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Die Heuchelei und der Verrat und ihr Einfluss auf die Individuen und Staaten

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Die Heuchler und Heuchlerinnen gehören zueinander. Sie gebieten das Böse und verbieten das Gute; und ihre Hände bleiben geschlossen. Sie haben Allah vergessen, und so hat Er sie vergessen. Wahrlich, die Heuchler sind wahre Frevler.“ (Sure 9:67).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist, der sagte: „„Die Zeichen des Heuchlers sind drei: Wenn er spricht, so lügt er, wenn er etwas verspricht, so hält er es nicht, und wenn ihm etwas anvertraut wird, so veruntreut er es.“

Und nun zum Thema:

Untreue, Lügen, Verrat und Frevelhaftigkeit gehören zu den Merkmalen der Heuchler, wie der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wer immer die folgenden vier Eigenschaften besitzt, ist ein reiner Heuchler, und wer nur eine davon hat, besitzt so lange eine heuchlerische Eigenschaft, bis er diese aufgibt: Wenn man ihm etwas anvertraut, verhält er sich untreu; wenn er spricht, lügt er; wenn er eine vertragliche Abmachung schließt, erfüllt er sie nicht; und wenn er mit jemandem streitet, benimmt er sich frevelhaft.“

Dies sind alles Merkmale, die auf die niederen Charakterzüge des Heuchlers hinweisen, denn er ist nicht wahrhaftig, weder mit sich selbst noch mit den anderen Menschen, mit denen er umgeht. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) bezeichnete diese Eigenschaften als Heuchelei vielleicht deswegen, weil man dadurch den Heuchlern ähnlich wird, indem man den Menschen etwas anderes zeigt, als man im Inneren verbirgt; jemand behauptet die Wahrhaftigkeit und weiß genau, dass er lügt; er gibt Treue vor und weiß, dass er untreu ist; er behauptet, dass er sein Versprechen hält, aber er kommt ihm nicht nach; er wirft seinen Gegnern Anschuldigungen vor und weiß, dass es alles unverschämt erlogen ist.

All seine Charakterzüge beruhen auf Betrug und Schwindel; es ist zu befürchten, dass solch ein Mensch der großen Heuchelei zum Opfer fällt, denn trotz der Tatsache, dass die praktische Heuchelei zu denjenigen Sünden gehört, die den anbetend Dienenden nicht von der Religion abfallen lässt, auch wenn sie sich in einem Menschen festwurzelt und dessen ganzes Benehmen in ständigen Betrug und Schwindel verwandelt, könnte dies einen dazu bringen, dass man sich gegenüber seinem Herrn ähnlich verhält wie gegenüber Seinen Geschöpfen, sodass Er als Strafe den Glauben aus seinem Herzen entfernt und ihn durch die Heuchelei ersetzt.

Allâh der Erhabene sagt: „Unter ihnen gibt es manche, die gegenüber Allâh eine Verpflichtung eingegangen sind: Wenn Er uns etwas von Seiner Huld gewährt, werden wir ganz gewiss Almosen geben und ganz gewiss zu den Rechtschaffenen gehören. Als Er ihnen aber von Seiner Huld gewährt hatte, geizten sie damit, und sie kehrten sich widerstrebend ab. So setzte Er als Folge davon in ihre Herzen Heuchelei bis zum Tag, an dem sie Ihm begegnen werden, dafür, dass sie gegenüber Allâh brachen, was sie Ihm versprochen hatten, und dass sie zu lügen pflegten.“ (Sure 9:75-77).

Deswegen waren die Prophetengefährten sehr vorsichtig und sie hielten sich von diesen Eigenschaften fern, damit sie nicht unter diese verpönte Bezeichnung fallen. Es wurde von Ibn Abû Mulaika (Allâh erbarme sich seiner) berichtet, dass er sagte: „Ich habe dreißig Gefährten des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erlebt, die alle die Heuchelei fürchteten.“

Das waren die Taten der Heuchelei und ihre Gefahren; sie zerstören die aufrichtigen gesellschaftlichen Bande und gründen die öffentlichen Beziehungen auf der Grundlage des Betrugs, der Täuschung und der Fälschung, und so verschwinden das Vertrauen und die Freundschaft im zwischenmenschlichen Umgang; Vertrauen und Treue werden durch Vorsicht und Aufmerksamkeit, sogar auch durch Misstrauen und Zweifel ersetzt.

Es ist zu bedauern, dass sich diese schlechten Eigenschaften sehr stark verbreiteten, sodass Al-Hasan Al-Basrî (Allah erbarme sich seiner) sagte: „Hätten die Heuchler Schwänze, wären die Straßen zu eng für euch geworden.“ Und das sagte er zu seiner Zeit, der Zeit der Nachfolgegeneration der Gefährten des Propheten; was würde er wohl sagen, wenn er unsere Zeit erlebte?!

Die Heuchelei ist in zwei Arten unterteilt:

Große Heuchelei

Hinsichtlich der Glaubensgrundlagen lässt diese Art der Heuchelei den Heuchler den Islam verlassen. Denn er tut seinen angeblichen Glauben vor den Leuten kund, während er den Unglauben in sich verbirgt. Allâh verdeutlicht uns, wie die Strafe dieser Heuchelei aussieht, wenn der Heuchler nicht vor dem Tode bereut:

„Gewiss, die Heuchler werden sich auf dem untersten Grund des Höllenfeuers befinden, und du wirst für sie keinen Helfer finden – ausgenommen diejenigen, die bereuen und sich bessern und an Allâh festhalten und ihre Religion aufrichtig für Allâh ausüben; jene werden mit den Gläubigen sein. Und Allâh wird den Gläubigen großartigen Lohn geben.“  (Sure 4:145-146).

Kleine Heuchelei

Im Bereich der Handlungen wird der Heuchler in diesem Falle nicht ungläubig. Die Eigenschaften der kleinen Heuchelei sind jene, die in authentischen Hadîthen überliefert sind:

„Die Zeichen des Heuchlers sind drei: Wenn er spricht, so lügt er, wenn er etwas verspricht, so hält er es nicht,  und wenn ihm etwas anvertraut wird, so veruntreut er es.“ (Al-Buchârî und Muslim).

In einer anderen Überlieferung heißt es:

„Wer von euch vier Dinge besitzt, der ist ein wirklicher Heuchler, und wer eine dieser Eigenschaften besitzt, besitzt eine Eigenschaft der Heuchelei, bis er von ihr ablässt: Wenn im etwas anvertraut wird, so veruntreut er es, wenn er spricht, so lügt er, wenn er etwas verspricht, so hält er sich nicht daran, und wenn er streitet, frevelt er.“

Diese Art der Heuchelei ist eine Sünde, die Allâh bestraft oder auch vergibt, gemäß Seinem Willen. So sagt Allâh:

„Allâh vergibt gewiss nicht, dass man Ihm etwas beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allâh etwas beigesellt, der ist fürwahr weit abgeirrt.“ (Sure 4:116).

