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Rechte der Eltern und Verwandten

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anbefohlen – seine Mutter hat ihn unter wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang.“ (Sure 31:14)

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Die Pietät ist ein zusammenfassender Begriff, der alle lobenswerte Angewohnheiten, gute Eigenschaften und gutmütige Morale beinhaltet, welche das Seelenfreiden vererben, die Liebe verbreiten und die Stabilität der Gesellschaften verwirklichen lassen.

Als man den Prophten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) nach der Pietät fragte, beantwortete der Prophet mit den Worten: „Die Pietät ist die gute Moralität.“

Zweifelsohne verdienen die Eltern die Pietät eines Menschen am meisten, denn Allah Der Majestäte befiehlt uns, ihnen gegenüber gütig, pietätvoll und mild zu sein sowie für sie aus Barmherzigkeit den Flügen der Demut zu senken.

Der ehrwürdige Koran und die prophetische Sunna stabilieren die optimale Beziehung zwischen den Elteren und den Kindern, indem Der Erhabene sagt:

Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur ihm dienen und zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht zu ihnen: „Pfui!“ und fahre sie nicht an, sondern sag zu ihnen ehrerbietige Worte. Und senke für sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sag: „Mein Herr, erbarme Dich ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war.“ (Sure 17: 23-24)

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) verdeutlichte, dass in der zweiten Stufe der guten Taten nach dem Pflichtgebet, der Elementarsäule der Religion, die Pietät gegen die Eltern kommt. Man fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) nach der besten Tat bei Allah, da sagte der Prophet: „(Das Verrichten des) Pflichtgebet(s) zu seiner bestimmten Zeit.“ Dann fragte man: „Und was kommt danach?“ Der Prophet sagte: „Die Pietät gegen die Eltern.“ Man fragte weiter: „Und was kommt danach?“ Der Prophet sagte: „Der Dschihad auf dem Weg Allahs.“

Der Islam erhöht die Rangstufe der Pietät gegen die Eltern sowie dessen, dass man den Eltern gegenüber gütig ist und um sie kümmert, dann zeichnete der Islam die Mutter mehr Pietät, Pflege, Fürsorge und Interesse aus.

Ein Mann fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „O Allahsgesandter, wem steht es mein gütiges Verhalten am meisten zu?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wer danach?“  Der Prophet sagte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte wieder: „Und wer danach?“ Der Prophet erwiderte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wer danach?“  Da sagte der Prophet: „Dann kommt dein Vater.“

´Aischa (möge Allah auf ihr Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass sie den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) fragte: „Wem steht es das gütige Verhalten einer Frau zu?“  Er sagte: „Ihr Ehemann.“ Sie fragte weiter: „Und wem steht es das gütige Verhalten eines Mannes zu?“ Er sagte: „Seine Mutter.“

Kein Wunder! Wem steht es denn die Pietät mehr als der Mutter zu? Wem steht es die Pietät mehr als derjenige zu, die dich in ihrer Bauch für 9 Monate, aber wie 9 Jahre, trug, bei deiner Geburt erduldete, dir ihre Milch säugte, dich mit ihrer Hand bereinigte, dich vorzog und wenn du krank bist, fühlt sie sich äußerst bedauern und tut es ihr Leid und Weh, sowie wenn man sie zwischen deinem Leben und ihrem Tod vor die Wahl stellt, so würde sie ohne Zögern dein Leben wählen. Wem steht es die Pietät mehr als diejenigen zu, die Pietät gegenüber denen Allah Der Erhabene anempfiehlt.

Im Koran steht:

Und Wir haben dem Menschen anempfohlen, zu seinen Eltern gütig zu sein. Seine Mutter hat ihn unter Widerwillen getragen und unter Widerwillen zur Welt gebracht. Die (Zeit der) Schwangerschaft mit ihm bis zu seiner Entwöhnung (beträgt) dreißig Monate.“ (Sure 46:15)

Zur Huld Allahs gegen den anbietenden Diener gehört, dass Allah ihm den Erfolg verleiht, gegen die Eltern im Allgemeinen und gegen die Mutter ins Besondere pietätvoll zu sein, so wer dazu rechtgeleitet wird, der erfreut großartigen Wohl und unvergleichbare Huld Allahs, deren Frucht Erfolg im Dieseits und deren Belohnung Barmherzigkeit, Verzeihung und Rettung im Jenseits ist.

