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Die rechtschaffenen Werke

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:
„Wer das Rechte tut, es ist für seine eigene Seele; und wer Böses tut, es ist wider sie. Und dein Herr ist niemals ungerecht gegen die Diener..“ (Sure 41:46)
Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:
Und nun zum Thema:
„… Die guten Taten lassen wahrhaftig die schlechten Taten vergehen! Jenes ist eine Ermahnung für die Gedenkenden.“ (Sûra 11:114).

Letzte Woche sprachen wir vom Nachdenken über unsere Lage und von der Befreiung unserer Herzen, indem wir Allâh um Vergebung bitten. Diese Woche betrachten wir zukunftsbezogene Taten. Der oben genannte Vers berichtet uns, dass wir, wenn wir unsere Herzen weiter läutern wollen, gute Taten verrichten müssen, da diese uns ebenfalls dazu verhelfen, unsere Sünden hinfortzuwischen. Wenn wir uns schuldig fühlen, weil wir eine Sünde begangen haben, dann sollten wir zusätzlich zum Bitten um Vergebung bewusst hinausgehen und versuchen, Gutes zu tun; verrichte eine Tat, die Allâh liebt und belohnt! Es kann eine beliebige Tat sein: Vom Almosengeben über das Helfen bei den Hausarbeiten unserer Familie bis zum Qurân-Lesen. Irgendetwas, was im Islâm als lobenswert erachtet wird. Und offensichtlich gilt dies nicht nur dann, wenn wir uns schuldig fühlen.

Doch wie kann uns dies dazu verhelfen, Seelenfrieden zu erlangen? Allâh sagt im Qurân: „Wahrhaftig! Diejenigen, die den Glauben verinnerlichen und die rechtschaffenen Werke verrichten – der Allerbarmer wird ihnen Liebe zuwenden.“ (Sûra 19:96).

Allâh verwendet im oben genannten Vers das Wort „Wudd“ für Liebe und einer der Namen Allâhs ist Al-Wadûd (Der Liebevolle). Was bedeutet das Wort „Wudd“? Warum benutzt Allâh nicht ein geläufigeres Wort wie „Hubb“ oder auch „Ischq“? Beides bedeutet eine Art Liebe, doch die Gewichtung ist unterschiedlich. „Wudd“ ist eine offenkundige Liebe. Jemand kann einen beispielsweise wirklich lieben, es jedoch nicht zeigen. Seine Liebe mag zwar rein und wahrhaftig sein, doch man weiß nichts davon, da er in seinen Taten niemals seine Liebe zeigt. Allâh ist jedoch Al-Wadûd und denjenigen, die Gutes tun, wird Er „Wudd“ gewähren – eine Liebe, die offensichtlich ist, die gezeigt wird. Und solange wir Gutes tun, befinden wir uns im Bereich der Liebe Allâhs. Gepriesen sei Allâh!

Wie zeigt Allâh uns diese Liebe?

Der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken berichtete uns: „Wenn Allâh jemanden liebt, dann ruft Er Gabriel Frieden sei auf ihm: »O Gabriel!: Ich liebe den und den Menschen, also liebe ihn!« Dann ruft Gabriel zu den Himmelbewohnern: »Allâh liebt den und den Menschen, also liebt ihn!« Und die Engel werden [diese Person] lieben. Und dann wird Allâh für diesen Gläubigen Akzeptanz auf der Erde schaffen.“ (Al-Buchârî, Muslim).

Gepriesen sei Allâh! Indem wir Taten verrichten, die Allâh liebt, erhalten wir Seine Liebe und Zuneigung. Diese Liebe und Zuneigung zeigt sich darin, dass Er für uns Akzeptanz bei anderen Menschen schafft. Wie könnte es auch anders sein? Ein den Glauben Verinnerlichender ist nicht nur jemand, der nur die Anbetungshandlungen verrichtet, die zwischen ihm und Allâh sind, wie beispielsweise das Gebet oder das Fasten. Ein wahrer den Glauben Verinnerlichender ist jemand, der im Dienste der Menschen steht. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass seine Absicht, wenn er gläubigen Menschen zu Diensten steht, für Allâh ist. Wenn demnach die Menschen seine Arbeit nicht anerkennen, ist er dennoch zufrieden mit dem Wohlgefallen Allâhs und versucht mehr Gutes zu tun, da sein endgültiges Handelsgeschäft mit seinem Herrn und Versorger ist.

Jedes menschliche Wesen hat das Bedürfnis nach Liebe und manchmal bemühen wir uns unzählige Stunden, um diese Liebe von Menschen zu bekommen. Dies ist nicht unbedingt schlecht, doch indem Allâh sich selbst Al-Wadûd genannt hat, informiert Er uns darüber, dass Er der Liebevolle ist – und das wir um diese Liebe wetteifern sollen, indem wir Taten verrichten, die von Allâh als gut erachtet werden.

