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Lehren aus der Hidschra

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

“ Diejenigen, die wahrhaftig glauben, um des Glaubens Willen ausgewandert sind und für Gottes Sache gekämpft haben, können fest mit Gottes Barmherzigkeit rechnen. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit. „. (Sure 2:218).

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist!

Und nun zum Thema:

Die Auswanderung war ein der großartigsten Ereignisse in der islamischen Geschichte, so besprechen wir die wichtigsten Lehren daraus wie folgt:

Der Kampf zwischen der Wahrheit und der Unwahrheit ist uralt, fortwährend und eine unabwendbare göttliche Norm. Allâh der Allmächtige sagt: „die zu Unrecht aus ihren Wohnstätten vertrieben wurden, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Allâh. Und wäre nicht der Schutz Allâhs für die einen Menschen vor den anderen, so wären gewiss Klöster und Kirchen und Synagogen und Moscheen, in denen Allâhs Name häufig genannt wird, zerstört worden. Und Allâh wird wahrhaftig helfen, wer Ihm hilft. Allâh ist wahrhaftig stark, allmächtig.“ (Sûra 22:40.)

Ein derartiger Kampf hat ein bekanntes Ende: „Allâh schreibt vor: „Siegen werde Ich ganz gewiss – und Meine Gesandten.“ Gewiss, Allâh ist stark, Allmächtig“ (Sûra 58:21.)

Die Gegner der Da’wa (einladender Aufruf zum Islâm) intrigieren gegen den Aufrufenden: Dies ist eine wiederkehrende Praxis, die die Form der Strafvollstreckung, des Mordes, des Exils und der Ausweisung annimmt, und in einem derartigen Fall sollte der Aufrufende Zuflucht zu Allâh dem Allmächtigen suchen, auf Ihn vertrauen, sich auf Ihn verlassen und genau wissen, dass die bösen Intrigen letztendlich nur denjenigen schaden, die sie ersinnen, wie es im folgenden Vers erläutert wird: „Und als die Islâmleugner gegen dich Ränke schmiedeten, um dich festzusetzen oder zu töten oder zu vertreiben. Sie schmiedeten Ränke, und Allâh schmiedete Ränke. Aber Allâh ist der beste Ränkeschmied.“ (Sûra 8:30.)

 Zur Zeit der Hidschra (Auswanderung) nutzten Verfechter der Falschheit und Gegner der Da’wa Geld, um schwache zum Islâm Aufrufende anzulocken, im Versuch die Da’wa und diejenigen, die dazu aufrufen, zu unterdrücken. Daher teilten sie demjenigen, der einen Auswanderer tot oder lebendig bringen würde, einhundert Kamelstuten zu. Surâqa, einer derjenigen, die nach dieser Belohnung strebten, brach auf um dies zu bekommen, aber ihm blieb am Ende nur finanzieller Verlust, jedoch mit dem reichlichsten und besten Gewinn, nämlich dem des Glaubens. Er riet anderen Leuten davon ab, nach dem Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  zu jagen, wodurch er das verkörperte, wodurch Allâh der Allmächtige Seine Verbündeten und Aufrufenden beschützt. Allâh der Allmächtige sagt: „Diejenigen, die Islâmleugner sind, geben ihren Besitz aus um von Allahs Weg abzuhalten. Sie werden ihn ausgeben, und hierauf wird es eine gramvolle Reue für sie sein. Hierauf werden sie besiegt werden. Und diejenigen, die Islâmleugner sind, werden zur Hölle hin versammelt werden.” (Sûra 8:36.)

Wenn man über das Ereignis der Hidschra nachdenkt und über die dazugehörende Planung und Genauigkeit der Mittel, die vom Anfang bis zum Ende benutzt wurden, und zwar von den Voraussetzungen bin hin zu dem, was in ihrem Nachhinein geschah, so deutet all dies darauf hin, dass die Planung, die durch die göttliche Offenbarung unterstützt wurde, im Leben des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken funktionsfähig war. Es wird auch deutlich, dass die Planung Teil der prophetischen Sunna war und ein Teil der göttlichen Aufgabe in allem, womit ein Muslim beauftragt ist damit umzugehen. Diejenigen, die zur Spontaneität unter dem Vorwand neigen, dass die Planung und Perfektion nicht zur Sunna gehören, irren sich und schaden sich dadurch selbst und auch anderen Muslimen.