Die Pietät gegen die Mutter hat viele Vorzüge und Früchte sowohl im Dies- als auch im Jenseits, wie etwa:

  • Befriedigen der Bedarfe, Beseitigung der Bedrängnis und Erhöhrung der Bittgebete.

Es wurde von Ibn ´Umar (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) überliefert, dass der Gesandte (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Der Regen goss strömend auf drei Männer, so flüchteten sie sich zu einer Höhle in einem Berg, dann fiel ein großer Stein vor den Ausgang der Höhle, so dass der Ausgang geschlossen war, dann sagte einer von ihnen zu den anderen: „Welche rechtschaffene Tate habt ihr auf Allahs Weg gemacht, auf dass ihr Allah mit ihnen darum bitten, ihre Bedrängnis zu beseitigen?“ Da sagte einer von ihnen: „O Allah, ich hatte sehr alte Eltern und kleine Kinder, um die ich sorgte, und als ich zu ihnen zurückkehrte, melkete ich, dann fang ich immer mit meinen Eltern vor meinen Kindern an, aber an einem Tag kehrte ich spät am Abend zurück, während sie geschlaffen waren, dann melkete ich wie gewöhnt und setzte mich neben sie aber wollt sie nicht wecken aber mochte gleichzeitig nicht den Kindern vor ihnen die Milch geben, obwohl die Kinder sich vor Hunger bis zur Morgendämmerung krümmten. O Allah, wenn ich dies auf Deinem Weg tat, so beiseitige unsere Bedrängnis!“ Da erhöhrte Allah sein Bittgebet und beseitigte ihren Kummer, so dass sie den Himmel sehen konnten… Dann sprach jeder von ihnen mit einer Tat auf Allahs Weg Bittgebet, bis Allah Der Majestäte ihre Bittgebete erhöhrte und demzufolge ihre Bedrängnis beseitigte.

Eine Gruppe aus dem Jemen kam zu ´Umar (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!), dann stellte ihnen ´Umar die Frage: „Ist unter euch jemand, der Uais Ibn ´Amir heißt?“ bis er zu Uais kam und fragte ihn: „Bist du Uais Ibn ´Amir?“ Er erwiderte: „Ja!“ ´Umar fragte wieder: „Kommst du aus Murad und dann aus Qarn?“ Er sagte: „Ja!“ Da fragte ´Umar wieder: „Leidetest du an Weißfleckenkrankheit, dann wurde sie aber außer einer kleinen Stelle geheilt?“ Uais sagte: „Stimmt!“ ´Umar sagte: „Ist deine Mutter lebendig?“ Uais antwortete mit „Ja!“ Da sagte ´Umar: „Ich hörte den Gesandten Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagen: „Uais Ibn ´Amir kommt zu euch unter Gruppe aus dem Jemen aus Murad und dann aus Qarn, er leidetete an Weißfleckenkrankheit, dann wurde sie aber außer einer kleinen Stelle geheilt. Seine Mutter ist lebendig und er ist gegen sie pietätvoll. Wenn er etwas bei Allah schwört, so erfüllt Allah seinen Eid. So wenn du dazu die Möglichkeit hast, dass er Allah für dich um Vergebung bittet, so tue es!“ Und nun bitte Allah für mich um Vergebung!“ Uais leistete diesem Folge und bat Allah für ihn um Vergebung…

Dies weist darauf hin, dass Allah das Bittgebet von Uais wegen seiner Pietät gegen seine Mutter erhöhrte.