Wie zeigt Allâh diese Liebe noch? Allâh teilt uns in einem Qudsî-Hadîth (Hadîth, dessen Wortlaut dem Propheten von Allâh direkt eingegeben wurde) mit: „Durch nichts erlangt Mein anbetend Dienender Zuneigung von Mir, außer dass er das tut, was ich ihm zur Pflicht auferlegt habe. Und Mein anbetend Dienender nähert sich Mir mit freiwillig Zusätzlichem, bis Ich ihn liebe. Wenn Ich ihn liebe, dann bin Ich sein Gehör, mit dem er hört, sein Augenlicht, mit dem er sieht, seine Hände, mit denen er festhält, und seine Füße, mit denen er läuft. Und wenn er Mich bittet, dann werde Ich es ihm gewiss geben, und wenn er bei Mir Zuflucht sucht, dann werde Ich sie ihm gewiss gewähren.“ (Al-Buchârî).
All das Obengenannte ist ein Ergebnis der Liebe Allâhs. Wir beginnen mit dem Verpflichtenden und ergänzen es mit dem Empfohlenen und Freiwilligen. Solange wir das tun, was von Allâh als gut erachtet wird, erlangen wir Liebe von Al-Wadûd. Was könnte uns mehr beruhigen, als dies zu wissen?
Wenn wir uns spirituell niedergeschlagen fühlen, empfinden wir leicht, dass unsere guten Taten nicht wichtig sind, weil wir so böse sind. Doch die oben genannten Verse und Hadîthe zeigen uns, dass dies nicht der Fall ist. Selbst wenn wir sündigen, sollten wir gute Taten nicht unterlassen. Diese guten Taten verhelfen uns dabei, die schlechten hinfortzuwischen, und sie sind ein Mittel, um Allâh näher zu kommen. Wir werden niemals perfekt sein. Der Schlüssel ist, unsere Fehler zu erkennen, um uns daran zu erinnern, demütig zu sein und um Vergebung zu bitten, ohne an ihnen zu verzweifeln.
Die beste Methode ist, das Beispiel des Propheten möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken und der Prophetengefährten zu betrachten. Obwohl der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken hinsichtlich der Offenbarungsübermittlung fehlerfrei war, bat er seinen Herrn täglich um Vergebung. Er betete, während die Menschen schliefen, und er unterstützte sie, wenn sie ihn möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken brauchten.

Er lehrte die Menschen, ihre Sünden nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. In der Geschichte von Ka‘b ibn Mâlik möge Allah mit ihm zufrieden sein verbot der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken beispielsweise allen Muslimen, 50 Tage lang mit ihm zu sprechen, da er sich ihnen im Kampf nicht angeschlossen hatte und keine Entschuldigung dafür hatte (es war eine Anordnung von Allâh). Stell dir vor, du wärest Ka‘b! Du hast deine muslimischen Gefährten im Stich gelassen, als sie dich am nötigsten brauchten (es ging um die Schlacht von Tabûk, die besonders anstrengend war). Dies genügt, um sich schuldig und nutzlos zu fühlen. Doch obendrein wurde dem Gesandten Allâhs möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken wie auch den anderen Muslimen angeordnet, als Strafe nicht mit dir zu reden, nachdem du die Wahrheit über das Geschehene gesagt hast. Wie hättest du dich gefühlt? Ka‘b möge Allah mit ihm zufrieden sein fühlte sich äußerst schuldig und ein Teil von ihm wünschte sich, er hätte nicht die Wahrheit darüber gesagt, warum er sich ihnen zur Schlacht nicht angeschlossen hatte. Doch er blieb standhaft. Er betete und wandte sich an seinen Herrn und er widerstand der Verführung derer, die von der Gelegenheit profitieren wollten, um jemanden vom Islâm abzubringen. Was geschah also nach 50 Tagen? Allâh offenbarte im Qurân, dass Er ihm vergeben hat! Und auch den anderen beiden Prophetengefährten, die denselben Fehler begangen hatten (siehe Sûra At-Tauba, Verse 118-119!).
Immer wenn du dich also in deinem Herzen niedergeschlagen und beunruhigt fühlst, dann stärke dir das Rückgrat, indem du dich in Taten stürzt, die Allâh liebt! Denn der Eine, der Sich Al-Wadûd, der Liebevolle, nennt, wird dir – so Er will – Liebe und Zuneigung gewähren!

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!
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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.
Brüder im Isalm:
Allâh hat den Qurân seinem Gesandten (Möge Allâh ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) herabgesandt und lehrte ihn den enormen Wert dessen, was Er herabsandte. Er lehrte Seiner Schöpfung in seinem Buch durch die Zunge seines Gesandten, dass der Qurân ein Schutz für den ist, der durch ihn Schutz sucht und den rechtleitet, der ihn als Richtschnur nimmt und den reich macht, der durch ihn Reichtum sucht. Er ist eine Zuflucht vor dem Feuer für den, der ihn befolgt und Licht für den, der sich durch ihn erleuchten lässt. Er ist Heilung für die Seelen und Richtschnur und Barmherzigkeit für die, die den Iman verinnerlicht haben.
Darauf befahl Allâh seinen Geschöpfen, dass sie den Imân an Ihn verinnerlichen und nach Seiner Weisheit handeln sollen. Sie sollen für erlaubt erklären, was (im Qurân) erlaubt ist und für verboten erklären, was im Qurân verboten ist, sie sollen den Iman an die Mutaschâbihât (Verse, die sich dem menschlichen Verstand entziehen) verinnerlichen und aus seinen Gleichnissen Lehren ziehen, sie sollen sagen: „Wir glauben daran, alles ist von unserem Herrn“ (Sûra 3:7)
Anschließend hat Allâh ihnen versprochen, dass, wenn sie ihn (den Qurân) rezitieren und nach ihm handeln, sie vor dem Feuer (der Hölle) bewahrt werden und ins Paradies eintreten werden. Darauf ordnete Er seiner Schöpfung an, dass sie, wenn sie Sein Buch rezitieren, es mit Andacht rezitieren und über ihn mit ihren Herzen nachdenken sollen und wenn sie ihn von jemand anderem hören, so sollen sie auf die beste Weise zuhören. Darauf versprach Er ihnen die reiche Belohnung, gelobt sei Er.
Daraufhin lehrte Er seine Geschöpfe, dass derjenige, der den Qurân rezitiert, und damit mit seinem Herrn einen gegenseitigen Handel eingeht einen Gewinn erwirtschaftet, den kein anderer Gewinn übertrifft, und Allâh zeigt ihm den Segen dieses gegenseitigen Handels im Dies- und Jenseits.
O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Die prophetische Sunna und ihre Stellung in der Gesetzgebung