So soll der anbetend Dienende reumütig mit reiner und aufrichtiger Absicht zu Allâh zurückkehren. Er soll seine Sünden bereuen, besonders die Sünden hinsichtlich der Heuchelei, da derjenige, der seine Sünden bereut, wie jener ist, der keine Sünden besitzt.

Heuchlerische Frömmelei macht Handlungen zunichte und gilt als Grund für Verhasst-Sein bei Allâh dem Erhabenen. Zudem zählt sie zu den Todsünden.

Wenn dem mithin so ist, dann muss sie unbedingt beseitigt werden, selbst wenn man sich dafür anstrengen und Mühen auf sich nehmen muss.

Al-Ghazâlî erwähnte, dass man sich von heuchlerischer Frömmelei durch zwei Dinge befreien könne:

  1. Entfernung der Ursachen, aus denen sie entsteht und
  2. Abwehren dessen, was einem in einer bestimmten Situation in den Sinn kommt.

Dazu erwähnte er, dass ihr Ursprung in der Liebe zu Rang und Status liege. Bei zu starkem Vorhandensein führe sie dazu, dass man Genuss daran empfinde, gelobt zu werden, vor dem Schmerz der Kritik fliehe und nach dem verlange, was sich in den Händen der Leute  befindet. Und als Beleg für das, was er hier erwähnte, führte er die folgende Überlieferung von Abû Mûsâ an, in der es heißt:

„Ein Beduine fragte den Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken): »O Allâhs Gesandter! Kämpft ein Mann  aus Feuereifer?«“

„Das bedeutet, dass er es verschmäht, überwältigt zu werden, und es missbilligt, ein Überwältigter zu sein.“ – „Des Weiteren fragte er [der Beduine]: »Und kämpft ein Mann, damit sein Platz gesehen wird?«“ „Dabei handelt es sich um das Verlangen nach dem Genuss durch Rang und Wertschätzung in den Herzen. [Des Weiteren heißt es im Hadîth:] „Und kämpft ein Mann um der Erwähnung willen?“

„Hier geht es um das Lob durch Worte. Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erwiderte: „Wer kämpft, damit Allâhs Wort das höchste ist, der ist auf dem Weg Allâhs.“

Was das Abwehren dessen, was einem in einer bestimmten Situation in den Sinn kommt, betrifft, so erfolgt dies, indem man gegen sein Ego ankämpft und die Dinge im Herzen, die zu heuchlerischer Frömmelei führen, entfernt, indem man genügsam ist, die Gier unterbindet, sich den Blicken der Menschen entzieht und sowohl (unangebrachten) Tadel als auch Lob durch andere Menschen geringschätzt.

Was die Behandlung der Härte des Herzens angeht:

  1. Durch den ehrwürdigen Quran

Denn er ist eine Heilung für das, was im Herzen an Zweifeln vorhanden ist, und er beseitigt, was sie an Formen des Beigesellens beinhalten. Zudem belegt er das Leugnen des Islâm und in Form von Zweifeln und Gelüsten vorhandene Krankheiten mit einem Makel. Er ist eine Rechtleitung für den, der die Wahrheit kennt und dementsprechend handelt. Und durch die sofort und auch später eintretende Belohnung ist er eine Barmherzigkeit für die den Glauben Verinnerlichenden.

„Ist denn der, der tot war, und den Wir dann lebendig gemacht und dem Wir ein Licht gegeben haben, worin er unter den Menschen geht, wie einer, dessen Gleichnis das jemandes ist, der sich in Finsternissen befindet, aus denen er nicht herauskommt…“ (Sure 6:122).

  1. Durch Dinge, die dafür sorgen, dass es bekommt, was es täglich an Grundnahrung und Substanz benötigt. Dies geschieht durch den Glauben, rechtschaffenes Handeln und regelmäßig verrichtete Taten des Gehorsams.
  2. Durch Schutz vor schädigenden Einflüssen. Dies erfolgt durch das Meiden von Sünden und Fehlverhalten aller Art.
  3. Durch Befreiung von allem, was es negativ beeinträchtigt hat. Dies geschieht durch Buße und Bitten um Vergebung.

Wir raten jedem Muslim Allâh zu fürchten, sich immer bewusst zu machen, dass Allâh einen beobachtet und dass man sich von allen Eigenschaften der Heuchelei fernhält und darauf Acht gibt, sich nicht solche Eigenschaften anzueignen. Man soll vielmehr diese schlechten Eigenschaften durch gute ersetzen, die die Gläubigen besitzen, dass man also seine Taten nur für Allâh verrichtet, die Wahrheit spricht, zuverlässig ist, Versprechen einhält etc. Dies sind die Eigenschaften der Paradiesbewohner.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Die Heuchelei ist eine der schlimmsten Eigenschaften, die jemand haben kann. Der schlimmste Heuchelei ist die Heuchelei im Glauben. Dies ist der Fall, wenn jemand mit der Zunge seinen Glauben bekundet, aber im Herzen eigentlich ungläubig oder sogar feindlich gesinnt ist.

Der Islam verurteilt Heuchelei. Ein Muslim kann diese Eigenschaft nicht besitzen. Auf den ersten Seiten der Sure Bakara werden in zwei Versen die Muslime, in fünf Versen die Kâfirûn, aber in 13 Versen die Heuchler, also die Heuchler, beschrieben. In anderen Koranversen werden die Heuchler angesprochen und gewarnt. An zwei Stellen heißt es: „Manche Menschen sprechen wohl: ‚Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag’; doch sind sie keine Gläubigen.“ „Siehe, die Heuchler sollen in der tiefsten Tiefe des Feuers sein, und für sie findest du niemals einen Helfer.“

Die Heuchler werden deshalb so hart bestraft, weil sie sich gegenüber den Muslimen als Gläubige ausgeben, in Wirklichkeit aber Feinde Allah, des Gesandten und der Gläubigen sind.

Liebe Geschwister!

Laut den Gelehrten ist der Heuchelei im Herzen Kufr und der Heuchelei in den Handlungen eine große Sünde.

Heuchelei kann also danach unterschieden werden, ob sie sich auf den Glauben oder auf die Taten bezieht. Wer in seinem Glauben heuchelt, wird im Diesseits zwar als Muslim angesehen, muss aber im Jenseits mit einer Strafe rechnen. Denn Heuchler säen Zwietracht und hetzen die Gemeinschaft gegeneinander auf. Ihre Situation wird im Koran wie folgt beschrieben: „Spricht man zu ihnen: ‚Stiftet kein Unheil auf der Erde’, so sagen sie: ‚Wir sind ja die Rechtschaffenen.’“

„Sagt man zu ihnen: ‚Glaubt, wie die Leute gläubig wurden’, so sprechen sie: ‚Sollen wir glauben, wie die Toren glaubten?’ Wenn sie mit den Gläubigen zusammentreffen, so sagen sie: ‚Wir glauben’; sind sie aber mit ihren Teufeln allein, so sprechen sie: ‚Siehe, wir stehen zu euch und treiben nur Spott.’“

Ein weiterer Grund für ihre Bestrafung im Jenseits ist ihr Versuch, Ibâdas vorzutäuschen, die sie eigentlich im Herzen verabscheuen. Im Koran heißt es: „Siehe, die Heuchler wollen Allah überlisten; doch er überlistet sie. Wenn sie im Gebet stehen, stehen sie nachlässig da, um von den Leuten gesehen zu werden, und gedenken Allahs nur wenig.

