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Die Freundschaft und ihr Einfluss auf die Pesönlichkeit

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Die Freunde werden an jenem Tage einer des anderen Feind sein, außer den Gottesfürchtigen..“ (Sure 43:67).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist!

Und nun zum Thema:

Der Qurân hat aus der unwissenden arabischen Nation die beste Nation für die Menschen gemacht. Allâh hat den Arabern durch den Qurân eine Ehre erwiesen, und so haben sie die Herrschaft über die ganze Welt erlangt, weil sie vom Qurân so stark beeinflusst wurden, dass sie sich an dessen Wortlaut und Gebote halten konnten.

Der Gesandte Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) hat seine edlen Gefährten (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) durch den Qurân erzogen, und so sind deren gläubige Persönlichkeiten in ihren besten Formen gebildet. In keiner Zeit und bei keiner Menschengruppe war der Qurân so einflussreich im Verhalten der Menschen wie in dem Verhalten und den Charakterzügen der Gefährten des Gesandten Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken).

Aus dem Qurân und seiner Beschreibung für diesen in allen Epochen der langen Menschheitsgeschichte beispiellosen und einzigartigen Typus können wir einige Aspekte und Eigenschaften dieser gläubigen Persönlichkeit erfahren; dazu gehört unter Anderem Folgendes:

– Sie ist vernünftig:

Der Vernünftige ist derjenige, der seine Interessen gut kennt und nach deren Realisierung strebt. Als man die Heuchler dazu aufforderte zu glauben wie die Leute – also die Gefährten – geglaubt haben, sagten sie: „… Sollen wir denn glauben, wie die Toren glauben?“ (Sûra 2:13). Sie bezeichneten die Gefährten (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) als Toren. Der Tor ist derjenige Mensch, der die eigenen Interessen nicht kennt und folglich nicht versucht, sie zu realisieren. Allâh hat ihnen dann wie folgt geantwortet: „Sind es denn nicht wahrhaftig sie, die die Toren sind?“ Aber sie wissen nicht.“ (Sûra 2:13). Dies bedeutet, dass die Torheit sich nur auf die Heuchler beschränkt. Es bedeutet auch, dass die Gefährten als vernünftig zu beschreiben sind, dass sich die Vernunft sogar auf sie beschränkt.

– Sie ist rechtschaffen und Ordnung schaffend:

Die gläubige Persönlichkeit stiftet kein Unheil. Als man die Heuchler dazu aufforderte, mit dem Unheilstiften auf der Erde aufzuhören, sagten sie: „Wir sind ja einzig und allein die Ordnung Schaffenden.“ (Sûra 2:11). Sie beschränkten das Schaffen von Ordnung auf sich selbst und verdrehten dadurch die Wahrheit und begingen somit zwei Sünden: das Unheilstiften auf der Erde und ihre Überzeugung, dass sie Ordnung Schaffende sind, so dass ihnen die Rückkehr zur Wahrheit erschwert ist, denn wer auf der Erde wissentlich Unheil stiftet, der ist der Abkehr näher als die Heuchler. Allâh antwortet ihnen, indem Er das Unheilstiften auf sie beschränkt: „Sind es denn wahrhaftig nicht sie, die die Lasterhaften sind?! Aber sie haben kein Gespür.“ (Sûra 2:12). Dies bedeutet, dass sich das Schaffen von Ordnung auf die Gläubigen beschränkt, und das sind die Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und diejenigen, die ihrem Vorbild bis zum Jüngsten Tag folgen.

– Sie ist innerlich und äußerlich rechtschaffen:

Der Glaube hat diese gläubige Persönlichkeit innerlich verbessert, und darüber hinaus ist sie auch nach außen hin rechtschaffen; sie glaubt an das Unsichtbare, verrichtet das rituelle Gebet, entrichtet die Zakâ, gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und verrichtet andere gute und rechtschaffene Werke. All diese Eigenschaften machten sie zur besten Persönlichkeit auf der Erde. Allâh der Erhabene sagt: „Ihr seid die beste Umma, die für die Menschen hervorgebracht wurde; ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allâh …“ (Sûra 3:110).

– Sie hat die Demut in Ehrfurcht gegenüber Allâh realisiert:

Sie hat sich vor Allâhs Strafe geschützt, indem sie Seinen Geboten folgt und das von Ihm Verbotene meidet. Das zeigte sich klar bei den Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), über die Allâh der Erhabene sagt: „… und Er verpflichtete sie zum Wort der Demut in Ehrfurcht gegenüber Allâh, und sie hatten mehr Anrecht darauf und waren dessen würdig …“ (Sûra 48:26).

