichen guten Werke sind die besten bei deinem Herrn, werden sie doch hoch von ihm vergolten und stellen die wahre Hoffnung dar.“ (18:46)

Diese Gnade der Kinder sollte man beschützen und Gott dafür danken und bitten, dass Er sie beschützt, genauso wie der Prophet Abraham, Friede sei mit ihm, Gott darum bat:

„Gott sei gelobt, Der mir im Alter Ismael und Isaak geschenkt hat. Mein Herr erhört die Bittgebete. Unser Herr! Mache, dass ich das Gebet ordnungsgemäß verrichte und desgleichen die Rechtschaffenen von meinen Nachkommen!. Unser Herr! Erhöre unsere Bitte!“ (14:39-40)

Der Islam sorgte für die Kinder in einer genauen Art und Weise, damit sowohl Eltern als auch Kinder ein glückliches Leben führen. So ordnet und regelt der Islam die Kriterien, nach denen man seine Ehepartner auswählen sollte. Dies zeigt der Prophet Muhammad in einem Ḥadīṯ in Bezug auf die Wahl einer Ehefrau: „… suche diejenige, die religiös ist“ (bei Imam Muslim überliefert). Der Islam sorgt auch für das Kind seit der ersten Phase seiner Kindheit und regelt rechtliche Bestimmungen für den Schutz des Kindes und seine Mutter. So ist einer schwangeren Frau erlaubt, nicht zu fasten, wenn das Fasten für sie und ihre Schwangerschaft ungesund ist.

Nach islamischen Lehren hat das Kind das Recht, dass seine Eltern ihm ein guten Vornamen aussuchen. Der Islam bevorzugt sogar bestimmte Namen und verbietet andere, die ihm zukünftig stören und seine Gefühle verletzten könnten.

Einmal kam ein Mann zum Prophetengefährten Umar ibn Al-Ḫaṭṭāb und beschwerte sich über das schlechte Benehmen seines Sohnes. So ließ Umar den Sohn kommen und sprach mit ihm über diesen Ungehorsam gegenüber seinen Vater  und wie er das Recht seines Vaters vernachlässigt. Der Junge fragte dann Umar, ob ein Kind nicht auch Rechte gegenüber seinem Vater hatte?  Umar antwortet: „Bestimmt, er soll die richtige Mutter wählen, ihm einen schönen Namen geben und ihm das Buch Gottes, den Koran lehren. Der Junge entgegnete: „Mein Vater hat keines dieser Rechte erfüllt. Meine Mutter ist eine Feueranbeterin, er gab mir den Namen Ju῾lan (d.h. auf Arabisch: Mistkäfer) und er lehrte mich nicht einmal einen einzigen Buchstaben vom Koran.“ Umar drehte sich zum Vater und sagte: „Du bist zu mir gekommen, um dich über den Ungehorsam deines Sohnes dir gegenüber zu beschweren. Du hast die Rechte gegenüber ihm nicht erfüllt, bevor er die Rechte dir gegenüber nicht eingehalten hat. Du hast dich ihm gegenüber falsch verhalten, bevor er sich dir gegenüber falsch verhalten hat.“

Sufyān aṯ-Ṯaurī meint in diesem Zusammenhang, dass zu den Rechten des Kindes gegenüber seinem Vater gehört, dass er ihm einen guten Namen gibt, ihn gut erzieht und ihm beim Heiraten hilft.

Der Islam macht auch das Stillen zu einem anerkannten Recht des Kindes, das die Mutter einhalten sollte, solange kein medizinischer Grund daran hindert:

„Die Mütter haben ihre neugeborenen Kinder zwei volle Jahre zu stillen, wenn sie das Stillen zu Ende führen wollen. Der Vater hat die stillende Mutter (auch wenn sie geschieden ist ) mit Nahrung und Kleidung angemessen zu versorgen. Unmögliches sollte von keinem verlangt werden. Keine Mutter soll durch die Sorge für ihr Kind zu Schaden kommen, und kein Vater soll durch die Sorge für sein Kind Schaden erleiden. Wenn ein Vater stirbt, hat sein Erbe für den Unterhalt des Kindes aufzukommen. Sollten die Eltern sich dafür entscheiden, das Kind (vor Ablauf der zwei Jahre) abzustillen, so dürfen sie das tun, vorausgesetzt, daß sie sich darüber beraten und dieses gemeinsam vereinbart haben. Wenn ihr wünscht, für das Kind eine Amme zu nehmen, die es (anstelle der Mutter) stillt, so dürft ihr das tun, vorausgesetzt, daß ihr (der Mutter und der Amme) den gebührenden Unterhalt wohlwollend bezahlt. Fürchtet Gott und wißt, daß Er alles sieht, was ihr tut!“ (2:233)

Die modernen medizinischen Studien zeigen, wie gesund das natürliche zweijährige Stillen für Kinder ist. Die Eltern sollen auch mit ihren Kindern spielen und ihnen freie Zeit zur Verfügung stellen, Der Prophet Muḥammad, Frieden und Segen auf ihm, lehrt uns, wie ein Erzieher barmherzig sein sollte. Einmal predigte er auf der Kanzel, als er seine Enkelsöhne al-Ḥasan und al-Ḥusain laufen und stolpern sah. Er trägt beide in aller Barmherzigkeit. (Bei an-Nasāī᾿ überliefert)

Im Islam gehören die Eigenschaften der Liebe, Barmherzigkeit zu den Voraussetzungen des Erziehers. Dazu gehört auch die Gerechtigkeit zwischen den Kindern und dass die Eltern kein ihrer Kinder vor den anderen bevorzugen. Wenn Eltern diese Regel der Gerechtigkeit im Verhalten mit Kindern nicht berücksichtigen, könnte dies zukünftig psychologische Problem für sie verursachen. In der Geschichte des Propheten Joseph mit seinen Brüdern zeigen sich dieses Gefühl und dieses Fehlverhalten der Brüder, weil sie dachten, dass der Vater das Kind Josef vor ihnen bevorzuge:

„Die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern ist reich an Zeichen, die den nach Wissen Suchenden zur Lehre gereichen. Josephs Brüder sprachen: „Unser Vater liebt Joseph und seinen Vollbruder mehr als uns, die wir eine mächtige Schar sind. Unser Vater begeht einen eindeutigen Fehler. Tötet Joseph oder schafft ihn weit weg, so werdet ihr das liebende Antlitz eures Vaters für euch allein haben! Ihr werdet euch dann bessern und gute Menschen werden.““ (12:7-9)

Zu den Regeln der Erziehung im Islam gehört auch, dass die Eltern ihren Kindern die Gottesfurcht und die Berücksichtigung der rechtlichen Bestimmungen der Religion einzuhalten lehren. Das Ziel für solche Erziehung liegt darin, dass sowohl Eltern als auch ihre Kinder in s Paradies kommen und vor dem Feuer im Jenseits gerettet werden:

„O Ihr Gläubigen! Schützt euch und eure Angehörigen vor dem Höllenfeuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind! Darüber herrschen harte und strenge Engel, die sich Gott nicht widersetzen, was immer Er ihnen vorschreibt und die alles ausführen, was ihnen befohlen wird.“ (6:66)

Eltern sollen ständig ihren Kindern das Gute in guter Art und Weise beibringen. Abd Gott ibn Abbas, Gottes Wohlgefallen auf beiden, sagt: Ich war eines Tages hinter dem Propheten, Frieden und Segen seien mit ihm. Er sagte mir: „O Jüngling, ich lehre dich einige Worte: Bewahre Gott, dann bewahrt Er dich. Bewahre Gott, dann findest du Ihn vor dir. Wenn du bittest, dann bitte von Gott. Wenn du Hilfe suchst, dann suche Hilfe bei Gott. Und wisse, dass die (gesamte) Gemeinschaft, wenn sie sich versammelte, dir in einer Sache zu nutzen, sie dir nur in etwas nutzt, das Gott schon für dich niedergeschrieben hat, und dass sie, wenn sie sich versammelte, dir in einer Sache zu schaden, sie dir nur in etwas schadet, das Gott schon für dich niedergeschrieben hat. Die Schreibfedern sind hochgehoben und die Seiten getrocknet.“

Schließlich sollen die Eltern den Kindern eine gute Erziehung bieten und ihnen die Grundlagen der Religion lehren sowie die Liebe zur Religion in ihre Herzen legen, weil das zu Aufgaben der Eltern gehört. Der Gesandte Gotts (Gotts Segen und Friede auf ihm) sagte: „Wahrlich, ihr seid alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für das, was er zu hüten hat: der Befehlshaber, der über alle Menschen eingesetzt worden ist, ist ein Hirt, und er ist für sie verantwortlich. Und der Mann ist ein Hirt für die Leute in seinem Haushalt, und er ist für sie verantwortlich. Und die Frau ist für die Leute des Haushalts ihres Mannes und für seine Kinder eine Hirtin, und sie ist verantwortlich für sie. Wahrlich, ihr alle seid Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für das, was er zu hüten hat.“ (bei Buḫārī überliefert)

Die Eltern sollen auch Hoffnung in ihnen erwecken und sie lehren, dass man die Hoffnung auf Barmherzigkeit Gottes nicht verlieren darf.

Unsere Aufgabe gegenüber dem Koran

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Einteilung der Predigt

  • Der Koran ist der ewige Wunder des Islams
  • Die Stellung des Korans und seine Vorzüge
  • Der Vorzug der Leute des Korans
  • Die Aufgabe der Muslime gegenüber dem Koran:

Man soll ihn lesen und sich darüber Gedanken machen.

Man soll ihn respektieren und seine Moral verinnerlichen.

Man soll seinen Anweisungen folgen und seine Verboten unterlassen.

Inhalt der Predigt

Der Koran ist das größte Wunder des Islams. Weder die Menschen noch die Dschinn könnten und können einen ähnlichen Koran hervorbringen. Der Koran weist auf diese Herausforderung hin:

„Sprich: „Wenn sich auch die Menschen und die Dschinn vereinigten, um etwas Gleiches wie diesen Qur᾿ān hervorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden.““ (17:88)

„Wenn sie sagen: „Er hat ihn selbst erdichtet“, sage: „Bringt doch zehn gleiche Suren hervor, die ebenfalls ersonnen sind, und nehmt zu Hilfe, wen immer ihr anstatt Gott zu Hilfe nehmen könnt, wenn wahr sein sollte, was ihr behauptet!““ (13:11)

„Wenn ihr am Koran zweifelt, den Wir Unserem Diener nach und nach offenbaren, so schafft doch eine Sure gleicher Art, und holt eure Zeugen herbei, denen ihr anstatt Gottes vertraut, wenn ihr die Wahrheit sagt!“ (2:23)

Der Koran ist ein Buch der Rechtleitung, die Verfassung der Muslime und das Leben für die Herzen:

„Alif, Lâm, Mîm. Dieses Buch (der Koran) ist Gottes Offenbarung. Daran ist nicht zu zweifeln. Es enthält Rechtleitung für die Frommen, die an das Verborgene glauben, das Gebet verrichten und von den Gaben, die Wir ihnen bescheren, gern Spenden geben.“ (2:1-3)

„Und so haben Wir dir nach Unserem Gebot ein Wort offenbart. Weder wusstest du, was die Schrift noch was der Glaube ist. Doch Wir haben sie (die Offenbarung) zu einem Licht gemacht, mit dem Wir jenen von Unseren Dienern, denen Wir wollen, den Weg weisen. Wahrlich, du leitest (sie) auf den geraden Weg, den Weg Allahs, Dem alles gehört, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wahrlich, zu Allah kehren alle Dinge zurück.“ (42:52-53)

Nicht nur die Menschen wurden durch den Koran rechtgeleitet, sondern auch die Dschinn. Der Koran berichtet davon, wie eine Schar Dschinn reagierten, als sie den Koran hörte:

„Und da wandten Wir dir eine Schar Dschinn zu, die den Qur᾿ān vernehmen konnten; und als sie bei ihm zugegen waren, sprachen sie: „Hört zu!“ – und als er zu Ende war, kehrten sie zu ihrem Volk zurück (und) warnten (es). Sie sprachen: „O unser Volk, wir haben ein Buch gehört, das nach Moses herabgesandt worden ist (und) welches das bestätigt, was schon vor ihm da gewesen ist; es leitet zur Wahrheit und zu dem geraden Weg. O unser Volk, hört auf Allahs Rufer und glaubt an Ihn. Er wird euch eure Sünden vergeben und euch vor qualvoller Strafe schützen. Und der, der nicht auf Allahs Rufer hört, kann (Ihm) nicht auf Erden entrinnen, noch kann er Beschützer außer Ihm haben. Solche befinden sich in einem offenkundigen Irrtum““ (46:28-32)

Auch die Engel haben, einer prophetischen Überlieferung zufolge, den Koran gehört und wurden von ihm berührt. Der Koran berichtet von sich als Heilung und Barmherzigkeit und als ein Buch, das Gott vor jeglicher Fälschung beschützt:

„Und Wir senden vom Qur᾿ān das hinab, was eine Heilung und Barmherzigkeit für die Gläubigen ist; den Ungerechten aber mehrt es nur den Schaden.“ (17:82)

Der Prophet Muḥammad lehrte uns auch: „Der beste von euch ist derjenige, der den Koran lernte und lehrte.“ (Bei al-Buḫārī überliefert)

Man sollte auf den Koran reagieren und ihn mit Nachdenken hören. Gott lobt insofern die Gläubigen, als sie den vom Koran berührt und beeinflusst werden:

„Allah hat die beste Verkündigung (die man sich überhaupt denken kann, als Offenbarung) herabgesandt, eine sich gleichartig wiederholende Schrift (mit) Erzählungen, die diejenigen, die ihren Herrn fürchten, (zuerst) zum Schaudern bringt, hierauf (aber) an Leib und Seele besänftigt und dazu anhält, Allahs zu gedenken. Das ist die Rechtleitung Allahs. Er leitet damit recht, wen er will. Wen aber Allah irreführt, für den gibt es keinen, der ihn rechtleiten würde.“ (Koran 39:23)

Diese Verstehen haben die Gefährten des Propheten wahrgenommen und nicht nur den Koran rezitiert und gehört, sondern darüber nachgedacht und danach gehandelt. Es wird überliefert, dass der Gefährte Abū ad-Daḥdāḥ sofort auf folgenden Vers mit dem Spenden seines Gartens reagierte:

„Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt; und was immer ihr spendet, seht, Allah weiß es“ (3:92)

Deshalb tadelt der Koran denjenigen, die nicht über den Koran nachdenken und seine Anweisungen nicht wahrnehmen:

„Wollen sie also nicht über den Qur᾿ān nachdenken, oder ist es (so), dass ihre Herrn verschlossen sind?“ (47:24)

Diejenigen, die vom Koran im Diesseits nicht profitieren, werden auch nicht von ihm im Jenseits profitieren. Der Koran prägt uns folgendes Beispiel:

„Und wenn Meine Führung zu euch kommt, dann wird der, der Meiner Führung folgt, nicht zugrunde gehen, noch wird er Unglück erleiden. Und dem, der sich jedoch von Meiner Ermahnung abkehrt, wird ein Leben in Drangsal beschieden sein, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihn blind vor Uns führen. Er wird sagen: „“Mein Herr, warum hast Du mich blind (vor Dich) geführt, obwohl ich (zuvor) sehen konnte? Er wird sprechen: Es sind ja Unsere Zeichen zu dir gekommen, und du hast sie missachtet – also wirst heute nun du missachtet sein!“ (20:123-126)

Der Prophet selber pflegte, den Koran mit Nachdenken zu rezitieren und zu hören:

‘Abdullāh Ibn Mas‘ūd berichtete: „Der Prophet, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte zu mir: »Lies mir (etwas vom Qur’ān) vor!« Ich sagte: »O Gesandter Allāhs, soll ich dir von dem vorlesen, was dir selbst offenbart wurde? «Er sagte: »Ja!« Da las ich ihm die Sura An-Nisā’ vor, und als ich den Vers „Und wie, wenn Wir aus jedem Volk einen Zeugen herbeibringen und dich (o Muḥammad) als Zeugen gegen diese herbeibringen? (4:41)“ erreichte, sagte er: »Hör auf zu lesen!« Da sah ich, dass Tränen aus seinen Augen flossen.“ (Bei al-Buḫārī überliefert)

Zu unseren Aufgaben gegenüber dem Koran gehört auch, dass wir ihn, ohne Übertreibung und nicht nach eigenen Ideologien und Philosophien verstehen, sondern einfach in einer richtigen und gemäßigter Art und Weise.

Auch sollte man die Anweisungen des Korans bezüglich des Verhaltens und des Charakters verinnerlichen. Erst dann wenn man die Charakterzüge im Koran verwirklichte, kann man von einem islamischen Charakter nach dem Vorbild des Propheten sprechen. Als die Mutter der Gläubige (Frau des Prophetne) ῾Āiša nach dem Charakter des Propheten gefragt wurde, antwortete sie: „Sein Charakter war der Koran.“ Der Koran fungiert als Rechtsleitung für den Charakter des Muslims und dessen Verhalten im Leben im Allgemeinen:

 „Wahrlich, dieser Qur᾿ān leitet zum wirklich Richtigen und bringt den Gläubigen, die gute Taten verrichten, die frohe Botschaft, auf dass ihnen großer Lohn zuteil werde.“ (17:9)

Die Gefahr der zerstörerischen Aufrufe und die Notwendigkeit, diesen
gegenüberzutreten, damit Sicherheit und Stabilität gewährleistet werden.
Freitagspredigt am 27. 02 (Monat Ṣafar). 1437 (islamischer Kalender)11.12.2015

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Einteilung der Predigt

  • Sicherheit und Stabilität als Gnade im Islam
  • Stabilität in der Heimat ist eine religiöse und nationale Notwendigkeit
  • Zu Faktoren der Stabilität in der Heimat gehören:

    • Liebe zur Heimat
    • Versöhnung und Kooperation zwischen Menschen zu verbreiten
    • Gehorsam gegenüber dem Befehlshaber bezüglich der Gehorsames gegenüber Gott und dem Dienst der Heimat
  • Warnung vor Versuchungen und Drangsalen
  • Die Gefahr der zerstörerischen Aufrufe hinstrich des Individuums und der Gesellschaft
  • Die Notwendigkeit, diesen Aufrufen gegenüberzutreten

 

Belege aus dem Koran

  1. „Und als Abraham sagte: Mein Herr, mach dies zu einem sicheren Ort und gib Früchte den dort Wohnenden …“ (al-Baqara 2:126)
  2. „Und damals sagte Abraham: Mein Herr, mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten …“ (Ibrāhīm 14:35)
  3. „Die da glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeiten vermengen – sie sind es, die Sicherheit haben und die rechtgeleitet werden.“ (al-Anʿām 6:82)
  4. „Für die Vereinigung der Quraisch , (für) ihre Vereinigung zur Reise in der Karawane des Winters und des Sommers. So sollen sie denn dem Herrn dieses Hauses dienen, Der sie speist, nachdem sie gehungert haben, und ihnen Sicherheit gewährleistet, nachdem sie in Angst lebten!“ (Quraiš 106:1-4)
  5. „Haben Wir ihnen denn kein sicheres Schutzgebiet errichtet, zu dem die Früchte aller Art gebracht werden als Versorgung von Uns? Jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht.“ (al-Qaṣaṣ 28:57)
  6. „Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir ein Schutzgebiet sicher gemacht haben, während die (anderen) Menschen in ihrer Umgebung hinweggerissen werden? Wollen sie da noch an (etwas) Falsches glauben und die Huld Gottes leugnen?“ (al-ʿAnkabūt 29:67)
  7. „Und Wir setzten zwischen sie und die Städte, die Wir gesegnet hatten, (andere) hochragende Städte, und Wir erleichterten das Reisen zwischen ihnen: Reist zwischen ihnen bei Tag und Nacht in Sicherheit umher. (Sabaʾ 34:18)
  8. „Diejenigen, zu denen die Leute sagten: Seht, die Leute haben sich bereits gegen euch geschart; fürchtet sie darum! – nun stärker wurden sie im Glauben und sagten: Uns genügt Gott, und Er ist der beste Anwalt!“ (Āl ʿImrān 3:173)
  9. „Und hütet euch vor einer Drangsal, die gewiss nicht bloß die unter euch treffen wird, die Unrecht getan haben. Und wisset, dass Gott streng im Strafen ist.“ (al-Anfāl 8:25)
  10. „Wahrlich, jenen, die wünschen, dass sich Unzucht unter den Gläubigen verbreite, wird im Diesseits und im Jenseits eine schmerzliche Strafe zuteil sein. Und Gott weiß, und ihr wisset nicht.“ (an-Nūr 24:19)
  11. „O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Gott und gehorcht dem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen. Und wenn ihr über etwas streitet, so bringt es vor Gott und den Gesandten, wenn ihr an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag. Das ist das Beste und nimmt am ehesten einen guten Ausgang.“ (an-Nisāʾ 4:59)
  12. „Und wenn ihnen etwas zu Ohren kommt, dass Sicherheit oder Furcht betrifft, machen sie es bekannt. Hätten sie es aber vor den Gesandten und vor jene gebracht, die unter ihnen die Befehlsgewalt besitzen, dann würden es sicherlich die unter ihnen, die es entschleiern könnten, wissen. Und wäre nicht Gottes Gnade über euch und Seine Barmherzigkeit, wäret ihr alle dem Satan gefolgt, bis auf wenige Ausnahmen.“ (an-Nisāʾ 4:83)