O Allah, reinige unsere Herze von der Heuchelei, unsere Augen vom Verrat, unsere Zungen vom Lügen und bewahre Ägypten und seine Einbewohner!

Die allgemeinen Regeln und Morale der Gesellschaft und ihr Einfluss auf deren Fortschritt

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Sprich: „“Wahrlich, mich hat mein Herr auf einen geraden Weg geleitet – zu dem rechten Glauben, dem Glauben Abrahams, des Aufrechten. Und er war keiner der Götzendiener.“““ (Sure 6:161).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist, der sagte: „Mein Herr hat mich auf beste Art und Weise erzogen.“

Und nun zum Thema:

Einer der wichtigsten Aspekte im Leben eines Muslims ist die Erlangung eines hohen moralischen Niveaus. Seit Beginn des Islam befasste sich der Prophet  haupt- sächlich damit, die Muslime zu lehren und (dahingehend) zu disziplinieren, dass sie die besten Manieren und Charaktermerkmale besitzen würden. Sein Privatleben und sein Verhalten spiegelten seine ihm von Allah offenbarten Lehren wider. Im edlen Quran beschreibt Allah den Propheten Muhammad mit den Worten: „Und du bist wahrlich von großartiger Wesensart.“ (Sure 68:4)

Das hohe Niveau des Propheten  machte ihn zu einem Vorbild für alle Muslime. Der Gesandte Allahs  pflegte zu betonen, wie wichtig gute Manieren für die Muslime sind. Er  sagte: „Der beste unter euch ist derjenige mit den besten Manieren.“ (Al-Bucharî, Muslim) In einer anderen authentischen Überlieferung sagte der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlgefallen schenken : „Das schwerste Gewicht, das am Tag des Gerichts in die Waage des Gläubigen gelegt wird, wird das gute Verhalten sein. Und Allah verabscheut denjenigen, der schlechte Worte benutzt.“ (Al-Baihaqî)

Jemand fragte den Propheten , welche Tat einen Mann ins Paradies bringen würde, er  antwortete: „Gottesfurcht (Frömmigkeit) und gutes Benehmen.“

In anderen Erzählungen unterschied der Prophet  die Muslime aufgrund ihres Verhaltens; der Prophet  sagte: „Der vollkommenste unter den Muslimen im Glauben ist derjenige mit dem vorzüglichsten Verhalten. Und die besten von euch sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln.“

Er  erklärte auch, dass die Menschen aufgrund ihrer guten Manieren verschiedene Stufen im Paradies erlangen können, indem er sagte: „Der liebste Mensch und derjenige, der mir am Tag der Auferstehung am nächsten sein wird, ist derjenige mit dem besten Benehmen.“

Im Folgenden sollten wir über die Moral im Islam sprechen und wie sie sich von anderen moralischen Systemen unserer Zeit unterscheidet.

Im Gegensatz zu anderen Systemen wird das moralische System des Islam von einer göttlichen Quelle hergeleitet. Diese göttliche Quelle ist die Offenbarung Allahs. Daher kann dieses System nicht geändert oder manipuliert werden, um es an unsere Wünsche anzupassen. Es gilt unabhängig von Ort und Zeit. Dieses System wurde seit tausenden von Jahren nicht geändert, es kann heute nicht geändert werden und wird niemals geändert werden, bis zum Tage des Jüngsten Gerichts. Niemand darf das System abändern, selbst wenn die ganze Welt dies tun wollte. Was in der Vergangenheit als Moral betrachtet wurde, wird über alle Zeiten als gute Moral erhalten bleiben.

Was umgekehrt in der Vergangenheit als schlecht galt, wird für immer so bleiben, selbst wenn die Gesellschaft es als Norm betrachtet. Das moralische System wird nicht von kulturellen Normen beeinflusst, denn Allah ist derjenige, der bestimmt (und weiß), was akzeptabel ist und was nicht.

Der edle Quran ist in dieser Hinsicht sehr detailliert und erwähnt deutlich die Wichtigkeit guten Benehmens, ebenso wie er die Wichtigkeit des Glaubens, des Gottesdienstes und all unserer alltäglichen Angelegenheiten erwähnt.

Der edle Quran nennt wiederholt mehrere sittlich gute Taten, wie zum Beispiel:

– Die Behandlung der Eltern auf die beste Art und Weise

– Nett zu sein zu den Verwandten und Nachbarn

– Die Fürsorge für Waisen und Bedürftige

– Ehrlich zu sein

– Immer eine aufrichtige Absicht zu haben

– Versprechen zu erfüllen

– Die faire Behandlung aller Menschen

Der edle Quran geht sogar so weit, uns beizubringen, wie wir gehen sollen. Allah sagt: „Halte das rechte Maß in deinem Gang und dämpfe deine Stimme, denn die widerwärtigste der Stimmen ist wahrlich die Stimme der Esel.“ (Sure 3:19)

Weiterhin sagt Allah: „Die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die maßvoll auf der Erde umhergehen und die, wenn die Toren sie ansprechen, sagen: „Frieden!““ (Sure 25:63)

Sogar von den angemessen Anstandsregeln beim Besuch anderer Personen berichtet der edle Quran. Allah sagt: „O die ihr glaubt, betretet nicht andere Häuser, die nicht eure (eigenen) Häuser sind, bis ihr euch bemerkbar gemacht und ihre Bewohner begrüßt habt. Das ist besser für euch, auf dass ihr bedenken möget!“ (Sure 24:27)

Der Quran lehrt uns ebenfalls, wie wir uns bei Versammlungen zu verhalten haben. Allah sagt: „O die ihr glaubt, wenn zu euch gesagt wird: „Macht Platz!“ in den Versammlungen!, dann schafft Platz, so schafft auch Allah euch Platz. Und wenn gesagt wird: „Erhebt euch!“, dann erhebt euch eben, so erhöht auch Allah diejenigen von euch, die glauben, und diejenigen, denen das Wissen gegeben worden ist, um Rangstufen. Und Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.“ (Sure 58:11)

Wenn wir die Reden und Taten des Propheten  tatsächlich praktizieren würden, würden wir merken, dass einige Lektionen bezüglich des Essens, Trinkens, sich Kleidens, Schlafens, für die Reise, das Grüßen, das Einholen einer Erlaubnis, sogar für das Niesen, Gähnen und anderen scheinbar belanglosen Taten, gelernt werden müssen.

