Aktuelle Nachrichten

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Einheit der Heimat ist der Weg zu ihrem Wohl

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

“ Und haltet insgesamt an Allahs Seil fest, und zerfallet nicht, und gedenket der Gnade Allahs gegen euch, da ihr Feinde waret, und Er eure Herzen so zusammenschloß, daß ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet; und da ihr am Rande einer Feuergrube waret, und Er euch ihr entriß. So macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf daß ihr euch rechtleiten lassen möget..“ (Sure 03:103)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Zu den edlen Prinzipien und Lehren  des Islam gehören die Liebe zum Heimatland, seine Verteidigung, die Arbeit an seinem Fortschritt und seinen Wohlstand, denn alle Nationen, die sich wissenschaftlich und kulturell entwickelt haben, haben hinter ihnen treue Männer, deren Herz von Liebe zu ihrer Heimat erfüllt ist, und sie haben großzügig zu der fruchtbaren Arbeit beigetragen, die den Bürgern und dem Land zugute kommt.  Der Islam hält mit Nachdruck zu Zusammenschluss  und Einheit an und lehnt Auseinandergehen  und Zersplitterungen ab. Der Gesandte Allahs verglich die Zugehörigkeit der Muslime zueinander mit einem einzigen Körper: Wenn ein Gliedmaß unter einem Schmerz leidet, klagen auch andere Gliedmaßen über diesen Schmerz. Der Islam erhebt die Liebe eines Muslims zu einem  anderen Muslim zu einer Voraussetzung des Glaubens und nennt mehrere bestimmende Faktoren, die das Ansehen der Heimat stärken und diese schützen sowie die Voraussetzungen für die Nationalität darlegen, damit eine Zugehörigkeit eine andere nicht überwiegt. Zu diesen bestimmenden Faktoren gehören die folgenden:

Handeln nach dem Offenbarungsbuch Allahs und der Sunna SEINES  ehrwürdigen Propheten:

Der Koran ist wahrhaftig ein allumfassendes Offenbarungsbuch und enthält nichts Gewundenes. Allah macht ihn zu einer Barmherzigkeit für die Menschen. Ferner offenbart ER in ihm Beispiele, Lehren, Ermahnungen sowie Gebote und Verbote. Wenn die Menschen all dies ernst nehmen und es in ihrem Leben praktizieren, gewinnen sie im Diesseits und im Jenseits. Die Sunna SEINES Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) erklärt ambige Dinge. Allah ordnet uns an, dass wir IHM und SEINEM Propheten gehorchen.  Der Prophet wies uns an, dass wir seiner Sunna und der Verhaltensweise der rechtgeleiteten Kalifen nach ihm folgen Es ist bekannt bei den Muslimen, dass der Koran und die Sunna die beiden ersten Quellen der Gesetzgebung und der Rechtsnormen im Islam sind. Sie müssen die oberste Autorität für die Gesetzgebung und Verfassung des muslimischen Heimatlandes bilden.

Gehorsam gegenüber Führungspersönlichkeiten:

Unsere wahre Religion weist uns im ehrwürdigen Koran an, Führungspersönlichkeiten zu gehorchen. Zu diesem Personenkreis zählen Herrscher und ihre Stellvertreter, aber auch  Wissenschaftler und Gelehrte. Der Gehorsam ihnen gegenüber ist Pflicht, solange er nicht zu einer Sünde gegenüber Allah dem Allmächtigen und Majestätischen führt. Der Islam weist uns an, dass wir sie in allen Dingen unterstützen. Denn ihre Unterstützung gilt als ein Unterstützung für alle Muslime. Wir sollen ferner den führenden Persönlichkeiten Ratschläge geben und sie beispeislweise vor einem Feind oder einem Neider warnen. Und der Muslim soll sie mit Wort und Tat verteidigen, denn ihre Stärkung bedeutet auch eine Stärkung der Heimat.

Fernhalten von Streit und Trennung

Der Islam kam, um die Menschen von den Finsternissen heraus hin zum Licht zu bringen. Er beseitigt Ignoranz und Unwissen der Menschenund lässt sie nicht auseinanderlaufen, sondern zusammenkommen. Die Muslime sind aufgefordert, an der Religion Allahs festzuhalten und nicht auseinanderzugehen, nachdem Allah ihre Herzen zusammenführte. Auf diese Weise macht Allah die Muslime zu Geschwistern im Islam und betont sogar diese Brüderlichkeit.

Ein Muslim soll seinen Mitmenschen nicht missachten. Jeder Muslim ist angewiesen, seinen Bruder zu lieben, wie er sich selbst liebt. Der Islam fokussiert auf das Ächten von Zersplitterung und Aufruhr, denn Derartiges führt zu großem Übel.

Schützen der Heimat und des Staatsbürgers

Der ehrwürdige Koran berichtet uns von absoluter Sicherheit. Die Menschen sollen im Diesseits ein sicheres Leben führen, was sich auch auf ihren Intellekt, ihre Ehre, und ihr Vermögen bezieht. So werden sie auch im Jenseits vor Qualen sicher sein. Unser Prophet Abraham (Friede sei mit ihm!) bat Allah darum, dass ER seine Angehörigen und seine Heimat sichert, bevor er um Lebensunterhalt bat, denn Sicherheit ist die Grundlage eines guten Lebens. Das Vermögen ist wertlos, wenn es keine Sicherheit gibt. Unser Prophet Muhammed (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sprach über diese Bedeutung und erwähnte, wer Gesundheit, Sicherheit und Lebensunterhalt eines Tages hat, hat das Leben im Diesseits.