Belege aus der Sunna

  1. Salama ibn ʿUbaid-u-llāh ibn Miḥṣan al-Ḫaṭmīy überliefert von seinem Vater, dass der der Gesandte Gottes, Gottes Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wer von euch aufsteht, sicher in seinem Heim, gesund an seinem Körper, die bloße Menge an Nahrung, die er für den Tag benötigt, besitzt er, dann ist es so, als wäre für ihn die gesamte Welt eingefangen und mit allem, was darin ist!“ (bei Termiḏī überliefert)
  2. Ibn ʿAbbās sagt: Ich hörte den Gesandten Gottes, Gottes Segen und Heil auf ihm, sagen: „Zwei Augen werden vom Höllenfeuer niemals berührt: ein Auge, das aus demütiger Ehrfurcht gegenüber Gott weinte, und eins, das um Gottes willen nachts wacht.“ (bei Termiḏī überliefert)
  3. ʿAbdullāh ibn ʿAdī ibn Ḥamrāʾ sagte: Ich sah den Gesandten Gottes, Gottes Segen und Heil auf ihm, bei der Stelle Ḥazwara bei Mekka stehen und sagen: Bei Gott, du bist das beste Land Gottes und das beliebteste Land zu Gott. Hätte man mich von dir nicht vertrieben, dann wäre ich nicht gegangen“ (Im Musnad von Aḥmad und bei Termiḏī überliefert)
  4. Ibn ʿAbbās sagt, dass der Gesandten Gottes, Gottes Segen und Heil auf ihm, zu Mekka sagte: „Was für ein gutes Land bist du und wie lieb du für mich bist. Hätten mich deine Leute nicht vertrieben, hätte ich nicht in einem anderen Ort gewohnt.“ (überliefert bei Termiḏī)
  5. ʿĀiša überliefert, dass der Prophet Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagt: „Gott möge für uns die Medina genauso lieb machen, wie er uns Mekka lieben ließ“ (überliefert bei Buḫārī)
  6. Abū Huraira berichtet: Ich hörte den Gesandten Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagen: „Wer mir gehorcht, der gehorcht Gott und wer mir nicht gehorcht, der gehorcht Gott nicht. Wer den Herrscher gehorcht, der gehorcht mir und wer dem Herrscher nicht gehorcht, der gehorcht mir nicht. Der Imam ist ein Schutz, hinter ihm man kämpfen soll und durch den man geschützt wird. Wenn er mit Gottesfurcht und Gerechtigkeit befiehlt, so wird dafür (von Gott) belohnt und wenn er anders anordnet, dann gilt das gegen ihn.“ (überliefert bei Buḫārī)
  7. Von Abū Huraira wird überliefert, dass der Gesandte Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Wer (dem Herrscher) nicht gehorcht und die (muslimische) Gemeinde verlässt und dabei stirbt, der stirbt wie die Leute vor dem Islam (ğāhilīya). Wer unter einem unbekannten (zwischen Gutem und Bösem nicht unterscheidend) und rassistischen Banner kämpft und dabei stirbt, der stirbt wie die Leute vor dem Islam (ğāhilīya). (Bei Muslim überliefert)
  8. Von Abū Huraira wird überliefert, dass der Gesandte Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Es wird eine Zeit der Drangsale und Versuchungen kommen, in der es dem Sitzenden besser als dem Stehenden, und dem Stehenden besser als dem Gehenden, und dem Gehenden besser als dem geht, der sich daran beteiligt, was sich um ihn herum abspielt. Wer die Versuchungen jener Zeit erstreben wird, wird daran zugrunde gehen. Und wer in jener Zeit einen Zufluchtsort finden wird, der soll an ihm verbleiben.“ (bei Buḫārī und Muslim überliefert)

 

 

Inhalt der Predigt

Die Gnade der Sicherheit und Stabilität gehört zu den größten Gnaden Gotte, des Erhabenen. Ohne diese wird man die innere Ruhe nicht finden und das Leben nicht genießen, auch wenn er alles im Leben zur Verfügung hätte. Die Glückseligkeit im Leben hängt von der Sicherheit und Stabilität ab. In der prophetischen Überlieferung heißt es: „Wer von euch aufsteht, sicher in seinem Heim, gesund an seinem Körper, die bloße Menge an Nahrung, die er für den Tag benötigt, besitzt, dann ist es so, als wäre für ihn die gesamte Welt eingefangen und mit allem, was darin ist!“ (bei Termiḏī überliefert)

Die Gnade der Sicherheit und Stabilität ist ein Anliegen jedes Geschöpfes auf Erde. Der Prophet Abraham suchte danach und bat Gott darum für seine Leute und Volk. Der Koran erwähnt den Propheten Abraham in diesem Kontext:

„Und als Abraham sagte: Mein Herr, mach dies zu einem sicheren Ort und gib Früchte den dort Wohnenden …“ (al-Baqara 2:126)

Abraham nannte hier die Sicherheit vor der Versorgung, weil die zweite ohne den ersten keinen Sinn hat. Erst mit dem Vorhandensein der Sicherheit kann man das Leben genießen. Gott erhörte das Bittgebet Abrahams und machte Mekka zu einem sicher Ort. Abraham nennt sogar in seinem Bittgebet die Sicherheit vor dem Glauben/ Monotheismus, als er sagt:

„Mein Herr, mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten …“ (Ibrāhīm 14:35)

Diese beiden Dinge, Sicherheit und Stabilität, nennt Gott für die Bewohner von Mekka als große Gnade, wenn Er, der Erhabene, sagt:

„So sollen sie (die Leute in Mekka) denn dem Herrn dieses Hauses dienen, Der sie speist, nachdem sie gehungert haben, und ihnen Sicherheit gewährleistet, nachdem sie in Angst lebten!“ (Quraiš 106:1-4)

