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Konzept des Sicherheitsabkommens in der modernen Zeit

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

{وَأَوْفُوا بِالْعَهْدِ إِنَّ الْعَهْدَ كَانَ مَسْؤُولاً}

„Und haltet die Verpflichtung, denn über die Verpflichtung muß Rechenschaft abgelegt werden.“ (Sure 17:34).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist, der sagte: „Die bestens anbetend Dienenden Allahs sind diejenigen, die ihr Abkommen halten.“

Und nun zum Thema:

Der Islam ist eine Religion der Sicherheit, des Friedens, der Pietät und Wohltätigkeit, zweifelsohne ist das Halten des Abkommens ein großartiger menschlicher Wert, mit dem das Vertrauen und die Sicherheit unter den Menschen verwirklicht werden.

Die Sicherheit gehört zu den wichtigsten Gnaden, vielmehr ist die wichtigste Gnade darunter. Unser Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wer von euch in seiner Familie und Gruppe sicher, in seinem Körper gesund ist, und die Nahrung für seinen Tag besitzt, der ist, als ob er die ganze Welt in Besitz hätte.“

Die Sicherheit gehört indes zu den großartigsten Gnaden, die Allah Der Majestäte Seinen anbetend Dienern leiht. Der Gepriesene sagt: „Für die Vereinigung der Quraisch, ihre Vereinigung während der Reise des Winters und des Sommers. So sollen sie dem Herrn dieses Hauses dienen, Der ihnen Speise nach ihrem Hunger gegeben und ihnen Sicherheit nach ihrer Furcht gewährt hat.“ (Sure 106:1-4)

Der Quran verbindet die Sicherheit mit dem Glauben sowie mit dem Bewahren dieser Gnade und dem, dass man es weder verleugnet noch bestreiten, indem Der Gepriesene sagt: „Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf) Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.“ (Sure 6:82)

 „Allah prägt das Gleichnis einer Stadt, die Sicherheit und Ruhe genoß; ihre Versorgung kam zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie gegenüber den Gnaden Allahs undankbar. So ließ sie Allah das Kleid des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten.“ (Sure 16:112)

Wir haben in der Gegenwart um uns eine Lehre, und zwar, wenn wir den Zustand solcher Staaten betrachten, die sich in die Klauen des Chaos, Zerfalles und der Zerstörung eintauchten, sei es in Form von einem Flüchtlingen, der unzählbaren Gefahren ausgesetzt ist, oder Vertriebenen, Inhaftierter, Blockierter, Märtyrer, Toten, Verletzter, Invaliden, Krüppel oder Behinderten, wo wir die verbrecherischen Terroristen diesen Zustand des Chaos und Zerfalles ausnützen gesehen haben, die menschlischen Grenze beim Vernichten bzw. Angriff an den Menschen zu überschreiten, sei es Verbrennen, Schleifen zum Tode, Gefangennehmen,  Vergewaltigung, und Beerdigung der Menschen lebend,  was uns stark dazu führt, die Gnade Allahs Des Majestäten bzw. die Sicherheit und Stabilität zu bewahren.

Um diese Gnade zu bewahren sind zwei Angelegenheiten zu beachten, nämlich: Erstens, dass wir Allah Dem Majestäten gegenüber dankbar sind, wobei Der Gepriesene sagt: „Und als euer Herr ankündigte: „Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen.“ (Sure 14:7)

Die Dankbarkeit betrifft nicht nur das Vermögen, sondern auch alle andere Gnaden.

Zweitens: Das Sich-Vereinigen und Begreifen dessen, wie groß bzw. schwer die Herausförderungen, die uns betreffen, sind. Wir sollen auch diejenigen schwer bestrafen, die zum Ermord, Vergießen des Blutes, Chaos und dem Zerfalles aufrufen, dienigen, die zum Angriff an die Polizisten und den öffentlichen Unternehmen aufrufen, darüberhinaus sollen wir auch bestätigen, dass jene Verbrecher dem Verdacht des größten Verrats ausgesetzt werden sollen, denn solche Verräter sind der heimlichen Sicherheit und Stabilität gegnüber am Gefährlichsten, weil sie sich unser Kleid anziehen, unser Essen essen, und trotzdem uns vom hinten niederstechen, vielmehr sind sie die Augen unserer Feinde.

