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Früchte des Glauben

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Diejenigen (aber), die glauben und tun, was recht ist, die leitet ihr Herr durch ihren Glauben recht. Zu ihren Füßen werden (dereinst) Bäche fließen, in den Gärten der Wonne.“ (Sure 10:09)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Der Islâm versteht die Beziehung zwischen Mensch und Gott als eine direkte, persönliche Beziehung, d.h. ohne Vermittler. Die Propheten sind lediglich Verkünder der göttlichen Botschaft. Jeder Mensch ist somit dazu verpflichtet, seine eigene Wahl zu treffen und die unmittelbare Verantwortung dafür vor Gott zu tragen. Weil Gott den Menschen geschaffen und ihm seine Gnade, seine Versorgung und seinen Schutz gewährt hat, muss der Mensch Ihn alleine anbeten und verehren. Der Mensch muss die absolute Hingabe gegenüber seinem Herrn verwirklichen.

Auf diese Art und Weise steht der Mensch dem Schöpfer (Rein und Erhaben ist Er) ganz nah: „Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. So sollen sie nun auf Mich hören und an Mich glauben, auf dass sie besonnen handeln mögen.“ (Sûra 2:186) „Euer Herr sagt: „Ruft Mich an, so erhöre Ich euch. Gewiss, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen.““ (Sûra 40:60) Bitten und Bittgebete werden hier ausdrücklich als Äquivalent der Dienerschaft und der Anbetungshandlungen erklärt. Dem treuen Diener gegenüber ist Allâh vollkommen gnädig und barmherzig.

Glaube (Imân) besteht nicht nur aus Worten, sondern auch aus Taten. Er ist einerseits das Vertrauen auf Allâh, den Glauben an ihn, an Seine Propheten und an die Botschaft, die diese Propheten vermittelten. Andererseits ist der Imân auch der Inhalt dieser göttlichen Botschaft. Der Imân im praktischen Sinne umfasst die religiösen Handlungen, sowie auch alle Tätigkeiten, die das religiöse Leben des Muslims bestimmen.

Dieses umfassende Verständnis vom Glauben kann durch folgende Aussagen des Propheten Muhammad Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken erklärt werden:

Anas berichtete, dass der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gesagt hat: „Wer die folgenden drei Eigenschaften verinnerlicht hat, der hat die Süße des Glaubens gefunden: wem Allâh und sein Gesandter lieber sind als alles Andere; wer eine Person nur um Allâhs Willen liebt; und wer es verabscheut, zum Unglauben zurückzukehren, wie er es verabscheut, in die Hölle geworfen zu werden.“ (Al-Buchârî)

In einem anderen Hadîth heißt es: „Derjenige kostet den Geschmack des Glaubens, der allein mit Allâh als Herrn, dem Islâm als Religion und mit Muhammad als Propheten zufrieden ist.“ Er sagte auch: „Der Glaube ist es, denjenigen zu lieben, der Allâh liebt, denjenigen zu hassen, der Allâh hasst, die eigene Zunge unermüdlich die Namen Allâhs wiederholen zu lassen, und den Menschen das zu wünschen, was man sich selbst wünscht, und zu verabscheuen, dass ihnen widerfährt, was man selbst verabscheut.“

Das Prinzip der Loyalität und Ablehnung ist ein wichtiger Teil des Imân, wenn es Allâh zuliebe empfunden wird.

Die Bedeutung des Imân kann man daran ermessen, dass er sowohl zu den Bestandteilen der Anbetungshandlungen als auch zu den Grundsätzen der islâmischen Ideologie gehört. Ibn ´Umar berichtet wiederum, dass der Gesandte Allâhs Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gesagt hat: „Der Islâm basiert auf fünferlei: Dem Glaubensbekenntnis, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allâh gibt, und dass Muhammad der Gesandte Allâhs ist, dem genauen Verrichten des Gebets, der Abgabe der Zakâ, der Haddsch sowie dem Fasten im Monat Ramadân.“

Das Glaubensbekenntnis ist, wie wir hier gesehen haben, die erste Pflicht im Islâm. Nur durch die Schahâda kann man in den Islâm eintreten, ohne sie gibt es keinen Zugang zum Islâm. Die Stufen des islâmischen Glaubens werden in einem Teil eines Hadîth, der von ´Umar berichtet wird, folgendermaßen ausgeführt: „Eines Tages befand sich der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken gerade in Gesellschaft einiger Leute, als ein Mann herbeikam und fragte: „Was ist der Islâm?“ Der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken erwiderte: „Islâm ist, allein Allâh zu dienen und ihm nichts beizugesellen, das Gebet genau zu verrichten, die vorgeschriebene Zakâ zu entrichten und das Fasten im Monat Ramadân einzuhalten.“ Dann fragte der Mann: „Und was ist der Glaube (Îmân)?“ Der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken antwortete: „Der Glaube bedeutet, an Allâh, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag zu glauben“ Daraufhin fragte der Mann: „Und was ist die vorbildliche Verehrung (Ihsân)?“ Diese Frage beantwortete der  Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken mit den Worten: „Ihsân bedeutet, dass du Allâh so dienst, als würdest du Ihn sehen, denn auch wenn du Ihn nicht siehst, so wisse, dass Er dich sieht.“ Der Mann fragte: „Wann ist die Stunde (des Gerichts)?“ Der  Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken antwortete: „Darüber weiß der Befragte nicht mehr als der Fragende selbst!“ Schließlich fragte der Mann: „Was sind ihre Vorzeichen?“ Und der  Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken antwortete „Sie naht, wenn die Sklavin ihre Herrin gebärt und wenn die barfüßigen Viehhirten einander in der Höhe ihrer Gebäude zu überbieten suchen. Es gibt fünf Dinge, über die einzig Allâh Bescheid weiß.“ Daraufhin rezitierte der Prophet Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken: „Allein bei Allâh ist das Wissen um die Stunde …“ (Sûra 31:34) Anschließend ging der Mann weg, und der Prophet fragte seine Gefährten: „Wisst ihr, wer der Mann war?“ „Allâh und sein Prophet wissen es am besten.“ sagten sie. So entgegnete ihnen der Gesandte Allâhs: „Das war Dschibrîl (Gabriel), der gekommen ist, um euch in eurer Religion zu unterweisen.“

