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Unsere Aufgabe gegenüber dem Koran

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Einteilung der Predigt

  • Der Koran ist der ewige Wunder des Islams
  • Die Stellung des Korans und seine Vorzüge
  • Der Vorzug der Leute des Korans
  • Die Aufgabe der Muslime gegenüber dem Koran:

Man soll ihn lesen und sich darüber Gedanken machen.

Man soll ihn respektieren und seine Moral verinnerlichen.

Man soll seinen Anweisungen folgen und seine Verboten unterlassen.

Inhalt der Predigt

Der Koran ist das größte Wunder des Islams. Weder die Menschen noch die Dschinn könnten und können einen ähnlichen Koran hervorbringen. Der Koran weist auf diese Herausforderung hin:

„Sprich: „Wenn sich auch die Menschen und die Dschinn vereinigten, um etwas Gleiches wie diesen Qur᾿ān hervorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden.““ (17:88)

„Wenn sie sagen: „Er hat ihn selbst erdichtet“, sage: „Bringt doch zehn gleiche Suren hervor, die ebenfalls ersonnen sind, und nehmt zu Hilfe, wen immer ihr anstatt Gott zu Hilfe nehmen könnt, wenn wahr sein sollte, was ihr behauptet!““ (13:11)

„Wenn ihr am Koran zweifelt, den Wir Unserem Diener nach und nach offenbaren, so schafft doch eine Sure gleicher Art, und holt eure Zeugen herbei, denen ihr anstatt Gottes vertraut, wenn ihr die Wahrheit sagt!“ (2:23)

Der Koran ist ein Buch der Rechtleitung, die Verfassung der Muslime und das Leben für die Herzen:

„Alif, Lâm, Mîm. Dieses Buch (der Koran) ist Gottes Offenbarung. Daran ist nicht zu zweifeln. Es enthält Rechtleitung für die Frommen, die an das Verborgene glauben, das Gebet verrichten und von den Gaben, die Wir ihnen bescheren, gern Spenden geben.“ (2:1-3)

„Und so haben Wir dir nach Unserem Gebot ein Wort offenbart. Weder wusstest du, was die Schrift noch was der Glaube ist. Doch Wir haben sie (die Offenbarung) zu einem Licht gemacht, mit dem Wir jenen von Unseren Dienern, denen Wir wollen, den Weg weisen. Wahrlich, du leitest (sie) auf den geraden Weg, den Weg Allahs, Dem alles gehört, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wahrlich, zu Allah kehren alle Dinge zurück.“ (42:52-53)

Nicht nur die Menschen wurden durch den Koran rechtgeleitet, sondern auch die Dschinn. Der Koran berichtet davon, wie eine Schar Dschinn reagierten, als sie den Koran hörte:

„Und da wandten Wir dir eine Schar Dschinn zu, die den Qur᾿ān vernehmen konnten; und als sie bei ihm zugegen waren, sprachen sie: „Hört zu!“ – und als er zu Ende war, kehrten sie zu ihrem Volk zurück (und) warnten (es). Sie sprachen: „O unser Volk, wir haben ein Buch gehört, das nach Moses herabgesandt worden ist (und) welches das bestätigt, was schon vor ihm da gewesen ist; es leitet zur Wahrheit und zu dem geraden Weg. O unser Volk, hört auf Allahs Rufer und glaubt an Ihn. Er wird euch eure Sünden vergeben und euch vor qualvoller Strafe schützen. Und der, der nicht auf Allahs Rufer hört, kann (Ihm) nicht auf Erden entrinnen, noch kann er Beschützer außer Ihm haben. Solche befinden sich in einem offenkundigen Irrtum““ (46:28-32)

Auch die Engel haben, einer prophetischen Überlieferung zufolge, den Koran gehört und wurden von ihm berührt. Der Koran berichtet von sich als Heilung und Barmherzigkeit und als ein Buch, das Gott vor jeglicher Fälschung beschützt:

„Und Wir senden vom Qur᾿ān das hinab, was eine Heilung und Barmherzigkeit für die Gläubigen ist; den Ungerechten aber mehrt es nur den Schaden.“ (17:82)

Der Prophet Muḥammad lehrte uns auch: „Der beste von euch ist derjenige, der den Koran lernte und lehrte.“ (Bei al-Buḫārī überliefert)