Man soll indes die ausländischen Finanzierung und die Zeichen des plötzlichen unerhörten Reichtums bei denjenigen, betrachten, die ihre Religion, Heimat, Familien und noch ihre Menschlichkeit für einen Spottpreis verkaufen, während sie glauben, dass sie die Gesellschaft betrügen können.

Im Quran steht: „Gewiss, die Heuchler möchten Allah betrügen, doch ist Er es, der sie betrügt.“ (Sure 4:142)

Wenn einige von ihnen in der Läge gewesen wären, einige Mensche für eine Weile zu betrügen, ist es bestimmt unmöglich, alle Menschen für immer zu betrügen.

Der Gepriesene sagt: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24)

„Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun. Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden, (sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.“ (Sure 14:42-43)

„Heute wird jeder Seele das vergolten, was sie erworben hat. Heute gibt es kein Unrecht. Gewiss, Allah ist schnell im Abrechnen.“ (Sure 40:17)

Doch wie geht der Islam mit Andersgläubigen um? Gewährleistet der Islam den Anhängern anderer Weltanschauungen, ihre Identität zu wahren? Die 14 Jahrhunderte andauernde Geschichte des Islamischen Staates hat bewiesen, dass der Islam Andersgläubige weder unterdrückt noch von ihnen verlangt, ihre Identität aufzugeben. Beispielsweise wurde niemand dazu gezwungen, sich etwa zur Shariah zu bekennen – im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland, die fortlaufend von den Muslimen fordert, sich zum Grundgesetz zu bekennen. Dabei geht es wohlgemerkt nicht darum, sich an das Grundgesetz zu halten. Denn es ist dem deutschen Staat durchaus bekannt, dass sich gläubige Muslime an das Gesetz halten. Es geht vielmehr darum, dass die Muslime von ihrer Überzeugung ablassen sollen, dass Allah  Der Erhabene der einzig rechtmäßige Gesetzgeber ist. Somit geht es bei einem Bekenntnis stets um eine Glaubensangelegenheit. Der Islam bietet Angehörigen anderer Religionen Freiraum zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten, behandelt sie auf gütige und gerechte Weise, und niemand muss mit der Angst leben, er könnte seine Identität verlieren. Nun mag man sich die Frage stellen, wieso der Islam einerseits anderen Religionen Freiraum gewährt und gleichzeitig seine Verbreitung auf dem gesamten Globus anstrebt. Wieso ermöglicht das Kalifat ein Zusammenleben verschiedener Religionen, wo es doch seine Herrschaft und seine Ideologie über die gesamte Welt erstrecken mochte. Diese Frage wollen wir in diesem Artikel beantworten, um auch anhand dieses Aspektes die Wichtigkeit für das Vorhandensein eines Islamischen Staates – nicht nur für die Muslime sondern auch für die gesamte Menschheit – aufzuzeigen.

Allah  Der Erhabene hat den Qur’an hinab gesandt um alle Fragen und Probleme des menschlichen Lebens zu lösen. So hat Er  Der Erhabene auch die Fragen bezüglich der Koexistenz der Religionen beantwortet, indem Er  Der Erhabene Nichtmuslimen im Kalifat den Status von Dhimmis (Schutzbefohlenen) verliehen hat. Aufgrund der Rechenschaftspflicht gegenüber Allah  Der Erhabene am Tage des Gerichts, wird sich ein jeder Muslim strengstens davor hüten, die Rechte von Dhimmis zu beschneiden – wie er sich ebenso davor hütet, irgendein anderes göttliches Gesetz zu verletzen. Nur weil es sich bei Dhimmis um Nichtmuslime handelt, bedeutet das nicht, dass der Muslim die Gesetze Allahs weniger achtet. Wie wichtig es ist, die Rechte eines Dhimmis zu achten, verdeutlicht uns der Gesandte (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wer einem Schutzbefohlenen Leid zufügt, so bin ich sein Gegner. Und wessen Gegner ich bin, dessen Gegner werde ich am Tage der Auferstehung sein.“ (Kanz al-Ummal).

