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Die Freundschaft und ihr Einfluss auf die Pesönlichkeit

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Die Freunde werden an jenem Tage einer des anderen Feind sein, außer den Gottesfürchtigen..“ (Sure 43:67).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist!

Und nun zum Thema:

Der Qurân hat aus der unwissenden arabischen Nation die beste Nation für die Menschen gemacht. Allâh hat den Arabern durch den Qurân eine Ehre erwiesen, und so haben sie die Herrschaft über die ganze Welt erlangt, weil sie vom Qurân so stark beeinflusst wurden, dass sie sich an dessen Wortlaut und Gebote halten konnten.

Der Gesandte Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) hat seine edlen Gefährten (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) durch den Qurân erzogen, und so sind deren gläubige Persönlichkeiten in ihren besten Formen gebildet. In keiner Zeit und bei keiner Menschengruppe war der Qurân so einflussreich im Verhalten der Menschen wie in dem Verhalten und den Charakterzügen der Gefährten des Gesandten Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken).

Aus dem Qurân und seiner Beschreibung für diesen in allen Epochen der langen Menschheitsgeschichte beispiellosen und einzigartigen Typus können wir einige Aspekte und Eigenschaften dieser gläubigen Persönlichkeit erfahren; dazu gehört unter Anderem Folgendes:

– Sie ist vernünftig:

Der Vernünftige ist derjenige, der seine Interessen gut kennt und nach deren Realisierung strebt. Als man die Heuchler dazu aufforderte zu glauben wie die Leute – also die Gefährten – geglaubt haben, sagten sie: „… Sollen wir denn glauben, wie die Toren glauben?“ (Sûra 2:13). Sie bezeichneten die Gefährten (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) als Toren. Der Tor ist derjenige Mensch, der die eigenen Interessen nicht kennt und folglich nicht versucht, sie zu realisieren. Allâh hat ihnen dann wie folgt geantwortet: „Sind es denn nicht wahrhaftig sie, die die Toren sind?“ Aber sie wissen nicht.“ (Sûra 2:13). Dies bedeutet, dass die Torheit sich nur auf die Heuchler beschränkt. Es bedeutet auch, dass die Gefährten als vernünftig zu beschreiben sind, dass sich die Vernunft sogar auf sie beschränkt.

– Sie ist rechtschaffen und Ordnung schaffend:

Die gläubige Persönlichkeit stiftet kein Unheil. Als man die Heuchler dazu aufforderte, mit dem Unheilstiften auf der Erde aufzuhören, sagten sie: „Wir sind ja einzig und allein die Ordnung Schaffenden.“ (Sûra 2:11). Sie beschränkten das Schaffen von Ordnung auf sich selbst und verdrehten dadurch die Wahrheit und begingen somit zwei Sünden: das Unheilstiften auf der Erde und ihre Überzeugung, dass sie Ordnung Schaffende sind, so dass ihnen die Rückkehr zur Wahrheit erschwert ist, denn wer auf der Erde wissentlich Unheil stiftet, der ist der Abkehr näher als die Heuchler. Allâh antwortet ihnen, indem Er das Unheilstiften auf sie beschränkt: „Sind es denn wahrhaftig nicht sie, die die Lasterhaften sind?! Aber sie haben kein Gespür.“ (Sûra 2:12). Dies bedeutet, dass sich das Schaffen von Ordnung auf die Gläubigen beschränkt, und das sind die Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und diejenigen, die ihrem Vorbild bis zum Jüngsten Tag folgen.

– Sie ist innerlich und äußerlich rechtschaffen:

Der Glaube hat diese gläubige Persönlichkeit innerlich verbessert, und darüber hinaus ist sie auch nach außen hin rechtschaffen; sie glaubt an das Unsichtbare, verrichtet das rituelle Gebet, entrichtet die Zakâ, gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und verrichtet andere gute und rechtschaffene Werke. All diese Eigenschaften machten sie zur besten Persönlichkeit auf der Erde. Allâh der Erhabene sagt: „Ihr seid die beste Umma, die für die Menschen hervorgebracht wurde; ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allâh …“ (Sûra 3:110).

– Sie hat die Demut in Ehrfurcht gegenüber Allâh realisiert:

Sie hat sich vor Allâhs Strafe geschützt, indem sie Seinen Geboten folgt und das von Ihm Verbotene meidet. Das zeigte sich klar bei den Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), über die Allâh der Erhabene sagt: „… und Er verpflichtete sie zum Wort der Demut in Ehrfurcht gegenüber Allâh, und sie hatten mehr Anrecht darauf und waren dessen würdig …“ (Sûra 48:26).

Dem Gesandten Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) genau folgen:

Diese Persönlichkeit stellt sich nur auf die Seite des Gesandten Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und sie stellt sich nur auf die Seite der Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken). Sie folgt ihrem Vorbild hinsichtlich ihres Folgens ihres Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken). Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Und wer dem Gesandten entgegenwirkt, nachdem ihm die Rechtleitung klar geworden ist, und einem anderen Weg als dem der den Glauben Verinnerlichenden folgt, den kehren Wir zu dem er sich zugekehrt hat, und Wir setzen ihn der Hölle aus, und sie ist ein schlimmer Bestimmungsort!“ (Sûra 4:115). Allâh der Erhabene sagt ferner: „Die ersten Vorausgeeilten von den Auswanderern und den Helfenden und diejenigen, die ihnen durch Wohlverhalten folgen – Allâh hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm …“ (Sûra 9:100). Die Vorauseilung bedeutet hier – wie einige Qurân-Exegeten sagten – die Vorauseilung hinsichtlich des Glaubens und der Befolgung von Allâhs Geboten. Denen, die ihnen [den Auswanderern und Helfenden] folgen, machte Allâh es zur Bedingung, dass sie ihnen auf beste Weise in ihren Worten und Taten folgen sollen, und nicht auch in ihren Fehlern, denn sie sind nicht unfehlbar

– Sie strebt danach, in der Religion vorbildhaft zu sein:

Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Und diejenigen, die sagen: »Unser Herr, schenke uns an unseren Gattinnen und unseren Nachkommen Augentrost, und mache uns für die in Ehrfurcht gegenüber Allâh Demütigen zu einem Vorbild!«“ (Sûra 25:74), das heißt: Hilf uns, denjenigen vor uns zu folgen, sodass wir zum Vorbild für die Anderen nach uns werden können! Allâh der Erhabene sagte nicht in diesem Qurân-Vers „Vorbilder“, also im Plural, und zwar als Hinweis darauf, dass ihr Weg derselbe und ihre Vorgehensweise dieselbe ist, so dass es in der Wirklichkeit nur ein einziges Vorbild ist. Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Und dass dieser Mein Weg gerade ist. So folgt ihm! Und folgt nicht den Pfaden, denn sie trennen euch von Seinem Weg! …“ (Sûra 6:153).

