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Ursachen der Prüfung und Gehorsamkeit gegenüber den Herrschern

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Unser Herr, in Dich setzen wir unser Vertrauen, und zu Dir kehren wir reumütig zurück, und zu Dir ist die letzte Einkehr..“ (Sure 60:04)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Ganz sicher kennen viele Menschen die verschiedenen Ursachen für Prüfungen und Unheil sowie die dahinter steckende Weisheit des Schöpfers nicht. Deshalb kennen sie selbstverständlich auch die festgelegten und schicksalhaften Folgen der Prüfungen und des Unheils für diejenigen, die sie heimgesucht haben, nicht. So gibt es wichtige Angelegenheiten, die man wissen sollte. Wenn der Mensch Wissen darüber besitzt, weiß er, dass nicht unbedingt ein Zusammenhang zwischen dem Heimsuchen des Unheils und der Verantwortlichkeit desjenigen besteht, den es heimsucht, da dieser scheinbar mehr sündigt als andere, die kein Unheil heimsucht.

Allâh besitzt subtile Weisheiten, von denen einige dem Verständnis der meisten Menschen entgehen. Es gibt sogar Weisheiten, die kein einziges Geschöpf versteht. Aus diesem Grund haben viele Menschen Probleme mit den Rechtstexten der deutlichen Offenbarung. Allâh nannte Sich einzig auf Grund der Genauigkeit der Zwecke, derentwegen Er die Menschen prüft, den „Weisen“. Eine Genauigkeit, die tiefes Nachdenken und einen scharfen Blick erfordert. Dennoch kann es sein, dass der Mensch sie nicht erkennt. Und möglicherweise gelingt es dem Menschen, den Großteil davon zu erkennen.

Für die Verrichtung der rituellen Gebetswaschung habe ich mir nie wirklich ausreichend Zeit genommen, wie ich es hätte tun sollen. Mit „tun sollen“ meine ich die gründliche Sorgfalt, zu der unser Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) aufforderte. Als ich allerdings Recherchen für diesen Artikel betrieb, fühlte ich mich, gelinde gesagt, ziemlich töricht.

Ich vergeudete nicht nur die Möglichkeit, mehr Belohnung für das Vervollständigen der rituellen Gebetswaschung zu erlangen, sondern ließ zudem goldene Gelegenheiten verstreichen, meine Gesundheit und mein allgemeines Wohlbefinden zu verbessern.

Ein tägliches Ritual

Vor vierzehn Jahrhunderten stellte uns unser Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) – der ein wandelndes Lexikon war, wenn ich ihn so beschreiben darf – ein Rezept aus, das 26 Waschbewegungen enthält, die fünfmal täglich verrichtet werden müssen. Dies entspricht insgesamt 130 Waschbewegungen, um eine optimale Gesundheit zu gewährleisten.

„O die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht euch das Gesicht und die Hände bis zu den Ellbogen und streicht euch über den Kopf und (wascht euch) die Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustand der Unreinheit seid, dann reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise oder jemand von euch vom Abort kommt oder ihr Frauen berührt habt und dann kein Wasser findet, so wendet euch dem guten Erdboden zu und streicht euch damit über das Gesicht und die Hände. Allâh will euch keine Bedrängnis auferlegen, sondern Er will euch reinigen und Seine Gunst an euch vollenden, auf dass ihr dankbar sein möget“ (Sûra 5:6).

Bevor ein Muslim seine Gebete verrichtet, vollzieht er die im vorstehenden Vers erwähnten Bewegungen der rituellen Gebetswaschung sowie weitere, die der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) ergänzte.

Demnach beinhaltet die rituelle Gebetswaschung das Waschen der Hände, der Arme bis zu den Ellbogen, des Mundes, der Nasenlöcher und der Füße bis zu den Knöcheln, alles jeweils dreimal. Über die Innenseite und die Rückseite der Ohren sowie den Teil des Kopfes über der Stirn wird einmal gestrichen.

Wenn dies fünfmal am Tag getan wird, reinigt dies nicht nur die lebenswichtigen Körperteile von Staub und Schmutz, sondern „besänftigt“ und erfrischt diese zudem.

Interessanterweise ermunterte uns der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) außerdem dazu, die rituelle Gebetswaschung vor dem Schlafengehen zu verrichten. Dasselbe Ritual wird von Yoga-Experten empfohlen, die sagen, dass das Waschen wichtiger motorischer und sensorischer Körperteile wie Hände, Augen, Beine, Mund und Geschlechtsorgan vor dem Schlafen mit kaltem Wasser den Körper entspannt und ihn auf einen tiefen Schlaf vorbereitet.

So hielt der Gesandte Allâhs (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) das Beschenken eines Unbeliebteren und das Verwehren eines Beliebteren auf Grund einer verborgenen Weisheit für gewichtiger als die Grundregel der Freigebigkeit mit den Menschen gemäß deren Differenzierung. Diese Weisheit ist die Zusammenführung der Herzen und der Gewinn von Zuneigung. Und dies, obwohl die Weisheit des Menschen hinsichtlich des Gebens und Verwehrens ausgereift ist, um die Ausgeglichenheit des Menschen in der Religion und im Leben zu wahren. So sind die göttlichen Weisheiten hinsichtlich des Gebens und Verwehrens sanftmütiger und präziser, da der Schöpfer sanftmütiger, weiser und wissender als die Menschen über deren Zustand ist.