Zudem hat Allah  Der Erhabene deutlich gemacht, dass einem jeden Nichtmuslim der Schutz seiner Identität gewährt werden muss: ,,Es gibt keinen Zwang im Glauben.“ (2:256). Somit ist jeder Nichtmuslim davor sicher sich seiner Religion zwangsweise zu entledigen und kann sich frei entscheiden zu welcher Religion er sich bekennt. Außerdem werden sie dadurch weder in ihrer Religionsausübung gehindert, noch gestört. Auch stehen ihre Kirchen, Synagogen und Tempel im Schutze des Islamischen Staates, wodurch sie auch in der Gemeinschaft ihre Religion ausüben können. Zudem müssen sie nicht befürchten, aufgrund ihrer Religionsausübung ausspioniert zu werden, da Spionage im Islam verboten ist. Durch das dhimmi-Gesetz haben Nichtmuslime im Grunde die gleichen Rechte, wie auch die Muslime erhalten. So können sich auch Nichtmuslime an der Politik beteiligen und das tägliche Leben mitgestalten, sich an die gleichen Universitäten, wie die Muslime Wissen aneignen und Besitz durch Handel mit Muslimen oder Nichtmuslimen erwerben. Zudem sind die Schutzbefohlenen vom Militärdienst befreit und müssen sich nicht am Krieg gegen andere Staaten beteiligen. Jedoch ist es ihnen gestattet mitzuwirken, wenn es ihrem Willen entspricht, werden aber nicht dazu gezwungen. Auch wenn die Nichtmuslime sich nicht am Krieg beteiligen, so ist ihnen dennoch aufgrund ihres dhimmi-Status, der Schutz der Muslime vor feindlichen Übergriffen sicher und müssen nicht in ständiger Angst leben. Mit den Nichtmuslimen wird nicht wie im Westen umgegangen, indem man sie in Ghettos abschiebt und sie von den Muslimen absondert. Sie dürfen in Stadtbezirke ziehen, in denen sie unter Ihresgleichen sind, können aber auch Tür an Tür mit Muslimen leben und müssen nicht mit Belästigungen durch einen muslimischen Nachbar rechnen. So sagt der Prophet s.a.w.s.: „Dschibril legte mir immer wieder den Nachbarn ans Herz, bis ich dachte, er würde ihm einen Anteil am Erbe zuschreiben. “

Ein Nichtmuslim muss im Grunde nur eine Steuer an den Staat abgeben: die Dschizya (Schutzsteuer). Während Muslime die teurere Zakat entrichten müssen, werden die Nichtmuslime durch die Dshizya entlastet, wobei nur die Reichen unter ihnen gezwungen sind, diese abzugeben. Nichtmuslime, die nicht im Stande sind die Dschizya zu bezahlen, werden davon befreit. Außerdem werden immer wieder Überschüsse, die der Staat angesammelt hat und nicht benötigt werden, an die Bürger verteilt. Dabei wird kein Unterschied zwischen einem Muslim und einem Nichtmuslim gemacht.