Im Gegensatz zu anderen ethischen Systemen ist das moralische System des Islam ein sehr detailliertes und vollkommenes Paket. Der Islam spricht alle Aspekte des menschlichen Lebens an, egal wie unbedeutend ein Aspekt auch erscheinen mag. Er ist ein komplettes Paket – es fehlt nichts, was ergänzt werden müsste, noch hat es Mängel, die behoben werden müssten.

Die islamische Religion leitet unsere Moralvorstellungen, sei es in Bezug auf das Individuum, die Gemeinschaft, sowie in Bezug auf die Muslime und die Nicht-Muslime. Sie gibt uns auch eine Anleitung dafür, wie man mit Herrschern umgeht und wie man Gelehrte respektiert und ehrt. Der Islam lehrt uns ferner, wie man sich in Zeiten des Friedens und des Krieges verhält.

Sogar der Umgang mit Tieren wird uns beigebracht. Der Prophet  sagte: „Fürchte Allah bei der Behandlung von Tieren: kümmert euch um sie, haltet sie gesund, egal ob ihr auf ihnen reitet oder sie wegen ihres Fleisches aufzieht.“

In einer anderen Überlieferung sagte der Prophet : „Wenn ihr ein Tier schlachtet, schlachtet es auf die beste Art und Weise. Ihr sollt erst euer Messer schärfen und das Tier beruhigen.“

Einmal fragten die Gefährten den Propheten : „Werden wir dafür belohnt, wenn wir Tiere gut behandeln? Er sagte: Ja, natürlich werdet ihr für jedes lebendige Wesen belohnt, wenn ihr es gut behandelt.“

Kein anderes ethisches System kann an das des Islam heranreichen und nur Allah kann – dank seiner unendlichen Weisheit – solch ein System erschaffen, das die Menschen lehrt, wie sie in jedem Moment ihres Lebens vorzugehen haben.

Dies ist so, weil der Islam kein von Menschenhand geschaffenes System ist; es ist die Religion Allahs. Er hat sie vollkommen und umfassend gemacht. Kein Mensch hat je, kann je oder wird je ein System erschaffen, das so perfekt ist.

Wenn du also ein erfolgreiches und glückliches Leben führen willst, dann wende den Islam in deinem Leben an und du wirst wunderbare Resultate erzielen.

Die Sittenlehre im Islam basiert vollständig auf den Offenbarungsschriften und dem Beispiel des Lebens des Propheten Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken). Es gibt zwei Konzepte, die jeden Aspekt der islamischen Sittenlehre durchziehen: Das Konzept des Tauhîd (der alleinigen Verehrung des Schöpfers) und die eigentliche Bedeutung des Wortes Muslim (sich Allah ergeben). Muslime glauben an die Existenz von Gutem und Bösem, und Muslime streben in jedem Aspekt ihres Lebens danach, Gutes zu tun. Muslime glauben außerdem an die Willensfreiheit und die Tatsache, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, Allah selbst zu erkennen.

Dennoch irren die Menschen vom Weg Allahs ab. Im Quran werden wir darüber informiert, dass Menschen auf Grund ihres Bedarfs an materiellen Annehmlichkeiten von Allah abirren. Aus diesem Grunde stimmt der Islam mit den Lehren Jesu überein und betrachtet es als Abirren vom Wege Allahs, wenn man sich auf das Anhäufen von Vermögen und das Erlangen von Macht konzentriert. Der Islam lehrt auf seiner elementarsten Ebene, dass es nur einen Gott gibt, und wenn man in seinem Leben irgendeiner anderen Sache außer Allah mehr Gewicht verleiht, dass dies bedeutet, vom richtigen Weg abzukommen.

Islamische Sittenlehren waren zur Zeit der Quran-Offenbarung an den Propheten Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sehr nützlich, um die Probleme der Araber zu lösen. Die Araber waren eine Stammesgesellschaft mit patriarchalischen Herrschern. Der Gedanke der Umma, durch die alle Muslime zu einer Gemeinschaft vereint wurden, half dabei, diese Gesellschaft zu verändern. Der strikte Monotheismus im Islam half außerdem dabei, die vielen barbarischen Gepflogenheiten, die als Teil der Anbetung von Götzen und animistischen Göttern weitverbreitet waren, abzuschaffen. Die islamische Ethiklehre lehnt außerdem übertriebenen Chauvinismus oder „Muru’a“ (was als Männlichkeit oder Machohaftigkeit übersetzt wird) ab. Beim Islam geht es nicht um Gewalt, Prahlerei und Ungestüm, sondern um Demut, Mitgefühl und Streben nach Frieden.

Eines der wichtigsten Elemente islamischer Ethiklehre ist die persönliche Verantwortung. Der Islam lehrt, dass jeder einzelne Mensch seinem eigenen Weg zu Allah folgt. Im Islam gibt es keine Vermittler zwischen dem Menschen und Allah. Es gibt keine assoziierten Götzen oder Heilige, die sich bei Allah einsetzen. Es gibt keinen Zwang, dem Weg Allahs zu folgen. Beim Islam geht es vollständig um die Moral, die ethische Entscheidung, die jeder Mensch in seinem Herzen treffen muss, und um das Umsetzen dieser Entscheidung in die Tat. Der Islam lehrt, dass das Schicksal eines jeden Menschen im jenseitigen Leben eine direkte Folge der eigenen Entscheidung ist. Zweifelsfrei ist die Grundlage eines islamischen Ethiksystems direkt mit den Lehren des Quran und des Propheten Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) verbunden. Der Islam ist eine Lebensweise, eine Praktik, sich dem Willen Allahs in jedem Aspekt des Lebens zu fügen. Die eigenen Moralvorstellungen sind dabei absolut keine Ausnahme.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Der Islam hat bestimmte allgemeingültige und grundlegende Richtlinien für die gesamte Menschheit aufgestellt, welche unter allen Umständen zu befolgen und zu respektieren sind. Um diese Richtlinien einzuhalten, sieht der Islam nicht nur die Absicherung durch das Gesetz, sondern auch ein sehr wirkungsvolles moralisches System vor. Demgemäß ist alles, was auch immer zum Wohlergehen des Einzelnen oder der Gesellschaft führt, im Islam moralisch gut und alles Schädliche moralisch schlecht. Der Islam misst der Liebe zu Allah und der Liebe zum Menschen viel Wert bei. Gleichzeitig warnt er davor zuviel auf Äußerlichkeiten zu achten. Wir lesen im Quran:

„Nicht darin besteht die Güte, dass ihr eure Gesichter gegen Osten oder Westen wendet. Güte ist vielmehr, dass man an Allah, den Jüngsten Tag, die Engel, die Bücher und die Propheten glaubt und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – der Verwandtschaft, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und für (den Loskauf von) Sklaven hergibt, das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet; und diejenigen, die ihre Verpflichtung einhalten, wenn sie eine eingegangen sind, und diejenigen, die standhaft bleiben in Not, Leid und in Kriegszeiten, das sind diejenigen, die wahrhaftig sind, und das sind die Gottesfürchtigen.“ (Sure 2:177)

Uns wird in diesem Quranvers eine schöne Beschreibung des rechtschaffenen und gottesfürchtigen Menschen gegeben. Er soll zwar wohlergehenbringenden Vorschriften gehorchen, aber seine Aufmerksamkeit soll er auf die Liebe zu Allah und zu seinen Mitmenschen richten.