– Sie eilt zu jeder Güte:

Allâh der Hocherhabene sagt: „Und diejenigen, die Islâmleugner sind, sagen denen, die den Glauben verinnerlichen: »Wenn er etwas Gutes wäre, wären sie uns damit nicht zuvorgekommen!«“ (Sûra 46:11). Von allen Menschen sind die Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zweifellos diejenigen, die sich am schnellsten zur Güte beeilten und die jeder Güte am würdigsten sind. Deswegen sollen sich alle, die nach ihnen kommen, sie zum Vorbild nehmen.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Geschwister im Islam:

Sie hat ihr vorteilhaftes Geschäft mit Allâh abgeschlossen:

Allâh der Erhabene sagt: „Allâh hat wahrhaftig von den den Glauben Verinnerlichenden deren Leben und deren Gut gekauft, damit für sie das Paradies sei! …“ (Sûra 9:111). Die Ergebnisse dieses Geschäftes waren sehr klar und deutlich im Verhalten derjenigen, die dieses Geschäft abgeschlossen haben, wie Sumaia, Ammâr, Jâsir, Suhaib und andere Gefährten  möge Allah mit ihnen zufrieden sein.

Der folgende Qurân-Vers ist nach der Meinung der meisten Qurân-Exegeten wegen Suhaib geoffenbart: „Und unter den Leuten ist, wer seine Seele im Trachten nach Allâhs Zufriedenheit verkauft. Und Allâh ist sanftmütig gegenüber den anbetend Dienenden.“ (Sûra 2:207). Denn als Suhaib zu Allâh und Seinem Gesandten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken auswandern wollte und sein Vermögen in Makka ließ, verfolgten ihn einige Islâmleugner. Er stieg von seinem Reittier ab, spannte seinen Bogen und sagte zu ihnen: „Ihr wisst ganz genau, dass ich einer der besten Scharfschützen unter euch bin. Ihr werdet mich nicht fangen, ohne dass ich vorher jeden meiner Pfeile verschossen habe. Und danach werde ich mit dem Schwert kämpfen, solange ich es kann. Erst dann könnt ihr tun, was ihr wollt!“ Sie sagten: „Du kamst bettelarm zu uns und jetzt lassen wir dich nicht so reich gehen. Sage uns, wo du dein Geld in Makka versteckt hast, und wir lassen dich gehen!“ Er willigte ein und informierte sie über sein Geld. Als er zum Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  kam, war dieser Qurân-Vers schon geoffenbart und da sagte ihm der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „O Abû Yahyâ! Welch erfolgreicher Handel!“ Überliefert von Al-Hâkim, Ibn Sa’d in At-Tabaqât und Abû Nu‘aim in dessen Werk Al-Hiliya. Scheich Ahmad Schâkir stufte diesen Hadîth als authentisch ein.

„Und Allâh ist sanftmütig gegenüber den anbetend Dienenden.“ : Dies bedeutet, dass Er das Wenige von ihnen annimmt und ihnen dafür reichliche Belohnung gibt. Er kauft vom den Glauben Verinnerlichenden dessen Besitz und Seele, obwohl Er der Besitzer von Seelen und Geldern ist, und verkauft im Gegenzug dem den Glauben Verinnerlichenden die beste und wertvollste Ware, nämlich das Paradies, das ebenfalls Ihm gehört. Gibt es überhaupt so etwas, dass jemand seinen Besitz gegen seinen Besitz verkauft?! Wahrhaftig, Er ist gegenüber den anbetend Dienenden sanftmütig!

– Sie weiß, dass sie überprüft werden muss:

Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Rechnen denn die Menschen damit, dass sie gelassen werden, dass sie sagen »Wir verinnerlichen den Glauben«, und sie werden nicht auf die Probe gestellt? Und Wir haben ja schon diejenigen vor ihnen auf die Probe gestellt. So weiß Allâh ganz gewiss um diejenigen, die wahrhaft sind, und Er weiß ganz gewiss um die Lügner.“ (Sûra 29:2-3). Er sagt ferner: „Oder meint ihr, dass ihr den Paradiesgarten betreten werdet, und es ist noch nichts Gleiches über euch gekommen wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Leid berührten sie, und sie wurden zum Zittern gebracht, bis dass der Gesandte und diejenigen, die mit ihm den Glauben verinnerlichten, sagten: »Wann kommt Allâhs Sieg?« Aber Allâhs Sieg ist wahrhaftig nahe!“ (Sûra 2:214). Die gläubige Persönlichkeit weiß also sehr genau, dass sie heimgesucht wird und sie findet es falsch zu glauben, dass es gut ist, dass man nicht heimgesucht wird. Sie weiß auch ganz genau, dass die am härtesten heimgesuchten Menschen die Propheten sind, dann die Besten unter den normalen Menschen, dann die Nächstbesten.

– Sie ist geduldig und erhofft Allâhs Belohnung im Jenseits:

Sie verrichtet geduldig die Anbetungshandlungen und erhofft dabei die Belohnung dafür von Allâh. Sie hält sich geduldig von den Sünden fern und erhofft dabei die Belohnung dafür von Allâh. Sie ist auch in dem Sinne genügsam, dass sie an Allâh Genüge hat, auf Ihn und Seine Belohnung vertraut sowie auf Seine Hilfe, Seinen Sieg und Seinen Beistand rechnet. Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Diejenigen, die Allâh und dem Gesandten Folge leisten, nachdem sie die Wunde erlitten hatten – für diejenigen unter ihnen, die rechtschaffen handeln und demütig in Ehrfurcht gegenüber Allâh waren, ist eine gewaltige Belohnung. Diejenigen, zu denen die Menschen sagten: »Wahrhaftig, die Menschen haben sich bereits wider euch versammelt; fürchtet sie also!« – sie wurden also stärker im Glauben, und sie sagten: »Unsere Genüge ist Allâh und was für ein vorzüglicher beschützender Sachwalter!« So kehrten sie mit Gnade von Allâh und Gunstbezeigung zurück, kein Übel hat sie getroffen. Und sie folgten dem Wohlgefallen Allâhs, und Allâh ist voll gewaltiger Gunstbezeigung.“ (Sûra 3:172-174). Er sagt ferner: „Und als die den Glauben Verinnerlichenden die Gruppierungen sahen, sagten sie: »Das ist, was Allâh und Sein Gesandter uns verheißen haben; und Allâh und Sein Gesandter sagen die Wahrheit.« Und es mehrte ihnen nur Glaube und Ergebung.“ (Sûra 33:22). Er sagt weiterhin: „Und wären sie doch zufrieden mit dem, was Allâh und Sein Gesandter ihnen gaben, und sagten: »Unsere Genüge ist Allâh. Allâh wird uns von Seiner Gunstbezeigung geben und Sein Gesandter. Wir sind wahrhaftig nach Allâh Trachtende!«“

Nur bei Allâh ist Beistand zu suchen und auf Ihn ist Verlass. Es gibt weder Macht noch Stärke außer durch Ihn.