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Und was euch der Gesandte gibt, nehmt es: und was er euch untersagt, enthaltet euch dessen. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist streng im Strafen..“ (Sure 59:07)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Wenn die Reform der Gesellschaften eine Tür hätte, wäre der Ratschlag bestimmt der Schlüssel.“ Ein wahrer Spruch, der die Rolle des Ratschlages bei der Verbesserung und der Reform der Gesellschaften ausdrückt, weil er effektiv zum Schutz der Personen und Gesellschaften gegen jegliche Perversion und zur Motivierung zum Fortschritt und Erfolg in den unterschiedlichen Bereichen beiträgt. Denn es besteht ein ganz großer Unterschied zwischen der Gesellschaft, in der der Ratschlag herrscht, und der Gesellschaft, in der jedes ihrer Mitglieder nur für seinen persönlichen Nutzen und sein zeitliches Vergnügen lebt, ohne sich für die Verbesserung und Reform seiner Umgebung zu interessieren.

Aus diesem Grund genießt der Ratschlag in unserer edlen Religion eine hohe Stellung, er wird als der wichtigste Pfeiler und die Hauptstütze der islâmischen Brüderlichkeit betrachtet, wie es in einem von Al-Buchârî und Muslim überlieferten Hadîth steht: „Religion ist aufrichtiger Ratschlag.“ Hinsichtlich der Ratschlagerteilung für alle im Umfeld gab der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ein hervorragendes Vorbild; dabei versuchte er, ihre Seelen zu verbessern, sie vor dem zu warnen, was ihnen in ihrem Jenseits und Diesseits Schaden zufügen kann, sie darauf hinzuweisen, was ihnen passt und in ihnen den Wunsch nach dem zu erwecken, was sie Allâh dem Erhabenen näherbringt. Sein ganzes Leben Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken beschäftigten sich seine Reden und Taten mit dem Ratschlagerteilen und Wunsch des Guten; er wies auf alles Gute hin und riet von allem Bösen ab.

Der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken hatte verschiedene Mittel und Wege, mit denen er den Menschen Ratschläge erteilte; manchmal erteilte er seine Ratschläge in Form von Lob und Anerkennung oder Aufforderung und Anhalten, damit die Ratschläge effektiv und wirkungsvoll werden. Dazu gehört der Bericht von Abdullâh ibn Umar möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken zu Hafsa möge Allah mit ihr zufrieden sein sagte: „Ein vortrefflicher Mann wäre Abdullâh, wenn er in der Nacht betete.“ Von Al-Buchârî und Muslim überliefert. Diese wenigen Worte haben das Leben von Ibn Umar grundlegend verändert, sodass er das Gebet in der Nacht nur selten ließ.

Es gibt viele andere Situationen, in denen der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken vieles sagte, was Wohlwollen und Liebe ausdrückt und seine Bestrebung nach Güte zeigt. Das beste Beispiel dafür sind seine Worte zu Mu’âdh ibn Dschabal möge Allah mit ihm zufrieden sein, als er ihm sagte: „Ich mag dich, Mu’âdh!“ Dann sagte er ihm: „Vergiss nicht, zu jedem Gebet zu sagen: O, mein Herr, hilf mir, Deiner zu gedenken, Dir zu danken und Dir in der besten Weise anbetend zu dienen!“ (Überliefert von Abû Dâwûd und von Al-Albânî als authentisch eingestuft).

Dazu gehört auch der Hadîth von Abû Dharr möge Allah mit ihm zufrieden sein, als der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ihm sagte: „O Abû Dharr, ich sehe, dass du schwach bist, und ich liebe für dich, was ich auch für mich selbst liebe. Werde nicht ein Führer, auch nicht über zwei Personen, und verwalte nicht den Besitz der Waisen!“

Wenn wir uns die vielen prophetischen Ratschläge ansehen, die in den Sunna-Werken zu finden sind, werden wir erkennen, dass sie mit den Bedürfnissen und Problemen der Menschen eng verbunden sind und dass sie diesen Bedürfnissen und Problemen Rechnung tragen. Während er einigen Leuten den Ratschlag gibt, sich in Anbetungshandlungen zu bemühen und sie zu mehren, gibt er einigen Anderen den Ratschlag, sich hinsichtlich der Anbetungshandlungen zu mäßigen, und zwar, wenn er meint, dass sie übertreiben und sich zu Einigem verpflichten, was sie nicht ertragen können. Dazu gehört sein Ratschlag an Uthmân ibn Maz‘ûn möge Allah mit ihm zufrieden sein. Als er von dessen Übertreibung in der Anbetung erfahren hatte, fragte er ihn: „O Uthmân! Hast du dich von meiner Sunna abgewandt?“ Er antwortete: „Nein, bei Allâh, Gesandter Allâhs, sondern ich strebe nach deiner Sunna!“ Da sagte ihm der Prophet: „Ich bete und schlafe, faste und esse und heirate Frauen. Also, Uthmân, fürchte Allâh, denn deine Familie hat Rechte dir gegenüber, dein Gast hat auch Rechte und dein Körper hat Rechte, die du berücksichtigen sollst! Also faste und iss, bete und schlafe!“ Überliefert von Abû Dâwûd und von Al-Albânî als authentisch eingestuft.