Man sollte auf den Koran reagieren und ihn mit Nachdenken hören. Gott lobt insofern die Gläubigen, als sie den vom Koran berührt und beeinflusst werden:

„Allah hat die beste Verkündigung (die man sich überhaupt denken kann, als Offenbarung) herabgesandt, eine sich gleichartig wiederholende Schrift (mit) Erzählungen, die diejenigen, die ihren Herrn fürchten, (zuerst) zum Schaudern bringt, hierauf (aber) an Leib und Seele besänftigt und dazu anhält, Allahs zu gedenken. Das ist die Rechtleitung Allahs. Er leitet damit recht, wen er will. Wen aber Allah irreführt, für den gibt es keinen, der ihn rechtleiten würde.“ (Koran 39:23)

Diese Verstehen haben die Gefährten des Propheten wahrgenommen und nicht nur den Koran rezitiert und gehört, sondern darüber nachgedacht und danach gehandelt. Es wird überliefert, dass der Gefährte Abū ad-Daḥdāḥ sofort auf folgenden Vers mit dem Spenden seines Gartens reagierte:

„Ihr werdet das Gütigsein nicht erlangen, ehe ihr nicht von dem spendet, was ihr liebt; und was immer ihr spendet, seht, Allah weiß es“ (3:92)

Deshalb tadelt der Koran denjenigen, die nicht über den Koran nachdenken und seine Anweisungen nicht wahrnehmen:

„Wollen sie also nicht über den Qur᾿ān nachdenken, oder ist es (so), dass ihre Herrn verschlossen sind?“ (47:24)

Diejenigen, die vom Koran im Diesseits nicht profitieren, werden auch nicht von ihm im Jenseits profitieren. Der Koran prägt uns folgendes Beispiel:

„Und wenn Meine Führung zu euch kommt, dann wird der, der Meiner Führung folgt, nicht zugrunde gehen, noch wird er Unglück erleiden. Und dem, der sich jedoch von Meiner Ermahnung abkehrt, wird ein Leben in Drangsal beschieden sein, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihn blind vor Uns führen. Er wird sagen: „“Mein Herr, warum hast Du mich blind (vor Dich) geführt, obwohl ich (zuvor) sehen konnte? Er wird sprechen: Es sind ja Unsere Zeichen zu dir gekommen, und du hast sie missachtet – also wirst heute nun du missachtet sein!“ (20:123-126)

Der Prophet selber pflegte, den Koran mit Nachdenken zu rezitieren und zu hören:

‘Abdullāh Ibn Mas‘ūd berichtete: „Der Prophet, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte zu mir: »Lies mir (etwas vom Qur’ān) vor!« Ich sagte: »O Gesandter Allāhs, soll ich dir von dem vorlesen, was dir selbst offenbart wurde? «Er sagte: »Ja!« Da las ich ihm die Sura An-Nisā’ vor, und als ich den Vers „Und wie, wenn Wir aus jedem Volk einen Zeugen herbeibringen und dich (o Muḥammad) als Zeugen gegen diese herbeibringen? (4:41)“ erreichte, sagte er: »Hör auf zu lesen!« Da sah ich, dass Tränen aus seinen Augen flossen.“ (Bei al-Buḫārī überliefert)

Zu unseren Aufgaben gegenüber dem Koran gehört auch, dass wir ihn, ohne Übertreibung und nicht nach eigenen Ideologien und Philosophien verstehen, sondern einfach in einer richtigen und gemäßigter Art und Weise.

Auch sollte man die Anweisungen des Korans bezüglich des Verhaltens und des Charakters verinnerlichen. Erst dann wenn man die Charakterzüge im Koran verwirklichte, kann man von einem islamischen Charakter nach dem Vorbild des Propheten sprechen. Als die Mutter der Gläubige (Frau des Prophetne) ῾Āiša nach dem Charakter des Propheten gefragt wurde, antwortete sie: „Sein Charakter war der Koran.“ Der Koran fungiert als Rechtsleitung für den Charakter des Muslims und dessen Verhalten im Leben im Allgemeinen:

 „Wahrlich, dieser Qur᾿ān leitet zum wirklich Richtigen und bringt den Gläubigen, die gute Taten verrichten, die frohe Botschaft, auf dass ihnen großer Lohn zuteil werde.“ (17:9)