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Das Leben der Prophetengefährten

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt :

„Die Allerersten, die ersten der Auswanderer und der Helfer und jene, die ihnen auf die beste Art gefolgt sind – mit ihnen ist Allah wohl zufrieden und sie sind wohl zufrieden mit Ihm; und Er hat ihnen Gärten vorbereitet, durch welche Bäche fließen. Darin sollen sie verweilen auf ewig und immerdar. Das ist der gewaltige Gewinn.“ (Sure 09:100)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist

Und nun zum Thema:

Die Kritik an der Sunna hat verschiedene Arten und Weisen. So zeigt sie sich zum Beispiel durch Kritik an der Authentizität und Stellung der Sunna oder durch Kritik an der Überlieferungskette und deren Herabwürdigung oder auch durch Kritik an der Methode der Hadîth-Gelehrten beim Kritisieren und bei Kritik und Lob der Überlieferer und schließlich durch Kritik an den Überlieferungen, und zwar durch das Zweifeln an ihnen, wobei man behauptet, dass es unter den Überlieferungen einen Widerspruch gibt, und andere Schmähungen, über die wir an anderer Stelle gesprochen haben.

Zu diesen Mitteln, die Islamgegner benutzten um die Sunna für unwahr zu erklären und dieser die Glaubwürdigkeit zu entziehen, gehört die Kritik an den Hadîth-Gelehrten und den von den Prophetengefährten überlieferten Hadîthen. Sie zweifelten also an der Zuverlässigkeit der Prophetengefährten und gegen einige von ihnen schöpften sie sogar Verdacht. Sie hatten dabei das Ziel, den Islam zu schwächen und dessen Grundlagen die Glaubwürdigkeit zu entziehen. Wenn die Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein uns diese Religion übermittelten und wenn wir das Vertrauen in sie verlieren, dann würde alles, was wir haben, fraglich sein.

Die Orientalisten schrieben den frühen muslimischen Gelehrten die Erfindung der Hadîthe zu, wobei sie damit die Prophetengefährten meinten. Der Orientalist Goldziher sagte, dass wir die erfundenen Hadîthe nicht allein den späteren Generationen zuschreiben dürfen, vielmehr gibt es Hadîthe, die von Früheren überliefert wurden. Entweder sprach der Gesandte diese Hadîthe oder sie wurden von den früheren muslimischen Männern verfasst. Goldziher erwähnte weiterhin, dass Anas ibn Mâlik, der den Gesandten ungefähr zehn Jahre lang begleitete, gefragt wurde, ob er denn mit dem Propheten über alles, was er von ihm überlieferte, gesprochen hatte. Da sagte Anas zugebend: „Nicht alles, was wir übermittelt haben, haben wir vom Propheten gehört. Aber wir bezichtigen einander nicht der Lüge.“

Die diesen Orientalisten folgenden im Westen lebenden Araber verlangten, dass wir die Prophetengefährten nicht vor anderen Leuten bevorzugen und diese – wie Andere auch – der Kritik und des Lobes aussetzen.

 „… Und ich war ihr Zeuge, so lange ich unter ihnen weilte…“

(Sûra 5:117)“

Außerdem erklärt Allâh in Seinem Buch, dass die Prophetengefährten zuverlässig sind und lobt sie in verschiedenen Versen. Allâh der Hocherhabene sagt:

„Muhammad ist Allâhs Gesandter. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Ungläubigen gegenüber streng, zueinander aber barmherzig. Du siehst sie sich verbeugen und niederwerfen, indem sie nach Huld von Allâh und Wohlgefallen trachten. Ihr Merkmal steht auf ihren Gesichtern durch die Niederwerfung…“

(Sûra 48:29)

Der Erhabene sagt ferner:

„Die vorausgeeilten Ersten von den Auswanderern und den ihnen in Medina Helfenden und diejenigen, die ihnen auf beste Weise gefolgt sind – Allâh hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Und Er hat für sie Gärten bereitet, durcheilt von fließenden Gewässern, ewig und auf immer darin verweilend; dies ist der großartige Erfolg.“

(Sûra 9:100)

Er sagt weiterhin:

„Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glaubten, mühten sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person ab. Das sind die, für die es die guten Dinge geben wird, und das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.“

(Sûra 9:88)

Es gibt weitere Verse, die diese Prophetengefährten für lauter erklären und deren Vorzüge, Loyalität und Wahrhaftigkeit erklären. Wie großartig ist das Lob Allâhs, Der alles auf Erden und in den Himmeln weiß!