Manchmal sah der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken, dass Einige seiner Gefährten zum Diesseits neigten, dann warnte er sie davor, sich dadurch täuschen zu lassen oder daran zu hängen. Dazu gehört der Bericht von Hakîm ibn Hizâm möge Allah mit ihm zufrieden sein, in dem er sagte: „Ich habe den Gesandten Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken um [Vermögen] gebeten und er gab mir, dann habe ich ihn gebeten und er gab mir, dann habe ich ihn gebeten und er gab mir, dann sagte er zu mir: »O Hakîm, dieses Geld ist frisch und schön, wer davon mit Großmut nimmt, dem wird es gesegnet; wer es aber sehnsuchtsvoll nimmt, dem wird es nicht gesegnet, und er gleicht demjenigen, der isst, ohne satt zu werden. Die obere Hand ist besser als die untere Hand.«“ Überliefert von Al-Buchârî und Muslim. Dieser Ratschlag machte einen großen Eindruck auf Hakîm möge Allah mit ihm zufrieden sein und beeinflusste ihn so stark, dass er dem Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken versprach, niemanden nach ihm um etwas zu fragen, und er hielt sein Versprechen sein Leben lang.

Dazu gehört auch der Hadîth von Abdurrahmân ibn Samura möge Allah mit ihm zufrieden sein, dass der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ihm sagte: „Verlange nicht nach der Führerschaft; denn wenn du mit dieser unaufgefordert beauftragt wirst, wird dir dabei geholfen; und wenn du sie nach Verlangen innehast, wirst du ihr ausgeliefert sein.“ Überliefert von Al-Buchârî und Muslim.

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Die Ratschläge des Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken variierten je nach den Umständen, manchmal waren sie vertraulich, manchmal öffentlich, einzeln oder gemeinschaftlich. Zu den gemeinschaftlichen Ratschlägen gehört sein Ratschlag an die Jugend: „O ihr jungen Leute, wer von euch in der Lage ist, den Pflichten der Ehe nachzukommen, der soll heiraten; denn dies hilft, die Blicke zurückzuhalten und die Keuschheit vor Schändlichkeiten zu wahren. Wer dies jedoch nicht zu tun vermag, der soll fasten; denn es ist eher für ihn ein Schutz [das heißt, es zügelt den Geschlechtstrieb.]“ Überliefert von Al-Buchârî und Muslim.

Dazu gehört auch der Hadîth, in dem der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagt: „Haltet euch an die Wahrhaftigkeit, denn die Wahrhaftigkeit führt zur Rechtschaffenheit, und die Rechtschaffenheit führt wahrhaftig zum Paradies! Der Mensch pflegt beharrlich die Wahrheit zu sprechen, bis er bei Allâh als Wahrhaftiger verzeichnet wird. Und wahrhaftig! Die Lüge führt zur Frevelhaftigkeit, und die Frevelhaftigkeit führt zum Höllenfeuer. Der Mensch pflegt so lange zu lügen, bis er bei Allâh als Lügner verzeichnet wird.“ (Überliefert von Muslim).

Es könnte auch sein, dass der Ratschlag von etwas begleitet wird, das die Aufmerksamkeit des Angesprochenen erregt und ihm ein Gefühl der Wichtigkeit vermittelt; so wie es der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken mit Abdullâh ibn Umar möge Allah mit beiden zufrieden sein! getan hat, als er ihn bei seiner Schulter nahm und zu ihm sagte: „Sei auf dieser Welt wie ein Fremder oder wie derjenige, der sich auf einer Durchreise befindet!“ (Überliefert von Al-Buchârî). Und als er Uthmân möge Allah mit ihm zufrieden sein auf die Schulter klopfte und zu ihm sagte: „O Uthmân! Es kann sein, dass Allâh der Erhabene dich mit einem Hemd bekleidet; wenn die Heuchler von dir verlangen, es auszuziehen, dann ziehe es nicht aus, bis du mir begegnest!“ (Überliefert von Ahmad). [Mit dem Hemd ist hier das Kalifat gemeint.]

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass die Ratschläge des Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken dessen aufrichtige Liebe zu seinen Gefährten und das Ausmaß seiner Zärtlichkeit ihnen gegenüber widerspiegeln. Kein Wunder also, dass diese Ratschläge eine in der ganzen Geschichte beispiellos einzigartige Generation zur Folge hatten.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Der ehrwürdige Koran und die Morale

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Fürwahr, dieser Koran leitet zum Richtigsten und bringt den Gläubigen, die gute Werke tun, die frohe Botschaft, daß ihnen großer Lohn werden soll,.“ (Sure 17:09)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

„O ihr Leute! Es ist bereits eine ermahnende Lehre zu euch gekommen von eurem Herrn und ein Heilmittel für das, was in den Herzen ist, und Rechtleitung und Barmherzigkeit für die den Glauben Verinnerlichenden.“ (Sûra 10:57).

Einige Dinge geben uns Auftrieb, weil sie unsere Herzen berühren. Allâh der Hocherhabene weiß, was uns verletzt oder was bewirkt, dass wir uns niedergeschlagen fühlen. Für all unsere Krankheiten gibt es Heilung. Der Qurân ist eine derartige Quelle der Heilung.

