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Rechte der Eltern und Verwandten

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anbefohlen – seine Mutter hat ihn unter wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang.“ (Sure 31:14)

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Die Pietät ist ein zusammenfassender Begriff, der alle lobenswerte Angewohnheiten, gute Eigenschaften und gutmütige Morale beinhaltet, welche das Seelenfreiden vererben, die Liebe verbreiten und die Stabilität der Gesellschaften verwirklichen lassen.

Als man den Prophten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) nach der Pietät fragte, beantwortete der Prophet mit den Worten: „Die Pietät ist die gute Moralität.“

Zweifelsohne verdienen die Eltern die Pietät eines Menschen am meisten, denn Allah Der Majestäte befiehlt uns, ihnen gegenüber gütig, pietätvoll und mild zu sein sowie für sie aus Barmherzigkeit den Flügen der Demut zu senken.

Der ehrwürdige Koran und die prophetische Sunna stabilieren die optimale Beziehung zwischen den Elteren und den Kindern, indem Der Erhabene sagt:

Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur ihm dienen und zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht zu ihnen: „Pfui!“ und fahre sie nicht an, sondern sag zu ihnen ehrerbietige Worte. Und senke für sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sag: „Mein Herr, erbarme Dich ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war.“ (Sure 17: 23-24)

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) verdeutlichte, dass in der zweiten Stufe der guten Taten nach dem Pflichtgebet, der Elementarsäule der Religion, die Pietät gegen die Eltern kommt. Man fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) nach der besten Tat bei Allah, da sagte der Prophet: „(Das Verrichten des) Pflichtgebet(s) zu seiner bestimmten Zeit.“ Dann fragte man: „Und was kommt danach?“ Der Prophet sagte: „Die Pietät gegen die Eltern.“ Man fragte weiter: „Und was kommt danach?“ Der Prophet sagte: „Der Dschihad auf dem Weg Allahs.“

Der Islam erhöht die Rangstufe der Pietät gegen die Eltern sowie dessen, dass man den Eltern gegenüber gütig ist und um sie kümmert, dann zeichnete der Islam die Mutter mehr Pietät, Pflege, Fürsorge und Interesse aus.

Ein Mann fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „O Allahsgesandter, wem steht es mein gütiges Verhalten am meisten zu?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wer danach?“  Der Prophet sagte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte wieder: „Und wer danach?“ Der Prophet erwiderte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wer danach?“  Da sagte der Prophet: „Dann kommt dein Vater.“

´Aischa (möge Allah auf ihr Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass sie den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) fragte: „Wem steht es das gütige Verhalten einer Frau zu?“  Er sagte: „Ihr Ehemann.“ Sie fragte weiter: „Und wem steht es das gütige Verhalten eines Mannes zu?“ Er sagte: „Seine Mutter.“

Kein Wunder! Wem steht es denn die Pietät mehr als der Mutter zu? Wem steht es die Pietät mehr als derjenige zu, die dich in ihrer Bauch für 9 Monate, aber wie 9 Jahre, trug, bei deiner Geburt erduldete, dir ihre Milch säugte, dich mit ihrer Hand bereinigte, dich vorzog und wenn du krank bist, fühlt sie sich äußerst bedauern und tut es ihr Leid und Weh, sowie wenn man sie zwischen deinem Leben und ihrem Tod vor die Wahl stellt, so würde sie ohne Zögern dein Leben wählen. Wem steht es die Pietät mehr als diejenigen zu, die Pietät gegenüber denen Allah Der Erhabene anempfiehlt.

Im Koran steht:

Und Wir haben dem Menschen anempfohlen, zu seinen Eltern gütig zu sein. Seine Mutter hat ihn unter Widerwillen getragen und unter Widerwillen zur Welt gebracht. Die (Zeit der) Schwangerschaft mit ihm bis zu seiner Entwöhnung (beträgt) dreißig Monate.“ (Sure 46:15)

Zur Huld Allahs gegen den anbietenden Diener gehört, dass Allah ihm den Erfolg verleiht, gegen die Eltern im Allgemeinen und gegen die Mutter ins Besondere pietätvoll zu sein, so wer dazu rechtgeleitet wird, der erfreut großartigen Wohl und unvergleichbare Huld Allahs, deren Frucht Erfolg im Dieseits und deren Belohnung Barmherzigkeit, Verzeihung und Rettung im Jenseits ist.

Die Pietät gegen die Mutter hat viele Vorzüge und Früchte sowohl im Dies- als auch im Jenseits, wie etwa:

  • Befriedigen der Bedarfe, Beseitigung der Bedrängnis und Erhöhrung der Bittgebete.

Es wurde von Ibn ´Umar (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) überliefert, dass der Gesandte (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Der Regen goss strömend auf drei Männer, so flüchteten sie sich zu einer Höhle in einem Berg, dann fiel ein großer Stein vor den Ausgang der Höhle, so dass der Ausgang geschlossen war, dann sagte einer von ihnen zu den anderen: „Welche rechtschaffene Tate habt ihr auf Allahs Weg gemacht, auf dass ihr Allah mit ihnen darum bitten, ihre Bedrängnis zu beseitigen?“ Da sagte einer von ihnen: „O Allah, ich hatte sehr alte Eltern und kleine Kinder, um die ich sorgte, und als ich zu ihnen zurückkehrte, melkete ich, dann fang ich immer mit meinen Eltern vor meinen Kindern an, aber an einem Tag kehrte ich spät am Abend zurück, während sie geschlaffen waren, dann melkete ich wie gewöhnt und setzte mich neben sie aber wollt sie nicht wecken aber mochte gleichzeitig nicht den Kindern vor ihnen die Milch geben, obwohl die Kinder sich vor Hunger bis zur Morgendämmerung krümmten. O Allah, wenn ich dies auf Deinem Weg tat, so beiseitige unsere Bedrängnis!“ Da erhöhrte Allah sein Bittgebet und beseitigte ihren Kummer, so dass sie den Himmel sehen konnten… Dann sprach jeder von ihnen mit einer Tat auf Allahs Weg Bittgebet, bis Allah Der Majestäte ihre Bittgebete erhöhrte und demzufolge ihre Bedrängnis beseitigte.