„Haben sie denn nicht gesehen, dass Wir ein Schutzgebiet sicher gemacht haben, während die (anderen) Menschen in ihrer Umgebung hinweggerissen werden? Wollen sie da noch an (etwas) Falsches glauben und die Huld Gottes leugnen?“ (al-ʿAnkabūt 29:67)

Durch Sicherheit und Stabilität werden sich die Nationen und Gesellschaften entwickeln. Dies bringt der Koran im Hinblick auf das Volk von Sabaʾ zum Ausdruck:

„Und Wir setzten zwischen sie und die Städte, die Wir gesegnet hatten, (andere) hochragende Städte, und Wir erleichterten das Reisen zwischen ihnen: Reist zwischen ihnen bei Tag und Nacht in Sicherheit umher. (Sabaʾ 34:18)

Das Fehlen der Sicherheit und der Stabilität wirkt negativ auf Land und Leute auch im Hinblick auf Gottesanbetung aus. Diese stellt das Ziel, für das der Mensch geschöpft wurde, dar. So sehen wir, dass das rituelle Gebet im Falle der Sicherheit anders als im Falle der Angst verrichtet wird. In beiden Fällen gibt es unterschiedliche Verordnungen, wie man das verrichten soll. Auch zu den Bedingungen der Verpflichtung der Pilgerfahrt gehört, dass man Sicherheit genießt. Sonst gilt sie nicht mehr als Pflicht. Aus diesem Grunde werden die Gottesanbetungen erst in Ordnung verrichtet, wenn es Sicherheit und der Stabilität gibt. Diese beiden sind also eine religiöse und nationale Notwendigkeit und ein großes Ziel der Religion. Darauf ist die Gesellschaft angewiesen.

Zu den wichtigen Faktoren der Stabilität gehört, dass man seine Heimat liebt und deren Wert schätzt. Der Prophet lehrt uns diese Liebe, als er von seiner Heimat Mekka nach Medina auswandern musste. Er spricht Mekka an: „Bei Gott, du bist das beste Land Gottes und das beliebteste Land zu Gott. Hätte man mich von dir nicht vertrieben, dann wäre ich nicht gegangen“

In einer anderen Überlieferung sagt er in diesem Kontext über die Liebe zur Heimat (Mekka): „Was für ein gutes Land bist du und wie lieb du für mich bist. Hätten mich deine Leute nicht vertrieben, hätte ich nicht in einem anderen Ort gewohnt.“

Der Prophet Muḥammad, Gottes Segen und Heil auf ihm, pflegt auch Gott darum zu beten, dass er ihm die neue Heimat Medina lieb macht, weil von dieser Liebe die Sicherheit und Stabilität in Heimaten abhängig sind. ʿĀiša, Gottes Wohlgefallen auf ihr, überliefert, dass der Prophet Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagt: „Gott möge für uns die Medina genauso lieb machen, wie er uns Mekka lieben ließ“

Der Muslim soll seine Heimat lieben und sie beschützen. Für denjenigen, der sich um seine Heimat kümmert und daran arbeitet, dass sie sich entwickelt und fortgeschritten wird, bestimmte der Islam einen großen Lohn. In einem Ḥadīṯ heißt es: „Zwei Augen werden vom Höllenfeuer niemals berührt: ein Auge, das aus demütiger Ehrfurcht gegenüber Gott weinte, und eins, das um Gottes willen nachts wacht.“ (bei Termiḏī überliefert)

So gehört die Liebe zur Heimat zur Religion und ist ein Faktor zur Entwicklung und zum Fortschritt der Heimaten. Man darf auf die zerstörerischen Aufrufe nicht hören.

Zu den Faktoren der Stabilität gehört auch, dass die Menschen Vereinigung und Gemeinschaft suchen sich vor Zwietracht und Uneinigkeit schützen. Dazu sagt der Koran:

„… und hadert nicht miteinander, damit ihr nicht versaget und euch die Kampfkraft nicht verlässt. Seid geduldig; wahrlich, Gott ist mit den Geduldigen.“ (Al-Anfāl 8:46)

„Und helft einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit; doch helft einander nicht in Sünde und Übertretung.“ (Al-Māʾida 4:2)

Auch der Prophet, Gottes Segen und Frieden auf ihm, sagte, während er seine Finger ineinander verschränkte: „Die Gläubigen sind wie ein Gebäude. Einer stützt den anderen.“ (bei Buḫārī und Muslim überliefert)

Zu den entscheiden Faktoren, die zur Stabilität in den Heimaten führen, gehört der Gehorsam gegenüber den Befehlshabern, solange es sich nicht um eine Sünde handelt. Im Koran heißt es:

O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Gott und gehorcht dem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen. Und wenn ihr über etwas streitet, so bringt es vor Gott und den Gesandten, wenn ihr an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag. Das ist das Beste und nimmt am ehesten einen guten Ausgang.“ (an-Nisāʾ 4:59)

Es gibt viele Hadīṯe, die bezeugen, dass der Gehorsam der Herrscher ein Gehorsam Gottes ist und dass man sie aus religiösen Gründen respektieren soll:

Abū Huraira berichtet: Ich hörte den Gesandten Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagen: „Wer mir gehorcht, der gehorcht Gott und wer mir nicht gehorcht, der gehorcht Gott nicht. Wer den Herrscher gehorcht, der gehorcht mir und wer dem Herrscher nicht gehorcht, der gehorcht mir nicht. Der Imam ist ein Schutz, hinter ihm man kämpfen soll und durch den man geschützt wird. Wenn er mit Gottesfurcht und Gerechtigkeit befiehlt, so wird dafür (von Gott) belohnt und wenn er anders anordnet, dann gilt das gegen ihn.“ (überliefert bei Buḫārī)

Von Abū Huraira wird überliefert, dass der Gesandte Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Wer (dem Herrscher) nicht gehorcht und die (muslimische) Gemeinde verlässt und dabei stirbt, der stirbt wie die Leute vor dem Islam (ğāhilīya). Wer unter einem unbekannten (zwischen Gutem und Bösem nicht unterscheidend) und rassistischen Banner kämpft und dabei stirbt, der stirbt wie die Leute vor dem Islam (ğāhilīya). (Bei Muslim überliefert)

Der Grund, warum man im Islam dem Herrscher gehrechen und nicht gegen ihn rebellieren soll, liegt darin, dass es in der Rebellion mehr Unheil als Nutz für Land und Leute gibt. So werden dabei Menschenrechte, Ehre und Eigentümer verletzt aber auch unschuldige Menschen getötet und verbotene Dinge gemacht.