Wir können vier Hauptpunkte festhalten:

  • Unser Bekenntnis soll wahrhaftig und aufrichtig sein.
  • Wir müssen es durch hilfreiche Taten anderen gegenüber unter Beweis stellen.
  • Sowohl im Gebet als auch in unserer Hilfe für andere sollten wir uns nach Möglichkeit mit Gleichgesinnten zusammentun.
  • Unsere Standhaftigkeit und Geduld sollen sich vor allem bei drei Gelegenheiten manifestieren: bei körperlichen Schmerzen oder Leiden, bei jeder Art Not und in Zeiten öffentlicher Drangsal.

Das ist der Maßstab, mit dem die einzelnen Verhaltensweisen beurteilt und in gut oder schlecht eingeteilt werden. Dieser Beurteilungsmaßstab bildet den Kern, des gesamten moralischen Verhaltens.

Bevor der Islam irgendwelche expliziten Befehle erteilt, strebt er es an, tief in das Herz des Menschen die Überzeugung einzupflanzen, dass sich sein Tun vor Allah abspielt, der ihn jederzeit und allerorten sieht; so dass er sich zwar vor allen Menschen verstecken kann, nicht aber vor Allah; so dass er jeden täuschen kann, niemals aber Allah; so dass er dem Griff eines anderen entfliehen kann, sich aber Allah nicht entziehen kann.

Dadurch, dass er das Erlangen von Allahs Wohlgefallen zum Zweck des menschlichen Daseins erklärt, zeigt der Islam die höchstmögliche Norm sittlichen Verhaltens auf. Dies schafft zwangsläufig eine endlose Zahl von Möglichkeiten der moralischen Entfaltung für die Menschheit.

Die Betrachtung der göttlichen Offenbarung als der Hauptquelle des Wissens gibt den moralischen Normen Beständigkeit und Stabilität, wobei zwar ein angemessener Spielraum besteht für mit der Wahrheit im Einklang stehende Bearbeitungen, Anpassungen und Neuerungen, nicht aber für Verdrehungen, willkürliche Veränderungen, aufgelösten Relativismus oder moralische Haltlosigkeit. Der Islam verschafft in der Liebe zu und in der Furcht vor Allah eine innere Bindung zu sittlichem Verhalten, was den Menschen antreibt, auch ohne jeglichen Zwang von außen Folge zu leisten. Durch den Glauben an Allah und an den Tag des Jüngsten Gerichts gewährt der Islam eine Kraft, die es einem Menschen ermöglicht, sich ernsthaft und aufrichtig, mit tiefer Frömmigkeit des Herzens und der Seele, um sittliches Verhalten zu bemühen.

O Allah, lass uns die besten Charakterseigenschaften erfreuen und leite uns zur geraden Weg recht!

Konzept des Sicherheitsabkommens in der modernen Zeit

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

{وَأَوْفُوا بِالْعَهْدِ إِنَّ الْعَهْدَ كَانَ مَسْؤُولاً}

„Und haltet die Verpflichtung, denn über die Verpflichtung muß Rechenschaft abgelegt werden.“ (Sure 17:34).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist, der sagte: „Die bestens anbetend Dienenden Allahs sind diejenigen, die ihr Abkommen halten.“

Und nun zum Thema:

Der Islam ist eine Religion der Sicherheit, des Friedens, der Pietät und Wohltätigkeit, zweifelsohne ist das Halten des Abkommens ein großartiger menschlicher Wert, mit dem das Vertrauen und die Sicherheit unter den Menschen verwirklicht werden.

Die Sicherheit gehört zu den wichtigsten Gnaden, vielmehr ist die wichtigste Gnade darunter. Unser Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wer von euch in seiner Familie und Gruppe sicher, in seinem Körper gesund ist, und die Nahrung für seinen Tag besitzt, der ist, als ob er die ganze Welt in Besitz hätte.“

Die Sicherheit gehört indes zu den großartigsten Gnaden, die Allah Der Majestäte Seinen anbetend Dienern leiht. Der Gepriesene sagt: „Für die Vereinigung der Quraisch, ihre Vereinigung während der Reise des Winters und des Sommers. So sollen sie dem Herrn dieses Hauses dienen, Der ihnen Speise nach ihrem Hunger gegeben und ihnen Sicherheit nach ihrer Furcht gewährt hat.“ (Sure 106:1-4)

Der Quran verbindet die Sicherheit mit dem Glauben sowie mit dem Bewahren dieser Gnade und dem, dass man es weder verleugnet noch bestreiten, indem Der Gepriesene sagt: „Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf) Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.“ (Sure 6:82)

 „Allah prägt das Gleichnis einer Stadt, die Sicherheit und Ruhe genoß; ihre Versorgung kam zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie gegenüber den Gnaden Allahs undankbar. So ließ sie Allah das Kleid des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten.“ (Sure 16:112)

Wir haben in der Gegenwart um uns eine Lehre, und zwar, wenn wir den Zustand solcher Staaten betrachten, die sich in die Klauen des Chaos, Zerfalles und der Zerstörung eintauchten, sei es in Form von einem Flüchtlingen, der unzählbaren Gefahren ausgesetzt ist, oder Vertriebenen, Inhaftierter, Blockierter, Märtyrer, Toten, Verletzter, Invaliden, Krüppel oder Behinderten, wo wir die verbrecherischen Terroristen diesen Zustand des Chaos und Zerfalles ausnützen gesehen haben, die menschlischen Grenze beim Vernichten bzw. Angriff an den Menschen zu überschreiten, sei es Verbrennen, Schleifen zum Tode, Gefangennehmen,  Vergewaltigung, und Beerdigung der Menschen lebend,  was uns stark dazu führt, die Gnade Allahs Des Majestäten bzw. die Sicherheit und Stabilität zu bewahren.

Um diese Gnade zu bewahren sind zwei Angelegenheiten zu beachten, nämlich: Erstens, dass wir Allah Dem Majestäten gegenüber dankbar sind, wobei Der Gepriesene sagt: „Und als euer Herr ankündigte: „Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen.“ (Sure 14:7)

Die Dankbarkeit betrifft nicht nur das Vermögen, sondern auch alle andere Gnaden.