Eine Gruppe aus dem Jemen kam zu ´Umar (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!), dann stellte ihnen ´Umar die Frage: „Ist unter euch jemand, der Uais Ibn ´Amir heißt?“ bis er zu Uais kam und fragte ihn: „Bist du Uais Ibn ´Amir?“ Er erwiderte: „Ja!“ ´Umar fragte wieder: „Kommst du aus Murad und dann aus Qarn?“ Er sagte: „Ja!“ Da fragte ´Umar wieder: „Leidetest du an Weißfleckenkrankheit, dann wurde sie aber außer einer kleinen Stelle geheilt?“ Uais sagte: „Stimmt!“ ´Umar sagte: „Ist deine Mutter lebendig?“ Uais antwortete mit „Ja!“ Da sagte ´Umar: „Ich hörte den Gesandten Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagen: „Uais Ibn ´Amir kommt zu euch unter Gruppe aus dem Jemen aus Murad und dann aus Qarn, er leidetete an Weißfleckenkrankheit, dann wurde sie aber außer einer kleinen Stelle geheilt. Seine Mutter ist lebendig und er ist gegen sie pietätvoll. Wenn er etwas bei Allah schwört, so erfüllt Allah seinen Eid. So wenn du dazu die Möglichkeit hast, dass er Allah für dich um Vergebung bittet, so tue es!“ Und nun bitte Allah für mich um Vergebung!“ Uais leistete diesem Folge und bat Allah für ihn um Vergebung…

Dies weist darauf hin, dass Allah das Bittgebet von Uais wegen seiner Pietät gegen seine Mutter erhöhrte.

Es wurde von Kaa´b Ibn ´Udschza (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!) überliefert, dass ein Mann beim Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) vorbeikam, dann sahen die Gefährten des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) von ihm Anstrengung und Aktivität, dermaßen sie sagten: „O Allahsgesandte, wie wäre es, wenn seine Arbeit auf dem Wege Allahs wäre?“ da sagte der Prophete (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wenn er sein Haus verläßt, um für seine kleine Kinder aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs, wenn  er sein Haus verläßt, um für seine alte Eltern aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs…“

´Aischa (möge Allah auf ihr Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Ich schlief, dann sah ich mich im Paradies und hörte jemanden zitieren. Ich fragte: „Wer sei dieser?“ Man beantwortete: „Er ist Haritha Ibn An-N´uman. Dann sagte der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „So ist die Pietät, so ist die Pietät!“

Haritha Ibn An-N´uman war derjenige, der seiner Mutter gegenüber am pietätvollsten war.

So sollen wir unseren Eltern bzw. Vätern und Müttern gegenüber pietätvoll sein, wir sollen auch davon sicher sein, dass die Pietät und Widerspenstigkeit gegenüber den Eltern eine Schuld ist, die man tilgen muss, sowie dass man die Strafe der Widerspenstigkeit den Eltern gegenüber im Dies- vor dem Jenseits sieht.

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Zwei Sünden, derern Bestrafung Allah beschleunigt, nämlich: das Unrecht und die Widerspenstigkeit gegenüber den Eltern.“

In einem anderen prophetischen Hadith heißt es: „In das Paradies kommt nicht derjenige, der gegenüber seinen Eltern widerspenstig ist…“

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Brüder im Islam:

Über die Verpflichtung der Pietät gegen die Eltern – ins Besondere gegen die Mutter – sind alle Himmelsreligionen einig.

Der Erhabene sagt:

Und als Wir mit den Kindern Israils ein Abkommen trafen: Dient keinen außer Allah! Und zu den Eltern sollt ihr gütig sein.“ (Sure 2:83)

Er sagte auch:

Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anempfohlen – seine Mutter hat ihn unter Wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang“ (Sure 31:14)

Der Islam schneidet jedem den Weg, der sich verführen läßt, gegenüber seinen Eltern widerspesntig zu sein, denn man kann sich einbilden, dass man rechtschaffener als seine Eltern ist, und daraufhin sie grob anfährt bzw. schlecht behandelt, so sagen wir zu solchen Menschen: Die ehrwürdige Scharia schreibt die Gütigkeit und Pietät gegenüber den Eltern vor, selbst wenn sie ungläubig sind, damit keiner vorbringt, dass seine Eltern nicht rechtschaffen sine.

Der Gepriesene sagt:

„Wenn sie sich aber darum bemühen, dass du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht, doch geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um. Und folge dem Weg dessen, der Mir reuig zuwendet. Zu Mir wird hierauf eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.“ (Sure 31:15)

Asmaa Bint Abu Bakr (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) sagte: „Meine Mutter kam zu mir, als sie zur Zeit des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) ungläubig war und darauf nicht verzichten wollte, da bat ich den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) um Rat sagend: „O Gesandter Allahs, soll ich zu meiner Mutter gütig sein?“ Er sagte: „Ja, sei zu deiner Mutter gütig!“

So wenn dich deine Eltern anzuspornen versuchen, Sünde zu begehen bzw. Allah etwas beizugesellen, gehorche ihnen wohl nicht, aber geh mit ihnen in rechtlicher Weise um, und leiste den Befehl Des Erhabenen Folge:

„doch geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um.“ (Sure 31:15)

Do sollst auch ergreifen, dass dies eine Verpflichtung und keine Gefälligkeit ist, und wenn du diese Pflicht nicht verrichtest, wirst du bestraft.

So wie glücklig ist derjenige, der zu seiner Mutter gütig und ihr gegenüber pietätvoll ist!

Abdullah Ibn ´Umar (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Die Zufriedenheit Allahs liegt in der Zufriedenheit der Eltern und der Zorn Allahs liegt im Zorn der Eltern.“

O Allah, hilf uns dabei, dass wir gegen unsere Väter und Mütter sein könne, vergib ihnen und erbarme Dich ihrer, wie sie uns aufgezogen haben, als wir klein waren!

Bewahren der öffentlichen Interessen und des Gemeinnützens

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

“ Und helft einander in Rechtschaffenheit und Frömmigkeit; doch helft einander nicht in Sünde und Übertretung. Und fürchtet Allah; denn Allah ist streng im Strafen.“ (Sure 05:02).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist, der sagte: „Die bestens anbetend Dienenden Allahs sind diejenigen, die ihr Abkommen halten.“

Und nun zum Thema:

Der Islam ist eine Religion der Sicherheit, des Friedens, der Pietät und Wohltätigkeit, zweifelsohne ist das Halten des Abkommens ein großartiger menschlicher Wert, mit dem das Vertrauen und die Sicherheit unter den Menschen verwirklicht werden.