Dem Gesandten Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) genau folgen:

Diese Persönlichkeit stellt sich nur auf die Seite des Gesandten Allâhs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) und sie stellt sich nur auf die Seite der Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken). Sie folgt ihrem Vorbild hinsichtlich ihres Folgens ihres Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken). Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Und wer dem Gesandten entgegenwirkt, nachdem ihm die Rechtleitung klar geworden ist, und einem anderen Weg als dem der den Glauben Verinnerlichenden folgt, den kehren Wir zu dem er sich zugekehrt hat, und Wir setzen ihn der Hölle aus, und sie ist ein schlimmer Bestimmungsort!“ (Sûra 4:115). Allâh der Erhabene sagt ferner: „Die ersten Vorausgeeilten von den Auswanderern und den Helfenden und diejenigen, die ihnen durch Wohlverhalten folgen – Allâh hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm …“ (Sûra 9:100). Die Vorauseilung bedeutet hier – wie einige Qurân-Exegeten sagten – die Vorauseilung hinsichtlich des Glaubens und der Befolgung von Allâhs Geboten. Denen, die ihnen [den Auswanderern und Helfenden] folgen, machte Allâh es zur Bedingung, dass sie ihnen auf beste Weise in ihren Worten und Taten folgen sollen, und nicht auch in ihren Fehlern, denn sie sind nicht unfehlbar

– Sie strebt danach, in der Religion vorbildhaft zu sein:

Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Und diejenigen, die sagen: »Unser Herr, schenke uns an unseren Gattinnen und unseren Nachkommen Augentrost, und mache uns für die in Ehrfurcht gegenüber Allâh Demütigen zu einem Vorbild!«“ (Sûra 25:74), das heißt: Hilf uns, denjenigen vor uns zu folgen, sodass wir zum Vorbild für die Anderen nach uns werden können! Allâh der Erhabene sagte nicht in diesem Qurân-Vers „Vorbilder“, also im Plural, und zwar als Hinweis darauf, dass ihr Weg derselbe und ihre Vorgehensweise dieselbe ist, so dass es in der Wirklichkeit nur ein einziges Vorbild ist. Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Und dass dieser Mein Weg gerade ist. So folgt ihm! Und folgt nicht den Pfaden, denn sie trennen euch von Seinem Weg! …“ (Sûra 6:153).

– Sie eilt zu jeder Güte:

Allâh der Hocherhabene sagt: „Und diejenigen, die Islâmleugner sind, sagen denen, die den Glauben verinnerlichen: »Wenn er etwas Gutes wäre, wären sie uns damit nicht zuvorgekommen!«“ (Sûra 46:11). Von allen Menschen sind die Gefährten des Propheten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) zweifellos diejenigen, die sich am schnellsten zur Güte beeilten und die jeder Güte am würdigsten sind. Deswegen sollen sich alle, die nach ihnen kommen, sie zum Vorbild nehmen.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Geschwister im Islam:

Sie hat ihr vorteilhaftes Geschäft mit Allâh abgeschlossen:

Allâh der Erhabene sagt: „Allâh hat wahrhaftig von den den Glauben Verinnerlichenden deren Leben und deren Gut gekauft, damit für sie das Paradies sei! …“ (Sûra 9:111). Die Ergebnisse dieses Geschäftes waren sehr klar und deutlich im Verhalten derjenigen, die dieses Geschäft abgeschlossen haben, wie Sumaia, Ammâr, Jâsir, Suhaib und andere Gefährten  möge Allah mit ihnen zufrieden sein.

Der folgende Qurân-Vers ist nach der Meinung der meisten Qurân-Exegeten wegen Suhaib geoffenbart: „Und unter den Leuten ist, wer seine Seele im Trachten nach Allâhs Zufriedenheit verkauft. Und Allâh ist sanftmütig gegenüber den anbetend Dienenden.“ (Sûra 2:207). Denn als Suhaib zu Allâh und Seinem Gesandten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken auswandern wollte und sein Vermögen in Makka ließ, verfolgten ihn einige Islâmleugner. Er stieg von seinem Reittier ab, spannte seinen Bogen und sagte zu ihnen: „Ihr wisst ganz genau, dass ich einer der besten Scharfschützen unter euch bin. Ihr werdet mich nicht fangen, ohne dass ich vorher jeden meiner Pfeile verschossen habe. Und danach werde ich mit dem Schwert kämpfen, solange ich es kann. Erst dann könnt ihr tun, was ihr wollt!“ Sie sagten: „Du kamst bettelarm zu uns und jetzt lassen wir dich nicht so reich gehen. Sage uns, wo du dein Geld in Makka versteckt hast, und wir lassen dich gehen!“ Er willigte ein und informierte sie über sein Geld. Als er zum Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  kam, war dieser Qurân-Vers schon geoffenbart und da sagte ihm der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „O Abû Yahyâ! Welch erfolgreicher Handel!“ Überliefert von Al-Hâkim, Ibn Sa’d in At-Tabaqât und Abû Nu‘aim in dessen Werk Al-Hiliya. Scheich Ahmad Schâkir stufte diesen Hadîth als authentisch ein.