Der Erhabene sagt:

„Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung – bindend für Ihn – in der Thora und im Evangelium und im Koran.“ (Sure 9:111)

Das Sich-Anstrengen und Erledigen der Verpflichtungen in bester Weise:

Es wurde von Kaa´b Ibn ´Udschza (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!) überliefert, dass ein Mann beim Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) vorbeikam, dann sahen die Gefährten des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) von ihm Anstrengung und Aktivität, dermaßen sie sagten: „O Allahsgesandte, wie wäre es, wenn seine Arbeit auf dem Wege Allahs wäre?“ da sagte der Prophete (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wenn er sein Haus verläßt, um für seine kleine Kinder aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs, wenn  er sein Haus verläßt, um für seine alte Eltern aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs, wenn er sein Haus verläßt, um sich selbst tugendhaft zu machen, ist das auf dem Wege Allahs, und wenn er sein Haus aus Heuchelei und Ruhmrederei verläßt, ist das auf dem Wege des Satans.“

So sornt unsere wahre Religion zum Arbeiten bzw. Tun des Besten an.

Der Erhabene sagt:

„Der den Tod erschaffen hat und das Leben, daß Er euch prüfe, wer von euch der Beste ist im Handeln; und Er ist der Allmächtige, der Allverzeihende.“ (Sure 67:2)

Er sagt auch:

„O ihr, die ihr glaubt, wenn zum Freitagsgebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Allahs und stellt den Geschäftsbetrieb ein. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet. Und wenn das Gebet beendet ist, dann zerstreut euch im Land und trachtet nach Allahs Gnadenfülle und gedenkt Allahs häufig, auf daß ihr Erfolg haben möget. „Doch wenn sie eine Handelsware oder ein Spiel sehen, dann brechen sie sogleich dazu auf und lassen dich (im Gebet) stehen. Sprich: „Was bei Allah ist, das ist besser als Spiel und Handelsware, und Allah ist der beste Versorger.“  (Sure 62:9-11)

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) zählte das Essen, das der Mensch selbst besorgt hat, als das Beste, indem der Prophet (Allag segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!“ sagte: „Keiner hat etwas gegessen besser als das, was er selbst besorgt, und der Prophet Allahs David (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!“ pflegte das zu essen, was er selbst besorgte.“

Zu den wichtigen Faktoren des Staatsaufbaues gehören das Wissen und die gute Verwaltung, denn der Aufbau verlangt Wissen, Erfahrung, Training und Spezialisierung und nicht nur Hobby. Der ehrwürdige Koran und die edle prophetische Sunna betonnen dieses Konzept.

Der Erhabene sagt auf Zunge von Juseph (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!):

„Er sprach: „Setze mich über die Schatzkammern des Landes, denn ich bin ein Hüter, ein wohlerfahrener.“ (Sure 12:55)

Allah sagt auf Zunge der Tochter von Schu´aib von Moses (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!):

„Da sprach eine der beiden: „O mein Vater, dinge ihn; denn der beste Mann, den du dingen kannst, ist einer, der stark ist, ehrlich.“ (Sure 28:26)

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) pflegte, seine Gefährten nach Erfahrung und Leistungsfähigkeit anzustellen und nicht aus Gefälligkeit oder Liebe oder wegen Verwandschaft.

Es wurde auch von Abu Darr (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!) überliefert, dass er zum Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „O Gesandter Allahs, würdest du mich zu einem Herrscher nennen?“ Da schlug er mit seiner Hand meine Schulter und sagte: „O Abu Darr, du bist schwach und die Herrschaft ist ein anvertrautes Gut und ist am Tag der Auferstehung Schändlichkeit und Reue, es sei denn, wer sie für wahre Beauftragung bzw. Verantwortung hält und dabei seine Verpflichtungen verrichtet.“

In diesem Hinsicht sagte der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) zu Abdu-r-Rahman Ibn Samra: „O Abdu-r-Rahman, strebe nicht nach der Herrschaft, denn wenn du sie erfreust, ohne danach gestrebt hast zu haben, wirst du dabei geholfen, und wenn du sie aber erfreust, nachdem du danach gestrebt hast, nimmst du dich auf sie.“

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Zweifelsohne hat die Liebe zur Heimat eine große Bedeutung im Islam. Dies ist eine menschliche Veranlagung. Allah erschafft den Menschen mit dieser Veranlagung. Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) liebte seine erste Heimat Mekka sehr und war sehr traurig bei seiner Auswanderung aus Mekka. Wenn die Leute von Mekka den Propheten nicht vertrieben hätten, hätte er Mekka sicher nicht verlassen.  Denn es war ja seine Heimat, in der er aufgewachsen war. Nach seinen eigenen Worten war es das beste Land in seinem Herzen. Als die Sehnsucht nach Mekka sich verstärkte, sagte Allah der Hocherhabene zu ihm:

Wahrhaftig! DER dir den Quran verpflichtend gemacht hat, wird dich sicher zu einem Ort der Wiederkehr zurückkehren lassen.

                                                                                                                           (Sure 28:85)

Als der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) von Mekka nach Medina auswanderte, bat er Allah, dass ER ihn Medina lieben lassen möge, wie ER ihn Mekka habe lieben lassen, Allah der Hocherhabene erhörte seine Bitte. Immer wenn er von einer Reise nach Medina zurückkehrte, blickte er auf die Mauern von Medina und veranlasste wegen seiner Liebe zu Medina sein Reitkamel, dass es schnell läuft.

Zu den wichtigsten Faktoren des Staatsaufbaues gehört die Gerechtigkeit, die alle Menschen gleich ohne Bevorzugung bzw. Unterscheidung ansieht. Allah Der Erhabene sagt:

 „Allah gebietet Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun und zu spenden wie den Verwandten; und Er verbietet das Schändliche, das offenbar Schlechte und die Übertretung. Er ermahnt euch, auf daß ihr es beherzigt.” (Sure 16:90)

Man sagte, das sein Staat mit Gerechtigkeit zusammen mit Mehrglauben und nicht mit Ungerechtigkeit und Islam erleben kann, daher lehnt der Islam jede Form von Ungerechtigkeit und Tyrannei ab.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Rechte der Jungen im Islam

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten.