 Hinsichtlich der Zeit der Auswanderung desPropheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  und seines Aufbruchs bemerken wir Folgendes:

Genaues Planen, was die Auswanderung trotz der dazugehörenden Schwierigkeiten erfolgreich werden ließ, da alles gänzlich durchdacht war. Zum Beispiel:

Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  ging zu Abû Bakr  möge Allah mit ihm zufrieden sein als es sehr heiß war, zu einer Zeit also, zu der die Leute ihre Häuser nicht verlassen würden. Er  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  pflegte Abû Bakr  möge Allah mit ihm zufrieden sein zu dieser Zeit nicht zu besuchen; er tat dies, damit ihn niemand sehe.

Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  bedeckte sich mit einem Tuch, als er zu Abû Bakr  möge Allah mit ihm zufrieden sein ging, weil dies die Möglichkeit verringerte, dass ihn jemand erkennen könnte.

Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  wies Abû Bakr  möge Allah mit ihm zufrieden sein an, jeden der zuhause anwesend war, aus dem Haus zu schicken, und als er zu ihm sprach, ließ er ihn nur den göttlichen Befehl zur Auswanderung wissen, ohne den Zielort anzugeben.

Sie brachen in der Nacht auf und verließen das Haus Abû Bakrs durch eine Hintertür.

Sie waren höchst vorsichtig, indem sie einen Pfad nahmen, der unüblich für die Leute war, und sie fragten nach Hilfe eines Experten für die Wüstenroute, der ein Götzendiener war, aber gute Moral und Selbstbeherrschung besaß. Dies deutet darauf hin, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  sich nicht davon zurückhielt die Erfahrung irgendeiner Person zu nutzen.

Sie wählten Leute mit erkennbaren Charakterstärken um beim Prozess der Auswanderung zu helfen. Es ist schriftlich vermerkt, dass all diese Leute einzeln miteinander verbunden sind, durch Verwandtschaft oder im Dienste einer Aufgabe, etwas, das sie zu einer Einheit machte, die arbeitete um das große Ziel zu erreichen.

Sie wiesen jeder Person der Familie eine angemessene Aufgabe zu, die sie bestens erfüllen konnte, so dass sie fähig war es zu tun und die Auswirkungen auszuhalten.

Es war eine erfolgreiche Idee, dass Alî  möge Allah mit ihm zufrieden sein auf dem Schlafplatz des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  schlief. Die Leute wurden dadurch irregeführt, getäuscht und vom Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  abgelenkt, bis er in der Nacht, durch Allâh den Allmächtigen beschützt, abreiste, während die Leute schliefen. Sie hatten ihre Aufmerksamkeit auf den Schlafplatz des Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gerichtet und glaubten ohne Zweifel, dass er immer noch mit seinem Gewand bedeckt schlief, obwohl es Alî ibn Abî Tâlib  möge Allah mit ihm zufrieden sein war, der an diesem Platz lag.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Geschwister im Islam:

Die Reisebedingungen wurden präzise geplant

Alî  möge Allah mit ihm zufrieden sein schlief im Bett des Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  um die Götzendiener zu täuschen; Alî blieb auch zurück, um die dem Propheten anvertrauten Gegenstände deren Eigentümer zurückzugeben und dann aufzubrechen um sich dem Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  anzuschließen.

Abdullâh ibn Abû Bakr: ein wahrhaftiger und intelligenter Mann und ein Untersucher der Bewegungen der Feinde.

Asmâ, die mit den zwei Schärpen: Die Trägerin der Nahrungsversorgung von Makka bis zur Höhle, während die Islâmleugner wie wild nach dem Propheten Muhammad,  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  suchten um ihn zu töten.

Âmir Ibn Uraiqit: Der ehrliche Reiseführer und einsichtige Wüstenexperte, der wachsam auf den Gesandten Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken wartete und ihm seine Zustimmung gab sich von der Höhle auf den Weg nach Yathrib (Madîna) zu machen.