Ferner erklärte der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sie für zuverlässig, machte deren Stellung klar und rief zum Beachten deren Rechtes und dazu auf, ihnen keinen Schaden durch Worte oder Werke zuzufügen. Der Prophet sagte in einem in beiden Sahîh-Werken überlieferten Hadîth: „Die besten Leute sind diejenigen zu meiner Zeit, dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen.“ Er sagte auch in einem von At-Tirmidhî überlieferten Hadîth: „Allâh, Allâh! Beleidigt nicht meine Gefährten nach mir! Wer sie liebt, den liebe ich. Und wer sie hasst, den hasse ich. Wer ihnen Schaden zufügt, der fügt mir Schaden zu. Und wer mir Schaden zufügt, der fügt Allâh Schaden zu. Und wer Allâh Schaden zufügt, der ist nahe daran, von Allâh genommen zu werden.“

Die sunnitischen Muslime sind über die Zuverlässigkeit und Vorzüge der Prophetengefährten einvernehmlicher Meinung. Nachstehend folgt eine Liste von Zitaten muslimischer Gelehrter darüber:

Ibn ´Abd Al-Barr Allah erbarme sich seiner sagte in seinem Werk Al-Istî´âb: „Wir haben aufgehört, ihr Profil zu untersuchen, weil die Sunniten der einvernehmlichen Meinung sind, dass die Prophetengefährten insgesamt zuverlässig sind.“

Ibn As-Salâh sagte in seinem Werk „Muqaddima“: „Die ganze Umma ist sich darin einig, dass alle Prophetengefährten zuverlässig sind, auch – gemäß der einvernehmlichen Meinung der anerkannten Gelehrten – diejenigen, die an Unruhen beteiligt waren, und zwar weil wir gut über sie denken müssen und weil sie vorher viele Großtaten ausgeführt haben. Es sieht so aus, als ob Allâh, der Hocherhabene, den Konsensus darüber vorbereite, weil sie die Übermittler der Scharî´a sind.“

Imâm Ad-Dhahabî sagte: „Was aber die Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein betrifft, so sind diese nicht kritisierbar. Verfahren wird danach, dass sie zuverlässig sind und dass wir annehmen, was sie überliefert haben.“

Ibn Kathîr sagte: „Bei den Sunniten sind die Prophetengefährten zuverlässig.“ Dann fuhr er fort: „Was aber die Worte der Mu´taziliten „Alle Prophetengefährten sind zuverlässig, außer diejenigen, die Alî bekämpft haben“ betrifft, so sind diese nichtig.“ Dann fuhr er fort: „Was aber die Sekten der Râfida (extreme Schî´a), deren Unwissen, deren Verstandesschwäche und deren Behauptung, dass die Prophetengefährten außer siebzehn Islamleugner gewesen seien , betrifft, so gehört dies zur Lüge, für die es keinen Beweis gibt.“

„Hätten Allâh oder Sein Prophet“, wie Al-Chatîb in seinem Werk Al-Kifâya erwähnte, „nichts über sie gesagt, wäre es genug, was diese Prophetengefährten geleistet haben – die Hidschra, das Verlassen ihrer Familien und Kinder, ihre Verdienste um die Religion […], dass wir entscheiden, dass sie zuverlässig und besser waren als die nachfolgenden Generationen, und glauben, dass sie treu und beständig waren.“

Zudem ist anzumerken, dass Personen, die mit dem Propheten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken lebten und seine Anhänger waren, jedoch später vom Glauben abfielen, nicht als Prophetengefährten bezeichnet werden, da sie sich von ihm lossagten. Diese Personen sind bekannt, ihre Überlieferungen werden auch nicht angenommen. Hier geht es um die Kritik an all jenen Gefährten, die bis zu ihrem Tod am Islam festhielten und sich bemühten den Islam zu verkünden. Lügner und Fälscher gab es, aber sie wurden entlarvt, da ja von Anfang an kritisch überprüft und verglichen wurde.

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten! 