Die Sicherheit gehört zu den wichtigsten Gnaden, vielmehr ist die wichtigste Gnade darunter. Unser Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wer von euch in seiner Familie und Gruppe sicher, in seinem Körper gesund ist, und die Nahrung für seinen Tag besitzt, der ist, als ob er die ganze Welt in Besitz hätte.“

Die Sicherheit gehört indes zu den großartigsten Gnaden, die Allah Der Majestäte Seinen anbetend Dienern leiht. Der Gepriesene sagt: „Für die Vereinigung der Quraisch, ihre Vereinigung während der Reise des Winters und des Sommers. So sollen sie dem Herrn dieses Hauses dienen, Der ihnen Speise nach ihrem Hunger gegeben und ihnen Sicherheit nach ihrer Furcht gewährt hat.“ (Sure 106:1-4)

Der Quran verbindet die Sicherheit mit dem Glauben sowie mit dem Bewahren dieser Gnade und dem, dass man es weder verleugnet noch bestreiten, indem Der Gepriesene sagt: „Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf) Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.“ (Sure 6:82)

 „Allah prägt das Gleichnis einer Stadt, die Sicherheit und Ruhe genoß; ihre Versorgung kam zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie gegenüber den Gnaden Allahs undankbar. So ließ sie Allah das Kleid des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten.“ (Sure 16:112)

Man soll indes die ausländischen Finanzierung und die Zeichen des plötzlichen unerhörten Reichtums bei denjenigen, betrachten, die ihre Religion, Heimat, Familien und noch ihre Menschlichkeit für einen Spottpreis verkaufen, während sie glauben, dass sie die Gesellschaft betrügen können.

Im Quran steht: „Gewiss, die Heuchler möchten Allah betrügen, doch ist Er es, der sie betrügt.“ (Sure 4:142)

Wenn einige von ihnen in der Läge gewesen wären, einige Mensche für eine Weile zu betrügen, ist es bestimmt unmöglich, alle Menschen für immer zu betrügen.

Der Gepriesene sagt: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24)

„Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun. Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden, (sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.“ (Sure 14:42-43)

„Heute wird jeder Seele das vergolten, was sie erworben hat. Heute gibt es kein Unrecht. Gewiss, Allah ist schnell im Abrechnen.“ (Sure 40:17)

Doch wie geht der Islam mit Andersgläubigen um? Gewährleistet der Islam den Anhängern anderer Weltanschauungen, ihre Identität zu wahren? Die 14 Jahrhunderte andauernde Geschichte des Islamischen Staates hat bewiesen, dass der Islam Andersgläubige weder unterdrückt noch von ihnen verlangt, ihre Identität aufzugeben. Beispielsweise wurde niemand dazu gezwungen, sich etwa zur Shariah zu bekennen – im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland, die fortlaufend von den Muslimen fordert, sich zum Grundgesetz zu bekennen. Dabei geht es wohlgemerkt nicht darum, sich an das Grundgesetz zu halten. Denn es ist dem deutschen Staat durchaus bekannt, dass sich gläubige Muslime an das Gesetz halten. Es geht vielmehr darum, dass die Muslime von ihrer Überzeugung ablassen sollen, dass Allah  Der Erhabene der einzig rechtmäßige Gesetzgeber ist. Somit geht es bei einem Bekenntnis stets um eine Glaubensangelegenheit. Der Islam bietet Angehörigen anderer Religionen Freiraum zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten, behandelt sie auf gütige und gerechte Weise, und niemand muss mit der Angst leben, er könnte seine Identität verlieren. Nun mag man sich die Frage stellen, wieso der Islam einerseits anderen Religionen Freiraum gewährt und gleichzeitig seine Verbreitung auf dem gesamten Globus anstrebt. Wieso ermöglicht das Kalifat ein Zusammenleben verschiedener Religionen, wo es doch seine Herrschaft und seine Ideologie über die gesamte Welt erstrecken mochte. Diese Frage wollen wir in diesem Artikel beantworten, um auch anhand dieses Aspektes die Wichtigkeit für das Vorhandensein eines Islamischen Staates – nicht nur für die Muslime sondern auch für die gesamte Menschheit – aufzuzeigen.

Zudem hat Allah  Der Erhabene deutlich gemacht, dass einem jeden Nichtmuslim der Schutz seiner Identität gewährt werden muss: ,,Es gibt keinen Zwang im Glauben.“ (2:256). Somit ist jeder Nichtmuslim davor sicher sich seiner Religion zwangsweise zu entledigen und kann sich frei entscheiden zu welcher Religion er sich bekennt. Außerdem werden sie dadurch weder in ihrer Religionsausübung gehindert, noch gestört. Auch stehen ihre Kirchen, Synagogen und Tempel im Schutze des Islamischen Staates, wodurch sie auch in der Gemeinschaft ihre Religion ausüben können. Zudem müssen sie nicht befürchten, aufgrund ihrer Religionsausübung ausspioniert zu werden, da Spionage im Islam verboten ist. Durch das dhimmi-Gesetz haben Nichtmuslime im Grunde die gleichen Rechte, wie auch die Muslime erhalten. So können sich auch Nichtmuslime an der Politik beteiligen und das tägliche Leben mitgestalten, sich an die gleichen Universitäten, wie die Muslime Wissen aneignen und Besitz durch Handel mit Muslimen oder Nichtmuslimen erwerben. Zudem sind die Schutzbefohlenen vom Militärdienst befreit und müssen sich nicht am Krieg gegen andere Staaten beteiligen. Jedoch ist es ihnen gestattet mitzuwirken, wenn es ihrem Willen entspricht, werden aber nicht dazu gezwungen. Auch wenn die Nichtmuslime sich nicht am Krieg beteiligen, so ist ihnen dennoch aufgrund ihres dhimmi-Status, der Schutz der Muslime vor feindlichen Übergriffen sicher und müssen nicht in ständiger Angst leben. Mit den Nichtmuslimen wird nicht wie im Westen umgegangen, indem man sie in Ghettos abschiebt und sie von den Muslimen absondert. Sie dürfen in Stadtbezirke ziehen, in denen sie unter Ihresgleichen sind, können aber auch Tür an Tür mit Muslimen leben und müssen nicht mit Belästigungen durch einen muslimischen Nachbar rechnen. So sagt der Prophet s.a.w.s.: „Dschibril legte mir immer wieder den Nachbarn ans Herz, bis ich dachte, er würde ihm einen Anteil am Erbe zuschreiben. “