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Es ist kein Zufall, dass viele Aussagen des heiligen Qurâns und des Propheten  den Glauben mit den verschiedenen Arten des Gottesdienstes verbinden. So finden wir die Verrichtung des Gebets im Qurân als Teil des Glaubens im folgenden Zusammenhang bezeichnet: Allâh der Erhabene sagt: „Die Toren unter den Menschen werden sagen: “Was hat sie von der Gebetsrichtung, die sie (bisher) einhielten, abgebracht?” Sag: Allah gehört der Osten und der Westen. Er leitet, wen Er will, auf einen geraden Weg. Und so haben Wir euch zu einer Gemeinschaft der Mitte gemacht, damit ihr Zeugen über die (anderen) Menschen seiet und damit der Gesandte über euch Zeuge sei. Wir hatten die Gebetsrichtung, die du einhieltest, nur bestimmt, um zu wissen, wer dem Gesandten folgt und wer sich auf den Fersen umkehrt. Und es ist wahrlich schwer außer für diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat. Aber Allah läßt nicht zu, daß euer Glaube verloren geht. Allah ist zu den Menschen wahrlich Gnädig, Barmherzig.“ (Sûra 2:142-143)

Diese Verse beziehen sich auf jene Gebete, die Muslime in frühislâmischer Zeit in Richtung Jerusalem verrichtet hatten, bevor die Gebetsrichtung nach Makka geändert wurde, die Verrichtung des Gebets wird hier also als Imân bezeichnet. Auch das Fasten muss mit dem Imân verbunden sein. Der prophetische Hadîth lautet zudem: „Wer im Monat Ramadân aus Glauben und der Hoffnung auf Allâhs Lohn fastet, dem werden seine vergangenen Verfehlungen verziehen.“ (Al-Buchârî)

Auch die Entrichtung der Zakâ (Pflichtabgabe) ist wie das Gebet und das Fasten ein Teil des Glaubens, denn Allâh sagt in Seinem heiligen Buch: „Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten; das ist die Religion des rechten Verhaltens.“ (Sûra 98:5).

Im Qurân werden die Glaubensgrundsätze in vielen Versen dargestellt, z.B. im folgenden Vers aus der Sûra Al-Baqara: „Nicht darin besteht die Güte, dass ihr eure Gesichter gegen Osten oder Westen wendet. Güte ist vielmehr, dass man an Allah, den Jüngsten Tag, die Engel, die Bücher und die Propheten glaubt und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – der Verwandtschaft, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und für (den Loskauf von) Sklaven hergibt, das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet; und diejenigen, die ihre Verpflichtung einhalten, wenn sie eine eingegangen sind, und diejenigen, die standhaft bleiben in Not, Leid und in Kriegszeiten, das sind diejenigen, die wahrhaftig sind, und das sind die Gottesfürchtigen.“ (Sûra 2:177)

Der Glaube umfasst so viele Dinge im Leben des Muslims, die den Gesamtrahmen seiner Denk- und Handlungsweise bestimmen. Was hier erwähnt wurde, ist das Wesentliche dessen, was Imân (Glaube) im islamischen Sinne heißt, denn es gibt viele andere Elemente, die auch zum Imân gehören. Abû Huraira  berichtet, dass der Prophet  gesagt hat: „Der Glaube besteht aus mehr als siebzig Stufen. Die höchste ist das Bekenntnis, dass es nichts Verehrungswürdiges außer Allâh gibt, und dass Muhammad sein Knecht und Gesandter ist. Die Schamhaftigkeit ist ebenfalls eine Stufe des Glaubens.“ (Al-Buchârî)

Zu den islamischen Glaubensgrundsätzen gehört auch, dass der Muslim der Überzeugung ist, dass dieses unendliche Universum weder von sich aus besteht, noch von sich aus ohne göttliche Kontrolle oder Leitung funktioniert. Im islamischen Glauben gibt es keinen Platz für den blinden Zufall, für die irregeführten und widersprüchlichen Wunschvorstellungen mancher Menschen. Stattdessen lehrt der Islâm, dass das Universum beständigen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, wie es der heilige Qurân im Folgenden erklärt: „…Erwarten sie denn (für sich) etwas anderes als die Gesetzmäßigkeit (, nach) der (an den) Früheren (verfahren wurde)? Du wirst in Allahs Gesetzmäßigkeit keine Änderung finden, und du wirst in Allahs Gesetzmäßigkeit keine Abwandlung finden.” (Sûra 35:43). Dieser Glaube veranlasst somit die Muslime dazu, alles zu verwerfen, was Allâhs Gesetzmäßigkeiten (Sunna) widerspricht, oder dem Tauhîd entgegenwirkt: z.B. Aberglaube, Mythen, Wahrsagerei (genaugenommen offenkundiges Lügen, nicht Wahrsagen), Magie, Zauberformeln und Amulette, Omen usw. Dieser Glaube verwirft auch alles, was die Menschen voneinander trennt und was einige Menschengruppen gegenüber anderen diskriminiert.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!