Die Stabilität in Heimaten wird ferner durch zerstörerische Aufrufe und Versuchungen im Allgemeinen bedroht. Diese haben katastrophale Folge auf das Zusammenleben in der Gesellschaft. Werte der Aussöhnung, Liebe und Freundlichkeit unter Menschen werden dadurch bedroht und durch Hass und Zwietracht ersetzt. In diesem Fall wird die Zerstörung das unbedingte Ende sein:

„Und haltet insgesamt an Gottes Seil fest, und zerfallet nicht, und gedenket der Gnade Gottes gegen euch, da ihr Feinde waret, und Er eure Herzen so zusammenschloss, dass ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet; und da ihr am Rande einer Feuergrube waret, und Er euch ihr entriss. So macht Gott euch Seine Zeichen klar, auf dass ihr euch rechtleiten lassen möget.“ (Āl Imrān 3:103)

Der Prophet, Friede und Segen auf ihm, warnt in vielen Ḥadīṯen vor diesen Versuchungen und Drangsalen und macht seine Gemeinde darauf aufmerksam, dass sie dabei sehr vorsichtig, zurückhaltend und vor allem geduldig sein sollten:

Von Abū Huraira wird überliefert, dass der Gesandte Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Es wird eine Zeit der Drangsale und Versuchungen kommen, in der es dem Sitzenden besser als dem Stehenden, und dem Stehenden besser als dem Gehenden, und dem Gehenden besser als dem geht, der sich daran beteiligt, was sich um ihn herum abspielt. Wer die Versuchungen jener Zeit erstreben wird, wird daran zugrunde gehen. Und wer in jener Zeit einen Zufluchtsort finden wird, der soll an ihm verbleiben.“ (bei Buḫārī und Muslim überliefert)

Auch der Koran warnt vor diesen Versuchungen und Prüfungen an vielen Stellen:

„Und hütet euch vor einer Drangsal, die gewiss nicht bloß die unter euch treffen wird, die Unrecht getan haben. Und wisset, dass Gott streng im Strafen ist.“ (al-Anfāl 8:25)

Die zerstörerischen Aufrufe, die von Leuten kommen, die wenig Glauben und schwache Herze und vor allem terroristisches Denken haben, gelten als Hindernis vor Stabilität der Heimaten.  Dadurch werden die Zwietracht und der Streit unter Bürgern gesät. Dass man die Religion durch leere Parolen und Ideologien für politische Interesse einsetzt, mündet in die Destruktion der Gesellschaften. Jene, die Versuchungen und Unheil unter Menschen stiften und verbreiten, haben im Koran eine schmerzliche Strafe:

„Wahrlich, jenen, die wünschen, dass sich Unzucht unter den Gläubigen verbreite, wird im Diesseits und im Jenseits eine schmerzliche Strafe zuteil sein. Und Gott weiß, und ihr wisset nicht.“ (an-Nūr 24:19)

Auf diese zerstörerischen Aufrufe darf man im Islam nicht hören. Sie gelten als Brennstoff für terroristisches Denken und führen zur Zerstörung der Gesellschaft. Unsere islamische Religion ruft uns vielmehr zur Sicherheit und Stabilität und verurteilt jede Art des Terrorismus und der Aggression.

Über die Notwendigkeit der arabischen Solidarität und der nationalen Loyalität im Kampf gegen den Terrorismus und die neuen Herausforderungen

awkaf

Einteilung der Predigt

  • Der Ruf des Islam zur Einigung und Kooperation
  • Gefahr der Uneinigkeit und Zwietracht
  • Loyalität zur Heimat ist ein religiöses Anliegen und eine nationale Pflicht.
  • Die arabische und islamische Solidarität ist eine Notwendigkeit.
  • Auswirkung der arabischen Solidarität auf die Bekämpfung des Terrorismus und das Meistern der neuen Herausforderungen

           

Belege aus dem Koran

  1. „Und haltet insgesamt an Gottes Seil fest, und zerfallet nicht, und gedenket der Gnade Gottes gegen euch, da ihr Feinde waret, und Er eure Herzen so zusammenschloss, dass ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet; und da ihr am Rande einer Feuergrube waret, und Er euch ihr entriss. So macht Gott euch Seine Zeichen klar, auf dass ihr euch rechtleiten lassen möget.“ (Āl Imrān 3:103)
  1. „Und seid nicht wie jene, die gespalten und uneins sind, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen kamen; und jene erwartet eine schmerzliche Strafe.„ (Āl Imrān 3:105)
  2. „Und gehorcht Gott und Seinem Gesandten und hadert nicht miteinander, damit ihr nicht versaget und euch die Kampfkraft nicht verlässt. Seid geduldig; wahrlich, Gott ist mit den Geduldigen.“ (Al-Anfāl 8:46)
  3. „Und helft einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit; doch helft einander nicht in Sünde und Übertretung.“ (Al-Māʾida 4:2)
  4. „Die Gläubigen sind ja Brüder.“ (Al-Ḥuğrāt 49:10)
  5. „Diese eure Gemeinschaft ist eine einheitliche Gemeinschaft; und Ich bin euer Herr, darum dient Mir.“ (Al-Anbīyāʾ 21:92)
  6. „Und dies ist Mein gerader Weg. So folgt ihm; und folgt nicht den (verschiedenen) Wegen, damit sie euch nicht weitab von Seinem Weg führen. Das ist es, was Er euch gebietet, auf daß ihr gottesfürchtig sein möget.“ (Al-Anʿām 5:153)

Belege aus der Sunna

  1. An-Nuʿmān Ibn Baschier, Gottes Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Gottes, Gottes Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Gläubigen in ihrer Zuneigung, Barmherzigkeit und Mitleid zueinander sind einem Körper gleich: Wenn ein Teil davon leidet, reagiert der ganze Körper mit Schlaflosigkeit und Fieber! (bei Muslim überliefert)
  2. Abū Mūsā Al-Ašʿarī, berichtet, dass der Prophet, Gottes Wohlgefallen auf ihm sagte, während er seine Finger ineinander verschränkte: Die Gläubigen sind wie ein Gebäude. Einer stützt den anderen.“ (bei Buḫārī überliefert)
  3. An-Nu’man ibn Baschir Es überliefert, dass der Prophet (s) sagte: „Das Gleichnis eines Menschen, der die Gebote Allāhs einhält und desjenigen, der diese missachtet, ist denjenigen gleich, die ihre Plätze auf einem Schiff durch ein Los teilten: Einige von ihnen erhielten die oberen Plätze und die anderen die unteren. Es geschah dann, dass diejenigen, die sich unten aufhielten, immer an den Leuten vorbeigehen mussten, die sich oben befanden, um Trinkwasser zu holen. Da sagten diese: ´Was haltet ihr davon, wenn wir ein Loch in unser Abteil bohrten und die Leute über uns nicht mehr belästigen?´ Wenn die Leute (oben) dies zulassen würden, was die anderen zu tun beabsichtigen, so würden alle zusammen zugrunde gehen; und wenn sie sie mit der Tatkraft davon abhalten würden, so retteten sie sich selbst und alle anderen mit“ (überliefert bei Buḫārī)
  4. Abū Huraira überliefert, dass der Gesandte Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagt: Gott will für euch drei Dinge und hasst von euch drei Dinge. Er will von euch, dass ihr Ihm dient und Ihm nichts beigesellt. Auch will Er von euch, dass ihr insgesamt an Gottes Seil festhaltet, und nicht zerfallet. Von euch hasst er das zu viel Hin- und Herreden, die zu vielen Fragen und die Geldverschwendung. (überliefert bei Muslim)
  5. ʿAbdullāh ibn ʿUmar berichtet, dass der Gesandte Gottes, Friede und Segen auf ihm, sagte: „Der Muslim ist des Muslim Bruder. Weder unterdrückt er ihn noch gibt er ihn preis. Wer sich für die Sache seines Bruders einsetzt, für dessen Sache setzt Gott sich ein. Und wer einen Muslim von einem Kummer befreit, den wird Gott dafür von einem Kummer am Tage der Auferstehung befreien. Und wer die Blöße eines Muslims deckt, dessen Blöße deckt Gott am Tage der Auferstehung. (bei Buḫārī und Muslim überliefert)
  6. Anas berichtete, dass der Prophet, Gottes Segen und Friede auf ihm, sagte: „Keiner von euch darf sich als gläubig ansehen, bis er seinem Bruder auch dasselbe gönnt, was er sich selbst gönnt.“ (bei Buḫārī überliefert)