Man erkennt nun, dass der Islam all die Probleme, die einem Zusammenleben der Religionen im Weg stehen könnten, beseitigt und keine diesbezügliche Frage offen gelassen hat. Es ist ganz klar deutlich geworden, dass allein der Islam es vermag ein zufriedenes Miteinander zu schaffen. So sind wir alle bemüht, uns um die Wiedererrichtung eines zutiefst gerechten Islamischen Staats mit all unserer Kraft einzusetzen. Möge Allah  uns die Ehre geben, zu denen, die dies vollbringen, zu gehören.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Der Islam ist eine Religion der Verbundenheit und Harmonie, der Brüderlichkeit und Solidarität. Er ist eine Religion, die seine Anhänger zur Liebe aufruft und die Gemeinschaft dazu beschwört, das Band der Beziehung sowohl unter ihren Kleinen als auch ihren Großen zu stärken. Er hat die Beziehungen zwischen den Geschöpfen auf gegenseitiger Barmherzigkeit und Mitgefühl aufgebaut. Der Makellose sagt: „O ihr Menschen! Wir haben euch wahrhaftig von Mann und Frau erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr euch einander kennen lernet! …“ (Sure 49:13). Die Person, zu deren gütiger Behandlung sowie zu deren gutem Umgang und äußerstem Wohlwollen der Islam am meisten aufruft und vor dessen Störung und Kränkung er am stärksten warnt, ist der Nachbar. Auf Grund ihres authentischen Ursprungs und ihrer guten Erfahrung hatten sich die Araber im Islam und in der Zeit der Ignoranz und Unwissenheit dieser Sache verschrieben. Sie rühmten sich sogar mit der guten Nachbarschaft und werteten das Haus dem guten Benehmen des Nachbarn entsprechend. Sie widmeten sich der Auswahl des Nachbarn vor dem Kauf des Hauses. Der Islam kam, um diesem Nachbarn sein enormes Recht zu sichern. Der Makellose gibt in Seinem ehrwürdigen Offenbarungsbuch folgenden Rat: „Und dient anbetend Allah und gesellt Ihm nichts bei! Und den Eltern liebevolle Güte und den Verwandten und den Waisen und den Bedürftigen und dem nahen Nachbarn und dem fernen Nachbarn und dem Gefährten an der Seite …“ (Sure 4:36). Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)teilte uns mit: „Der beste Gefährte bei Allah ist der beste zu seinem Gefährten. Und der beste Nachbar bei Allah ist ihr bester zu seinem Nachbarn.“ Der weise Gesetzgeber hat die Belästigung des Nachbarn zu einem Grund für das Betreten des Höllenfeuers gemacht, selbst wenn die Person gehorsame Taten und ihre Anbetungshandlungen verrichtet hat. In einem Hadîth von Abû Huraira möge Allah mit ihm zufrieden sein ist überliefert, dass ein Mann sagte: „O Gesandter Allahs, die und die Frau wird wegen ihrer vielen rituellen Gebete, ihres zahlreichen Fastens und ihrer häufigen Almosen erwähnt. Allerdings belästigt sie ihre Nachbarn mit ihrer Zunge.“ Er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Sie ist im Höllenfeuer.“ (Ahmad / von Al-Albanî als authentisch eingestuft). Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)verneinte den Glauben desjenigen, vor dessen Übel seine Nachbarn nicht sicher sind, und sagte: „Bei Allah, er ist nicht gläubig, bei Allah, er ist nicht gläubig, bei Allah, er ist nicht gläubig!“ Man fragte: „Wer, o Gesandter Allahs?“ Er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)entgegnete: „Der, dessen Nachbarn nicht vor seinem Unheil sicher sind.“ (Al-Bucharî).Der Muslim ist der, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind. All dies gilt als Erinnerung an die Bedeutung des Nachbarn, an dessen erhabene Position und Stellung. Was machst du Armer, wenn du vor dem Herrn der Welten stehst und dein Nachbar sich über dich beschwert und sagt: „O Herr, mein Nachbar hat mir das mir zustehende Recht der Nachbarschaft nicht gewährt und sich mir gegenüber nicht ordentlich verhalten! Er hat mich mit seinem Auge belästigt, indem er die weiblichen, zur Heirat verwehrten Mitglieder meiner Familie anblickte. Er hat mich mit seinem Gehör belästigt, indem er sich meiner Geheimnisse annahm. Und er hat mich mit seiner Zunge belästigt, indem er sich über meine Fehler lustig machte!“?Zu den Rechten des Nachbarn gegenüber seinem Nachbarn gehört weiterhin, dass er dessen Situation einschätzt, sich einen Überblick über dessen Situation und sein Leben verschafft und ihn somit vor der Erniedrigung bewahrt zu betteln, wenn er arm oder bedürftig sein sollte. Der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Wer die Nacht satt verbringt und sein Nachbar zu seiner Seite ist hungrig und er weiß über ihn Bescheid, hat nicht an mich geglaubt.“ (At-Tabaranî / von Al-Albanî als authentisch eingestuft). Dieses Recht verstärkt sich, wenn der gesegnete Monat Ramadan anbricht und seine süßen Tage und Nächte sich in unserem Tal niederlassen.Wenn sich jeder um seinen Nachbarn kümmern und seine Situation kennen würde, würde sich zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft ein Klima der Brüderlichkeit ausbreiten und die Wolken der Liebe würden sich über die Herzen der Kleinen und Großen legen. Sie würden das beste Leben führen,  Unglück und Härte des Lebens würden verschwinden. Möge Allah der Majestätische uns dazu verhelfen, die Rechte des Nachbarn zu erfüllen! Möge Er uns Seinen ausgewählten und reinen anbetend Dienenden helfen lassen! Aller Lobpreis gebührt Allah dem Herrn der Welten!

Auszüge aus dem Leben im Islam

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Und die nach ihnen kamen, sprechen: „Unser Herr, vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben vorangingen, und lasse in unseren Herzen keinen Groll gegen die Gläubigen. Unser Herr! Du bist fürwahr gütig, barmherzig.“.“ (Sure 59:10)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist

Und nun zum Thema:

Diese schöne Religion, der Islâm, ist das Wertvollste in unserem Leben. Sie ist der Weg zu äußerster Zufriedenheit im Diesseits und im Jenseits. Deshalb informierte Allâh der Allerhöchste uns im Qurân und in der Sunna darüber, dass wir Feinde haben werden (uns selbst, den Satan und andere) und dass die einzige Methode unsere Religion zu schützen darin besteht, uns einzig Allâh zuzuwenden und an der Sunna unseres geliebten Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) festzuhalten. Dies sollte nicht pauschal, sondern bei jedem Wort, bei jeder Handlung und in jeder Situation, in der wir uns befinden, getan werden.