Wie kann der Qurân eine Heilung sein? Der Qurân besteht aus den vollkommenen, ewigen Worten Allâhs. Wenn wir einen Brief von jemandem erhalten, den wir lieben, dann besänftigen sich unsere Herzen beim Lesen von dessen Worten – weil wir ihn lieben. Wenn es jemand ist, den wir respektieren, dann nehmen wir dessen Worte besonders ernst und wissen, dass er das Beste für uns will. Wenn es jemand ist, nach dem wir uns sehnen, dann lesen wir dessen Worte immer wieder und suchen in ihnen Zuflucht, bis wir ihn sehen. Stell dir nun vor, dass der Qurân aus Allâhs Worten besteht, die an dich gerichtet sind! Stell dir die Sehnsucht des Herzens, nach dessen Allerliebsten, nach dessen Herrn vor! Aus eigener Erfahrung lese ich immer im Qurân, wenn ich von einem schlechten Traum erschüttert werde und mein Herz Angst und Unbehagen verspürt. Das beruhigt mich immer. Gleiches gilt, wenn ich traurig bin. Wenn der Qurân in unsere Herzen dringt, gibt es etwas, das jegliches weltliche Negative fortnimmt.

Der Qurân bringt uns auch zum Wesentlichen zurück. Wir lesen, dass Allâh Einer ist und dass Er alles besitzt und der Herr der Welten ist – wie könnten wir dann, wenn wir Ungerechtigkeit sehen, jemals denken, dass Menschen ohne die Erlaubnis Allâhs handeln? Wir lesen von den Prüfungen derer, die vor uns lebten, wie sie standhaft blieben und Allâh der Hocherhabene mit ihnen war – wie könnten wir aufgeben? Wir lesen, dass Er für den, der Ihm vertraut, dessen Genüge sein wird und alle Bittgebete beantwortet – wie könnten wir dann verzweifeln? Wenn wir daran erinnert werden, dass es einen Tag der Auferstehung gibt, und wir nur unsere guten Taten mitnehmen können, wie klein wären dann unsere weltlichen Bedürfnisse?

Damit der Qurân eine Quelle der Heilung für uns ist, müssen wir ihn mit diesem Verständnis lesen und mit der Absicht, Rechtleitung zu erlangen. Scheich Asch-Scha‘râwî zitierte in seiner Qurân-Exegese eine schöne Aussage von Imâm Dscha‘far as-Sâdiq, der seiner Meinung nach am meisten über die Geheimnisse des Qurân wusste:

„Ich wundere mich über denjenigen, der von Angst geplagt ist und nicht zu folgenden Worten Allâhs flieht:

„»Unsere Genüge ist Allâh und was für ein vorzüglicher beschützender Sachwalter!« So kehrten sie mit Gnade von Allâh und Gunstbezeigung zurück, kein Übel hat sie getroffen…“ (Sûra 3:173-174).

Und ich wundere mich über denjenigen, der von Traurigkeit geplagt ist und nicht zu folgenden Worten Allâhs flieht:

„…»Es gibt keine Gottheit außer Dir! Gepriesen seiest Du ob Deiner Erhabenheit über jeden Mangel! Ich war wahrhaftig der Ungerechten einer!« Da erhörten Wir ihn und erretteten ihn aus dem Kummer. Und auf diese Weise erretten Wir die den Glauben Verinnerlichenden.“ (Sûra 21:87-88).

Und ich wundere mich über denjenigen, der von Verrat und Betrug durch Menschen geplagt ist und nicht zu folgenden Worten Allâhs flieht:

„»… Ich überlasse meine Angelegenheit Allâh. Allâh ist wahrhaftig hinsichtlich der anbetend Dienenden allsehend.« So bewahrte Allâh ihn vor den Schlechtigkeiten dessen, was sie an Ränken geschmiedet hatten, und die Leute Pharaos suchte das Schlechte der Pein heim.“ (Sûra 40:44-45).

Und ich wundere mich über denjenigen, der von einer Krankheit geplagt ist und nicht zu folgenden Worten Allâhs flieht:

„… »Mir ist wahrhaftig das Schädliche widerfahren, und Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.« Da erhörten Wir ihn und nahmen das, was auf ihm an Schädlichem lag, von ihm hinweg und gaben ihm seine Angehörigen und mit ihnen die gleiche Anzahl – aus Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung für die anbetend Dienenden.“ (Sûra 21:83-84).

Wenn wir dies lesen und spüren, dass wir weit vom Qurân entfernt sind und dass es unsere Herzen nicht berührt, dann sollten wir uns anstrengen, ihn zu lesen, bis die Worte in unsere Herzen dringen. Fleht Allâh an, dass der Qurân euer Herz berührt! Wir müssen uns bewusst sein, dass der Qurân die Wahrheit ist – wenn Allâh uns sagt, dass der Qurân eine Heilung für die Herzen ist, dann ist er dies gewiss. Wir müssen Gewissheit haben. Wir sollten auch unsere Beziehung zum Offenbarungsbuch Allâhs verbessern, indem wir versuchen, es zu verstehen. Wir sollten uns Exegesen anhören und Exegese-Bücher lesen, wenn wir Zugang dazu haben. Im Zeitalter des Internets dürfte es keine Ausrede geben. Die erstaunliche Exegese-Reihe der kurzen Qurân-Sûren von Imâm Suhaib ist besonders zu empfehlen.

 Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Das Lob gebührt Allâh, der sein Buch mit dem Lobe begann, indem Er sagte: „(Alles) Lob gehört Allâh, dem Herrn der Welten, dem All- erbarmer, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tag des Gerichts.“ (Sûra 1:1-3) Und der Erhabene sagte: „(Alles) Lob gehört Allâh, Der das Buch (als Offenbarung) auf Seinen Diener herabgesandt und daran nichts Krummes gemacht hat, (ein Buch,) das richtig ist, damit er vor harter Gewalt von Ihm aus warne und den Gläubigen, die rechtschaffene Werke tun, verkünde, dass es für sie schönen Lohn geben wird -, auf immer darin zu verbleiben -, und (damit er) diejenigen warne, die sagen: „Allâh hat Sich Kinder genommen.“ Sie haben kein Wissen davon, und auch nicht ihre Väter. Welch schwerwiegendes Wort kommt aus ihren Mündern heraus. Sie sagen nichts als Lüge.“ (Sûra 18:1-5)

 Allâh sagt: „(Alles) Lob gehört Allâh, Dem gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und (alles) Lob gehört Ihm im Jenseits. Er ist der Allweise und Allkundige.“ (Sûra 34:1) So gebührt Ihm das Lob zu Anfang und am Ende, was bedeutet: In Bezug auf alles, was Er erschaffen hat und wird, Er ist der zu Lobende wegen all dieser Dinge, so wie der Prophet (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „O Allâh unser Herr, dir gebührt das Lob, soviel wie die Himmel enthalten und soviel wie die Erde enthält und soviel das enthält, was du danach noch willst.“ (Muslim (476), Abû Dâwûd (846) und Ibn Mâdscha (878)) Deswegen geben sich die Paradiesbewohner mit jedem Atemzug Seiner Lobpreisung und Lobsagung hin, weil sie die Gewaltigkeit Seiner Gaben, die Vollkommenheit Seiner Macht, die Gewaltigkeit Seiner Herrschaft und die ununterbrochenen Gaben zu sehen bekommen. So sagte Allâh, der Erhabene:

„Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, leitet ihr Herr wegen ihres Glaubens recht. Unter ihnen werden Flüsse strömen in den Gärten der Wonne. Ihr Ausruf darin wird sein: „Preis sei Dir, o Allâh!“ und ihr Gruß darin: „Friede!“ und ihr abschließender Ausruf: „(Alles) Lob gehört Allâh, dem Herrn der Weltenbewohner!““ (Sûra 10:9-10)

Und das Lob gebührt demjenigen, der die Gesandten entsandte „als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen, damit die Menschen nach den Gesandten kein Beweismittel gegen Allâh haben.“ (Sûra 4:165)

Deren letzter war der arabische makkanische des Lesens unkundiger Prophet, der die Menschen zum deutlichsten Weg leitete. Er entsandte ihn (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) für all Seine Geschöpfe, zu den Menschen und den Dschinn, vom Beginn seiner Berufung bis zum Tage der Auferstehung, so wie Allâh es beschrieb: „Sag: O ihr Menschen, ich bin der Gesandte Allâhs an euch alle, Dem die Herrschaft der Himmel und der Erde gehört. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und lässt sterben. So glaubt an Allâh und Seinen Gesandten, den schriftunkundigen Propheten, der an Allâh und Seine Worte glaubt, und folgt ihm, auf dass ihr rechtgeleitet sein möget!“ (Sûra 7:158)

Jeden, den dieser Qurân erreicht, sei er Araber oder nicht, schwarz oder rot, Mensch oder Dschinn, so ist er für ihn ein Warner. Deswegen sagte Allâh: „Wer aber von den Gruppierungen ihn verleugnet, dessen Verabredung(sort) ist das (Höllen)feuer.“ (Sûra 11:17) Wer also unter denen, die wir erwähnten, den Qurân verleugnet, dem wird das Feuer versprochen, wie es wortwörtlich im Qurân zu lesen ist. Allâh sagte auch: „Lasse Mich (allein) mit denjenigen, die diese Aussage für Lüge erklären; Wir werden sie stufenweise (dem Verderben) näherbringen, von wo sie nicht wissen. Und Ich gewähre ihnen Aufschub. (Aber) gewiss, Meine List ist fest.“ (Sûra 68:44,45)

Der Gesandte Allâhs sagte: „Ich wurde zu den Roten und Schwarzen entsandt“

Er ist der Gesandte Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zu allen, die zur Verantwortung gezogen werden: den Menschen und den Dschinn, um ihnen zu berichten, was ihm Allâh von diesem Buch offenbarte, „…Es ist fürwahr ein wehrhaftes Buch, an das das Falsche weder von vorn noch von hinten herankommt, eine Offenbarung von einem Allweisen und Lobenswürdigen.“ (Sûra 41:41-42)

Er lehrt die Menschen darin, dass Allâh – der Erhabene – die Menschen dazu auffordert, ihn mit Verstand zu studieren. Er sagte: „Denken sie denn nicht sorgfältig über den Qurân nach? Wenn er von jemand anderem wäre als von Allâh, würden sie in ihm wahrlich viel Widerspruch finden.“ (Sûra 4:82) Und der Erhabene sagte: (Dies ist) ein gesegnetes Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit sie über seine Zeichen nachsinnen und damit diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.“ (Sûra 38:29) Und der Erhabene sagte: „Denken sie denn nicht sorgfältig über den Qurân nach? Oder sind an (diesen) Herzen deren Verriegelungen (angebracht)?“ (Sûra 47:24)

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Früchte des Glauben

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Diejenigen (aber), die glauben und tun, was recht ist, die leitet ihr Herr durch ihren Glauben recht. Zu ihren Füßen werden (dereinst) Bäche fließen, in den Gärten der Wonne.“ (Sure 10:09)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Der Islâm versteht die Beziehung zwischen Mensch und Gott als eine direkte, persönliche Beziehung, d.h. ohne Vermittler. Die Propheten sind lediglich Verkünder der göttlichen Botschaft. Jeder Mensch ist somit dazu verpflichtet, seine eigene Wahl zu treffen und die unmittelbare Verantwortung dafür vor Gott zu tragen. Weil Gott den Menschen geschaffen und ihm seine Gnade, seine Versorgung und seinen Schutz gewährt hat, muss der Mensch Ihn alleine anbeten und verehren. Der Mensch muss die absolute Hingabe gegenüber seinem Herrn verwirklichen.