Was ist mit dem Hadsch?

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

“ Wahrlich, diejenigen, die sagen: „“Unser Herr ist Allah““, und die sich dann aufrichtig verhalten – zu ihnen steigen die Engel nieder (und sprechen): „“Fürchtet euch nicht und seid nicht traurig, und erfreut euch des Paradieses, das euch verheißen wurde. .“ (Sure 41:30).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Während die Freude auf die Zeit des Haddsch und dessen rituelle Handlungen, die Allâh der Gepriesene und Erhabene zur Läuterung Seiner anbetend Dienenden und als Barmherzigkeit für sie vorgeschrieben hat, die islâmische Welt überflutet, wird über religiöse, spirituelle, wissenschaftliche, erzieherische und kämpferische Aspekte geredet und geschrieben; und aus der Schule des Haddsch werden viele Ideen und Lehren gezogen.

Im Islâm gibt es nämlich keine religiöse Grundlage, keine Vorgehensweise oder keine Tat, der keine großartige Weisheit zu Grunde liegt, die Allâh der Freigebige und Gönnende geordnet und von denen Er einige gelehrten Menschen gezeigt hat, damit sie dadurch über die Großartigkeit und Allmacht des Herrschers und dessen Barmherzigkeit nachdenken können.

Zahlreiche Lehren

Über diese erzieherischen Aspekte, über die viel geredet wurde, ohne dass man sie gründlich und umfassend beschreiben oder analysieren konnte, schreibt Herr Fahd Al-Dschuhanî: „Wir werden einige Lektionen und Lehren behandeln, die wir aus der Schule des Haddsch lernen.

Unser Ziel ist es nicht, diese Lehren gründlich und umfassend zu erwähnen, vielmehr handelt es sich um Hinweise und Lichtpunkte, die den Geist und die Großartigkeit des Islâm zeigen.“

Einheit und Verbundenheit

Diese Begriffe sind für die Aufwärtsentwicklung der Umma von großer Bedeutung, und sie sind in den rituellen Handlungen des Haddsch sehr deutlich, denn die Muslime kommen aus allen Teilen der Welt zum Haddsch. Sie haben verschiedene Nationalitäten, Hautfarben, Sprachen und Namen, aber trotzdem haben sie sich beim Haddsch zeitlich und örtlich, äußerlich und innerlich vereint. Sie haben sich auch innerlich so vereint, dass irgendein Haddschi, wenn du ihn fragst, warum er den Haddsch unternehme, antworten würde, dass er aus Gehorsam gegenüber Allâh dem Hocherhabenen und in der Hoffnung auf Seine Vergebung und Barmherzigkeit gekommen ist.

Allâh der Erhabene sagt „Hierauf strömt weiter, woher die (anderen) Menschen weiterströmen …“ (Sûra 2:199), damit die Handlungen des Haddsch einheitlich werden. Die Symbole der Einheit der Haddschis bei den rituellen Handlungen sind sehr deutlich, so dass man sie nicht ausführlich zu erklären braucht. Hätte der Haddsch nur diesen Vorteil und nur diese Lehre gehabt, die wir ziehen und mit in unsere Heimatländer nehmen, dann

wäre es bei Allâh ausreichend und es hätte einen deutlichen Einfluss auf die Entwicklung der Umma gehabt.

Zeitmanagement und Einhaltung der Termine

Dies ist eine weitere Lektion des Haddsch, denn die enge Verbindung zwischen Haddsch und Zeit beweist die Bedeutung der Zeit und deren hohen Wert. Das wird deutlich durch die genaue zeitliche Bestimmung für jede rituelle Handlung des Haddsch wie das Verweilen auf der Arafa-Ebene, der Übernachtung in Muzdalifa, dem Verlassen von Muzdalifa nach Minâ, der Bewerfung der Aqaba-Steinsäule und die zeitliche Bestimmung für das Bewerfen der anderen Steinsäulen nach dem Mittag; und auch der Haddsch selbst hat seine bestimmte Zeit im Jahr und wird weder vor dieser Zeit noch nach ihr angenommen. Dies und vieles mehr weist uns auf die Bedeutung der Zeit hin. Zeit ist Leben, sie ist das Kapital des Muslim, das er davor bewahren soll, in nutz- und fruchtlosen Sachen verschwendet zu werden, die weder religiöse noch weltliche Interessen enthalten, geschweige denn, dass er diese Zeit mit etwas verbringt, was Allâh der Hocherhabene verboten hat.

Erleichterung und keine Erschwernis

Leichtigkeit, Einfachheit und Erleichterung gehören zu den Eigenschaften des Islâm, die sich im Haddsch sehr klar zeigen. In einem von Al-Buchârî und Muslim überlieferten Hadîth sagt Abdullâh ibn Amr ibn Al-Âs , als der Prophet  beim Abschiedshaddsch in Minâ die Fragen der Menschen beantwortete: „Immer wenn der Prophet  nach etwas gefragt wurde, das früher oder später getan wurde, sagte er: »Tue es, es gibt nichts dagegen einzuwenden!«“ Und auch die Sondererlaubnisse für diejenigen, die dafür eigene Entschuldigungsgründe haben, wie der Prophet  zum Beispiel Al-Abbâs ibn Abdulmuttalib es erlaubte, wegen seiner Tränkungstätigkeit die Nächte von Minâ in Makka zu verbringen; und auch die Erlaubnis für die Schwachen wie die Kinder und die Frauen, dass sie Muzdalifa schon in der Nacht verlassen und die Aqaba-Steinsäule früher bewerfen können. Es gibt noch weitere Beispiele für die Erleichterung und den Verzicht auf die Erschwernis beim Haddsch.

Dazu gehört auch, dass man bei vielen Handlungen mehrere Wahlmöglichkeiten hat, was ebenfalls eine große Erleichterung bedeutet: Man hat zum Beispiel beim Haddsch die Wahl zwischen Tamattu-, Qirân- und Ifrâd-Haddsch (verschiedene Verbindungsmöglichkeiten von Haddsch und Umra [Pilgerfahrt mit geringeren Riten

als Haddsch] mit entsprechendem Ihrâm); man hat ferner die Wahl, sich die Haare zu kürzen oder zu rasieren; man hat weiterhin die Wahl, sich zu beeilen oder bis zum Ende der Haddsch-Handlungen abzuwarten.