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Die Familie wird im Islam als Keimzelle der Gesellschaft betrachtet. Deshalb ist es für Muslime selbstverständlich, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Ehelosigkeit gilt nur als zeitlich vorübergehender Zustand. Die Eheschließung erfolgt mit dem Ziel der Familiengründung und gilt als die angemessene Lebensform, da allein sie der schöpfungsmäßigen Bestimmung entspricht. Sie stellt den legitimen Rahmen für praktizierte Sexualität dar. Die Sexualität in der Ehe findet im genussvollen Erleben und in der Zeugung von Kindern ihre Erfüllung. Deshalb werden in der islamischen Gesellschaft alle Anstrengungen unternommen, früh zu heiraten und Kinder zu bekommen. Ein islamischer Spruch aus der Tradition lautet: „Das Paradies liegt unter den Füßen der Mutter.“ Da Eltern- und Mutterschaft einen sehr hohen Stellenwert hat, wird Kinderlosigkeit als schwerer Makel bewertet und in der Regel leider der Frau angelastet. Durch die Schwangerschaft und Geburt erlebt eine junge Frau, wie sie in der Achtung ihrer Umgebung steigt. Allerdings sollte es nach Möglichkeit schon ein Sohn sein. Mädchen werden zwar geschätzt, aber letztlich ist es ein Sohn, der die soziale Anerkennung der Mutter in der Familie des Mannes steigert. In Sure 18,46 wir der Sohn als „Schmuck des diesseitigen Lebens“ bezeichnet. Die Geburt eines Jungen wird in der Regel euphorisch begrüßt, während die Geburt eines Mädchens häufig als Enttäuschung empfunden wird. Dies hat oft soziale und wirtschaftliche Gründe, hängt aber auch mit der vom Islam festgeschriebenen männlichen Überordnung in Ehe, Familie und Gesellschaft zusammen. Mit der Geburt ist das Kind eines muslimischen Vaters automatisch in die islamische Religionsgemeinschaft aufgenommen. Schon während der ersten Lebensmomente wird dem Neugeborenen das islamische Glaubensbekenntnis in beide Ohren geflüstert. Die islamische Namensgebung am siebten Tag nach der Geburt unterstreicht die Zugehörigkeit zum Islam. Die Jungenbeschneidung gilt als Bestätigung der Religionszugehörigkeit zum Islam. Muslimische Eltern haben den Auftrag, ihre Kinder nach den Werten und Verhaltensvorgaben dieser Religion zu erziehen. Der Islam geht nicht wie in der christlichen Überzeugung von einer Verhaftung in Sünde schon von Geburt an aus. Aus Sicht der Muslime ist ein Kleinkind schuldlos und ignorant. Seinem Verhalten und Handeln werden deshalb keine bösen Motive unterstellt. Aus diesem Grundverständnis heraus werden Kindern, besonders Jungen, in den ersten Lebensjahren kaum konsequente erzieherische Beschränkungen auferlegt. Fehlerhaftes Verhalten wird lediglich kommentiert und dadurch verbal als nicht den Regeln entsprechend gekennzeichnet.Muslimische Kleinkinder erleben ihre ursprüngliche Sozialisierung zunächst durch die Alltagskultur, die wesentlich dadurch geprägt ist, wie die Eltern und das Umfeld ihre Religion leben. Islamische Feste und Feiertage, die damit verbundenen Vorbereitungen, bestimmte lokale Traditionen und volksislamische (magische) Praktiken sind weitere Faktoren in diesem Prozess der Sozialisierung. Mit den Jahren entwickeln Kinder ein Verständnis dafür, was kulturell angemessen und was unangemessen ist.

Sie übernehmen die Speise-und Reinigungsvorschriften und die von der Religion vorgegebene Auffassung von Moral, die jeweils für Jungen und für Mädchen unterschiedlich ausgeprägt ist. Sie wachsen hinein in das gruppenorientierte Leben und beziehen ihre Identität durch die sie schützende Gemeinschaft (Familie, Dorf, ethnische Gruppe). Dabei ist die Familie der wichtigste Ort islamischer Erziehung und der Garant für den Erhalt der islamischen Identität und Lebensweise.

In der darauf folgenden Phase der Sozialisierung hat der muslimische Vater die Pflicht dafür zu sorgen, dass besonders die Söhne im angemessenen Alter die rituellen Pflichten versehen. Dies gilt zunächst eingeschränkt ab dem siebten Lebensjahr und dann in vollem Umfang ab dem 11. Lebensjahr. Zu diesen Pflichten gehört das fünfmalige tägliche Gebet und die Einhaltung des Fastenmonats. Durch innerfamiliäre Unterweisung, den Unterricht in einer Koranschule oder durch den staatlichen Religionsunterricht in der Schule werden die Kinder mit den Inhalten des Korans bekannt gemacht. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist hierarchisch geprägt. Gemäß der Aussage Mohammeds „Wer nicht gütig ist gegen unsere Jüngeren und unseren Älteren keine Ehrerbietung erweist, der gehört nicht zu uns“ sind Eltern zur Liebe und Fürsorge ihren Kindern gegenüber verpflichtet, und Kinder schulden ihren Eltern Gehorsam und Respekt. Während der Vater ein ausgesprochenes Recht zur Züchtigung besitzt, nimmt die Mutter eher eine vermittelnde Rolle ein.

Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird Kindern von klein auf beigebracht. Die Verschiedenartigkeit der Anlagen bei Jungen und Mädchen und der damit verbundenen zukünftigen Rolle prägen die Erziehung. Grundlage dafür sind die Aussagen im Koran. Aus diesem Grund erleben sowohl Jungen als auch Mädchen eine geschlechterspezifische Erziehung. Während Mädchen bereits als Kleinkinder an das Haus als ihren späteren Lebensraum gewöhnt werden, haben Jungen in der Regel weit mehr Freizeit und Bewegungsfreiheit. Der Vater erzieht vorrangig die Söhne und führt sie in die Welt der Männer ein, die Mutter erzieht die Töchter und bereitet sie auf ihre zukünftige Rolle als Ehefrau und Mutter vor. Zudem haben sich Vater und Mutter um die geschlechtsspezifische Aufklärung zu kümmern und ihren Kindern die Grenzen zwischen Erlaubtem und Verbotenem einzuschärfen. Mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife vollziehen sich tiefgreifende Veränderungen im Verhalten und der Bewegungsfreiheit, besonders der Mädchen. Die sich seit langem anbahnende geschlechtsspezifische Zuordnung wird nun massiv innerhalb und außerhalb der Familie vollzogen. Der islamische Moralkodex zielt auf die Erhaltung der Familienehre, die besonders vom Verhalten der Frau abhängig gemacht wird. Deshalb unterstehen die weiblichen Familienmitglieder fortan einer strikten Kontrolle durch die männlichen Familienmitglieder. Zudem wird nun die Einhaltung der religiösen Pflichten und der rituellen Reinheit in vollem Umfang erwartet.

Als wichtiges Element des Erziehungsprozesses wird die schulische Bildung angesehen. In der islamischen Tradition heißt es: „Suchet das Wissen, und sei es in China.“ Prinzipiell wird der Bildung und dem Wissen im Islam ein hoher Stellenwert beigemessen. In der Vergangenheit war der Schulbesuch der klassisch islamischen Schulen meist das Privileg einer kleinen Elite und vor allem den Jungen vorbehalten. Das Fächerangebot diente vor allem der religiösen Erziehung. Das vermittelte Wissen wurde kritiklos auswendig gelernt und erlaubte kaum eigenständiges Denken und kritisches Hinterfragen. Im kritischen Denken sah man eine Gefahr für den Verlust der islamischen Identität. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich zu den religiösen Schulen säkulare Schulwesen, welches staatlich verwaltet wurde. Zwischen den beiden Ausbildungswegen entstand ein Wertekonflikt. Im ländlichen Bereich wird der Bildung der Mädchen nur ein begrenzter Wert beigemessen. Nach Sure 2,282 werden Frauen als subjektiv, emotional und vergesslich charakterisiert. Deshalb befürworten islamische Gelehrte eher die Ausübung von rollenspezifischen Berufen für Frauen, wie Erzieherin, Lehrerin, Krankenschwester und Ärztin. Das Amt der Richterin und der Staatsanwältin, sowie religiöse Ämter sind der Frau nach traditioneller islamischer Ansicht verschlossen.

Muslimische Eltern und Erzieher bemühen sich, Kinder in Glaubensinhalte und Praxis der islamischen Religion einzuführen. Daneben ist es ihnen e in Anliegen, dass Kinder islamische Werte verinnerlichen. Zu diesen Werten gehören gegenseitige Achtung und Respekt, Friedfertigkeit, Großzügigkeit, Gerechtigkeits- und Wahrheitsliebe, Achtung vor dem Leben und Bescheidenheit  im Auftreten. Durch diese Werte wird die Stellung der Familie in der islamischen Gesellschaft wiederum gestärkt.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ein Mann fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!), wann der Jüngeste Tag sei? Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) erwiderte: „Was hast du selbst dafür vorbereitet?“ Da sagte der Mann: „Ich hab dafür weder viele rituelle Gebete, noch Fasten, noch Almosen, ich liebe jedoch Allah und Seinen Gesandten.“ Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte ihm: „Du bist denn mit dem, wen du liebst.“ Von Al-Buchari und Muslim

Wird der Mensch überzeugt sagen: „Hätte ich denselben Weg mit einem beruhigten Gewissen gegangen!“ Oder wird er sich wünschen, dass er einen anderen Weg gegangen hätte. Die Intellekten stellen fest, dass die Wiederkehr zum Rechten besser als die Fortfahr auf dem Weg des Unrechtes ist, daher kann jeder Intellekte zum rechten Weg ohne Zögerung oder Furcht zurückkehren, solange er davon sicher ist, dass dies der rechte Weg ist, denn heute ist der Tag der Arbeit, während morgen der Tag des Abrechnens ist.

Im Quran steht: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24)

Alle Menschen sind also eine von zwei Gruppen, nämlich: „Ein Teil hat Er rechtgeleitet, an einem (anderen) Teil aber hat sich das Irregehen bewahrheitet.“ (Sure 7:30) Das heißt, eine  Gruppe ist im Paradies, während die andere Gruppe im Höllenfeuer ist.

Der Erhabene sagt: „Was nun diejenigen angeht, die unglücklich sind, so werden sie dann im (Höllen)feuer sein; darin werden sie seufzen und schluchzen, ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will. Dein Herr tut immer, was Er will. Was aber diejenigen angeht, die glückselig sind, so werden sie im (Paradies)garten sein, ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will, als eine unverkürzte Gabe.“ (Sure 11:106-108)

Der Gepriesene erinnert uns an Zustand der zwei Gruppen: „Gewiss , diejenigen, die sagen: „Unser Herr ist Allah“, und sich hierauf recht verhaltet, auf sie kommen die Engel herab: „Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig, und vernehmt die frohe Botschaft vom (Paradies)garten, der euch stets versprochen wurde. Wir sind eure Beschützer im diesseitigen Leben und im Jensseits. Ihr werdet darin haben, was eure Seelen begehren, und ihr werdet darin haben, was ihr erbetet, – eine gastliche Aufnahme von einem Allvergebenden, einem Barmherzigen.-“ (Sure 41:30-32)