Deshalb benötigen wir spezifiziertes Wissen darüber, wie wir uns in all unseren Angelegenheiten völlig dem ergeben, was Allâh der Allerhöchste gemäß der Sunna unseres Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) von uns verlangt.

Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte in seiner Abschiedsansprache: „Ich hinterlasse euch etwas, mit dem ihr nicht irregehen werdet, wenn ihr daran festhaltet. Es ist das Offenbarungsbuch Allâhs und meine Sunna.“ (Mâlik und Al-Hâkim).

Er sagte ferner: „Wer von euch nach mir lebt, wird viele Meinungsverschiedenheiten erleben. So haltet euch an meine Sunna und die Sunna meiner rechtgeleiteten Nachfolger nach mir! Beißt euch mit euren Zähnen daran fest (haltet euch daran fest)! Und hütet euch vor neu erfundenen Angelegenheiten, denn jede Neuerung (Bid’a) ist ein Irrweg!“

Allâh der Allerhöchste sagt im Qurân: „Und (auch) mit denen, die sagen: ‚Wir sind Christen‘ haben Wir ihr Abkommen getroffen. Aber dann vergaßen sie einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter ihnen Feindschaft und Hass bis zum Tag der Auferstehung. Und Allâh wird ihnen kundtun, was sie zu machen pflegten.“ (Sûra 5:14).

Dieser Vers erwähnt die Gesetzmäßigkeit Allâhs auf Erden, die für jede Nation gilt. Wenn die Menschen ein Teil dessen vergessen, womit sie ermahnt wurden, … dann verursacht dies Feindseligkeit und Hass. Wenn wir einige Anordnungen Allâhs oder die Sunna unseres Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) vernachlässigen … dann führt uns dies zu Feindseligkeit und Hass, was heutzutage unter Muslimen existiert. Allâh ist der Barmherzigste. Er informiert uns über die Ursachen und Auswirkungen des Ungehorsams Ihm und Seinem Gesandten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) gegenüber.

Deshalb besteht die einzige Möglichkeit, ich wiederhole: die einzige Möglichkeit, im Diesseits und im Jenseits erfolgreich zu sein, darin, dem Qurân und der Sunna des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) auf dieselbe Weise und mit demselben Verständnis wie dem der Prophetengefährten und der frühen Generationen des Islâm zu folgen, wie der oben erwähnte Hadîth besagt. In jeder einzelnen Angelegenheit, die wir handhaben müssen, benötigen wir das Verständnis der frühen Generationen des Islâm. Dies ist das wahre Wissen und jegliche Unzulänglichkeit in dessen Umsetzung wird Feindseligkeit und Hass hervorrufen.

Ich möchte nun das Problem der Uneinigkeit, die Streitigkeiten in einigen muslimischen Gemeinden verursacht, überprüfen und nach Lösungen suchen.

Für Führungspersönlichkeiten und Imâme:

Eine Führungsposition im Islâm ist am Tage des Letzten Gerichts ein Grund für Sorge und Bedauern. Deshalb ist sie nicht etwas, was man erstreben oder dem man hinterherlaufen sollte. Vielmehr sollte sie angeboten werden, ohne dass man sich danach sehnt… Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Strebe nicht danach, ein Herrscher zu sein (weder ein König noch ein privater Machthaber)! Denn wenn dir Machtbefugnis auf dein Verlangen hin gegeben wird, wirst du dafür zur Verantwortung gezogen werden. Wenn sie dir jedoch gegeben wird, ohne sie verlangt zu haben, dann wird dir dabei (von Allâh) geholfen.“ (Al-Buchârî).

Er sagte weiterhin: „Ihr Menschen werdet danach eifern, die Befugnis zum Herrschen zu besitzen, was am Tag der Auferstehung euer Untergang sein wird. Welch ausgezeichnete Amme ist sie, doch wie schwer fällt die Entwöhnung!“ (Al-Buchârî).

Wenn wir dem Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) nicht gehorchen und führende Stellungen anstreben, dann wird es so kommen, wie wir lasen: Sorge, Bedauern, Feindschaft und Hass. Stattdessen sollten die weisen Menschen und Älteren in der Gemeinde eine Art Rat bilden und den Wissendsten und Einflussreichsten auswählen, der für die Führungsposition geeignet ist. Das Ziel ist nichts als das Wohlgefallen Allâhs, indem man die Anweisungen Allâhs strikt befolgt, und zwar in der Weise, wie es zur Zeit des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) getan wurde. Dies gilt für jede Art Führung

Freiheit wird vielen Einzelpersonen, Gruppen und Nationen sowohl als ein Konzept als auch als ein Wert verwehrt. Sie wird oft missverstanden und missbraucht. Fakt ist, dass der Mensch in keiner menschlichen Gesellschaft im absoluten Sinne des Wortes frei sein kann. Wenn eine Gesellschaft überhaupt funktionsfähig sein soll, muss es Beschränkungen der einen oder anderen Art geben.

Abgesehen von diesem generellen Gedanken lehrt der Islam Freiheit, hält sie in Ehren und gewährt sie sowohl dem Muslim als auch dem Nicht-Muslim. Das islamische Freiheitsverständnis bezieht sich auf alle freiwillig gewollten Handlungen der Menschen aller Gesellschaftsschichten. Wie bereits erwähnt, ist jeder Mensch frei mit der „Fitra“, also mit einer reinen natürlichen Veranlagung geboren. Dies bedeutet, dass der Mensch frei von Unterjochung, Sünde, vererbter Minderwertigkeit und abstammungsbedingten Erschwernissen geboren wird. Sein Recht auf Freiheit ist unantastbar, solange er nicht absichtlich gegen Gottes Gesetz verstößt oder die Rechte anderer verletzt.

Eines der Hauptziele im Islâm besteht darin, den Verstand von Aberglauben und Ungewissheiten, die Seele von Sünde und Korruption, das Gewissen von Bedrängnis und Angst und sogar den Körper von Funktionsstörungen und Degeneration zu befreien.

Der Kurs, den der Islâm dem Menschen zur Erlangung dieses Ziels vorgibt, enthält tiefgreifende intellektuelle Bemühungen, regelmäßige spirituelle Rituale, bindende moralische Prinzipien und sogar Diätvorschriften. Verfolgt der Mensch diesen Kurs gewissenhaft, kann er sein endgültiges Ziel der Freiheit und Emanzipation nicht verfehlen.