Das ist zweifellos eine großartige Lektion für jeden Aufrufenden zu Allâh, für jeden Erzieher, Lehrer und für jeden Muslim, dass sie sich für die Leichtigkeit und Erleichterung und nicht für Erschwernis und Bedrängnis der Menschen entscheiden, und zwar gemäß den Worten des Propheten : „Macht es leicht und erschwert es nicht; bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab!“ Überliefert von Al-Buchârî.

 Die eigene Erziehung, die Selbstkontrolle und die Einhaltung der demütigen Ehrfurcht gegenüber Allâh

Wenn man sich den Haddsch betrachtet, wird man diese präzise Ordnung, die Disziplin und den Ernst der Haddschis sehr klar bemerken. Denn vom Beginn bis zum Ende der gesegneten Reise des Haddsch finden wir klare zeitliche und örtliche Grenzen: Die örtlichen Grenzen sind die festgelegten Mîqât (Orte, an denen man in den Ihrâm-Zustand eintritt), die die Haddschis von außerhalb Makkas nicht überschreiten dürfen; dazu gehören ebenfalls die Orte des Umschreitens der Ka‘ba und des Sa‘î (Lauf zwischen den Hügeln Safâ und Marwa)

und Ähnliches. Die zeitlichen Grenzen stellen sich in den rituellen Handlungen dar, die an eine bestimmte Zeit gebunden sind, wie das Verweilen auf der Arafa-Ebene, deren Verlassen, die Übernachtung in Muzdalifa, die Bewerfung der Steinsäulen und Anderes mehr. Zur deutlichen Disziplin im Haddsch gehört, dass alle Haddschis eine bestimmte einheitliche Kleidung tragen und die Verbote vermeiden müssen, die den Ihrâm-Zustand verletzen.

All diese Grenzen stammen von Allâh dem Hocherhabenen: „… Dies sind Allâhs Grenzen, so übertretet sie nicht! Wer aber Allâhs Grenzen übertritt, diejenigen sind die Ungerechten.“ (Sûra 2:229), und Allâh der Erhabene sagt ferner: „… Dies sind Allâhs Grenzen. Wer aber Allâhs Grenzen übertritt, der fügt sich ja selbst Unrecht zu…“ (Sûra 65:1).

Al-Buchârî gab einem Kapitel im Buch über den Haddsch den Titel: „Kapitel über die Anweisung des Propheten  beim Strömen (beim Verlassen der Arafa-Ebene), Ruhe zu bewahren und über seinen Wink mit der Gerte“. In diesem Kapitel steht Folgendes: „Als der Prophet  sich am Tag von Arafa in Bewegung setzte, hörte er hinter sich laute Stimmen, das Schlagen und Antreiben der Kamele, da zeigte er mit seiner Gerte zu ihnen und sagte: »O ihr Menschen, bewahrt die Ruhe, denn Rechtschaffenheit ist nicht durch Eile zu erlangen!«“

Betrachte diese großartigen Prinzipien, zu denen der Muslim im Haddsch erzogen wird, wie der Liebe zur Ordnung, Disziplin und zum Ernst; und so kehren die Muslime mit diesen wertvollen erzieherischen Prinzipien zu ihren Familien zurück!

Ordnung, Disziplin und Ernst

All diese Bedeutungen sehen wir sich in den rituellen Handlungen des Haddsch widerspiegeln. Allâh der Erhabene ordnet sogar im Zuge der Qurân-Verse über den Haddsch die Gottesfurcht an und sagt: „… Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die Gottesfurcht. Und fürchtet Mich, o die ihr Verstand besitzt!“ (Sûra 2:197). Dies bewegt den muslimischen Haddschi dazu, gegenüber Allâh dem Mächtigen Selbstkontrolle zu üben, denn Allâh weiß um alles, was man tut, und Allâh der Hocherhabene verbietet ihm, während des Haddsch Geschlechtsverkehr auszuüben, Missetaten zu begehen und Streit zu führen, um ihn zu erziehen und sein Verhalten zu disziplinieren. Dazu sagt Allâh der Erhabene: „Die (Zeit der) Pilgerfahrt (sind) bekannte Monate. Wer in ihnen die (Durchführung der) Pilgerfahrt beschlossen hat, der darf keinen Beischlaf ausüben, keinen Frevel begehen und nicht Streit führen während der Pilgerfahrt. Und was ihr an Gutem tut, Allâh weiß es…“ (Sûra 2:197). Vom Beginn des Haddsch

an fürchtet der Muslim Allâh den Erhabenen, und so gilt seine Absicht einzig und allein Allâh, sein Haddsch, seine Liebe, Hoffnung, Furcht, Ehrfurcht, Bittgebete und Anflehungen gelten nur Allâh dem Erhabenen. Sobald er die Ihrâm-Kleidung trägt, übt er Selbstkontrolle und erinnert sich daran, dass Allâh ihn sieht und über seine Taten Bescheid weiß, und so hält er sich von den Verboten des Ihrâm-Zustandes fern; und wenn er einen Fehler begeht, dann sühnt er ihn, wie Allâh es vorgeschrieben hat. Wenn beim Umschreiten der Ka’ba etwas im Gedränge von diesen Tausenden Männern und Frauen passiert, dann hält er seine Blicke zurück, sodass er nichts Verbotenes erblickt; er hält sich vom Verbotenen zurück und wahrt sein Herz, sein Gehör, seine Augen und seine Zunge vor dem Verbotenen während des Haddsch, damit er seine rituellen Handlungen in der Hoffnung auf die Annahme seiner Anbetungshandlungen hütet. Und dies gilt ebenso für alle weiteren rituellen Handlungen des Haddsch.

Es ist allen klar, dass all dies die Seele erzieht, läutert und reinigt. Bei Allâh, das ist eine großartige und erhabene Lektion, falls der Haddschi sich diese Lektion betrachtet, sie lernt und in seinem Leben anwendet!

Die Verbundenheit, das gegenseitige Kennenlernen und die Solidarität unter den Muslimen

Wie schön wird der Haddsch, wenn du einen muslimischen Bruder aus einem anderen Teil der Welt kennen lernst, seine Zustände erkennst, ihn liebst und er dich liebt; wenn ihr beide euren Geschwistern helft und für einander sorgt, ohne dass irgendetwas wie Verwandtschaft, Heimat, Vaterlandsliebe oder Geld euch verbindet; nur der Islâm verbindet euch. Hier in der Zeit des Haddsch erlebt man die schönsten und großartigsten Beispiele der Brüderlichkeit, und wir Muslime werden wirklich so, wie der auserwählte Prophet  von uns berichtete: „Ein Gläubiger ist dem anderen Gläubigen wie das Mauerwerk; ein Teil davon hält den anderen Teil fest.“ Überliefert von Al-Buchârî und Muslim.