Die Engel kommen nicht nur auf die Propheten und Gesandten herab, sondern auch auf die aufrichtigen anbetnd Diener Allahs, die glauben, dass ihr Gott Allah ist, und danach sich recht und aufrichtig verhalten. Die Frage lautet aber, wann sie herabkommen? Und in welcher Form bzw. auf welche Weise sie herabkommen werden? Was nun die Art und Weise des Herabkommens angeht, über die weiß nur Allah Der Herr der Himmels und der Erde und Herr des großartigen Throns Bescheid. Was aber den Zeitpunkt des Herabkommens betrifft, sind die meisten Gelehrten der Meinung, dass sie auf den Gläubigen direkt vor dem Tod herabkommen, um ihn zu beruhigen und ihm frohe Botschanft anzukündigen, sagend: „O anbetend Diener Allahs, fürchte dich nicht, sei nicht traurig, und vernimm die frohe Botschaft vom Paradiesgarten, der dir stets versprochen wurde: „Wir sind eure Beschützer im diesseitigen Leben und im Jensseits. Ihr werdet darin haben, was eure Seelen begehren, und ihr werdet darin haben, was ihr erbetet.“ (Sure 41:31)

Und Allah weiß es am besten!

Lies im Namen deines Herrn!

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt: „Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat.“ (Sûra 96:1). Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Wir wissen alle, dass der obengenannte Vers die erste Offenbarung ist, die unser geliebter Prophet Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erhielt. Dies ist gewiss die Grundlage, um Wissen und Barmherzigkeit von Allâh dem Allmächtigen und Majestätischen zu erlangen. Heute werden wir einen Blick auf den Nutzen werfen, sich mit dem Lesen von Büchern zu beschäftigen. Ich werde zudem aufzeigen, dass das Lesen im Internet nicht dasselbe ist wie das Lesen eines Buches, wie einige von uns das eine durch das andere vielleicht ersetzen wollen.

Ein Buch wird als bester „Freund“ bezeichnet. Dies wird von einem der frühesten arabischen Schriftsteller (Al-Dschâhidh) betont: „Wenn der einzige Nutzen eines Buches der wäre, dass es einen von törichter Tagträumerei abhält und einen daran hindert, leichtfertig zu sein, dann würde es gewiss als ein wahrer Freund angesehen werden, der einem einen großen Gefallen getan hat.“ Es ist außerdem bekannt, dass das Lesen von Büchern Angst und Trauer lindert (zitiert aus „Sei nicht traurig!“). Es ist gewiss wahr, dass einige Menschen nicht besonders gerne lesen und es anderen schwer fällt, ein Buch in die Hand zu nehmen, wenn sie von Gefühlen überwältigt sind. Doch kann ganz im Gegenteil ein Buch einen davon abhalten, ständig über den gleichen Ärger oder irgendein anderes Gefühl, das man verspürt, zu grübeln.

Aus islâmischer Sicht ist das Lesen also zwingend notwendig, da Allâh den Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit den allerersten Worten zum Lesen aufforderte! Was sagen die Gelehrten dazu? Al-Hasân Al-Lu’lu’î sagte: „Vierzig Jahre sind vergangen und ich bin tagsüber oder nachts nicht eingeschlafen …, ohne dass ein Buch auf meiner Brust lag.“ (Zitiert von „Sei nicht traurig!“).

Was lest ihr gerne? Biografien, Sozio-Politisches, Novellen, Poesie oder Klassisches? Alles eignet sich zum Lesen und alle geben einem Menschen einen Punkt des Fokussierens und der Inspiration. Regelmäßiges Lesen hilft einem dabei, „Redegewandtheit und klares Sprechen zu erlangen“ („Sei nicht traurig!“). Das Lesen hat neben der Tatsache, dass es einem dazu verhilft der Unwissenheit zu entkommen, viele Vorteile. Es hilft einem dabei, Prinzipien und Disziplin zu entwickeln. Es ist ein Kampfmittel gegen Hochmut und Zeitverschwendung. Wie wir alle wissen, ist Hochmut eines der größten Zeichen, vor denen man sich in Acht nehmen muss, wenn es um den Glauben geht.

Wenn man von Prinzipien und Disziplin spricht, ist es wichtig zu betonen, dass der Qurân unsere großartigste Quelle ist. Das Offenbarungsbuch Allâhs ist tatsächlich die großartigste Quelle für Frieden und Rechtleitung. Allâh sagt im Qurân: „(Dies ist) ein Buch, das zu dir (als Offenbarung) herabgesandt worden ist – es soll seinetwegen in deiner Brust keine Bedrängnis sein -, damit du mit ihm warnst, und als Ermahnung für die Gläubigen.“ (Sûra 7:2).

Die Gelehrten sind der Meinung, dass der Qurân regelmäßig gelesen werden sollte. Einige sagen sogar, dass er von einem Gläubigen jeden Monat einmal vollständig durchgelesen werden sollte. Wo stehen wir in diesem Zusammenhang?

Es wurde überliefert, dass Allâhs Liebling (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wer einen Buchstaben aus dem Offenbarungsbuch Allâhs liest, der wird eine Belohnung erhalten. Und diese Belohnung wird verzehnfacht. Ich sage nicht »Alif Lâm Mîm« ist ein Buchtabe, vielmehr sage ich, dass »Alif« ein Buchstabe, »Lâm« ein Buchstabe und »Mîm« ein Buchstabe ist.“ (At-Tirmidhî und Al-Hâkim).

Gepriesen sei Allâh! Stellt euch die Belohnung von jemandem vor, der den Qurân derart regelmäßig liest und ihn zudem auswendig gelernt hat … und jedesmal wenn er liest, seine Belohnung vervielfacht wird… (wir sprechen hier nicht über die Börse)! Allâhs Worte zu rezitieren bringt dem Rezitierenden Seelenfrieden. Und Beständigkeit bringt Süße und mehrt das Licht im Herzen.