Man erkennt nun, dass der Islam all die Probleme, die einem Zusammenleben der Religionen im Weg stehen könnten, beseitigt und keine diesbezügliche Frage offen gelassen hat. Es ist ganz klar deutlich geworden, dass allein der Islam es vermag ein zufriedenes Miteinander zu schaffen. So sind wir alle bemüht, uns um die Wiedererrichtung eines zutiefst gerechten Islamischen Staats mit all unserer Kraft einzusetzen. Möge Allah  uns die Ehre geben, zu denen, die dies vollbringen, zu gehören.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Der Islam ist eine Religion der Verbundenheit und Harmonie, der Brüderlichkeit und Solidarität. Er ist eine Religion, die seine Anhänger zur Liebe aufruft und die Gemeinschaft dazu beschwört, das Band der Beziehung sowohl unter ihren Kleinen als auch ihren Großen zu stärken. Er hat die Beziehungen zwischen den Geschöpfen auf gegenseitiger Barmherzigkeit und Mitgefühl aufgebaut. Der Makellose sagt: „O ihr Menschen! Wir haben euch wahrhaftig von Mann und Frau erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr euch einander kennen lernet! …“ (Sure 49:13). Die Person, zu deren gütiger Behandlung sowie zu deren gutem Umgang und äußerstem Wohlwollen der Islam am meisten aufruft und vor dessen Störung und Kränkung er am stärksten warnt, ist der Nachbar. Auf Grund ihres authentischen Ursprungs und ihrer guten Erfahrung hatten sich die Araber im Islam und in der Zeit der Ignoranz und Unwissenheit dieser Sache verschrieben. Sie rühmten sich sogar mit der guten Nachbarschaft und werteten das Haus dem guten Benehmen des Nachbarn entsprechend. Sie widmeten sich der Auswahl des Nachbarn vor dem Kauf des Hauses. Der Islam kam, um diesem Nachbarn sein enormes Recht zu sichern. Der Makellose gibt in Seinem ehrwürdigen Offenbarungsbuch folgenden Rat: „Und dient anbetend Allah und gesellt Ihm nichts bei! Und den Eltern liebevolle Güte und den Verwandten und den Waisen und den Bedürftigen und dem nahen Nachbarn und dem fernen Nachbarn und dem Gefährten an der Seite …“ (Sure 4:36). Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)teilte uns mit: „Der beste Gefährte bei Allah ist der beste zu seinem Gefährten. Und der beste Nachbar bei Allah ist ihr bester zu seinem Nachbarn.“ Der weise Gesetzgeber hat die Belästigung des Nachbarn zu einem Grund für das Betreten des Höllenfeuers gemacht, selbst wenn die Person gehorsame Taten und ihre Anbetungshandlungen verrichtet hat. In einem Hadîth von Abû Huraira möge Allah mit ihm zufrieden sein ist überliefert, dass ein Mann sagte: „O Gesandter Allahs, die und die Frau wird wegen ihrer vielen rituellen Gebete, ihres zahlreichen Fastens und ihrer häufigen Almosen erwähnt. Allerdings belästigt sie ihre Nachbarn mit ihrer Zunge.“ Er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Sie ist im Höllenfeuer.“ (Ahmad / von Al-Albanî als authentisch eingestuft). Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)verneinte den Glauben desjenigen, vor dessen Übel seine Nachbarn nicht sicher sind, und sagte: „Bei Allah, er ist nicht gläubig, bei Allah, er ist nicht gläubig, bei Allah, er ist nicht gläubig!“ Man fragte: „Wer, o Gesandter Allahs?“ Er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)entgegnete: „Der, dessen Nachbarn nicht vor seinem Unheil sicher sind.“ (Al-Bucharî).Der Muslim ist der, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind. All dies gilt als Erinnerung an die Bedeutung des Nachbarn, an dessen erhabene Position und Stellung. Was machst du Armer, wenn du vor dem Herrn der Welten stehst und dein Nachbar sich über dich beschwert und sagt: „O Herr, mein Nachbar hat mir das mir zustehende Recht der Nachbarschaft nicht gewährt und sich mir gegenüber nicht ordentlich verhalten! Er hat mich mit seinem Auge belästigt, indem er die weiblichen, zur Heirat verwehrten Mitglieder meiner Familie anblickte. Er hat mich mit seinem Gehör belästigt, indem er sich meiner Geheimnisse annahm. Und er hat mich mit seiner Zunge belästigt, indem er sich über meine Fehler lustig machte!“?Zu den Rechten des Nachbarn gegenüber seinem Nachbarn gehört weiterhin, dass er dessen Situation einschätzt, sich einen Überblick über dessen Situation und sein Leben verschafft und ihn somit vor der Erniedrigung bewahrt zu betteln, wenn er arm oder bedürftig sein sollte. Der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Wer die Nacht satt verbringt und sein Nachbar zu seiner Seite ist hungrig und er weiß über ihn Bescheid, hat nicht an mich geglaubt.“ (At-Tabaranî / von Al-Albanî als authentisch eingestuft). Dieses Recht verstärkt sich, wenn der gesegnete Monat Ramadan anbricht und seine süßen Tage und Nächte sich in unserem Tal niederlassen.Wenn sich jeder um seinen Nachbarn kümmern und seine Situation kennen würde, würde sich zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft ein Klima der Brüderlichkeit ausbreiten und die Wolken der Liebe würden sich über die Herzen der Kleinen und Großen legen. Sie würden das beste Leben führen,  Unglück und Härte des Lebens würden verschwinden. Möge Allah der Majestätische uns dazu verhelfen, die Rechte des Nachbarn zu erfüllen! Möge Er uns Seinen ausgewählten und reinen anbetend Dienenden helfen lassen! Aller Lobpreis gebührt Allah dem Herrn der Welten!