Und lass uns, mein lieber Bruder, über folgenden Hadîth im Sahîh-Werk von Muslim nachdenken, in dem Ibn Abbâs berichtete, dass der Prophet  eine Schar reisender Menschen in Ar-Rauhâ traf und sie fragte: „Wer seid ihr?“ Sie antworteten: „Wir sind die Muslime. Und wer bist du?“ Er antwortete: „Ich bin der Gesandte Allâhs.“ Da hob eine Frau von ihnen ein kleines Kind hoch und fragte: „Gibt es für dieses Haddsch?“ Er antwortete: „Ja, und dafür wirst du belohnt.“

Der Haddsch erzieht also zur Verbundenheit, zum gegenseitigen Kennenlernen, zur Freundlichkeit und zur Annäherung unter den Muslimen, denn es gibt zwischen 11

uns keinen Unterschied außer durch die Demut in Ehrfurcht gegenüber Allâh. Allâh der Erhabene sagt in der Sûra vom Haddsch: „damit sie (allerlei) Nutzen für sich erfahren und den Namen Allâhs an wohlbekannten Tagen über den aussprechen, womit Er sie an den Vierfüßlern unter dem Vieh versorgt hat. – Esst (selbst) davon und gebt dem Elenden, dem Armen zu essen“ (Sûra 22:28), und Er sagt ferner: „dann esst davon und gebt dem bescheidenen und dem fordernden (Armen) zu essen“ (Sûra 22:36).

Allâh weiß wahrhaftig über Seine anbetend Dienenden Bescheid und Er erzieht sie dazu, dass sie sich gegenseitig helfen und für einander sorgen, dass der Reiche von ihnen den Armen speist und der Starke von ihnen dem Schwachen hilft. Dadurch werden wichtige Prinzipien wie die gegenseitige Solidarität und Zusammenarbeit verankert.

Und Allah weiß es am besten

Sie sind eilend gekommen, so bereitet euch vor!

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

“ Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam zum Glauben erwählt. .“ (Sure 5:3).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Tage eines hervorrangenden Monates haben sich von uns genähert. Sie haben sich von uns mit Tahl l (Gebrauch der Formel lâ ilâha `illa Allah es gibt keine Gottheit außer Allah), Takbîr (der Formel `Allahu `akbar), Lobpreis, Verherrlichung, Sich-Zurückziehen von der Welt und Widmen Gottes dem Dienste, Demut, Bittgebet, Taränen, zunehmender Gabe bei den Löhnen,  Vergebung und Barmherzigkeit von einem stets vergebenden Herrn genähert Die ersten Zehn-Tage vom Monat Zu-l-Hidscha haben sich rennend genähert, deshalb lege ich für euch diese Haltungen dar!

Die erste Haltung:

 Wie majestätisch ist die Genade Allahs uns gegenüber und wie Er, Preis sei Ihm, barmherzig uns gegenüber, als Er für uns Saisonen für die Gehorsam Ihm gegnüber und Zeiten, in denen wir dessen Gaben unterworfen sind, durchn Er für uns die Grade hochstellt und die Abrechnungen (am Jüngsten Tag) verdoppelt und die schlechten Tate vergibt, „Wenn ihr die Gunst(erweise) Allahs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen.“ (Sûra 14,34)

Der gläubige anbetend Dienende geht zwischen diesen Saisonen und Zeiten mit aller Hoffnung umher, dass von ihm sein Herr alles annnimmt, was er verrichtet hat, als er ernsthaft gearbeitet, sich bemüht, bewusst, gearbeitet hat sowie treu und aufrichtig gewesen war, mit aller Sicherheit, dass er ins Paradies tretten wurd, sobald er dies tut. Der Erhabene sagt: „ Wer aber, sei es Mann oder FRAU, etwas an rechtschaffenen werken tut, und dabei gläubig ist, jene werden in den (Paradies)garten eingehen und es wird ihnen nicht ein Dattelkerngrübchen Unrecht zugefügt.“ (Sûra  4:124)

Sowie sagt Der Erhabene: „Wer aber etwas an rechtschaffenen Werken tut und dabei gläubig ist, der wird kein Unrecht und keine (Lohn)minderung befürchten. Und diene deinem Herrn, bis die Gewissheit zu dir kommt.“ (Sûra 20,112)

Unter dieser göttlichen Gnade ist eingeliedert, dass er die Betrauung mit seinem Herrn erneuert, da die Unachtsamkeit dem Menschen trifft und ihn die Versuchungen beeinflussen und ihm der Satan alles Gutes raubt, dann kommen diese Saisonen, dann kehrt er zurück, tut Buße, kommt zurück und kehrt wieder mit einer zugewendeten Seele, srömender Träne und aufrichtiger Reue, so gebührt Dir alles Lop, Du unser Herr, wegen dem, was Du uns an Gnaden gewährt hat, und Dir gebührt alles Lop sowohl im Voraus als auch im Letzte  sowie Dir gebührt alles Lob vor und nach.

Die zweite Haltung:

Diese zehn Tage sind eine große Chance in diesem Leben und reichlicher Gewinn in dieser Welt, der Gläubiger ist aufgefordert, die Chancen zu benutzen, bestrebt zu sein, diese zu wahrnehmen und gewinnen, und darum ernst zu sein, nach allem, was sie an Gute und Gnade haben, zu streben. Das Gute und der Vorrang dieser zehn Tage haben sich bei der Aussage des (Geliebters) Gesandten (Segen und Frieden seien auf ihm) verdeutlicht :“

Dieser hochrangige Vorrang ist auf das, was sich in diesen Tagen von vielfältigen Anbetungshandlungen und unterschiedlichen gottgefälligen Taten dem Herrn gegenüber befinden. Ibn Hadschar sagte in (seinem Buch) al fath : „Es zeigt sich, dass  der Grund für den Vorzug der zehn Tage von Zu-l-Hidscha im Zusammenkommen der Mütter der anbetend Dienung an diesen Tagen liegt, nämlich, das Gebet, das freiwillige Almosen, das Fasten und der Haddsch, was in keinem anderen sind.“ Zitatende.

Der Vorrang dieser Tage zeigt sich auch darin, dass sie die besten Tage der Welt sind. Dschâbir ibn Abd Allah (möge Allaj mit ihm zufrieden sein) berichtete, dass der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen  schenken) sagte: „Die besten Tage der Welt sind die zehn Tage (von Zu-l-Hidscha).“

Es ist eine Einladung für dich, du mein gläubiger Bruder, damit du dich auf den Empfang vorbreitest, sowie dass Allah dich diesen Tagen gegenüber in bestem Falle sieht. Wisse, dass sie Tage sind, die in deinem Leben schnell gehen und von dir viel nehmen. Und nimm die Schrift mit aller Kraft  , wenn du sie in diesem Jahr erlebst, vielleicht gehörst du zu denjenigen, die diese Tage im nächsten Jahr nicht erleben.