Wenn dies für einen Herrscher gilt, der – wie seine Bürger – gegenüber dem Wissen Allâhs sowie Seiner Kraft, Weisheit und Sanftmütigkeit schwach, bedürftig und unwissend ist, so müssen wir begreifen, dass Allâh bei der Steuerung des Universums so große Weisheit besitzt, dass sie viele Gelehrte nicht verstehen können und erst recht nicht das gemeine Volk. Er besitzt eine Weisheit, die Seinem grenzenlosen Wissen entspricht. Und der Mensch besitzt eine Weisheit, die seinem geringen Wissen entspricht.

Viele Menschen, die auf materielle Dinge achten und im Umgang mit anderen Geschöpfen nicht darüber hinaus blicken können, wenden diese Sichtweise in gleicher Schlichtheit beim Umgang Allâhs mit Seinen Geschöpfen an. Sie wissen nicht, dass die Weisheit der Funktionsweise und Ordnung des Universums vorsieht, dass der Schöpfer eine Trennwand zwischen Seiner Vorgehensweise mit den Geschöpfen und der Vorgehensweise der Geschöpfe untereinander dem Willen entsprechend, den Allâh uns gewährt hat, errichtet.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Herrschern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Die Nachtreise und der Aufstieg in die Himmelsspären

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Preis sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der geschützten Gebetsstätte zur fernsten Gebetsstätte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, reisen ließ, damit Wir ihm (etwas) von Unseren Zeichen zeigen. Er ist ja der Allhörende, der Allsehende.“ (Sure 17:01)

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Zweifelsohne hat die Nachtreise des Propheten Muhammad von Mekka nach Jerusalem und dessen Aufstieg von Jerusalem in die Himmelssphären großrtige Geheimnisse, denn sie ist in der Menschengeschichte einzigartige Reise, die dem letzten Propheten bzw. Gesandten Muhammad (Allah segne ihn und schneke ihm Wohlergehen!) auzeichnet und ihn nach mehreren Jahren von Unterdrückung und Lüge-Bezichtigung gegenüber ihm und seinen Gefährten tröstet, sowie nachdem sein Onkel Abu Taleb, der sein Rückhalt war, und seine milde Ehefrau Khadidscha (möge Allah auf ihr Wohlgefallen finden!) nur in einigen aufeinander kommenden Tagen im zehnten Jahr seines Prophetentums starben.

Unter all diesen Leiden kam die göttliche großartige Gabe, nämlich die Nachtreise des Propheten Muhammad von Mekka nach Jerusalem und dessen Aufstieg von Jerusalem in die Himmelssphären, in der Allah Der Erhabene Seinem Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) übersinnliche Tatsachen und kosmische Geheimnisse zeigen ließ, die weder ein (Allah) nahgestellter Engel noch ein ein gesandter Prophet außer dem Propheten Muhammad (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) aus dem Grund gezeigt wurde, ihn zu ehrwürdigen und sein Herz zu befestigen sowie dass er davon sicher ist, dass Allah Der Erhabene hinter ihm steht.

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Die Belohnung eines Pflichtgebets in der Al-Haram Moschee ist großer als die Belohnung von  Hunderttausend Pflichtgebeten in allen anderen Moscheen, und die Belohnung eines Pflichtgebets in meiner Moschee ist großer als die Belohnung von  Tausend Pflichtgebeten in allen anderen Moscheen, und die Belohnung eines Pflichtgebets in der Al-Aqsa Moschee ist großer als die Belohnung von  Hundert Pflichtgebeten in allen anderen Moscheen:“

Allah benutzt hier den Begriff „Ihre Lage zu verbessern“ um alle Fromen der Betreuung und Fürsorge zu umfassen, da die Verbesserung der Lage der Waisen alles umfasst, was die Waise brauchen könnte, denn es kann sein, dass die Waise Geld braucht, in diesem Fall liegt Verbesserung ihrer Lage darin, ihr Geld pietätvoll zu geben, und es kann auch sein, dass die Waise reich ist, in diesem Fall braucht er die gute Erziehung und die Geraderichtung, oder dass er jemanden braucht, der mit dessen Vermögen Handel treibt oder sich mit dessen Landwirtschaft bzw. Industrie beschäftigt. Es kann aber auch sein, dass er weder dies noch jenes braucht, und alles, was er braucht, ist der Mitleid, Zärtlichkeit und Vaterliebe, in diesem Fall liegt Verbesserung ihrer Lage darin, ihm diese Gefühle zur Verfügung zu stellen.

Es kann auch der Fall sein, dass die Verbesserung der Lage der Waisen darin liegt, ihn geradezurichten und ihr Verhalten abzuschleifen.

Die koranischen Versen und die prophetischen Hadithe umfassen diese umfassende Bedeutung der Betreuung und Fürsorge und spornen uns dazu an, die Lage der Waisen zu verbessern und sich um ihre Angelegenheiten zu kümmern.

Unser Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wer einer weiblichen oder männlichen Waise Gutes tut, so bin ich mit ihm im Paradies wie diese, und er zeigte seinen Zeigefinger und Mittelfinger.“

Der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Das beste Haus der Muslime ist ein Haus, in dem sich eine Waise befindet, der man Gutes tut, und das schlimmste Haus der Muslime ist das Haus, in dem sich eine Waise befindet, der man Böses tut.“

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte auch: „Ich bin zusammen mit dem Ernährer der Waisen zusammen wie diese im paradies, während er mit seinem Zeigefinger und seinem Mittelfinger zeigte.“

O Allah, lass uns zu denjenigen gehören, die auf das Wort hören und dann dem Besten davon folgen. Das sind diejenigen, die Allah rechtleitet, und das sind diejenigen, die Verstand besitzen!