Sicherheit und Stabilität

Die Sicherheit ist eine der wichtigsten Gnaden und steht sogar an deren Spitze. Der Prophet Muhammad (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wer von euch aufsteht, sicher in seinem Heim, gesund an seinem Körper, Versorgung für seinen Tag hat, dann ist es so, als wäre für ihn die ganze Welt eingefangen! (Überliefert von at-Tirmiḏī)

Die Sicherheit gehört zu den grandiosen Gnaden, die Allah der Hochmajestätische Seinen Dienern gewährt hat. So sagt Er im Zusammenhang des Vorhaltens einer Wohltat gegenüber der Quraisch: „Für die Vereinigung der Quraisch, ihre Vereinigung während der Reise des Winters und des Sommers. So sollen sie dem Herrn dieses Hauses dienen, Der ihnen Speise nach ihrem Hunger gegeben und ihnen Sicherheit nach ihrer Furcht gewährt hat.“ (Sure 107:1-4). Allah sagt auch im Zusammenhang des Vorhaltens einer Wohltat gegenüber der Mekkaner: „Haben Wir ihnen denn nicht eine feste Stellung in einem sicheren geschützten Bezirk verliehen, zu dem die Früchte jeder Art zusammengetragen werden als Versorgung von Uns aus? Aber die meisten von ihnen wissen nicht.“ (Sure 28:57). Er sagt ferner: „Sehen sie denn nicht, dass Wir einen sicheren geschützten Bezirk gemacht haben, während die Menschen in ihrer Umgebung fortgerissen werden? Wollen sie denn an das Falsche glauben und Allahs Gunst verleugnen?“ (Sure 29:67). Allah sagt darüber hinaus: „Und gedenkt, als ihr wenige wart und auf der Erde unterdrückt wurdet und fürchtetet, dass euch die Menschen wegschnappen würden! Da hat Er euch Zuflucht gewährt, euch mit Seiner Hilfe gestärkt und euch mit (einigen von) den guten Dingen versorgt, auf dass ihr dankbar sein möget.“ (Sure 8:26)

