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Auszüge aus dem Leben im Islam

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Und die nach ihnen kamen, sprechen: „Unser Herr, vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben vorangingen, und lasse in unseren Herzen keinen Groll gegen die Gläubigen. Unser Herr! Du bist fürwahr gütig, barmherzig.“.“ (Sure 59:10)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist

Und nun zum Thema:

Diese schöne Religion, der Islâm, ist das Wertvollste in unserem Leben. Sie ist der Weg zu äußerster Zufriedenheit im Diesseits und im Jenseits. Deshalb informierte Allâh der Allerhöchste uns im Qurân und in der Sunna darüber, dass wir Feinde haben werden (uns selbst, den Satan und andere) und dass die einzige Methode unsere Religion zu schützen darin besteht, uns einzig Allâh zuzuwenden und an der Sunna unseres geliebten Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) festzuhalten. Dies sollte nicht pauschal, sondern bei jedem Wort, bei jeder Handlung und in jeder Situation, in der wir uns befinden, getan werden.

Deshalb benötigen wir spezifiziertes Wissen darüber, wie wir uns in all unseren Angelegenheiten völlig dem ergeben, was Allâh der Allerhöchste gemäß der Sunna unseres Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) von uns verlangt.

Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte in seiner Abschiedsansprache: „Ich hinterlasse euch etwas, mit dem ihr nicht irregehen werdet, wenn ihr daran festhaltet. Es ist das Offenbarungsbuch Allâhs und meine Sunna.“ (Mâlik und Al-Hâkim).

Er sagte ferner: „Wer von euch nach mir lebt, wird viele Meinungsverschiedenheiten erleben. So haltet euch an meine Sunna und die Sunna meiner rechtgeleiteten Nachfolger nach mir! Beißt euch mit euren Zähnen daran fest (haltet euch daran fest)! Und hütet euch vor neu erfundenen Angelegenheiten, denn jede Neuerung (Bid’a) ist ein Irrweg!“

Allâh der Allerhöchste sagt im Qurân: „Und (auch) mit denen, die sagen: ‚Wir sind Christen‘ haben Wir ihr Abkommen getroffen. Aber dann vergaßen sie einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter ihnen Feindschaft und Hass bis zum Tag der Auferstehung. Und Allâh wird ihnen kundtun, was sie zu machen pflegten.“ (Sûra 5:14).

Dieser Vers erwähnt die Gesetzmäßigkeit Allâhs auf Erden, die für jede Nation gilt. Wenn die Menschen ein Teil dessen vergessen, womit sie ermahnt wurden, … dann verursacht dies Feindseligkeit und Hass. Wenn wir einige Anordnungen Allâhs oder die Sunna unseres Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) vernachlässigen … dann führt uns dies zu Feindseligkeit und Hass, was heutzutage unter Muslimen existiert. Allâh ist der Barmherzigste. Er informiert uns über die Ursachen und Auswirkungen des Ungehorsams Ihm und Seinem Gesandten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) gegenüber.

Deshalb besteht die einzige Möglichkeit, ich wiederhole: die einzige Möglichkeit, im Diesseits und im Jenseits erfolgreich zu sein, darin, dem Qurân und der Sunna des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) auf dieselbe Weise und mit demselben Verständnis wie dem der Prophetengefährten und der frühen Generationen des Islâm zu folgen, wie der oben erwähnte Hadîth besagt. In jeder einzelnen Angelegenheit, die wir handhaben müssen, benötigen wir das Verständnis der frühen Generationen des Islâm. Dies ist das wahre Wissen und jegliche Unzulänglichkeit in dessen Umsetzung wird Feindseligkeit und Hass hervorrufen.

Ich möchte nun das Problem der Uneinigkeit, die Streitigkeiten in einigen muslimischen Gemeinden verursacht, überprüfen und nach Lösungen suchen.

Für Führungspersönlichkeiten und Imâme:

Eine Führungsposition im Islâm ist am Tage des Letzten Gerichts ein Grund für Sorge und Bedauern. Deshalb ist sie nicht etwas, was man erstreben oder dem man hinterherlaufen sollte. Vielmehr sollte sie angeboten werden, ohne dass man sich danach sehnt… Der Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Strebe nicht danach, ein Herrscher zu sein (weder ein König noch ein privater Machthaber)! Denn wenn dir Machtbefugnis auf dein Verlangen hin gegeben wird, wirst du dafür zur Verantwortung gezogen werden. Wenn sie dir jedoch gegeben wird, ohne sie verlangt zu haben, dann wird dir dabei (von Allâh) geholfen.“ (Al-Buchârî).