Inhalt der Predigt

Der Islam ist eine Religion, die zu den menschlichen und ethischen Werten aufruft. Er ruft dazu nicht nur im Hinblick auf seine Anhänger, sondern im Hinblick auf die ganze Menschheit. Er treibt seine Anhänger dazu, diese Werte unter sich zu verbreiten. Dazu gehört sein Ruf zur Einigung, Zusammenarbeit, Kooperation, Versöhnung, gegenseitigen Zuneigung, Solidarität, Brüderlichkeit und gegenseitigen Hilfe mit dem Ziel, den sozialen Frieden zu verwirklichen, sodass die Menschen wie  ein homogener Körper werden. Dafür appellieren die Texte aus dem Koran und der Sunna des Propheten Muḥammad (Gottes Frieden und Segen auf ihm):

„Und haltet insgesamt an Gottes Seil fest, und zerfallet nicht, und gedenket der Gnade Gottes gegen euch, da ihr Feinde waret, und Er eure Herzen so zusammenschloss, dass ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet; und da ihr am Rande einer Feuergrube waret, und Er euch ihr entriss. So macht Gott euch Seine Zeichen klar, auf dass ihr euch rechtleiten lassen möget.“ (Āl Imrān 3:103)

„Und helft einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit; doch helft einander nicht in Sünde und Übertretung.“ (Al-Māʾida 4:2)

Die prophetischen Ḥadīṯe treiben auch die Muslime dazu, sich zu einigen und gegen einander solidarisch zu sein. An-Nuʿmān Ibn Bašīr, Gottes Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Gottes, Gottes Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die Gläubigen in ihrer Zuneigung, Barmherzigkeit und Mitleid zueinander sind einem Körper gleich: Wenn ein Teil davon leidet, reagiert der ganze Körper mit Schlaflosigkeit und Fieber!“ (bei Muslim überliefert)

ʿAbdullāh ibn ʿUmar, Gottes Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Gottes, Gottes Segen und Heil auf ihm, sagte:  Der Gesandte Gottes sprach: „Der Muslim ist des Muslim Bruder. Weder unterdrückt er ihn noch gibt er ihn preis. Wer sich für die Sache seines Bruders einsetzt, für dessen Sache setzt Gott sich ein. Und wer einen Muslim von einem Kummer befreit, den wird Gott dafür von einem Kummer am Tage der Auferstehung befreien. Und wer die Blöße eines Muslims deckt, dessen Blöße deckt Gott am Tage der Auferstehung.“ (bei Buḫārī und Muslim überliefert)

Die Einigkeit der islamischen Gemeinde und die Kooperation unter ihrer Mitglieder in allen Bereichen ist ein grundlegendes unentbehrliches Anliegen. Dies stellt eine Notwendigkeit für jede Gemeinde dar, die nach Erfolg, Fortschritt und Anerkennung sucht und Probleme und Herausforderungen meistern will. Gott, der Erhabene sagt:

„Die Gläubigen sind ja Brüder.“ (Al-Ḥuğrāt 49:10)

Die Gemeinde, die der Islam will, ist eine vereinigte, versöhnte und verbundene Gemeinde. Er, erhaben sei Er, sagt:

„Diese eure Gemeinschaft ist eine einheitliche Gemeinschaft; und Ich bin euer Herr, darum dient Mir.“ (Al-Anbīyāʾ 21:92)

Wie könnte eigentlich diese Gemeinde nicht einheitlich sein, wobei Gott ihren Glauben und ihre rechtlichen Bestimmungen sowie ihre Zielsetzungen und ihren Weg einheitlich gemacht hat. Er, der Erhabene, sagt:

„Und dies ist Mein gerader Weg. So folgt ihm; und folgt nicht den (verschiedenen) Wegen, damit sie euch nicht weitab von Seinem Weg führen. Das ist es, was Er euch gebietet, auf dass ihr gottesfürchtig sein möget.“ (Al-Anʿām 5:153)

Unser Prophet Muḥammad, Gottes Segen und Friede auf ihm, ruft zur Vereinigung und Gemeinschaft auf und warnt vor Zwietracht und Uneinigkeit, wenn er sagt: „Gott will für euch drei Dinge und hasst von euch drei Dinge. Er will von euch, dass ihr Ihm dient und Ihm nichts beigesellt. Auch will Er von euch, dass ihr insgesamt an Gottes Seil festhaltet, und nicht zerfallet. Von euch hasst er das zu viel Hin- und Herreden, die zu vielen Fragen und die Geldverschwendung.“ (überliefert bei Muslim). Der Prophet, Gottes Wohlgefallen auf ihm sagte, während er seine Finger ineinander verschränkte: Die Gläubigen sind wie ein Gebäude. Einer stützt den anderen.“ (bei Buḫārī überliefert)

Man soll deshalb nach der Vereinigung und Gemeinschaft sowie nach Kooperation und Solidarität suchen und die Zwietracht und Trennung meiden. Man soll sich an der islamischen Brüderlichkeit festhalten und sie in allen Bereichen des Lebens praktizieren.

Genauso wie er zur Versöhnung und Vereinigung aufruft, warnt der Islam vor Zwietracht und Uneinigkeit, denn beide sind ein Grund für Schwäche und Untergrund. Gott, der Erhabene, sagt:

„… und hadert nicht miteinander, damit ihr nicht versaget und euch die Kampfkraft nicht verlässt. Seid geduldig; wahrlich, Gott ist mit den Geduldigen.“ (Al-Anfāl 8:46)

In der Zwietracht und Uneinigkeit zwischen Muslimen stecken ungeheure Gefahren und Schaden. Dadurch werden die Muslime miteinander nicht kooperieren und solidarisch sein. Das führt dazu, dass die Gemeinde zerfällt und uneinheitlich wird. Auch ihre Ressourcen und ihre materielle, militärische und vor allem geistige Macht gehen verloren.