Zweitens: Das Sich-Vereinigen und Begreifen dessen, wie groß bzw. schwer die Herausförderungen, die uns betreffen, sind. Wir sollen auch diejenigen schwer bestrafen, die zum Ermord, Vergießen des Blutes, Chaos und dem Zerfalles aufrufen, dienigen, die zum Angriff an die Polizisten und den öffentlichen Unternehmen aufrufen, darüberhinaus sollen wir auch bestätigen, dass jene Verbrecher dem Verdacht des größten Verrats ausgesetzt werden sollen, denn solche Verräter sind der heimlichen Sicherheit und Stabilität gegnüber am Gefährlichsten, weil sie sich unser Kleid anziehen, unser Essen essen, und trotzdem uns vom hinten niederstechen, vielmehr sind sie die Augen unserer Feinde.

Man soll indes die ausländischen Finanzierung und die Zeichen des plötzlichen unerhörten Reichtums bei denjenigen, betrachten, die ihre Religion, Heimat, Familien und noch ihre Menschlichkeit für einen Spottpreis verkaufen, während sie glauben, dass sie die Gesellschaft betrügen können.

Im Quran steht: „Gewiss, die Heuchler möchten Allah betrügen, doch ist Er es, der sie betrügt.“ (Sure 4:142)

Wenn einige von ihnen in der Läge gewesen wären, einige Mensche für eine Weile zu betrügen, ist es bestimmt unmöglich, alle Menschen für immer zu betrügen.

Der Gepriesene sagt: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24)

„Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun. Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden, (sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.“ (Sure 14:42-43)

„Heute wird jeder Seele das vergolten, was sie erworben hat. Heute gibt es kein Unrecht. Gewiss, Allah ist schnell im Abrechnen.“ (Sure 40:17)

Doch wie geht der Islam mit Andersgläubigen um? Gewährleistet der Islam den Anhängern anderer Weltanschauungen, ihre Identität zu wahren? Die 14 Jahrhunderte andauernde Geschichte des Islamischen Staates hat bewiesen, dass der Islam Andersgläubige weder unterdrückt noch von ihnen verlangt, ihre Identität aufzugeben. Beispielsweise wurde niemand dazu gezwungen, sich etwa zur Shariah zu bekennen – im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland, die fortlaufend von den Muslimen fordert, sich zum Grundgesetz zu bekennen. Dabei geht es wohlgemerkt nicht darum, sich an das Grundgesetz zu halten. Denn es ist dem deutschen Staat durchaus bekannt, dass sich gläubige Muslime an das Gesetz halten. Es geht vielmehr darum, dass die Muslime von ihrer Überzeugung ablassen sollen, dass Allah  Der Erhabene der einzig rechtmäßige Gesetzgeber ist. Somit geht es bei einem Bekenntnis stets um eine Glaubensangelegenheit. Der Islam bietet Angehörigen anderer Religionen Freiraum zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten, behandelt sie auf gütige und gerechte Weise, und niemand muss mit der Angst leben, er könnte seine Identität verlieren. Nun mag man sich die Frage stellen, wieso der Islam einerseits anderen Religionen Freiraum gewährt und gleichzeitig seine Verbreitung auf dem gesamten Globus anstrebt. Wieso ermöglicht das Kalifat ein Zusammenleben verschiedener Religionen, wo es doch seine Herrschaft und seine Ideologie über die gesamte Welt erstrecken mochte. Diese Frage wollen wir in diesem Artikel beantworten, um auch anhand dieses Aspektes die Wichtigkeit für das Vorhandensein eines Islamischen Staates – nicht nur für die Muslime sondern auch für die gesamte Menschheit – aufzuzeigen.

Allah  Der Erhabene hat den Qur’an hinab gesandt um alle Fragen und Probleme des menschlichen Lebens zu lösen. So hat Er  Der Erhabene auch die Fragen bezüglich der Koexistenz der Religionen beantwortet, indem Er  Der Erhabene Nichtmuslimen im Kalifat den Status von Dhimmis (Schutzbefohlenen) verliehen hat. Aufgrund der Rechenschaftspflicht gegenüber Allah  Der Erhabene am Tage des Gerichts, wird sich ein jeder Muslim strengstens davor hüten, die Rechte von Dhimmis zu beschneiden – wie er sich ebenso davor hütet, irgendein anderes göttliches Gesetz zu verletzen. Nur weil es sich bei Dhimmis um Nichtmuslime handelt, bedeutet das nicht, dass der Muslim die Gesetze Allahs weniger achtet. Wie wichtig es ist, die Rechte eines Dhimmis zu achten, verdeutlicht uns der Gesandte (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wer einem Schutzbefohlenen Leid zufügt, so bin ich sein Gegner. Und wessen Gegner ich bin, dessen Gegner werde ich am Tage der Auferstehung sein.“ (Kanz al-Ummal).

Zudem hat Allah  Der Erhabene deutlich gemacht, dass einem jeden Nichtmuslim der Schutz seiner Identität gewährt werden muss: ,,Es gibt keinen Zwang im Glauben.“ (2:256). Somit ist jeder Nichtmuslim davor sicher sich seiner Religion zwangsweise zu entledigen und kann sich frei entscheiden zu welcher Religion er sich bekennt. Außerdem werden sie dadurch weder in ihrer Religionsausübung gehindert, noch gestört. Auch stehen ihre Kirchen, Synagogen und Tempel im Schutze des Islamischen Staates, wodurch sie auch in der Gemeinschaft ihre Religion ausüben können. Zudem müssen sie nicht befürchten, aufgrund ihrer Religionsausübung ausspioniert zu werden, da Spionage im Islam verboten ist. Durch das dhimmi-Gesetz haben Nichtmuslime im Grunde die gleichen Rechte, wie auch die Muslime erhalten. So können sich auch Nichtmuslime an der Politik beteiligen und das tägliche Leben mitgestalten, sich an die gleichen Universitäten, wie die Muslime Wissen aneignen und Besitz durch Handel mit Muslimen oder Nichtmuslimen erwerben. Zudem sind die Schutzbefohlenen vom Militärdienst befreit und müssen sich nicht am Krieg gegen andere Staaten beteiligen. Jedoch ist es ihnen gestattet mitzuwirken, wenn es ihrem Willen entspricht, werden aber nicht dazu gezwungen. Auch wenn die Nichtmuslime sich nicht am Krieg beteiligen, so ist ihnen dennoch aufgrund ihres dhimmi-Status, der Schutz der Muslime vor feindlichen Übergriffen sicher und müssen nicht in ständiger Angst leben. Mit den Nichtmuslimen wird nicht wie im Westen umgegangen, indem man sie in Ghettos abschiebt und sie von den Muslimen absondert. Sie dürfen in Stadtbezirke ziehen, in denen sie unter Ihresgleichen sind, können aber auch Tür an Tür mit Muslimen leben und müssen nicht mit Belästigungen durch einen muslimischen Nachbar rechnen. So sagt der Prophet s.a.w.s.: „Dschibril legte mir immer wieder den Nachbarn ans Herz, bis ich dachte, er würde ihm einen Anteil am Erbe zuschreiben. “

Ein Nichtmuslim muss im Grunde nur eine Steuer an den Staat abgeben: die Dschizya (Schutzsteuer). Während Muslime die teurere Zakat entrichten müssen, werden die Nichtmuslime durch die Dshizya entlastet, wobei nur die Reichen unter ihnen gezwungen sind, diese abzugeben. Nichtmuslime, die nicht im Stande sind die Dschizya zu bezahlen, werden davon befreit. Außerdem werden immer wieder Überschüsse, die der Staat angesammelt hat und nicht benötigt werden, an die Bürger verteilt. Dabei wird kein Unterschied zwischen einem Muslim und einem Nichtmuslim gemacht.