Dies kennzeichnet die genaue, wunderbare Planung, weise Vorsicht, angemessene Platzierung jeder Person, die an der Auswanderung teilnahm, das Füllen der Lücken, eine richtige Deckung aller Erfordernisse der Reise und die Nutzung von nur notwendigen Leuten.

 Der Gesandte Allâhs  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  nutzte die angemessenen Mittel innerhalb seiner Kapazität, und die Hilfe Allâhs konnte folglich erwartet werden.

Die Nutzung erhältlicher Mittel ist eine Notwendigkeit

Die Nutzung erhältlicher Mittel ist notwendig und verpflichtend. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Resultat unbedingt erreicht wird, weil dies von der Anordnung und vom Willen Allâhs des Allmächtigen abhängt; daher ist das Verlassen auf Allâh den Allmächtigen notwendig um die Nutzung der erhältlichen Mittel zu ergänzen.

Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  bereitete alle erhältlichen Mittel vor und nutzte sie, aber zur gleichen Zeit richtete er sich an Allâh den Allmächtigen, sprach Bittgebete und bat Ihn, ihm Erfolg zu gewähren. In diesem Fall wurde das Bittgebet erhört und die Leute, die am Eingang der Höhle standen, gingen fort; das Pferd von Surâqa konnte sich nicht bewegen, und der Plan wurde von Erfolg gekrönt.

Der Glaube an materielle Wunder

Es gab materielle Wunder, die während der Hidschra des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  stattfanden. Sie waren greifbare Anzeichen, dass Allâh der Allmächtige Seinen Gesandten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  bewacht und beschützt. Eines dieser Wunder war gemäß den Überlieferungen das Spinnengewebe am Eingang der Höhle. Ein anderes war der Vorfall des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken mit Umm Ma’bad und seiner Geschichte mit Surâqa und dessen Versprechen, dass er zwei Armbänder des Kisra (Khosroes), des Königs von Persien, tragen würde. Zum Islâm Aufrufende sollten es nicht vermeiden diese Vorfälle zu erwähnen. Sie sollten sie erwähnen, solange sie in der prophetischen Sunna sind, vorausgesetzt, dass sie die Aufmerksamkeit der Leute auf die Tatsache ziehen, dass diese Wunder Teil des Beweises für Muhammads Prophetentum und dessen Botschaft sind.

Zulässigkeit, die Hilfe eines vertrauten Islâmleugners anzunehmen

Es ist dem zum Islâm Aufrufenden erlaubt die Hilfe derer zu ersuchen, die nicht an ihre Da’wa glauben, solange sie ihnen trauen und sich auf sie verlassen können, dass sie ihnen helfen. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  und Abû Bakr  möge Allah mit ihm zufrieden sein stellten einen Götzendiener ein, der ihnen den Weg zeigte. Sie gaben ihm ihre Kamele und vereinbarten ein Treffen mit ihm an der Höhle Thaur. Dies waren ernsthafte Angelegenheiten, die sie ihn wissen ließen; es gibt keinen Zweifel, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken  und Abû Bakr  möge Allah mit ihm zufrieden sein ihm vertrauten. Dies deutet darauf hin, dass es vielleicht etwas gibt, was dieser Islâmleugner oder der Ungehorsame oder die Person, die nicht zur Da’wa gehört, besitzt, was den zum Islâm Aufrufenden dazu bringt ihm zu vertrauen – wie Blutsverwandtschaft, langjährige Bekanntschaft, Nachbarschaftsbeziehungen oder das Erwidern eines Gefallens. Es könnte auch sein, dass diese Menschen eine gute Art an Grundmoral besitzen, wie Ehrlichkeit, Gutes tun zu wollen und andere Gründe. Diese Angelegenheit ist relativ und sollte der Intelligenz der zum Islâm Aufrufenden sowie deren Wissen über diese Person überlassen werden.

Nur bei Allâh ist Beistand zu suchen und auf Ihn ist Verlass. Es gibt weder Macht noch Stärke außer durch Ihn.