Er sagte weiterhin: „Ihr Menschen werdet danach eifern, die Befugnis zum Herrschen zu besitzen, was am Tag der Auferstehung euer Untergang sein wird. Welch ausgezeichnete Amme ist sie, doch wie schwer fällt die Entwöhnung!“ (Al-Buchârî).

Wenn wir dem Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) nicht gehorchen und führende Stellungen anstreben, dann wird es so kommen, wie wir lasen: Sorge, Bedauern, Feindschaft und Hass. Stattdessen sollten die weisen Menschen und Älteren in der Gemeinde eine Art Rat bilden und den Wissendsten und Einflussreichsten auswählen, der für die Führungsposition geeignet ist. Das Ziel ist nichts als das Wohlgefallen Allâhs, indem man die Anweisungen Allâhs strikt befolgt, und zwar in der Weise, wie es zur Zeit des Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) getan wurde. Dies gilt für jede Art Führung

Freiheit wird vielen Einzelpersonen, Gruppen und Nationen sowohl als ein Konzept als auch als ein Wert verwehrt. Sie wird oft missverstanden und missbraucht. Fakt ist, dass der Mensch in keiner menschlichen Gesellschaft im absoluten Sinne des Wortes frei sein kann. Wenn eine Gesellschaft überhaupt funktionsfähig sein soll, muss es Beschränkungen der einen oder anderen Art geben.

Abgesehen von diesem generellen Gedanken lehrt der Islam Freiheit, hält sie in Ehren und gewährt sie sowohl dem Muslim als auch dem Nicht-Muslim. Das islamische Freiheitsverständnis bezieht sich auf alle freiwillig gewollten Handlungen der Menschen aller Gesellschaftsschichten. Wie bereits erwähnt, ist jeder Mensch frei mit der „Fitra“, also mit einer reinen natürlichen Veranlagung geboren. Dies bedeutet, dass der Mensch frei von Unterjochung, Sünde, vererbter Minderwertigkeit und abstammungsbedingten Erschwernissen geboren wird. Sein Recht auf Freiheit ist unantastbar, solange er nicht absichtlich gegen Gottes Gesetz verstößt oder die Rechte anderer verletzt.

Eines der Hauptziele im Islâm besteht darin, den Verstand von Aberglauben und Ungewissheiten, die Seele von Sünde und Korruption, das Gewissen von Bedrängnis und Angst und sogar den Körper von Funktionsstörungen und Degeneration zu befreien.

Der Kurs, den der Islâm dem Menschen zur Erlangung dieses Ziels vorgibt, enthält tiefgreifende intellektuelle Bemühungen, regelmäßige spirituelle Rituale, bindende moralische Prinzipien und sogar Diätvorschriften. Verfolgt der Mensch diesen Kurs gewissenhaft, kann er sein endgültiges Ziel der Freiheit und Emanzipation nicht verfehlen.

Die Freiheitsfrage in Bezug auf Glauben, Anbetung und Gewissen ist ebenfalls von höchster Bedeutung im Islâm. Jeder Mensch ist dazu berechtigt, seine Glaubens-, Gewissens- und Anbetungsfreiheit zu praktizieren. Gott sagt im Qurân: Es gibt keinen Zwang im Glauben. (Der Weg der) Besonnenheit ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also falsche Götter verleugnet, jedoch an Allâh glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allâh ist Allhörend und Allwissend. (Sûra 2:256).

Der Islâm vertritt diesen Standpunkt, da Religion auf Glauben, Willen und Hingabe beruht. Diese wären, sofern durch Zwang bedingt, bedeutungslos. Außerdem präsentiert der Islâm Gottes Wahrheit als Chance und überlässt es dem Menschen, seinen eigenen Kurs zu wählen. Der Qurân besagt: … (Es ist) die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein… (Sûra 18:29).