Vor allem heute brauchen wir diese nationale Loyalität mehr als je. Wir sollten die Heimat lieben und ihr Interesse vor jedem anderen stellen. Wir sollten sie aufrichtig lieben und vor jeder Partei, Gruppe oder nationalen oder internationalen Organisation bevorzugen. Der Islam schätzt die Liebe zur Heimat und deren Interesse. Als der Prophet Muḥammad, Friede und Segen auf ihm, Mekka verlassen musste, schaute er zu Mekka und sprach es an: „Ich weiß dass du das beste Land Gottes und das beliebteste für Ihn bist. Hätten mich deine Leute nicht vertrieben, dann hätte ich dich nicht verlassen.“ (überliefert bei Aḥmad) Auch als er in Medina aus dem Ort Ḫaibar ankam, zeigte er mit seiner Hand zu Medina und sagte: „O mein Herr, ich mache die Medina genauso heilig (das, was sich zwischen den Grenzen von Medina findet – lābataiha), wie Abraham Mekka heilig gemacht hat. O mein Herr, segne unser Hohlmaß“ (überliefert bei Buḫārī). Der berühmte arabische Dichter Aḥmad Šuqī sagt:

Gegenüber jeder freien Person hat die Heimat bereits eine Gabe und eine zu zahlende Schuld.

Ohnehin erlebt unsere arabische Gemeinde heutzutage schwere Zeiten. Dies verlangt von uns allen Solidarität, Kooperation und Zusammenarbeit, damit wir alle gemeinsam die Herausforderungen meistern können. An-Nu’man ibn Baschir überliefert, dass der Prophet (s) sagte: „Das Gleichnis eines Menschen, der die Gebote Allāhs einhält und desjenigen, der diese missachtet, ist denjenigen gleich, die ihre Plätze auf einem Schiff durch ein Los teilten: Einige von ihnen erhielten die oberen Plätze und die anderen die unteren. Es geschah dann, dass diejenigen, die sich unten aufhielten, immer an den Leuten vorbeigehen mussten, die sich oben befanden, um Trinkwasser zu holen. Da sagten diese: ´Was haltet ihr davon, wenn wir ein Loch in unser Abteil bohrten und die Leute über uns nicht mehr belästigen?´ Wenn die Leute (oben) dies zulassen würden, was die anderen zu tun beabsichtigen, so würden alle zusammen zugrunde gehen; und wenn sie sie mit der Tatkraft davon abhalten würden, so retteten sie sich selbst und alle anderen mit“ (überliefert bei Buḫārī)

Somit wird die arabische Vereinigung und Solidarität zu einer Notwendigkeit um die arabischen Interesse und ihre politischen Strukturen zu schützen und die Interessen und Listen des Kolonialismus zu bekämpfen. Dieser versucht immer wieder, die arabischen Länder zu zerteilen, damit er sie abschwächt und übernimmt.

Durch die arabische Solidarität wird die arabische Gemeinde eine nicht zu besiegende Macht auf dem Gebiet der Politik, Wirtschaft, des Denkens, der Kultur und der Medien. Die arabische Gemeinde hat die Voraussetzungen für diese Macht und die Zusammenarbeit muss auf allen Bereichen, politisch, wirtschaftlich, kulturell und militärisch erfolgen, weil Solidarität sich nicht auf ein bestimmtes Gebiet beschränken lässt. Die Gemeinde braucht diesen Aufschwung auf allen Ebenen. Diese setzt aber von jedem von uns eine harte Arbeit um den Terrorismus und die terroristischen Gruppen zu bekämpfen, die viele Länder unserer Gemeinschaft bedrohen. Unser Ziel ist es, dass unsere Gemeinde und die ganze Welt Sicherheit und Frieden genießt.

Das Phänomen des Terrorismus ist eine der gefährlichsten Herausforderungen, die der arabisch-islamischen Welt begegnen. Dieses Phänomen erschien nicht heute oder gestern, sondern es ist in der Geschichte verankert. Neu ist aber die Tatsache, wie es häufig und brutal jetzt geschieht, wo viele neue Opfer durch verschiedene Formen der Gewalt fallen. Der Terrorismus heutzutage unterscheidet nicht zwischen Männern, Frauen oder Kindern und macht von allem Vernichtungsmitteln Gebrauch. In einigen Fällen geschieht das mit islamischen Parolen, wie Allahu Akbar, Gott ist groß. Gott spricht sich aber davon frei und der Islam wird das niemals legitimieren. Islam ist eine Religion der Toleranz, der Kultur und der Menschlichkeit, die das Leben, Ehren und Vermögen heilig macht.  Gott, der Erhabene, sagt im Koran:

„… und ihr sollt niemanden töten, dessen Leben Gott unverletzlich gemacht hat, außer wenn dies gemäß dem Recht geschieht.“ (Al-Anʿām 6:151)

Auch der Prophet Muḥammad, Friede und Segen auf ihm, sagt: Euer Blut und euer Vermögen ist euch heilig, genauso wie die Heiligkeit dieses Tages (Tag der Pilgerfahrt) in eurem Monat und in diesem euren Land (Mekka) ….“ Er fragte die Pilger dann: „Haben ich euch die Botschaft mitgeteilt“ Sie antworteten: Ja. Dann sagt er: „O Gott, Du bist mein Zeuge.“ (Überliefert bei Muslim und in Musnad bei Aḥmad. Der Wortlaut des Ḥadīṯes hier ist nach Aḥmad)

In den letzten Jahren nahm das Phänomen des Terrorismus zu. Dieses ist nur durch die Solidarität und die Zusammenarbeit zwischen Personen, Gesellschaften und Staaten in allen Bereichen zu bekämpfen und zu besiegen. Die umfassende Kooperation setze voraus, dass wir von den nationalen und internationalen Erfahrungen profitieren. Die islamische Gemeinde hat die Voraussetzungen dafür und bildet diesbezüglich eine Einheit, ihre Religion ist eine, ihr Prophet einer, ihre Gebetsrichtung ist eine und ihre Geschichte und Kultur ist auch eine. Darüber hinaus teilt sie einer gemeinsamen Gegenwart und Zukunft. Jeder von uns soll dementsprechend für das Wohl und das Interesse der arabisch-islamischen Gemeinde arbeiten.

Wir Unterstreichen hier, dass die Kooperation und Solidarität zwischen den arabischen Völkern eine unentbehrliche Notwendigkeit ist, damit wir die aktuellen Herausforderungen meistern können und die arabische nationale Sicherheit und das Interesse der Araber schützen. Terroristische Gruppierungen und  Organisationen müssen sofort mit allen Mitteln bekämpft und ausgerottet werden.

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