Die dritte Haltung:

Du, der anbetend Diener Allahs, sollst diese zehn Tage zu einem Gute-Wendepukt in deinem Leben machen, und gucken, was du jetzt um Allah verrichtest und wie du am Ende deines Leben bist. Es ist sehr wichtig, dass du dich Allah am Ende deines Lebens mehr als dessen Anfang  näherst. Dass du davon beeinflusst wirst, soll es über dein Gesicht, Handeln sowie Herz erscheinen. Wo liegt der Vorteil denn, wenn diese verdienstvollen zehn Tage vorbeigehen, ohne dich zu einem anbetend dienenden reuigen und Allah Dem Erhabenen gegenüber demütigen Mann zu machen.

Du sollst unbedingt auch mit diesen positiv aufeinanderwirken, und zwar, dass du die negative Art und Weise deines Lebens änderst oder dass du verdoppelst, was du an  rechtschaffenen Anbetungshandlungen verrichtetste oder dass du die übliche Routine deines Lebens mit dem, was von den Aussagen und Handlungen rechtschaffen ist, brichest. Der Erhabene sagt: „Und diene deinem Herrn anbetend, bis die Gewissheit zu dir kommt.“ (Sûra 15,99)

Die vierte Haltung:-

Solange wir am Empfang dieser gesegneten zehn Tage wagen, kennen viele von uns die Art und Weise dieses Empfangs nicht. Als Darlegung dieses Problems sage ich, dass der Muslim planen und sich bemühen soll, jede Minute an den besten Tagen der Welt zu empfangen. Er soll auch die Programmen vorbreiten und die Tabellen zeichnen, die ihm bei dieser wunderbaren gläubigen Nutzung helfen, da die zehn Tage ein Feld für die ganzen rechtschaffenen Taten ohne Ausnahme. Und diese rechtschaffenen Taten bedürfen einer vorherigen Anordnung und genauen Planung, die dem gläubigen anbetend Diener dabei helfen, diese ganzen rechtschaffenen Taten  zu verrichten und deren Belohnung vom Herrn der Welten zu erhalten.

Die fünfte Haltung:-

Diese zehn Tage haben Eigenschaften, um einige zu nennen:

Allah, Preis sei IHM, Der Erhabene, schwört bei diesen in SEINEM ehrwürdigen Buch, in dem Der Erhabene sagt: „Bei der Morgendämmerung und den zehn Nächten.“ (Sûra 89,1-2)

Allah, Preis sei IHM, Der Erhabene bezeichnete sie in SEINEM Buch als die bekannten Tage und ordnete an ihnen ins Besondere Dessen Gedenken an. Der Erhabene sagt: „Und sie gedenken den Nahmen Allahs an wohlbekannten Tagen.“ (Sûra 22,28) Einige Quran-Exegeten meinten, dass die bekannten Tage die ersten zehn Tage von Zu-l-Hidscha sind.

Die rechstchaffenen Taten an diesen sind bei Allah mehr beliebt als die anderen Tage. Ibn ´Umar (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) sagte, dass der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Es gibt keine Tage, die bei Allah großer oder an denen die Arbeit bei Allah mehr beliebt als diese zehn Tage sind, also vermehrt an ihenen die Aussage (es gibt keine Gottheit außer Allah) und die Aussage (Der Lobpreis ist Allah).“

An diesen befindet sich Der (Tarwija) Nachdenkentag respektive der achte Tag, an dem die Taten des Hadsch beginnt.

An diesen befindet sich der Tag von  ´Arafa, der ein großartiger Tag ist und zu den ruhmvollen Eigenschaften des Islam gehört. Er hat großartige Tugenden, denn es ist ein Tag der Vergebung der Sünde und dessen Übersehen, ein Tag des Freilassens vom Feuer und ein Tag des Stolzes. Von Aischa, der Mutter der Gläubigen, (möge Allah mit ihr zufrieden sein) wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs (möge Allah ihn in Ehren d ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Es gibt keinen Tag, an dem Allah Der Allmächtige Der Majestätische einen anbetend Diener vom Feuer freiläßt, mehr als der Tag von Arafa. ER kommt heran und brüstet sich mit ihnen den Engeln gegenüber.“ Der Hadith wurde von Muslim verbreitet.

An ihnen befindet sich eine Nacht des Zusammenbringens und zwar die Nacht von Muzdalifah, in der derjeninge, der den Hadsch verrichtet, in der Nacht des zehnten Tages von Zu-lHidscha übernachtet, nachdem er von Arafa (Berg) gestoßen wird.

An ihnen befindet sich der Hadsch respektive die fünfte Elementarpflicht des Islam.

An ihnen befindet sich der tag des Schlachtes und zwar der zehnte Tag von Zu-l-Hidscha, der als der großartigste Tag der Welt gilt, gemäß dem, was Abdullah ibn Qirt überlieferte, dass der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Der großartigste Tag bei Allah, Gepriesen sei Ihm, Dem Erhabenen ist der tag des Schlachtes und dann kommt der Tag der Kälte.“

Allah machte sie zu einer Zeit des Sich-Nähern Allahs, Preis sei Ihm, gegenüber und zwar mit Schlacht der Opfer wie die Markt der Opfertiere, die speziell für denjenige, der den Haddsch verrichtet, sowie wie die Opfer, an dem sich derjenige, der den Haddsch verrichtet, mit den anderen Muslimen beteiligt.

An ihnen befinden sich Tage, die besser als die letzten zehn Tage von Ramadaan sind, gemäß dem, was Scheich des Islam Ibn Taimija (möge Allah Sich seiner erbarmen) erwähnte, als man ihn nach Zu-l-Hidscha und den letzten zehn Tagen von Ramadaan fragte und zwar welche besser sind?? Da antwortete er: „Die zehn Tage von Zu-l-Hidsacha sind besser als die zehn Tage von Ramadaan und die letzten zehn Nächte von Ramadaan sind besser als die Nächte der zehn Tage von Zu-l-Hidscha.“ Zitatende seiner Aussage (möge Allah Sich seiner erbarmen).

Die sechste Haltung:-

Es gibt Taten, deren Verrichtung an diesen zehn Tagen empfehlenswert ist, auf die man hinweisen muss. Zu ihnen gehört:

Die Notwendigkeit, sich wieder reuvoll Allah dem Erhabenen zuzuwenden und zu IHM zurückzukehren sowie von den Sünden und dem Ungehörsam abzulassen und an der Verrichtung der rechtschaffenen Taten zu wagen.