Das islâmische Freiheitskonzept ist ein Glaubensartikel, eine ehrwürdige Anordnung des Allwaltenden Schöpfers. Es ist auf folgenden Grundprinzipien errichtet: Erstens: Das Gewissen des Menschen ist einzig Gott unterworfen, Dem gegenüber jeder Mensch unmittelbar verantwortlich ist. Zweitens: Jeder Mensch ist persönlich für seine Taten verantwortlich und allein zur Ernte der Früchte seiner Arbeit berechtigt. Drittens: Gott hat dem Menschen die Vollmacht erteilt, für sich selbst zu entscheiden. Viertens: Der Mensch ist mit ausreichend spiritueller Leitung und verstandesmäßigen Fähigkeiten ausgestattet, die ihn dazu befähigen, verantwortungsbewusste und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Dies ist das Fundament des islamischen Freiheitskonzeptes und dies ist die Wertigkeit von Freiheit im Islâm. Sie ist das natürliche Anrecht des Menschen, ein spirituelles Privileg, ein moralisches Vorrecht und in erster Linie eine religiöse Pflicht. Innerhalb des Rahmens dieses islamischen Freiheitskonzeptes gibt es keinen Platz für religiöse Verfolgung, Klassenkämpfe oder Rassenvorurteile. Das Freiheitsrecht des Einzelnen ist so unantastbar wie dessen Recht auf Leben; Freiheit ist das Äquivalent des Lebens an sich.

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

 

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Ein Grundbestandteil des islamischen Wertesystems ist das Gleichheitsprinzip oder besser noch das Fairness-Prinzip. Dieser Gleichheitsgedanke sollte nicht irrtümlich für eine Übereinstimmung oder Stereotypie gehalten oder mit diesen Begriffen verwechselt werden! Der Islam lehrt, dass aus der Sicht Gottes alle Menschen gleich, jedoch nicht zwangsläufig identisch sind. Sie haben unterschiedliche Fähigkeiten, Potentiale, Ambitionen, Besitztum und so weiter. Dennoch kann keiner dieser Unterschiede an sich einen Überlegenheitsstatus eines Menschen oder einer Rasse gegenüber anderen begründen. Die Herkunft des Menschen, seine Hautfarbe, sein Vermögen und Ansehen haben – was Gott betrifft – keinen Einfluss auf den Charakter und die Persönlichkeit des Einzelnen. Das einzige von Gott anerkannte Unterscheidungsmerkmal ist Gottesfurcht und das einzige von Gott angesetzte Kriterium lautet Güte und spirituelle Vortrefflichkeit. Gott sagt im Qurân:

O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiss, der Geehrteste von euch bei Allâh ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiss, Allah ist Allwissend und Allkundig. (Sûra 49:13).

Die unterschiedlichen Rassen, Farben oder gesellschaftlichen Stellungen sind nur nebensächlich. Sie beeinträchtigen den wahren Status des Menschen aus Gottes Sicht nicht. Nochmals: Der Gleichheitsgedanke ist nicht lediglich eine Frage der Grundrechte, eine Absprache unter Ehrenleuten oder eine herablassende Wohltätigkeit. Er ist ein Glaubensartikel, den der Muslim ernst nimmt und an dem er aufrichtig festhalten muss. Die Grundlagen dieses islâmischen Gleichheitsgedankens sind in der Struktur des Islâm tief verwurzelt. Sie rühren von folgenden Grundprinzipien her: (1) Alle Menschen sind von ein und demselben ewigen Gott erschaffen, dem höchsten Herrn aller Dinge. (2) Die gesamte Menschheit gehört dem Menschengeschlecht an und teilt sich in gleichem Maße die Abstammung von Adam und Eva. (3) Gott ist gerecht und gütig gegenüber all Seinen Geschöpfen. (4) Alle Menschen werden insofern gleich geboren, als dass niemand irgendeinen Besitz mit sich bringt, und sie sterben insofern gleich, als dass sie nichts von ihren weltlichen Besitztümern mitnehmen. (5) Gott richtet über jeden Menschen auf Grundlage dessen eigener Verdienste und entsprechend dessen eigener Taten. (6) Gott verleiht dem Menschen als solchen einen Ehren- und Würdetitel.

Dies sind einige Prinzipien, die hinter dem Wert der Gleichheit im Islâm stecken. Wird dieses Konzept vollständig verwirklicht, dann lässt es keinen Platz für Vorurteile oder Verfolgungen. Wird diese Göttliche Verordnung vollständig umgesetzt, dann gibt es keinen Platz für Unterdrückung oder Niederschlagung. Begriffe wie auserwählte und heidnische Völker, Worte wie privilegierte und abgeurteilte Rassen, Ausdrücke wie soziale Kasten und Bürger zweiter Klasse werden alle bedeutungslos und hinfällig.

Und Allah weiß es am besten!