Der edle Koran verknüpft die Sicherheit und den Glauben mit dem Bewahren dieser Gnade und der Undankbarkeit ihr gegenüber, deren Verleugnen oder der Abweichung vom ihren Bewahren. So sagt der Gepriesene: „Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf) Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.“ (Sure 6:82). Er sagt ebenso: „Die Sabaer hatten ja in ihrem Wohnort ein Zeichen: zwei Gärten zur Rechten und zur Linken. – „Esst von der Versorgung eures Herrn und dankt Ihm. Eine gute Ortschaft (ist es) und ein Allvergebender Herr. Aber sie wandten sich ab. Da sandten Wir gegen sie die Flut des Staudammes, und Wir tauschten ihnen ihre zwei Gärten aus gegen zwei Gärten mit bitterem Ernteertrag und Tamarisken und einigen wenigen Zizyphusbäumen. Das vergalten Wir ihnen, dass sie undankbar waren. Vergelten Wir denn sonst jemand anderem als dem Undankbaren? Und Wir legten zwischen ihnen und den Städten, die Wir gesegnet haben, sichtbare Städte an. Und Wir setzten das rechte Maß der Reise zwischen ihnen fest: „Reist in ihnen – Nächte und Tage – in Sicherheit umher.“ (Sure 34:15-18). Allah sagt des Weiteren: „Allah prägt das Gleichnis einer Stadt, die Sicherheit und Ruhe genoss; ihre Versorgung kam zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie gegenüber den Gnaden Allahs undankbar. So ließ sie Allah das Kleid des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten.“ (Sure 16:112)

Aus der Gegenwart würde man Lehren ziehen, also aus den Ländern, die in die Klauen des Chaos, der Zerrissenheit, der Zerstreuung und des Zwiespaltes geraten sind. Sie zerteilten sich nämlich in Flüchtlinge, die unzählbaren Gefahren ausgesetzt sind, Obdachlose, Häftlinge, Eingeschlossene, Getötete, Märtyrer, Verletzte, Verstümmelte oder Unfähige. Man findet, dass die verbrecherischen Terroristen den Fall des Chaos und der Zerrissenheit ausnutzen und alle menschlichen Grenzen bei der Vernichtung, dem Vernickeln der Menschen durch Verbrennung, Prügelei, Gefangenschaft, Vergewaltigung und Versklavung überschreiten. Dies lässt uns die Sicherheit und die Stabilität, die Allah uns verliehen hat, in starker Weise bewahren.

Das Bewahren dieser Gnade verlangt von uns zwei Angelegenheiten: Die erste lautet die Dankbarkeit Allahs des Hochmajestätischen gegenüber dieser Gnade. Allah sagt diesbezüglich: „Und als euer Herr ankündigte: „Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen.“ (Sure 14:7). Die Dankbarkeit erfolgt nicht nur gegenüber dem Geld, sondern vielmehr gegenüber allen anderen Gnaden.

Die zweite Angelegenheit bildet die Einheit des ägyptischen Volkes, das Maß der Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, erkennen, nachgiebig entsprechende Schritte unternehmen gegen die Aufrufer zum Töten, Mord, Blutvergießen, Chaos und zur Zerstörung sowie zum anmaßenden Angreifen des Militärs, der Polizisten und der Einrichtungen und der Institutionen des Staates. Wir betonen hier, dass jene, die diesen bösartigen Weg beschreiten, mit dem Verdacht des Hochverrates vor Gericht gestellt werden sollten, weil diese Hochverräter für die Sicherheit und die Stabilität der Heimat am gefährlichsten sind. Sie sind also die Hand der Feinde hinsichtlich der Zerstörung. Sie essen nämlich von unserer Nahrung, tragen unsere Kleidung und dann fechten uns im Rücken an. Der Terrorismus kann ein Land nur durch solche Leute, die ihm eine geeignete Atmosphäre für Störung bereiten, eindringen.