Es gibt verschiedene Wege, die man beim Lesen einschlagen kann, wie beispielsweise die Biografie des Propheten, das Leben der Prophetengefährten, Hadîthe, Geschichte, medizinisches und wissenschaftliches Wissen, klassische arabische Poesie (oder übersetzte Versionen davon), zeitgenössische Poesie, aktuelle Themen, Natur, Sprachen … die Liste kann beliebig fortgesetzt werden, da es verschiedene Geschmäcker gibt.

Wenn ihr das nächste Mal also sehr viel Freizeit habt oder zu Tode gelangweilt seid oder aus keinem ersichtlichen Grund nicht einschlafen könnt, dann nehmt doch ein Buch zur Hand und lest einige Zeilen anstatt den Fernseher einzuschalten! Warum habe ich das Internet, den digitalen Standard unserer Zeit, nicht erwähnt? Der Grund ist, dass das Internet – ungleich einem Buch – grenzenlos ist … es gabelt sich und wird immer größer. Wie oft habt ihr euch dabei ertappt, in Blogs herumzusuchen und endlos immer weiterzuklicken? Derartige Medien werden sehr geschätzt und im heutigen Zeitalter der Digitalisierung benötigt. Doch macht euch nichts vor! Sie helfen in keiner Weise, wenn es darum geht zu lernen, wie man sich konzentriert. Ich meine damit nicht, dass man sich beim Benutzen des Internets nicht konzentrieren kann. Mein Argument ist vielmehr, dass bei der verfügbaren Freizeit eines Menschen das Internet den Fokus zerstreut. Bücher sind dagegen größtenteils auf das vorliegende Thema beschränkt. Man kann sich nicht daraus hinausklicken.

Gewiss kommt mit dem Wissen die Verantwortung und deshalb hat Allâh die Leute des Wissens geehrt. Folglich werden wir für das, was wir wissen oder lernen, zur Rechenschaft gezogen werden. Wir haben viele Unterrichte gehört, viele Bücher gelesen, viele Notizen gemacht … deshalb ist es an uns, viele Taten zu verrichten. Es ist unsere Verantwortung, das bereits Erlernte anzuwenden, um davon zu profitieren. Beginnt also heute damit, indem ihr Disziplin aufbaut: Werdet konzentrierter!

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Brüder im Islam:

Bildung ist das Wissen darüber, wie man sein eigenes Potential optimal nutzt. Man kann durchaus sagen, dass jemand sein eigentliches Menschsein nicht erlangt hat, solange er nicht gebildet ist. Die Wichtigkeit der Bildung hat zwei Gründe. Erstens: Das Training des menschlichen Geistes ist nicht vollkommen, solange es an Bildung mangelt. Die Bildung macht aus einem Menschen einen richtigen Denker. Sie zeigt einem Menschen, wie er zu denken und zu entscheiden hat. Der zweite Grund, der für die Wichtigkeit der Bildung spricht, ist, dass man nur durch die Erlangung von Bildung in der Lage ist, Informationen über die Außenwelt zu bekommen, wodurch man sich mit der Vergangenheit vertraut macht und notwendige Informationen für die Gegenwart erhält. Ohne Bildung gleicht man einem Menschen, der in einem geschlossenen Raum gefangen ist. Mit Bildung hingegen findet er sich in einem Raum wieder, dessen Fenster zur Außenwelt hin offen sind. Daher misst der Islâm dem Wissen und der Bildung große Bedeutung bei. Das erste im Qurân offenbarte Wort war „Iqra“ – im Deutschen mit „Lies“ zu übersetzen. Allâh sagt: „Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel. Lies, und dein Herr ist der Edelste, Der (das Schreiben) mit dem Schreibrohr gelehrt hat, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.“ (Sûra 96:1-5) Bildung ist somit der Ausgangspunkt jeglicher menschlichen Betätigung. Allâh erschuf den Menschen und versorgte ihn mit dem nötigen Werkzeug, um Wissen zu erlangen; dieses Werkzeug besteht aus Hören, Sehen und Weisheit. Allâh sagt: „Und Allâh hat euch aus den Leibern eurer Mütter hervorgebracht, während ihr nichts wusstet. Und Er hat euch Gehör, Augenlicht und Herzen gegeben, auf dass ihr dankbar sein möget.“ (Sûra 16:78) Wissenden Menschen wird in vielen prophetischen Überlieferungen großer Respekt zuteil. Aufgrund der großen Bedeutung von Wissen hat Allâh Seinem Gesandten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) befohlen, nach mehr davon zu streben. Allâh sagt: „[…] Und sag: Mein Herr, lasse mich an Wissen zunehmen.“ (Sûra 20:114) Der Prophet (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) machte das Streben nach Wissen zur Pflicht für jeden Muslim. Er (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erklärte, dass die Überlegenheit eines Menschen mit Wissen über einen anderen, der nur Allâh anbetet ohne Wissen zu haben, wie die Überlegenheit des Mondes anderen Himmelskörpern gegenüber ist. Er (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte, dass die Gelehrten die Erben der Propheten sind und dass die Propheten kein Geld, sondern das Wissen hinterlassen haben. Wer auch immer dieses Wissen erlangt, hat viel gewonnen. Ferner sagte der Prophet (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), dass das Streben nach Wissen ein Weg ist, der zum Paradies führt. Er (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wer auch immer mit der Absicht, nach Wissen zu streben, einem Weg folgt, dem wird Allâh den Weg ins Paradies erleichtern.“ (Al-Buchârî) Beispielsweise fordert der Qurân uns wiederholt auf, die Himmel und die Erde zu beobachten. Dies erregt in uns den Wunsch, mehr über die Naturwissenschaften zu lernen.

Und Allah weiß es am besten!