Die Freiheitsfrage in Bezug auf Glauben, Anbetung und Gewissen ist ebenfalls von höchster Bedeutung im Islâm. Jeder Mensch ist dazu berechtigt, seine Glaubens-, Gewissens- und Anbetungsfreiheit zu praktizieren. Gott sagt im Qurân: Es gibt keinen Zwang im Glauben. (Der Weg der) Besonnenheit ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also falsche Götter verleugnet, jedoch an Allâh glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allâh ist Allhörend und Allwissend. (Sûra 2:256).

Der Islâm vertritt diesen Standpunkt, da Religion auf Glauben, Willen und Hingabe beruht. Diese wären, sofern durch Zwang bedingt, bedeutungslos. Außerdem präsentiert der Islâm Gottes Wahrheit als Chance und überlässt es dem Menschen, seinen eigenen Kurs zu wählen. Der Qurân besagt: … (Es ist) die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein… (Sûra 18:29).

Das islâmische Freiheitskonzept ist ein Glaubensartikel, eine ehrwürdige Anordnung des Allwaltenden Schöpfers. Es ist auf folgenden Grundprinzipien errichtet: Erstens: Das Gewissen des Menschen ist einzig Gott unterworfen, Dem gegenüber jeder Mensch unmittelbar verantwortlich ist. Zweitens: Jeder Mensch ist persönlich für seine Taten verantwortlich und allein zur Ernte der Früchte seiner Arbeit berechtigt. Drittens: Gott hat dem Menschen die Vollmacht erteilt, für sich selbst zu entscheiden. Viertens: Der Mensch ist mit ausreichend spiritueller Leitung und verstandesmäßigen Fähigkeiten ausgestattet, die ihn dazu befähigen, verantwortungsbewusste und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Dies ist das Fundament des islamischen Freiheitskonzeptes und dies ist die Wertigkeit von Freiheit im Islâm. Sie ist das natürliche Anrecht des Menschen, ein spirituelles Privileg, ein moralisches Vorrecht und in erster Linie eine religiöse Pflicht. Innerhalb des Rahmens dieses islamischen Freiheitskonzeptes gibt es keinen Platz für religiöse Verfolgung, Klassenkämpfe oder Rassenvorurteile. Das Freiheitsrecht des Einzelnen ist so unantastbar wie dessen Recht auf Leben; Freiheit ist das Äquivalent des Lebens an sich.

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

 

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Ein Grundbestandteil des islamischen Wertesystems ist das Gleichheitsprinzip oder besser noch das Fairness-Prinzip. Dieser Gleichheitsgedanke sollte nicht irrtümlich für eine Übereinstimmung oder Stereotypie gehalten oder mit diesen Begriffen verwechselt werden! Der Islam lehrt, dass aus der Sicht Gottes alle Menschen gleich, jedoch nicht zwangsläufig identisch sind. Sie haben unterschiedliche Fähigkeiten, Potentiale, Ambitionen, Besitztum und so weiter. Dennoch kann keiner dieser Unterschiede an sich einen Überlegenheitsstatus eines Menschen oder einer Rasse gegenüber anderen begründen. Die Herkunft des Menschen, seine Hautfarbe, sein Vermögen und Ansehen haben – was Gott betrifft – keinen Einfluss auf den Charakter und die Persönlichkeit des Einzelnen. Das einzige von Gott anerkannte Unterscheidungsmerkmal ist Gottesfurcht und das einzige von Gott angesetzte Kriterium lautet Güte und spirituelle Vortrefflichkeit. Gott sagt im Qurân:

O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiss, der Geehrteste von euch bei Allâh ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiss, Allah ist Allwissend und Allkundig. (Sûra 49:13).

Die unterschiedlichen Rassen, Farben oder gesellschaftlichen Stellungen sind nur nebensächlich. Sie beeinträchtigen den wahren Status des Menschen aus Gottes Sicht nicht. Nochmals: Der Gleichheitsgedanke ist nicht lediglich eine Frage der Grundrechte, eine Absprache unter Ehrenleuten oder eine herablassende Wohltätigkeit. Er ist ein Glaubensartikel, den der Muslim ernst nimmt und an dem er aufrichtig festhalten muss. Die Grundlagen dieses islâmischen Gleichheitsgedankens sind in der Struktur des Islâm tief verwurzelt. Sie rühren von folgenden Grundprinzipien her: (1) Alle Menschen sind von ein und demselben ewigen Gott erschaffen, dem höchsten Herrn aller Dinge. (2) Die gesamte Menschheit gehört dem Menschengeschlecht an und teilt sich in gleichem Maße die Abstammung von Adam und Eva. (3) Gott ist gerecht und gütig gegenüber all Seinen Geschöpfen. (4) Alle Menschen werden insofern gleich geboren, als dass niemand irgendeinen Besitz mit sich bringt, und sie sterben insofern gleich, als dass sie nichts von ihren weltlichen Besitztümern mitnehmen. (5) Gott richtet über jeden Menschen auf Grundlage dessen eigener Verdienste und entsprechend dessen eigener Taten. (6) Gott verleiht dem Menschen als solchen einen Ehren- und Würdetitel.

Dies sind einige Prinzipien, die hinter dem Wert der Gleichheit im Islâm stecken. Wird dieses Konzept vollständig verwirklicht, dann lässt es keinen Platz für Vorurteile oder Verfolgungen. Wird diese Göttliche Verordnung vollständig umgesetzt, dann gibt es keinen Platz für Unterdrückung oder Niederschlagung. Begriffe wie auserwählte und heidnische Völker, Worte wie privilegierte und abgeurteilte Rassen, Ausdrücke wie soziale Kasten und Bürger zweiter Klasse werden alle bedeutungslos und hinfällig.

Und Allah weiß es am besten!

 

Das Leben der Prophetengefährten

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt :

„Die Allerersten, die ersten der Auswanderer und der Helfer und jene, die ihnen auf die beste Art gefolgt sind – mit ihnen ist Allah wohl zufrieden und sie sind wohl zufrieden mit Ihm; und Er hat ihnen Gärten vorbereitet, durch welche Bäche fließen. Darin sollen sie verweilen auf ewig und immerdar. Das ist der gewaltige Gewinn.“ (Sure 09:100)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist

Und nun zum Thema:

Die Kritik an der Sunna hat verschiedene Arten und Weisen. So zeigt sie sich zum Beispiel durch Kritik an der Authentizität und Stellung der Sunna oder durch Kritik an der Überlieferungskette und deren Herabwürdigung oder auch durch Kritik an der Methode der Hadîth-Gelehrten beim Kritisieren und bei Kritik und Lob der Überlieferer und schließlich durch Kritik an den Überlieferungen, und zwar durch das Zweifeln an ihnen, wobei man behauptet, dass es unter den Überlieferungen einen Widerspruch gibt, und andere Schmähungen, über die wir an anderer Stelle gesprochen haben.