Die Finanzierung aus dem Ausland und die Zeichen des Luxus, die plötzlich bei einigen bezahlten Leuten beobachtet werden, die deren Religion, Heimat, Mitbewohner und Menschlichkeit für einen zu niedrigen Preis verkaufen, sollen kontrolliert werden. Sie glauben also, dass sie die Gesellschaft täuschen und mit ihrem Verbrechen fliehen können. Im Koran heißt es: „… möchten Allah betrügen, doch ist Er es, der sie betrügt.“ (Sure 4:142)

Wenn einige von ihnen einige Menschen für einige Zeit täuschen konnten, ist es unmöglich, dass sie alle Menschen jederzeit täuschen. Man darf nicht vergessen, dass man vor Allah, Dem weder Schlummer noch Schlaf überkommt, stehen wird. Allah der Gepriesene sagt: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24). Er sagt ferner: Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun. Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden, (sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.“ (Sure 14:42-43). Darüber hinaus sagt Allah: „Heute wird jeder Seele das vergolten, was sie erworben hat. Heute gibt es kein Unrecht. Gewiss, Allah ist schnell im Abrechnen.“ (Sure 40:17)

Zentrum und Grenzgebiete – der Aufbau der Staaten

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Die Beziehung zwischen den Hauptstädten und den Grenzstädten und -gebieten in einem Staat basiert auf Kooperation und nicht auf Kampf. Das ist mit dem Herzen und den Gliedern zu vergleichen. Beide sind gleichwichtig für und auf einander angewiesen. Oft wird auf das Zentrum, die Hauptstadt, konzentriert. Dies wird die Geschichte bestätigt. Jedoch unterscheidet sich dieses Beschäftigen zwischen fortgeschritten und rückständigen Ländern, denn die fortgeschrittenen Länder vernachlässigen die Grenzgebiete nicht, egal ob sich um die Investition in Land oder Leute geht. Ziel ist, dass die Grenze immer innerhalb des Staates bleiben und sich nicht vom Staat zu trennen versuchen. Diese Bedeutung veranlasste einen Dichter den Kalifen ῾Umar ibn ῾Abd al-῾Azīz zu ermahnen, dass er nicht nur das Zentrum des Kalifates sondern auch die verschieden Gebiete zu schützen und kontrollieren. Die Entwicklung der Grenzgebiete obliegt nicht nur der Regierung oder der politischen Macht, sondern auch allen Institutionen des Staates, also die offiziellen und die nicht offiziellen, wie die der zivilen Gesellschaft, die Geschäftsleute, die Investoren, die Institutionen im Bereich der Bildung, Gesundheit, Kultur, religiösen Stiftungen, der Sozialarbeit u.a. All diese sollen sich mit der Entwicklung der Grenzgebiete, die sich weit von dem Zentrum bzw. der Hauptstadt weit entfernen, beschäftigen. Man sollte daran arbeiten, dass diese Gebiete die Menschen durch die in zur Verfügung stehenden Dienste anziehen. Denn sonst werden die Menschen in diesen Gebieten in die Zentren des Staates umziehen. Dies belastet dann die Dienste in den Zenten und lässt unorganisierte Viertel bzw. Salms entstehen. Mit der Zeit werden diese ein soziale Probleme verursachen. Für die Behandlung solcher Probleme brächte man nicht nur traditionelle Lösungen. Wenn sich aber der Staat mit diesen Gebieten auf der Ebene der Bildung, der Gesundheit, der Kultur u.a. beschäftigt, führt das dazu, dass sich die Bewohner dieser Gebiete eng verbunden mit der Heimat fühlen und dass sie sie schützen und verteidigen. Das nationale Bewusstsein wird also größer. Dies geschieht nun in Ägypten in Grenzgebieten und entfernten Orten wie auf dem Sinai, in Mara Maṭrūḥ, in der Wüste und in vielen Orten, wo sich der Staat mit der Entwicklung dieser Gebiete beschäftigt, damit sie die Menschen anziehen und die Zenten entlasten. Letzt endlich sollen diese Gebiete ähnlich wirtschaftliche und kulturelle Dienste wie in Zentren bzw. der Hauptstadt anbieten.