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Das Üben von Kritik an den Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein gilt als Kritik an der Stellung des Prophetentums und der Botschaft. Jeder Muslim muss daran glauben, dass der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken die Botschaft übermittelte und alles tat, was Allâh ihm anordnete. Dazu gehört, dass er seinen Gefährten das Wissen übermittelte sowie diese läuterte und erzog. Der Hocherhabene sagt:

„Er ist es, Der unter den Schriftunkundigen einen Gesandten von ihnen hat erstehen lassen, der ihnen Seine Zeichen verliest, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich ja zuvor in deutlichem Irrtum befanden.“

(Sûra 62:2)

Was aber die Behauptung betrifft, dass die meisten Kritiker die Prophetengefährten für zuverlässig halten, so ist dies ein Fehler und ein Betrug, denn alle Kritiker erklärten, dass alle Prophetengefährten, und nicht nur die meisten, zuverlässig sind. Diejenigen, die die Prophetengefährten kritisierten, waren keine Hadîth-Gelehrten, vielmehr gehörten sie zu Sekten, die in der islamischen Historie unter Fanatismus und Hervorrufen unerlaubter Neuerung bekannt sind, um ihre unerlaubten Neuerungen zu verbreiten. Sie fanden, außer dem Kritisieren des Gesandten Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken keinen Ausweg. Es ist zwar richtig, dass die Prophetengefährten möge Allah mit ihnen zufrieden sein Menschen und nicht unfehlbar waren, aber sie standen im ersten Grad hinsichtlich der Moral, des Pflichtbewusstseins, der Wahrhaftigkeit und Zuverlässigkeit. Diejenigen, die sagten, dass die Prophetengefährten zuverlässig sind, behaupteten nie, dass diese keine Sünde oder Fehler begehen oder nie vergessen haben können, vielmehr erreichten sie einen Grad der Frömmigkeit, die ihnen untersagte, Worte zu erfinden und diese dem Gesandten Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken zuzuschreiben.

Was aber die Behauptung betrifft, dass die Prophetengefährten sich zu ihrer Zeit gegenseitig kritisierten und einigen von ihnen höhere Stellungen verliehen, was bedeutet, dass es Nachprüfung einiger Hadîthe unter ihnen gab, so stellt dies keine Bezichtigung der Lüge untereinander dar. So sagte Anas möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Wir bezichtigten einander nie der Lüge.“ Vielmehr herrschte unter ihnen großes Vertrauen. Jedoch waren sie Menschen, was dazu führte, dass sie einander hinsichtlich einiger Angelegenheiten und Rechtsnormen befragten, um sich Gewissheit zu schaffen. Ein Mensch kann natürlich vergessen oder versehentlich Fehler begehen.

Dazu gehört etwa die Überlieferung von Abû Bakr und ´Umar möge Allah mit beiden zufrieden sein, dass sie einige Gefährten über deren Überlieferungen befragten und einen zweiten Zeugen verlangten. Eigentlich wurde dies nicht als Verdächtigung oder Verletzung angesehen, vielmehr war dies zur Vergewisserung des Wortlauts der Überlieferung und dazu, dass die nachfolgenden Generationen sie als Vorbild annehmen. Es gibt keinen besseren Beweis dafür als die Worte ´Umars möge Allah mit ihm zufrieden sein zu Abû Mûsâ Al-Asch´arî, als er von diesem einen anderen Zeugen verlangte, der bezeugen musste, dass er mit ihm die Worte des Gesandten Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gehört hatte. Dann sagte er zu ihm: „Ich verdächtige dich nicht. Aber es handelt sich um einen Hadîth des Gesandten Allâhs.“

Vielleicht erfolgte diese Befragung, weil ein anderer Gefährte über einen Hadîth verfügte, der diesem Hadîth widersprach oder diesen einschränkte, oder weil er sah, dass dieser der wörtlichen Bedeutung des Qurân oder der Sunna des Propheten widersprach oder Anderes. Solche Widersprüche rühren daher, dass in der Anfangszeit des Islam noch einige Dinge erlaubt waren, die erst später verboten wurden. Berichtet ein Gefährte nun vom Erlaubtsein einer Angelegenheit, die später verbotenen wurde, lügt er ja nicht, er berichtet nur, was er weiß. Doch muss die Überlieferung korrigiert werden, da sie nicht dem aktuellen Stand entspricht. Die Befragungen, die während der Zeit der Gefährten erfolgten, sind in den Hadîth-Werken verzeichnet. Ein Gefährte wird zweimal belohnt, falls er dabei Recht hatte; aber nur einmal belohnt, falls er kein Recht hatte. Deswegen ist es nicht rechtens, dass man diese Befragungen als Beweis dafür nimmt, dass die Prophetengefährten einander verdächtigten oder einander der Lüge bezichtigten, wie die Lügner behaupten.

Unter den Muslimen besteht mithin Konsens, dass die Prophetengefährten zuverlässig sind. Niemand verleugnet dies außer derjenige, der seine Religion und seinen Glauben außer Acht lässt und damit zufrieden ist, den Islamgegnern seinen Verstand und seine Gedanken anzubieten, wodurch er von den Worten Allâhs, den Worten des Gesandten und dem Konsens der muslimischen Gelehrten abrückt.