Zu diesen Mitteln, die Islamgegner benutzten um die Sunna für unwahr zu erklären und dieser die Glaubwürdigkeit zu entziehen, gehört die Kritik an den Hadîth-Gelehrten und den von den Prophetengefährten überlieferten Hadîthen. Sie zweifelten also an der Zuverlässigkeit der Prophetengefährten und gegen einige von ihnen schöpften sie sogar Verdacht. Sie hatten dabei das Ziel, den Islam zu schwächen und dessen Grundlagen die Glaubwürdigkeit zu entziehen. Wenn die Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein uns diese Religion übermittelten und wenn wir das Vertrauen in sie verlieren, dann würde alles, was wir haben, fraglich sein.

Die Orientalisten schrieben den frühen muslimischen Gelehrten die Erfindung der Hadîthe zu, wobei sie damit die Prophetengefährten meinten. Der Orientalist Goldziher sagte, dass wir die erfundenen Hadîthe nicht allein den späteren Generationen zuschreiben dürfen, vielmehr gibt es Hadîthe, die von Früheren überliefert wurden. Entweder sprach der Gesandte diese Hadîthe oder sie wurden von den früheren muslimischen Männern verfasst. Goldziher erwähnte weiterhin, dass Anas ibn Mâlik, der den Gesandten ungefähr zehn Jahre lang begleitete, gefragt wurde, ob er denn mit dem Propheten über alles, was er von ihm überlieferte, gesprochen hatte. Da sagte Anas zugebend: „Nicht alles, was wir übermittelt haben, haben wir vom Propheten gehört. Aber wir bezichtigen einander nicht der Lüge.“

Die diesen Orientalisten folgenden im Westen lebenden Araber verlangten, dass wir die Prophetengefährten nicht vor anderen Leuten bevorzugen und diese – wie Andere auch – der Kritik und des Lobes aussetzen.

 „… Und ich war ihr Zeuge, so lange ich unter ihnen weilte…“

(Sûra 5:117)“

Außerdem erklärt Allâh in Seinem Buch, dass die Prophetengefährten zuverlässig sind und lobt sie in verschiedenen Versen. Allâh der Hocherhabene sagt:

„Muhammad ist Allâhs Gesandter. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Ungläubigen gegenüber streng, zueinander aber barmherzig. Du siehst sie sich verbeugen und niederwerfen, indem sie nach Huld von Allâh und Wohlgefallen trachten. Ihr Merkmal steht auf ihren Gesichtern durch die Niederwerfung…“

(Sûra 48:29)

Der Erhabene sagt ferner:

„Die vorausgeeilten Ersten von den Auswanderern und den ihnen in Medina Helfenden und diejenigen, die ihnen auf beste Weise gefolgt sind – Allâh hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Und Er hat für sie Gärten bereitet, durcheilt von fließenden Gewässern, ewig und auf immer darin verweilend; dies ist der großartige Erfolg.“

(Sûra 9:100)

Er sagt weiterhin:

„Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glaubten, mühten sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person ab. Das sind die, für die es die guten Dinge geben wird, und das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.“

(Sûra 9:88)

Es gibt weitere Verse, die diese Prophetengefährten für lauter erklären und deren Vorzüge, Loyalität und Wahrhaftigkeit erklären. Wie großartig ist das Lob Allâhs, Der alles auf Erden und in den Himmeln weiß!

Ferner erklärte der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sie für zuverlässig, machte deren Stellung klar und rief zum Beachten deren Rechtes und dazu auf, ihnen keinen Schaden durch Worte oder Werke zuzufügen. Der Prophet sagte in einem in beiden Sahîh-Werken überlieferten Hadîth: „Die besten Leute sind diejenigen zu meiner Zeit, dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen.“ Er sagte auch in einem von At-Tirmidhî überlieferten Hadîth: „Allâh, Allâh! Beleidigt nicht meine Gefährten nach mir! Wer sie liebt, den liebe ich. Und wer sie hasst, den hasse ich. Wer ihnen Schaden zufügt, der fügt mir Schaden zu. Und wer mir Schaden zufügt, der fügt Allâh Schaden zu. Und wer Allâh Schaden zufügt, der ist nahe daran, von Allâh genommen zu werden.“

Die sunnitischen Muslime sind über die Zuverlässigkeit und Vorzüge der Prophetengefährten einvernehmlicher Meinung. Nachstehend folgt eine Liste von Zitaten muslimischer Gelehrter darüber:

Ibn ´Abd Al-Barr Allah erbarme sich seiner sagte in seinem Werk Al-Istî´âb: „Wir haben aufgehört, ihr Profil zu untersuchen, weil die Sunniten der einvernehmlichen Meinung sind, dass die Prophetengefährten insgesamt zuverlässig sind.“

Ibn As-Salâh sagte in seinem Werk „Muqaddima“: „Die ganze Umma ist sich darin einig, dass alle Prophetengefährten zuverlässig sind, auch – gemäß der einvernehmlichen Meinung der anerkannten Gelehrten – diejenigen, die an Unruhen beteiligt waren, und zwar weil wir gut über sie denken müssen und weil sie vorher viele Großtaten ausgeführt haben. Es sieht so aus, als ob Allâh, der Hocherhabene, den Konsensus darüber vorbereite, weil sie die Übermittler der Scharî´a sind.“

Imâm Ad-Dhahabî sagte: „Was aber die Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein betrifft, so sind diese nicht kritisierbar. Verfahren wird danach, dass sie zuverlässig sind und dass wir annehmen, was sie überliefert haben.“

Ibn Kathîr sagte: „Bei den Sunniten sind die Prophetengefährten zuverlässig.“ Dann fuhr er fort: „Was aber die Worte der Mu´taziliten „Alle Prophetengefährten sind zuverlässig, außer diejenigen, die Alî bekämpft haben“ betrifft, so sind diese nichtig.“ Dann fuhr er fort: „Was aber die Sekten der Râfida (extreme Schî´a), deren Unwissen, deren Verstandesschwäche und deren Behauptung, dass die Prophetengefährten außer siebzehn Islamleugner gewesen seien , betrifft, so gehört dies zur Lüge, für die es keinen Beweis gibt.“