Es wurde von Kaa´b Ibn ´Udschza (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!) überliefert, dass ein Mann beim Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) vorbeikam, dann sahen die Gefährten des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) von ihm Anstrengung und Aktivität, dermaßen sie sagten: „O Allahsgesandte, wie wäre es, wenn seine Arbeit auf dem Wege Allahs wäre?“ da sagte der Prophete (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wenn er sein Haus verläßt, um für seine kleine Kinder aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs, wenn  er sein Haus verläßt, um für seine alte Eltern aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs…“

´Aischa (möge Allah auf ihr Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Ich schlief, dann sah ich mich im Paradies und hörte jemanden zitieren. Ich fragte: „Wer sei dieser?“ Man beantwortete: „Er ist Haritha Ibn An-N´uman. Dann sagte der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „So ist die Pietät, so ist die Pietät!“

Haritha Ibn An-N´uman war derjenige, der seiner Mutter gegenüber am pietätvollsten war.

So sollen wir unseren Eltern bzw. Vätern und Müttern gegenüber pietätvoll sein, wir sollen auch davon sicher sein, dass die Pietät und Widerspenstigkeit gegenüber den Eltern eine Schuld ist, die man tilgen muss, sowie dass man die Strafe der Widerspenstigkeit den Eltern gegenüber im Dies- vor dem Jenseits sieht.

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Zwei Sünden, derern Bestrafung Allah beschleunigt, nämlich: das Unrecht und die Widerspenstigkeit gegenüber den Eltern.“

In einem anderen prophetischen Hadith heißt es: „In das Paradies kommt nicht derjenige, der gegenüber seinen Eltern widerspenstig ist…“

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Brüder im Islam:

Über die Verpflichtung der Pietät gegen die Eltern – ins Besondere gegen die Mutter – sind alle Himmelsreligionen einig.

Der Erhabene sagt:

Und als Wir mit den Kindern Israils ein Abkommen trafen: Dient keinen außer Allah! Und zu den Eltern sollt ihr gütig sein.“ (Sure 2:83)

Er sagte auch:

Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anempfohlen – seine Mutter hat ihn unter Wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang“ (Sure 31:14)

Der Islam schneidet jedem den Weg, der sich verführen läßt, gegenüber seinen Eltern widerspesntig zu sein, denn man kann sich einbilden, dass man rechtschaffener als seine Eltern ist, und daraufhin sie grob anfährt bzw. schlecht behandelt, so sagen wir zu solchen Menschen: Die ehrwürdige Scharia schreibt die Gütigkeit und Pietät gegenüber den Eltern vor, selbst wenn sie ungläubig sind, damit keiner vorbringt, dass seine Eltern nicht rechtschaffen sine.

Der Gepriesene sagt:

„Wenn sie sich aber darum bemühen, dass du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht, doch geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um. Und folge dem Weg dessen, der Mir reuig zuwendet. Zu Mir wird hierauf eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.“ (Sure 31:15)

Asmaa Bint Abu Bakr (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) sagte: „Meine Mutter kam zu mir, als sie zur Zeit des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) ungläubig war und darauf nicht verzichten wollte, da bat ich den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) um Rat sagend: „O Gesandter Allahs, soll ich zu meiner Mutter gütig sein?“ Er sagte: „Ja, sei zu deiner Mutter gütig!“

So wenn dich deine Eltern anzuspornen versuchen, Sünde zu begehen bzw. Allah etwas beizugesellen, gehorche ihnen wohl nicht, aber geh mit ihnen in rechtlicher Weise um, und leiste den Befehl Des Erhabenen Folge:

„doch geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um.“ (Sure 31:15)

Do sollst auch ergreifen, dass dies eine Verpflichtung und keine Gefälligkeit ist, und wenn du diese Pflicht nicht verrichtest, wirst du bestraft.

So wie glücklig ist derjenige, der zu seiner Mutter gütig und ihr gegenüber pietätvoll ist!

Abdullah Ibn ´Umar (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Die Zufriedenheit Allahs liegt in der Zufriedenheit der Eltern und der Zorn Allahs liegt im Zorn der Eltern.“

O Allah, hilf uns dabei, dass wir gegen unsere Väter und Mütter sein könne, vergib ihnen und erbarme Dich ihrer, wie sie uns aufgezogen haben, als wir klein waren!