Auszüge aus den Gesetzen Allahs

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

Und sag: Tut (was ihr wollt)! Allah wird es dann sehen, (er) und sein Gesandter und die Gläubigen. .“ (Sure 09:105)

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Der ehrwürdige Qurân enthält eine eigene Sûra namens“ (das Eisen), die in einem ihrer Verse folgende zwei Tatsachen betont:

– dass Eisen auf die Erde herabgesandt wurde, sprich himmlischen (außerirdischen) Ursprungs ist, und

– dass Eisen starke Gewalt und Nutzen für die Menschen enthält.

Dieser Qurân-Vers lautet: „… Und Wir haben das Eisen herabkommen lassen. In ihm ist starke Gewalt und Nutzen für die Menschen …“ (Sûra 57:25).

Wir wissen, dass Eisen das häufigste Element in der Gesamtzusammensetzung der Erde (>35% der Gesamtmasse) und das vierthäufigste Element in der Erdkruste (5,6%) ist. Diese Beobachtung hat zur logischen Schlussfolgerung geführt, dass der Großteil des Eisens der Erde unter der Erdkruste versteckt sein muss (sowohl im Kern, als auch im Erdmantel). Wenn dies der Fall sein sollte, wie kann dieses Element dann, wie im obengenannten Quran-Vers erwähnt, auf die Erde herabgesandt worden sein? Und wie konnte es durch die Außenkruste der Erde in die inneren Mantel- und Kernzonen vordringen?

Um diese Fragen zu beantworten, muss die Erde als Teil des gesamten Kosmos betrachtet werden, von dem sie abgesondert wurde, und nicht lediglich als isolierte Entität. In diesem Zusammenhang haben neueste kosmologische Entdeckungen Folgendes bewiesen:

Wasserstoff (das einfachste und leichteste uns bekannte Element) ist mit Abstand das am häufigsten vorkommende Element im beobachteten Universum.

Nach dem im Universum vorherrschenden Wasserstoff stellt Helium (das zweite Element im Periodensystem der Elemente) das am zweithäufigsten vorkommende Element dar; es ist zehn Mal seltener als Wasserstoff.

Diese zwei leichten Kerne Wasserstoff und Helium bilden den größten Prozentsatz des beobachteten Universums, während schwerere Elemente lediglich durch Spuren repräsentiert werden, die 1-2% ihrer Gesamtmasse nicht überschreiten und in bestimmten Himmelskörpern lokal konzentriert sind.

Diese grundlegenden Entdeckungen haben zu dem wichtigen Schluss geführt, dass Wasserstoffkerne die grundlegenden Bausteine sind, aus denen alle anderen Elemente erzeugt wurden und momentan im Prozess der Kernfusion erzeugt werden. Dieser Prozess (die Nukleosynthese von Elementen durch Kernfusion) ist selbsterhaltend, äußerst exotherm (das heißt, er setzt übermäßig große Mengen an Energie frei) und der Ursprung der sehr heißen und glühenden Beschaffenheit aller Sterne.

Die Kernfusion in unserer Sonne erzeugt hauptsächlich Helium und eine sehr begrenzte Menge an geringfügig schwereren Elementen. Der Prozentsatz von Eisen in der Sonne wird auf ungefähr 0,0037% geschätzt. Mit dem Wissen, dass die Erde sowie alle anderen Planeten und Satelliten in unserem Sonnensystem eigentlich von der Sonne abgetrennt wurden, die kein Eisen erzeugt, kam eine weitere Frage auf:

Woher stammt die gewaltige Menge Eisen auf unserer Erde?

Eine Sekunde nach dem „Urknall“ bewegte sich die Temperatur des frühen Universums schätzungsweise im Bereich von zehn Milliarden °C.

Unsere Sonne ist ein anspruchsloser Stern mit einer Oberflächentemperatur von 6.000 °C und einer Innenkerntemperatur von 15.000.000 °C. Derartige Werte liegen weit unter den berechneten Temperaturwerten, die für die Erzeugung von Eisen durch den Prozess der Kernfusion (der 5 x 109 K übersteigt) benötigt werden. Dementsprechend wurde nach anderen, wesentlich heißeren Quellen als die Sonne als mögliche Anlagen für die Erzeugung von Eisen im beobachteten Universum gesucht. Eine mögliche Quelle übermäßiger Hitze war die „Urknall“-Explosion der Anfangssingularität, aus der unser Universum entstand (vergleiche Bott, 1982). Allerdings weisen fast alle Spekulationen über dieses Ereignis darauf hin, dass sich kurz nach dem „Urknall“ die Materie in einem derart rudimentären Zustand befand, dass lediglich Wasserstoff und Helium (mit möglichen Spuren von Lithium) erzeugt worden sein konnten. Nochmals: Wenn jegliche Spuren von Eisen in dieser Phase erzeugt worden wären, dann wäre das Eisen gleichmäßiger im beobachteten Universum verteilt, was nicht der Fall ist.

Es wurde berechnet, dass sich eine Sekunde nach dem „Urknall“ die Temperatur des anfänglichen Universums im Bereich von zehn Millionen Grad Celsius bewegte. Es ist visualisiert, dass das anfängliche Universum in dieser Phase die Form einer stetig expandierenden, großen Rauchwolke hatte, die hauptsächlich aus einfachen Materie- und Energiearten wie Neutronen, Protonen, Elektronen, Positronen (Antielektronen), Fotonen und Neutrinos bestand. Gamow und Andere prognostizierten (1948), dass Strahlung in Form von Fotonen aus dieser sehr heißen anfänglichen Phase des Universums um das beobachtete Universum herum immer noch vorhanden ist und die Erde aus allen Richtungen mit gleicher Stärke erreicht. Diese Prognose wurde später von Penzias & Wilson (1965) durch deren Entdeckung der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung, die aus allen Richtungen im beobachteten Universum mit gleicher Intensität einher mit einer Resttemperatur kommt, die auf lediglich wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt (-273°C) reduziert ist, als wahr belegt.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Brüder im Islam:

Man vermutet, dass in den ersten drei Minuten der Geschichte unseres Universums Neutronen entweder in Protonen und Elektronen zerfielen oder sich mit anderen Neutronen zusammenschlossen und Deuterium (oder schweren Wasserstoff) erzeugten, das sich verbinden konnte, um Helium zu bilden. Helium-Kerne können ihrerseits teilweise verschmelzen und Lithium-Spuren (das dritte Element im Periodensystem) erzeugen. Allerdings vermutet man, dass kein schwereres Element als dieses in Folge der „Urknall“-Explosion erzeugt wurde (vergleiche Weinberg, 1988; Hawking, 1990; usw.). Als Konsequenz wird vermutet, dass der gesamte Wasserstoff und ein Großteil des Heliums umgehend nach dem „Urknall“ erzeugt wurden, während man vermutet, dass das restliche Helium durch die Verbrennung von Wasserstoff im Inneren der „Hauptreihensterne“, wie beispielsweise unsere Sonne, stetig erzeugt wurde.

Man glaubt, dass die Schwerkraft nach der „Urknall“-Explosion Rauchwolken zusammenzog und riesige Zusammenballungen von Materie formte. Die ständige Kontraktion dieser Zusammenballungen erhöhte schließlich deren Temperatur. Dies geschah auf Grund der Wechselwirkung zwischen den aufeinanderprallenden Teilchen und dem Druck, der durch die große Anziehungskraft erzeugt wurde. Als sich die Temperatur der 15-Millionen-Grad-Celsius-Marke näherte, wurden die Elektronen in den neu gebildeten Atomen abgetrennt, worauf sie einen Plasmazustand erzeugten. Die kontinuierliche Kontraktion ging weiter, bis sich die Teilchen im Plasma mit derart hohen Geschwindigkeiten bewegten, dass sie begannen, Wasserstoff zu Helium zu schmelzen, wobei sie Sterne hervorbrachten, die ausreichend Energie besaßen, um einen nach außen gerichteten Zentrifugalkraft-Stoß (Druck) zu erzeugen, der mit dem nach innen gerichteten Sog der Anziehungskraft ein Gleichgewicht bildete.

Supernovas entstehen durch die Erschöpfung der Treibstofflieferungen der Nova (des neuen Sterns).

Erst kürzlich wurde bewiesen, dass Elemente, die schwerer als Lithium sind, gegenwärtig durch den Prozess der Kernfusion in den Kernen gewaltiger Sterne (mindestens zehn Mal so groß wie unsere Sonne) in einem späten Entwicklungsstadium synthetisiert werden. Es wurde beobachtet, dass derartig gewaltige Sterne Helium zu Kohlenstoff, Sauerstoff, Silizium, Schwefel und schließlich zu Eisen verbrennen. Wenn Elemente der Eisengruppe erzeugt werden, dann kann der Prozess der Kernfusion nicht weiter fortschreiten. Es wird vermutet, dass Elemente, die schwerer als Eisen (und dessen Elementgruppe) sind, in den äußeren Hüllen von extrem riesigen Sternen oder bei der Explosion einer Nova in Form einer Supernova entstehen.

Dementsprechend wurde bewiesen, dass Sterne kosmische Öfen sind, in denen die meisten bekannten Elemente durch den Prozess der Kernfusion aus Wasserstoff und/oder Helium erzeugt werden. Gleichzeitig stammt die unglaubliche Energie der Sterne von diesem Prozess der interstellaren Nukleogenese von Elementen, der die Verquickung von Leichtelementen zu schwereren Elementen durch Kernfusion (Kernschmelze) enthält. Dieser Prozess erfordert eine Hochgeschwindigkeitskollision, die nur bei sehr hohen Temperaturen erlangt werden kann. Die Minimaltemperatur, die für die Fusion von Wasserstoff zu Helium erforderlich ist, wird auf ungefähr 5.000.000 °C geschätzt. Mit zunehmendem atomarem Gewicht des Elements, das durch die Kernfusion erzeugt wird, steigt diese Temperatur stetig auf mehrere Milliarden Grad an. Die Kernfusion von Wasserstoff zu Kohlenstoff erfordert beispielsweise eine Temperatur von ungefähr einer Milliarde °C.

Das Verbrennen (Fusion) von Wasserstoff zu Helium findet fast das gesamte Sternenleben hindurch statt. Nachdem der Wasserstoff im Kern des Sterns erschöpft (zu Helium geschmolzen) ist, wandelt sich der Stern entweder in einen Roten Riesen und danach in einen Zwerg oder in einen Roten Superriesen und danach in eine Nova, wobei diese damit beginnt, Helium zu verbrennen und dieses (entsprechend seiner ursprünglichen Masse) in zunehmend schwerere Elemente zu schmelzen, bis die Eisengruppe erreicht ist. Bis zu diesem Punkt ist der Prozess der Nukleogenese von Elementen höchst exotherm (sprich, er gibt übermäßige Mengen an Energie ab). Die Bildung der Elemente der Eisengruppe ist jedoch höchst endotherm (sprich, sie erfordert den Einsatz von übermäßigen Energiemengen). Die Explosionen von Novas in Form von Supernovas resultieren aus der Erschöpfung der Treibstofflieferungen in den Kernen derartig gewaltiger Sterne und aus der Schmelzung aller dort vorhandenen Elemente zu Elementen der Eisengruppe. Es wird vermutet, dass sich während der Explosion der Supernova schwerere Kerne bilden.

O Allah, hilf uns dabei, dass wir gegen unsere Väter und Mütter sein könne, vergib ihnen und erbarme Dich ihrer, wie sie uns aufgezogen haben, als wir klein waren!