Verrichtung der rituellen Gebete zu deren Zeit, denn dies gehört zu den prächtigsten und großartigsten sowie verdienstvollen Taten. Der Muslim soll auch sie in Gemeinschaft mit den Muslimen verrichten sowie er soll die freiwilligen Gebete an diesen zehn Tagen vermehren, da sie zu den besten gottgefälligen Taten gehören.

Das Fasten, sei es das Fasten der ganzen neuen Tage von Zu-l-Hidscha oder einige von ihnen ins Besondere der Tag von Arafa.

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)sagte: „Ich erwarte von Allah, dass das Fasten vom Tag von Arafa sowohl das vorherige als auch das kommende Jahr abbüßt.“ Sowie Hafsa sagte: „Vier Angelegenheiten, die der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!)nicht ließ, nämlich, das Fasten von ´Aschurâ`(dem zehnten Tag vom Monat Muharram), das Fasten der zehn Tagen von Zu-l-Hidscha, das Fasten an drei Tagen jedes Monates und zwei Rakaa vor der Morgenfrühe.“

Die Umra und der Haddsch, sind am besten, was man an den zehn Tagen von Zu-l-Hidscha verrichtet

Und Alla

Saisonen der rechtschaffenen Werke

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Und wetteifert nach Vergebung von eurem Herrn und (nach) einem Garten, der (in seiner Ausdehnung) so weit ist wie Himmel und Erde, und der für die Gottesfürchtigen bereitsteht,“ (Sure 3:133).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist!

Und nun zum Thema:

Die gläubige menschliche Seele bedarf immer dann starker Anregung, wenn die Faulheit sie am Gehorsam hindert und sie zur Begierde neigt. In all den weltlichen Ablenkungen und dem Streben nach Materiellem sehnt sich die Seele eines Gläubigen nach einem Glaubenszustand, der sie von der Erde erhebt und sie bis zu den Wolken des geräumigen göttlichen Horizonts fliegen lässt.

Der Mensch erlebt einige Momente und Tage, an denen es besonders leicht ist, zu Allah zurückzukehren und ein neues Kapitel in der Beziehung zu Allah, dem Erhabenen, aufzuschlagen. Diese ersten zehn Tage des Monats Dhu Al-Hiddscha sind die Tage, die für diese reumütige Rückkehr am besten geeignet sind.

In der islamischen Erziehung gelten diese Tage als gute Gelegenheit für eine zielgerichtete Glaubenserziehung und als Ansporn für die Seele, bei der sündige Herzen von ihrem Schmutz geläutert werden, sich nachlässige Seelen ihrem Schöpfer reumütig zuwenden und der Geist ein reines geläutertes Leben führt, in dem nur Gehorsam und Glaube eine Rolle spielen.

Das Gute in allen Facetten

Diese ersten zehn Tage beinhalten das Gute in all seinen Formen. Sie sind nämlich die besten und vorzüglichsten Tage. Allah, der Erhabene, schwört bei diesen Tagen in Seinem Buch: „Und den zehn Nächten.“ (Sure 89:2). Die meisten Quran-Exegeten sagen: „Damit sind die ersten zehn Tage des Monats Dhu Al-Hiddscha gemeint.“

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) erhöhte die Stellung der rechtschaffenen Handlung an diesen Tagen in starker Weise, als er sagte: „An keinen anderen Tagen ist das Vollbringen einer rechtschaffenen Handlung Allah lieber als an diesen Tagen, das heißt den ersten zehn Tagen des Monats Dhu Al-Hiddscha.“

Er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte ebenso: „Es gibt keine Handlung, die für Allah, den Allmächtigen und Majestätischen, lauterer ist und großartigere Belohnung enthält als das Gute, das man an den zehn Opfertagen tut.“

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) ordnete an, an diesen Tagen vermehrt Allahs zu gedenken, indem er (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „An keinen anderen Tagen ist das Vollbringen rechtschaffener Handlungen für Allah bedeutender und lieber als an diesen ersten zehn Tagen, das heißt den ersten zehn Tagen des Monats Dhu Al- Hiddscha. Sprecht also an ihnen häufig die Worte „La Ilaha Illa-llah (Es gibt nichts Verehrungswürdiges außer Allah)“, den Takbir (die Worte „Allahu akbar – Allah ist größer)“ und die Worte „Al-Hamdu li-llah (der Lobpreis ist Allahs)“!“

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) pflegte an den ersten neun Tagen des Monats Dhu Al-Hiddscha zu fasten.

Einige Ehefrauen des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagten: „Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) pflegte an den ersten neun Tagen des Monats Dhu Al-Hiddscha, am Aschura-Tag (10. Muharram), an drei Tagen in jedem Monat (des islamischen Mondkalenders), am ersten Montag im Monat und an zwei Donnerstagen zu fasten.“ Der Imam An-Nawawi sagte über das Fasten an den ersten zehn Tagen des Monats Dhu Al-Hiddscha: „Es ist sehr erwünscht.“

Er ordnete an, am Arafa-Tag zu fasten.

Man fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) über das Fasten am Tag von Arafa, worauf er antwortete: „Es tilgt die Sünden des verstrichenen Jahres und des kommenden Jahres.“

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wir betrachteten das Fasten am Tag von Arafa, als wir mit dem Gesandten Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) waren, als das Fasten von zwei Jahren.“

Ibn Hadschar sagte: „Der offensichtliche Grund für den Vorzug der ersten zehn Tage des Monats Dhu Al-Hiddscha lautet, dass man die großen Anbetungshandlungen an ihnen vereint, nämlich das Gebet, das Fasten, das Almosen und den Haddsch, wobei diese an keinen anderen Tagen vereint sind.“

Der den Prophetengefährten nachfolgende, rechtschaffene Sa’id ibn Dschubair pflegte, wenn die ersten zehn Tage des Monats Dhu Al-Hiddscha kamen, sich an ihnen so sehr zu bemühen, dass man ihm kaum darin nacheifern konnte.