„Und Allâh ist sanftmütig gegenüber den anbetend Dienenden.“ : Dies bedeutet, dass Er das Wenige von ihnen annimmt und ihnen dafür reichliche Belohnung gibt. Er kauft vom den Glauben Verinnerlichenden dessen Besitz und Seele, obwohl Er der Besitzer von Seelen und Geldern ist, und verkauft im Gegenzug dem den Glauben Verinnerlichenden die beste und wertvollste Ware, nämlich das Paradies, das ebenfalls Ihm gehört. Gibt es überhaupt so etwas, dass jemand seinen Besitz gegen seinen Besitz verkauft?! Wahrhaftig, Er ist gegenüber den anbetend Dienenden sanftmütig!

– Sie weiß, dass sie überprüft werden muss:

Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Rechnen denn die Menschen damit, dass sie gelassen werden, dass sie sagen »Wir verinnerlichen den Glauben«, und sie werden nicht auf die Probe gestellt? Und Wir haben ja schon diejenigen vor ihnen auf die Probe gestellt. So weiß Allâh ganz gewiss um diejenigen, die wahrhaft sind, und Er weiß ganz gewiss um die Lügner.“ (Sûra 29:2-3). Er sagt ferner: „Oder meint ihr, dass ihr den Paradiesgarten betreten werdet, und es ist noch nichts Gleiches über euch gekommen wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Leid berührten sie, und sie wurden zum Zittern gebracht, bis dass der Gesandte und diejenigen, die mit ihm den Glauben verinnerlichten, sagten: »Wann kommt Allâhs Sieg?« Aber Allâhs Sieg ist wahrhaftig nahe!“ (Sûra 2:214). Die gläubige Persönlichkeit weiß also sehr genau, dass sie heimgesucht wird und sie findet es falsch zu glauben, dass es gut ist, dass man nicht heimgesucht wird. Sie weiß auch ganz genau, dass die am härtesten heimgesuchten Menschen die Propheten sind, dann die Besten unter den normalen Menschen, dann die Nächstbesten.

– Sie ist geduldig und erhofft Allâhs Belohnung im Jenseits:

Sie verrichtet geduldig die Anbetungshandlungen und erhofft dabei die Belohnung dafür von Allâh. Sie hält sich geduldig von den Sünden fern und erhofft dabei die Belohnung dafür von Allâh. Sie ist auch in dem Sinne genügsam, dass sie an Allâh Genüge hat, auf Ihn und Seine Belohnung vertraut sowie auf Seine Hilfe, Seinen Sieg und Seinen Beistand rechnet. Allâh der Allmächtige und Majestätische sagt: „Diejenigen, die Allâh und dem Gesandten Folge leisten, nachdem sie die Wunde erlitten hatten – für diejenigen unter ihnen, die rechtschaffen handeln und demütig in Ehrfurcht gegenüber Allâh waren, ist eine gewaltige Belohnung. Diejenigen, zu denen die Menschen sagten: »Wahrhaftig, die Menschen haben sich bereits wider euch versammelt; fürchtet sie also!« – sie wurden also stärker im Glauben, und sie sagten: »Unsere Genüge ist Allâh und was für ein vorzüglicher beschützender Sachwalter!« So kehrten sie mit Gnade von Allâh und Gunstbezeigung zurück, kein Übel hat sie getroffen. Und sie folgten dem Wohlgefallen Allâhs, und Allâh ist voll gewaltiger Gunstbezeigung.“ (Sûra 3:172-174). Er sagt ferner: „Und als die den Glauben Verinnerlichenden die Gruppierungen sahen, sagten sie: »Das ist, was Allâh und Sein Gesandter uns verheißen haben; und Allâh und Sein Gesandter sagen die Wahrheit.« Und es mehrte ihnen nur Glaube und Ergebung.“ (Sûra 33:22). Er sagt weiterhin: „Und wären sie doch zufrieden mit dem, was Allâh und Sein Gesandter ihnen gaben, und sagten: »Unsere Genüge ist Allâh. Allâh wird uns von Seiner Gunstbezeigung geben und Sein Gesandter. Wir sind wahrhaftig nach Allâh Trachtende!«“

Nur bei Allâh ist Beistand zu suchen und auf Ihn ist Verlass. Es gibt weder Macht noch Stärke außer durch Ihn.