Auf diese Art und Weise steht der Mensch dem Schöpfer (Rein und Erhaben ist Er) ganz nah: „Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. So sollen sie nun auf Mich hören und an Mich glauben, auf dass sie besonnen handeln mögen.“ (Sûra 2:186) „Euer Herr sagt: „Ruft Mich an, so erhöre Ich euch. Gewiss, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen.““ (Sûra 40:60) Bitten und Bittgebete werden hier ausdrücklich als Äquivalent der Dienerschaft und der Anbetungshandlungen erklärt. Dem treuen Diener gegenüber ist Allâh vollkommen gnädig und barmherzig.

Glaube (Imân) besteht nicht nur aus Worten, sondern auch aus Taten. Er ist einerseits das Vertrauen auf Allâh, den Glauben an ihn, an Seine Propheten und an die Botschaft, die diese Propheten vermittelten. Andererseits ist der Imân auch der Inhalt dieser göttlichen Botschaft. Der Imân im praktischen Sinne umfasst die religiösen Handlungen, sowie auch alle Tätigkeiten, die das religiöse Leben des Muslims bestimmen.

Dieses umfassende Verständnis vom Glauben kann durch folgende Aussagen des Propheten Muhammad Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken erklärt werden:

Anas berichtete, dass der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gesagt hat: „Wer die folgenden drei Eigenschaften verinnerlicht hat, der hat die Süße des Glaubens gefunden: wem Allâh und sein Gesandter lieber sind als alles Andere; wer eine Person nur um Allâhs Willen liebt; und wer es verabscheut, zum Unglauben zurückzukehren, wie er es verabscheut, in die Hölle geworfen zu werden.“ (Al-Buchârî)

In einem anderen Hadîth heißt es: „Derjenige kostet den Geschmack des Glaubens, der allein mit Allâh als Herrn, dem Islâm als Religion und mit Muhammad als Propheten zufrieden ist.“ Er sagte auch: „Der Glaube ist es, denjenigen zu lieben, der Allâh liebt, denjenigen zu hassen, der Allâh hasst, die eigene Zunge unermüdlich die Namen Allâhs wiederholen zu lassen, und den Menschen das zu wünschen, was man sich selbst wünscht, und zu verabscheuen, dass ihnen widerfährt, was man selbst verabscheut.“

Das Prinzip der Loyalität und Ablehnung ist ein wichtiger Teil des Imân, wenn es Allâh zuliebe empfunden wird.

Die Bedeutung des Imân kann man daran ermessen, dass er sowohl zu den Bestandteilen der Anbetungshandlungen als auch zu den Grundsätzen der islâmischen Ideologie gehört. Ibn ´Umar berichtet wiederum, dass der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gesagt hat: „Der Islâm basiert auf fünferlei: Dem Glaubensbekenntnis, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allâh gibt, und dass Muhammad der Gesandte Allâhs ist, dem genauen Verrichten des Gebets, der Abgabe der Zakâ, der Haddsch sowie dem Fasten im Monat Ramadân.“

Das Glaubensbekenntnis ist, wie wir hier gesehen haben, die erste Pflicht im Islâm. Nur durch die Schahâda kann man in den Islâm eintreten, ohne sie gibt es keinen Zugang zum Islâm. Die Stufen des islâmischen Glaubens werden in einem Teil eines Hadîth, der von ´Umar berichtet wird, folgendermaßen ausgeführt: „Eines Tages befand sich der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gerade in Gesellschaft einiger Leute, als ein Mann herbeikam und fragte: „Was ist der Islâm?“ Der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken erwiderte: „Islâm ist, allein Allâh zu dienen und ihm nichts beizugesellen, das Gebet genau zu verrichten, die vorgeschriebene Zakâ zu entrichten und das Fasten im Monat Ramadân einzuhalten.“ Dann fragte der Mann: „Und was ist der Glaube (Îmân)?“ Der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken antwortete: „Der Glaube bedeutet, an Allâh, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag zu glauben“ Daraufhin fragte der Mann: „Und was ist die vorbildliche Verehrung (Ihsân)?“ Diese Frage beantwortete der  Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken mit den Worten: „Ihsân bedeutet, dass du Allâh so dienst, als würdest du Ihn sehen, denn auch wenn du Ihn nicht siehst, so wisse, dass Er dich sieht.“ Der Mann fragte: „Wann ist die Stunde (des Gerichts)?“ Der  Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken antwortete: „Darüber weiß der Befragte nicht mehr als der Fragende selbst!“ Schließlich fragte der Mann: „Was sind ihre Vorzeichen?“ Und der  Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken antwortete „Sie naht, wenn die Sklavin ihre Herrin gebärt und wenn die barfüßigen Viehhirten einander in der Höhe ihrer Gebäude zu überbieten suchen. Es gibt fünf Dinge, über die einzig Allâh Bescheid weiß.“ Daraufhin rezitierte der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken: „Allein bei Allâh ist das Wissen um die Stunde …“ (Sûra 31:34) Anschließend ging der Mann weg, und der Prophet fragte seine Gefährten: „Wisst ihr, wer der Mann war?“ „Allâh und sein Prophet wissen es am besten.“ sagten sie. So entgegnete ihnen der Gesandte Allâhs: „Das war Dschibrîl (Gabriel), der gekommen ist, um euch in eurer Religion zu unterweisen.“