Man erkennt nun, dass der Islam all die Probleme, die einem Zusammenleben der Religionen im Weg stehen könnten, beseitigt und keine diesbezügliche Frage offen gelassen hat. Es ist ganz klar deutlich geworden, dass allein der Islam es vermag ein zufriedenes Miteinander zu schaffen. So sind wir alle bemüht, uns um die Wiedererrichtung eines zutiefst gerechten Islamischen Staats mit all unserer Kraft einzusetzen. Möge Allah  uns die Ehre geben, zu denen, die dies vollbringen, zu gehören.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Der Islam ist eine Religion der Verbundenheit und Harmonie, der Brüderlichkeit und Solidarität. Er ist eine Religion, die seine Anhänger zur Liebe aufruft und die Gemeinschaft dazu beschwört, das Band der Beziehung sowohl unter ihren Kleinen als auch ihren Großen zu stärken. Er hat die Beziehungen zwischen den Geschöpfen auf gegenseitiger Barmherzigkeit und Mitgefühl aufgebaut. Der Makellose sagt: „O ihr Menschen! Wir haben euch wahrhaftig von Mann und Frau erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr euch einander kennen lernet! …“ (Sure 49:13). Die Person, zu deren gütiger Behandlung sowie zu deren gutem Umgang und äußerstem Wohlwollen der Islam am meisten aufruft und vor dessen Störung und Kränkung er am stärksten warnt, ist der Nachbar. Auf Grund ihres authentischen Ursprungs und ihrer guten Erfahrung hatten sich die Araber im Islam und in der Zeit der Ignoranz und Unwissenheit dieser Sache verschrieben. Sie rühmten sich sogar mit der guten Nachbarschaft und werteten das Haus dem guten Benehmen des Nachbarn entsprechend. Sie widmeten sich der Auswahl des Nachbarn vor dem Kauf des Hauses. Der Islam kam, um diesem Nachbarn sein enormes Recht zu sichern. Der Makellose gibt in Seinem ehrwürdigen Offenbarungsbuch folgenden Rat: „Und dient anbetend Allah und gesellt Ihm nichts bei! Und den Eltern liebevolle Güte und den Verwandten und den Waisen und den Bedürftigen und dem nahen Nachbarn und dem fernen Nachbarn und dem Gefährten an der Seite …“ (Sure 4:36). Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)teilte uns mit: „Der beste Gefährte bei Allah ist der beste zu seinem Gefährten. Und der beste Nachbar bei Allah ist ihr bester zu seinem Nachbarn.“ Der weise Gesetzgeber hat die Belästigung des Nachbarn zu einem Grund für das Betreten des Höllenfeuers gemacht, selbst wenn die Person gehorsame Taten und ihre Anbetungshandlungen verrichtet hat. In einem Hadîth von Abû Huraira möge Allah mit ihm zufrieden sein ist überliefert, dass ein Mann sagte: „O Gesandter Allahs, die und die Frau wird wegen ihrer vielen rituellen Gebete, ihres zahlreichen Fastens und ihrer häufigen Almosen erwähnt. Allerdings belästigt sie ihre Nachbarn mit ihrer Zunge.“ Er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Sie ist im Höllenfeuer.“ (Ahmad / von Al-Albanî als authentisch eingestuft). Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)verneinte den Glauben desjenigen, vor dessen Übel seine Nachbarn nicht sicher sind, und sagte: „Bei Allah, er ist nicht gläubig, bei Allah, er ist nicht gläubig, bei Allah, er ist nicht gläubig!“ Man fragte: „Wer, o Gesandter Allahs?“ Er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)entgegnete: „Der, dessen Nachbarn nicht vor seinem Unheil sicher sind.“ (Al-Bucharî).Der Muslim ist der, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind. All dies gilt als Erinnerung an die Bedeutung des Nachbarn, an dessen erhabene Position und Stellung. Was machst du Armer, wenn du vor dem Herrn der Welten stehst und dein Nachbar sich über dich beschwert und sagt: „O Herr, mein Nachbar hat mir das mir zustehende Recht der Nachbarschaft nicht gewährt und sich mir gegenüber nicht ordentlich verhalten! Er hat mich mit seinem Auge belästigt, indem er die weiblichen, zur Heirat verwehrten Mitglieder meiner Familie anblickte. Er hat mich mit seinem Gehör belästigt, indem er sich meiner Geheimnisse annahm. Und er hat mich mit seiner Zunge belästigt, indem er sich über meine Fehler lustig machte!“?Zu den Rechten des Nachbarn gegenüber seinem Nachbarn gehört weiterhin, dass er dessen Situation einschätzt, sich einen Überblick über dessen Situation und sein Leben verschafft und ihn somit vor der Erniedrigung bewahrt zu betteln, wenn er arm oder bedürftig sein sollte. Der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Wer die Nacht satt verbringt und sein Nachbar zu seiner Seite ist hungrig und er weiß über ihn Bescheid, hat nicht an mich geglaubt.“ (At-Tabaranî / von Al-Albanî als authentisch eingestuft). Dieses Recht verstärkt sich, wenn der gesegnete Monat Ramadan anbricht und seine süßen Tage und Nächte sich in unserem Tal niederlassen.Wenn sich jeder um seinen Nachbarn kümmern und seine Situation kennen würde, würde sich zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft ein Klima der Brüderlichkeit ausbreiten und die Wolken der Liebe würden sich über die Herzen der Kleinen und Großen legen. Sie würden das beste Leben führen,  Unglück und Härte des Lebens würden verschwinden. Möge Allah der Majestätische uns dazu verhelfen, die Rechte des Nachbarn zu erfüllen! Möge Er uns Seinen ausgewählten und reinen anbetend Dienenden helfen lassen! Aller Lobpreis gebührt Allah dem Herrn der Welten!