„Hätten Allâh oder Sein Prophet“, wie Al-Chatîb in seinem Werk Al-Kifâya erwähnte, „nichts über sie gesagt, wäre es genug, was diese Prophetengefährten geleistet haben – die Hidschra, das Verlassen ihrer Familien und Kinder, ihre Verdienste um die Religion […], dass wir entscheiden, dass sie zuverlässig und besser waren als die nachfolgenden Generationen, und glauben, dass sie treu und beständig waren.“

Zudem ist anzumerken, dass Personen, die mit dem Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken lebten und seine Anhänger waren, jedoch später vom Glauben abfielen, nicht als Prophetengefährten bezeichnet werden, da sie sich von ihm lossagten. Diese Personen sind bekannt, ihre Überlieferungen werden auch nicht angenommen. Hier geht es um die Kritik an all jenen Gefährten, die bis zu ihrem Tod am Islam festhielten und sich bemühten den Islam zu verkünden. Lügner und Fälscher gab es, aber sie wurden entlarvt, da ja von Anfang an kritisch überprüft und verglichen wurde.

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten! 

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Das Üben von Kritik an den Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein gilt als Kritik an der Stellung des Prophetentums und der Botschaft. Jeder Muslim muss daran glauben, dass der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken die Botschaft übermittelte und alles tat, was Allâh ihm anordnete. Dazu gehört, dass er seinen Gefährten das Wissen übermittelte sowie diese läuterte und erzog. Der Hocherhabene sagt:

„Er ist es, Der unter den Schriftunkundigen einen Gesandten von ihnen hat erstehen lassen, der ihnen Seine Zeichen verliest, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich ja zuvor in deutlichem Irrtum befanden.“

(Sûra 62:2)

Was aber die Behauptung betrifft, dass die meisten Kritiker die Prophetengefährten für zuverlässig halten, so ist dies ein Fehler und ein Betrug, denn alle Kritiker erklärten, dass alle Prophetengefährten, und nicht nur die meisten, zuverlässig sind. Diejenigen, die die Prophetengefährten kritisierten, waren keine Hadîth-Gelehrten, vielmehr gehörten sie zu Sekten, die in der islamischen Historie unter Fanatismus und Hervorrufen unerlaubter Neuerung bekannt sind, um ihre unerlaubten Neuerungen zu verbreiten. Sie fanden, außer dem Kritisieren des Gesandten Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken keinen Ausweg. Es ist zwar richtig, dass die Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein Menschen und nicht unfehlbar waren, aber sie standen im ersten Grad hinsichtlich der Moral, des Pflichtbewusstseins, der Wahrhaftigkeit und Zuverlässigkeit. Diejenigen, die sagten, dass die Prophetengefährten zuverlässig sind, behaupteten nie, dass diese keine Sünde oder Fehler begehen oder nie vergessen haben können, vielmehr erreichten sie einen Grad der Frömmigkeit, die ihnen untersagte, Worte zu erfinden und diese dem Gesandten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken zuzuschreiben.

Was aber die Behauptung betrifft, dass die Prophetengefährten sich zu ihrer Zeit gegenseitig kritisierten und einigen von ihnen höhere Stellungen verliehen, was bedeutet, dass es Nachprüfung einiger Hadîthe unter ihnen gab, so stellt dies keine Bezichtigung der Lüge untereinander dar. So sagte Anas möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Wir bezichtigten einander nie der Lüge.“ Vielmehr herrschte unter ihnen großes Vertrauen. Jedoch waren sie Menschen, was dazu führte, dass sie einander hinsichtlich einiger Angelegenheiten und Rechtsnormen befragten, um sich Gewissheit zu schaffen. Ein Mensch kann natürlich vergessen oder versehentlich Fehler begehen.

Dazu gehört etwa die Überlieferung von Abû Bakr und ´Umar möge Allah mit beiden zufrieden sein, dass sie einige Gefährten über deren Überlieferungen befragten und einen zweiten Zeugen verlangten. Eigentlich wurde dies nicht als Verdächtigung oder Verletzung angesehen, vielmehr war dies zur Vergewisserung des Wortlauts der Überlieferung und dazu, dass die nachfolgenden Generationen sie als Vorbild annehmen. Es gibt keinen besseren Beweis dafür als die Worte ´Umars möge Allah mit ihm zufrieden sein zu Abû Mûsâ Al-Asch´arî, als er von diesem einen anderen Zeugen verlangte, der bezeugen musste, dass er mit ihm die Worte des Gesandten Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gehört hatte. Dann sagte er zu ihm: „Ich verdächtige dich nicht. Aber es handelt sich um einen Hadîth des Gesandten Allâhs.“

Vielleicht erfolgte diese Befragung, weil ein anderer Gefährte über einen Hadîth verfügte, der diesem Hadîth widersprach oder diesen einschränkte, oder weil er sah, dass dieser der wörtlichen Bedeutung des Qurân oder der Sunna des Propheten widersprach oder Anderes. Solche Widersprüche rühren daher, dass in der Anfangszeit des Islam noch einige Dinge erlaubt waren, die erst später verboten wurden. Berichtet ein Gefährte nun vom Erlaubtsein einer Angelegenheit, die später verbotenen wurde, lügt er ja nicht, er berichtet nur, was er weiß. Doch muss die Überlieferung korrigiert werden, da sie nicht dem aktuellen Stand entspricht. Die Befragungen, die während der Zeit der Gefährten erfolgten, sind in den Hadîth-Werken verzeichnet. Ein Gefährte wird zweimal belohnt, falls er dabei Recht hatte; aber nur einmal belohnt, falls er kein Recht hatte. Deswegen ist es nicht rechtens, dass man diese Befragungen als Beweis dafür nimmt, dass die Prophetengefährten einander verdächtigten oder einander der Lüge bezichtigten, wie die Lügner behaupten.

Unter den Muslimen besteht mithin Konsens, dass die Prophetengefährten zuverlässig sind. Niemand verleugnet dies außer derjenige, der seine Religion und seinen Glauben außer Acht lässt und damit zufrieden ist, den Islamgegnern seinen Verstand und seine Gedanken anzubieten, wodurch er von den Worten Allâhs, den Worten des Gesandten und dem Konsens der muslimischen Gelehrten abrückt.