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Es ist kein Zufall, dass viele Aussagen des heiligen Qurâns und des Propheten  den Glauben mit den verschiedenen Arten des Gottesdienstes verbinden. So finden wir die Verrichtung des Gebets im Qurân als Teil des Glaubens im folgenden Zusammenhang bezeichnet: Allâh der Erhabene sagt: „Die Toren unter den Menschen werden sagen: “Was hat sie von der Gebetsrichtung, die sie (bisher) einhielten, abgebracht?” Sag: Allah gehört der Osten und der Westen. Er leitet, wen Er will, auf einen geraden Weg. Und so haben Wir euch zu einer Gemeinschaft der Mitte gemacht, damit ihr Zeugen über die (anderen) Menschen seiet und damit der Gesandte über euch Zeuge sei. Wir hatten die Gebetsrichtung, die du einhieltest, nur bestimmt, um zu wissen, wer dem Gesandten folgt und wer sich auf den Fersen umkehrt. Und es ist wahrlich schwer außer für diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat. Aber Allah läßt nicht zu, daß euer Glaube verloren geht. Allah ist zu den Menschen wahrlich Gnädig, Barmherzig.“ (Sûra 2:142-143)

Diese Verse beziehen sich auf jene Gebete, die Muslime in frühislâmischer Zeit in Richtung Jerusalem verrichtet hatten, bevor die Gebetsrichtung nach Makka geändert wurde, die Verrichtung des Gebets wird hier also als Imân bezeichnet. Auch das Fasten muss mit dem Imân verbunden sein. Der prophetische Hadîth lautet zudem: „Wer im Monat Ramadân aus Glauben und der Hoffnung auf Allâhs Lohn fastet, dem werden seine vergangenen Verfehlungen verziehen.“ (Al-Buchârî)

Auch die Entrichtung der Zakâ (Pflichtabgabe) ist wie das Gebet und das Fasten ein Teil des Glaubens, denn Allâh sagt in Seinem heiligen Buch: „Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten; das ist die Religion des rechten Verhaltens.“ (Sûra 98:5).

Im Qurân werden die Glaubensgrundsätze in vielen Versen dargestellt, z.B. im folgenden Vers aus der Sûra Al-Baqara: „Nicht darin besteht die Güte, dass ihr eure Gesichter gegen Osten oder Westen wendet. Güte ist vielmehr, dass man an Allah, den Jüngsten Tag, die Engel, die Bücher und die Propheten glaubt und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – der Verwandtschaft, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und für (den Loskauf von) Sklaven hergibt, das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet; und diejenigen, die ihre Verpflichtung einhalten, wenn sie eine eingegangen sind, und diejenigen, die standhaft bleiben in Not, Leid und in Kriegszeiten, das sind diejenigen, die wahrhaftig sind, und das sind die Gottesfürchtigen.“ (Sûra 2:177)

Der Glaube umfasst so viele Dinge im Leben des Muslims, die den Gesamtrahmen seiner Denk- und Handlungsweise bestimmen. Was hier erwähnt wurde, ist das Wesentliche dessen, was Imân (Glaube) im islamischen Sinne heißt, denn es gibt viele andere Elemente, die auch zum Imân gehören. Abû Huraira  berichtet, dass der Prophet  gesagt hat: „Der Glaube besteht aus mehr als siebzig Stufen. Die höchste ist das Bekenntnis, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allâh gibt, und dass Muhammad sein Knecht und Gesandter ist. Die Schamhaftigkeit ist ebenfalls eine Stufe des Glaubens.“ (Al-Buchârî)

Zu den islamischen Glaubensgrundsätzen gehört auch, dass der Muslim der Überzeugung ist, dass dieses unendliche Universum weder von sich aus besteht, noch von sich aus ohne göttliche Kontrolle oder Leitung funktioniert. Im islamischen Glauben gibt es keinen Platz für den blinden Zufall, für die irregeführten und widersprüchlichen Wunschvorstellungen mancher Menschen. Stattdessen lehrt der Islâm, dass das Universum beständigen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, wie es der heilige Qurân im Folgenden erklärt: „…Erwarten sie denn (für sich) etwas anderes als die Gesetzmäßigkeit (, nach) der (an den) Früheren (verfahren wurde)? Du wirst in Allahs Gesetzmäßigkeit keine Änderung finden, und du wirst in Allahs Gesetzmäßigkeit keine Abwandlung finden.” (Sûra 35:43). Dieser Glaube veranlasst somit die Muslime dazu, alles zu verwerfen, was Allâhs Gesetzmäßigkeiten (Sunna) widerspricht, oder dem Tauhîd entgegenwirkt: z.B. Aberglaube, Mythen, Wahrsagerei (genaugenommen offenkundiges Lügen, nicht Wahrsagen), Magie, Zauberformeln und Amulette, Omen usw. Dieser Glaube verwirft auch alles, was die Menschen voneinander trennt und was einige Menschengruppen gegenüber anderen diskriminiert.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!