Sicherheit und Stabilität

Die Sicherheit ist eine der wichtigsten Gnaden und steht sogar an deren Spitze. Der Prophet Muhammad (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wer von euch aufsteht, sicher in seinem Heim, gesund an seinem Körper, Versorgung für seinen Tag hat, dann ist es so, als wäre für ihn die ganze Welt eingefangen! (Überliefert von at-Tirmiḏī)

Die Sicherheit gehört zu den grandiosen Gnaden, die Allah der Hochmajestätische Seinen Dienern gewährt hat. So sagt Er im Zusammenhang des Vorhaltens einer Wohltat gegenüber der Quraisch: „Für die Vereinigung der Quraisch, ihre Vereinigung während der Reise des Winters und des Sommers. So sollen sie dem Herrn dieses Hauses dienen, Der ihnen Speise nach ihrem Hunger gegeben und ihnen Sicherheit nach ihrer Furcht gewährt hat.“ (Sure 107:1-4). Allah sagt auch im Zusammenhang des Vorhaltens einer Wohltat gegenüber der Mekkaner: „Haben Wir ihnen denn nicht eine feste Stellung in einem sicheren geschützten Bezirk verliehen, zu dem die Früchte jeder Art zusammengetragen werden als Versorgung von Uns aus? Aber die meisten von ihnen wissen nicht.“ (Sure 28:57). Er sagt ferner: „Sehen sie denn nicht, dass Wir einen sicheren geschützten Bezirk gemacht haben, während die Menschen in ihrer Umgebung fortgerissen werden? Wollen sie denn an das Falsche glauben und Allahs Gunst verleugnen?“ (Sure 29:67). Allah sagt darüber hinaus: „Und gedenkt, als ihr wenige wart und auf der Erde unterdrückt wurdet und fürchtetet, dass euch die Menschen wegschnappen würden! Da hat Er euch Zuflucht gewährt, euch mit Seiner Hilfe gestärkt und euch mit (einigen von) den guten Dingen versorgt, auf dass ihr dankbar sein möget.“ (Sure 8:26)

Der edle Koran verknüpft die Sicherheit und den Glauben mit dem Bewahren dieser Gnade und der Undankbarkeit ihr gegenüber, deren Verleugnen oder der Abweichung vom ihren Bewahren. So sagt der Gepriesene: „Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf) Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.“ (Sure 6:82). Er sagt ebenso: „Die Sabaer hatten ja in ihrem Wohnort ein Zeichen: zwei Gärten zur Rechten und zur Linken. – „Esst von der Versorgung eures Herrn und dankt Ihm. Eine gute Ortschaft (ist es) und ein Allvergebender Herr. Aber sie wandten sich ab. Da sandten Wir gegen sie die Flut des Staudammes, und Wir tauschten ihnen ihre zwei Gärten aus gegen zwei Gärten mit bitterem Ernteertrag und Tamarisken und einigen wenigen Zizyphusbäumen. Das vergalten Wir ihnen, dass sie undankbar waren. Vergelten Wir denn sonst jemand anderem als dem Undankbaren? Und Wir legten zwischen ihnen und den Städten, die Wir gesegnet haben, sichtbare Städte an. Und Wir setzten das rechte Maß der Reise zwischen ihnen fest: „Reist in ihnen – Nächte und Tage – in Sicherheit umher.“ (Sure 34:15-18). Allah sagt des Weiteren: „Allah prägt das Gleichnis einer Stadt, die Sicherheit und Ruhe genoss; ihre Versorgung kam zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie gegenüber den Gnaden Allahs undankbar. So ließ sie Allah das Kleid des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten.“ (Sure 16:112)

Aus der Gegenwart würde man Lehren ziehen, also aus den Ländern, die in die Klauen des Chaos, der Zerrissenheit, der Zerstreuung und des Zwiespaltes geraten sind. Sie zerteilten sich nämlich in Flüchtlinge, die unzählbaren Gefahren ausgesetzt sind, Obdachlose, Häftlinge, Eingeschlossene, Getötete, Märtyrer, Verletzte, Verstümmelte oder Unfähige. Man findet, dass die verbrecherischen Terroristen den Fall des Chaos und der Zerrissenheit ausnutzen und alle menschlichen Grenzen bei der Vernichtung, dem Vernickeln der Menschen durch Verbrennung, Prügelei, Gefangenschaft, Vergewaltigung und Versklavung überschreiten. Dies lässt uns die Sicherheit und die Stabilität, die Allah uns verliehen hat, in starker Weise bewahren.

Das Bewahren dieser Gnade verlangt von uns zwei Angelegenheiten: Die erste lautet die Dankbarkeit Allahs des Hochmajestätischen gegenüber dieser Gnade. Allah sagt diesbezüglich: „Und als euer Herr ankündigte: „Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen.“ (Sure 14:7). Die Dankbarkeit erfolgt nicht nur gegenüber dem Geld, sondern vielmehr gegenüber allen anderen Gnaden.

Die zweite Angelegenheit bildet die Einheit des ägyptischen Volkes, das Maß der Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, erkennen, nachgiebig entsprechende Schritte unternehmen gegen die Aufrufer zum Töten, Mord, Blutvergießen, Chaos und zur Zerstörung sowie zum anmaßenden Angreifen des Militärs, der Polizisten und der Einrichtungen und der Institutionen des Staates. Wir betonen hier, dass jene, die diesen bösartigen Weg beschreiten, mit dem Verdacht des Hochverrates vor Gericht gestellt werden sollten, weil diese Hochverräter für die Sicherheit und die Stabilität der Heimat am gefährlichsten sind. Sie sind also die Hand der Feinde hinsichtlich der Zerstörung. Sie essen nämlich von unserer Nahrung, tragen unsere Kleidung und dann fechten uns im Rücken an. Der Terrorismus kann ein Land nur durch solche Leute, die ihm eine geeignete Atmosphäre für Störung bereiten, eindringen.

Die Finanzierung aus dem Ausland und die Zeichen des Luxus, die plötzlich bei einigen bezahlten Leuten beobachtet werden, die deren Religion, Heimat, Mitbewohner und Menschlichkeit für einen zu niedrigen Preis verkaufen, sollen kontrolliert werden. Sie glauben also, dass sie die Gesellschaft täuschen und mit ihrem Verbrechen fliehen können. Im Koran heißt es: „… möchten Allah betrügen, doch ist Er es, der sie betrügt.“ (Sure 4:142)

Wenn einige von ihnen einige Menschen für einige Zeit täuschen konnten, ist es unmöglich, dass sie alle Menschen jederzeit täuschen. Man darf nicht vergessen, dass man vor Allah, Dem weder Schlummer noch Schlaf überkommt, stehen wird. Allah der Gepriesene sagt: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24). Er sagt ferner: Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun. Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden, (sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.“ (Sure 14:42-43). Darüber hinaus sagt Allah: „Heute wird jeder Seele das vergolten, was sie erworben hat. Heute gibt es kein Unrecht. Gewiss, Allah ist schnell im Abrechnen.“ (Sure 40:17)