Der hanbalitische Gelehrte Ibn Radschab sagte: „Da Allah der Erhabene den Seelen Seiner gläubigen Diener eingibt, sich nach Seinem sakrosankten Haus zu sehnen, wobei nicht alle Leute dies jedes Jahr tun können, schreibt Er einem dazu Fähigen den Haddsch einmal im Leben vor. Und so können die Pilger und die Menschen, die nicht pilgern, an diesen zehn Tagen gemeinsam teilhaben.“

Der Scheich des Islam Ibn Taimiya wurde gefragt, ob die ersten zehn Tage des Monats Dhu Al-Hiddscha oder die letzten zehn Tage des Monats Ramadan besser seien? Er antwortete: „Die ersten zehn Tage des Monats Dhu Al-Hiddscha sind besser als die letzten zehn Tage des Monats Ramadan und die letzten zehn Nächte des Monats Ramadan sind besser als die ersten zehn Nächte des Monats Dhu Al-Hiddscha.“

Ibn Al-Qayyim verglich den Vorzug dieser Tage mit folgenden Worten: „Der beste Tag bei Allah ist der Opfertag. Er ist der Tag des großen Haddsch.“ In der Hadith-Sammlung von Abu Dawud sagte der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wahrhaftig! Die größten Tage bei Allah sind der Opfertag und der Tag der Ruhe.“ Der Tag der Ruhe ist der Tag, an dem die Leute in Mina verweilen, nämlich der 11. Tag des Monats Dhu Al-Hiddscha.

Es heißt auch, der Arafa-Tag sei besser als der Opfertag, denn das Fasten an ihm tilgt die Sünden von zwei Jahren und es gibt keinen Tag, an dem Allah mehr Menschen vom Höllenfeuer befreit als am Arafa-Tag, denn Allah der Hocherhabene nähert sich Seinen anbetend Dienenden an diesem Tag. Dann ist Er gegenüber Seinen Engeln stolz auf die Haddschis.“

Diese zehn Tage vereinen also das Gute in allen Facetten. Somit kommt an diesem Tag viel Gutes zusammen. Es gibt also keine rechtschaffene Handlung, die an ihnen nicht erwünscht ist. Und an keinen anderen Tagen ist das Vollbringen rechtschaffener Handlungen besser als an diesen Tagen. Sie sind also ein absolutes Gut für die reine Seele und eine Zeit für den Glauben und die Seele, deren Tage im Jahreszyklus den höchsten Vorzug einnehmen.

Zwischen dem Hadsch und dem Blutfluss

Wem Allah beim Haddsch zu Seinem Haus Erfolg verleiht, dem ermöglicht Er das Beste dessen, was Er liebt, indem Er ihn auserwählt, um ihm seine Sünden zu tilgen und ihn, wenn er eine aufrichtige Absicht hat, von seinen Sünden zu befreien, wie am Tage, an dem seine Mutter ihn zur Welt brachte. Er erleichtert ihm, einen neuen Abschnitt in seinem Leben zu beginnen, der die Phase des Glaubens einläutet.

Die Ihram-Kleidung lenkt den Blick von den Gelüsten auf das Leichentuch. Kein trügerischer Schmuck zählt mehr, kein einlullendes Gelüst und kein törichter Kampf um das vergängliche Diesseits. Alle tragen dieselbe Kleidung: den Ihram, genauso wie sie alle einst das Leichentuch tragen werden. Alle fürchten die Sünde und hoffen auf die Barmherzigkeit, die alles umfasst.

Die Gläubigen sollen am Haddsch-Tag eine internationale Erklärung verkünden, vor allem in dieser Zeit, in der die Umma blutet. Es soll erklärt werden, dass die Muslime überall auf Erden ein einziges Individuum sind, einem Weg folgen, ein einziges Ziel haben und einen einzigen Herrn verehren. Sie hoffen auf Seine Barmherzigkeit und fürchten Seine Strafe. Der Satan und seine Anhänger sollen sich entfernen und jeder Muslim soll auf seine Religion stolz sein, nämlich diese Religion, die alles übersteigt, denn Allah ist ihr Schutzherr, während ihre Feinde keinen Schutzherrn haben.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten! 

 

Geschwister im Islam:

 

Das Opfern gehört zu den wichtigen Riten des Islam und den größten Taten, die den Menschen Allah näher bringen. Es ist ein Zeichen für Aufrichtigkeit in den Anbetungshandlungen und im Befolgen Seiner Gebote und Verbote. Deshalb schlachtet man im Islam Opfertiere.

Beweise für das Schlachten von Opfertieren

Das Opfern ist das Schlachten eines Weidetieres an den Tagen des Opferfestes, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen. Es ist eine Anbetungshandlung, die durch Quran, Sunna und Konsens der Gelehrten belegt wird. Allah, der Erhabene, sagt: „So bete zu deinem Herrn und opfere!“ (Sure 108:2)

Allahs Gesandter  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  sagte: „Wer nach dem Gebet schlachtet, der hat sein Opfer und damit eine Sunna der Muslime vollbracht.“ Überliefert von Al-Buchari.

Zudem ist belegt, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  zwei weiße Ziegenböcke mit jeweils zwei Hörnern schlachtete. Er schlachtete sie eigenhändig, sagte „Bismillah und Allahu Akbar“ und setzte seinen Fuß auf ihre beiden Hälse.

Alle Muslime sind sich einig, dass das Opfern zum Islam gehört und eine islamische Anbetungshandlung darstellt.

Viele Hadithe berichten uns über dessen Vorzug und die große Belohnung des Opferns. Auch wenn diese Hadithe nicht eindeutig authentisch sind, bleibt das Opfern dennoch eine wichtige Anbetungshandlung, deren Ehrung Allah anordnete. Durch das Opfern folgt man darüber hinaus unserem Vorbild, dem Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken , der diese Handlung stets praktizierte und sie niemals unterließ.

Die Mehrheit der Gelehrten ist der Meinung, dass das Opfern eine feste Sunna für diejenigen ist, die sie ausführen können. Umm Salama überlieferte uns, dass Allahs Gesandter  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Wenn die zehn Tage anbrechen und jemand von euch schlachten möchte, soll er nichts von seinen Haaren oder Fingernägeln nehmen.“ Überliefert von dem Imam Muslim.

Der Prophet führte das Opfern also auf den Willen der einzelnen Person zurück, was er nicht gemacht hätte, wenn es verpflichtend gewesen wäre.

Zudem wird im Werk Al-Dschami’ von At-Tirmidhi sowie in anderen Werken überliefert, dass Allahs Gesandter  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  für die Mitglieder seiner Umma schlachtete, die nicht schlachteten; somit entfiel die Pflicht für sie.

Manche Gelehrten sehen das Opfern als Pflicht an und berufen sich dabei auf folgende Hadithe: „Auf den Angehörigen jedes Hauses lastet ein Opfer“, und, „Wer wohlhabend ist und nicht schlachtet, soll sich unserem Gebetsplatz nicht nähern.“ Beide wurden von Imam Ahmad überliefert.

Daher soll der Muslim vorsichtshalber das Opfern nicht unterlassen, wenn er dazu in der Lage ist, da man hierdurch Allah ehrt und Seiner gedenkt und sich nichts zu Schulden kommen lässt.

Möge Allah uns rechtleiten, um die Wahrheit zu sehen und gemäß dieser zu handeln!