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Schönheit, Fröhlichkeit und gutes Empfinden

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Der Islam ist eine Religion der Zivilisation und der Kultiviertheit, eine Religion der Vollkommenheit und der Schönheit und eine Religion der Fröhlichkeit und der Glückseligkeit. Alle Texte des Islam, seine Anweisungen, Wege und Handlungsweisen führen dazu. Vielmehr betonen der ehrwürdige Koran und die Sunna des Propheten diese Bedeutungen. So sagt Allah der Hocherhabene im Koran: „Und (auch) das Vieh hat er geschaffen. Es bietet euch (durch seine Wolle) die Möglichkeit, euch warm zu halten, und ist euch (auch sonst in mancher Hinsicht) von Nutzen. Und ihr könnt davon essen. Auch findet ihr es schön (und freut euch daran), wenn ihr (es abends) eintreibt und (morgens zum Weiden) austreibt.“ (Sure 16:5-6). Der Hocherhabene sagt auch: „(Er) der euch die Erde zu einem Lager (mahd) gemacht und euch auf ihr Wege angelegt hat (salaka) und vom Himmel Wasser hat herabkommen lassen. Und wir haben dadurch Arten (azwaadsch) von verschiedenen Pflanzen hervorgebracht.“ (Sure 20:53). ER sagt ferner: „Und die Erde haben wir (wie einen Teppich) ausgebreitet. Und wir haben auf ihr feststehende (Berge) angebracht und allerlei herrliche Arten (von Pflanzen und Früchten) wachsen lassen.“ (Sure 50:7). Des Weiteren sagt ER: „Oder wer (sonst) hat Himmel und Erde geschaffen und euch vom Himmel Wasser herabkommen lassen? Damit haben wir doch herrliche Gärten wachsen lassen, deren Bäume ihr nicht wachsen lassen könntet. Gibt es neben Allah einen (anderen) Gott? Aber nein! Sie sind Leute, die (vom rechten Weg) abweichen.“ (Sure 27:60). Allah sagt darüber hinaus: „Sehen sie denn nicht die Kamele (und denken darüber nach), wie sie geschaffen worden sind, den Himmel, wie er emporgehoben worden ist, die Berge, wie sie aufgestellt worden sind, und die Erde, wie sie ausgebreitet worden ist?“ (Sure 88:17-20). Allah sagt weiterhin: „Keinen Fehler kannst du in der Schöpfung des Barmherzigen sehen.“ (Sure 67:3) ER sagt über den hohen Himmel: „…und haben ihn für die, die ihn anschauen, (mit leuchtenden Gestirnen) geschmückt.“ (Sure 15:16) „Und Wir haben ja doch den unteren Himmel mit dem Schmuck von Lampen (masaabieh) versehen.“ (Sure 67:5)

Der ehrwürdige Koran weist uns an, sich in bester Weise schön zu machen und bei jeder Kultstätte unseren Schmuck anzulegen. So sagt der Gepriesene: „Ihr Kinder Adams! Legt bei jeder Kultstätte euren Schmuck an, und esst und trinkt! Und seid (dabei) nicht verschwenderisch! Allah liebt diejenigen nicht, die nicht maßhalten. Sag: Wer hat (etwa) den Schmuck Allahs verboten, den er für seine Diener hervorgebracht hat, und die guten Dinge, die (euch von Allah) beschert sind? Sag: sie stehen im diesseitigen Leben denen zu, die glauben, (und) in Sonderheit am Tag der Auferstehung (zum Genuss im Paradies) (khaalisatan yauma l-qiyaamati). So machen wir die Zeichen klar für Leute, die Bescheid wissen.“ (Sure 7:31-32). Als der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Wer auch nur eine Spur von Überheblichkeit in seinem Herzen hat, wird nicht ins Paradies eintreten.“, fragte ein Mann: „Und was ist mit dem Mann, der gerne schöne Kleidung und schöne Schuhe trägt?“ Er (s) sagte: „Allah ist schön und Er liebt Schönheit. Hochmut verachtet das Recht und ist Geringschätzung des Menschen.“ (Überliefert von Muslim). Und als al-Muġīra ibn Šu῾ba (möge Allah an ihm Wohlgefallen finden!) dem Propheten (s) mitteilte, dass er um die Hand einer Frau anhielt, sagte ihm der Propehet (s): „Sieh sie an, denn das bewirkt vielleicht Liebe zwischen euch beiden.“ (Überliefert von at-Tirmiḏī).

Der Prophet (s) liebte die guten Taten und forderte auf, ein fröhliches Gesicht zu haben. So sagte er (s): „Schätze keine gute Tat gering, selbst wenn du deinem Bruder nur mit einem lächelnden Gesicht begegnen solltest.“ (Überliefert von Muslim). Den Menschen Freude zu bereiten ließ der Prophet zu den frommsten Taten gehören, die zu Allah dem Hochmajestätischen führen. Er (s) sagte diesbezüglich: „Wer einem Muslim Freude bereitet, den soll Allah der Hochmajestätische am Auferstehungstag zufrieden stellen.“ Er sagte ebenso: „Die beliebtesten Taten bei Allah ist die Freude, die du einem Muslim bringst.“ Ferner forderte der Prophet seine Gefährten dazu auf, bei den Freitagspredigten, den Festtagen und bei den öffentlichen Anlässen die beste Kleidung zu tragen.

Die echte Schönheit beschränkt sich nicht bloß auf die Gesichtszüge, sondern vielmehr auf die Schönheit des Wesens, die innere Schönheit, die Schönheit der Moral und die Schönheit der Veranlagung. Muṣtafā Ṣādiq ar-Rāfi῾ī (Allah erbarme Sich seiner!) sagte: „Die schönste Frau ist diejenige, die über eine schöne Moral in dem Maße verfügt, wie sie über schöne Gesichtszüge verfügt, wobei ihr Verstand eine dritte Schönheit bildet. Wenn diese Frau also einen geeigneten Mann heiratet, erleichtert ihm das Leben.“  Ein dichter sagt diesbezüglich:

Wenn man von der Gemeinheit nicht betroffen ist, wird jede von ihm getragene Kleidung als schön betrachtet.

Sie wirft uns vor, dass wir in der Anzahl wenig sind, ich sage jedoch, dass nur die Edlen wenig sind.

Es schadet uns nicht, dass unsere Anzahl wenig ist, aber jemand, der uns benachbart, mächtig liebt, weil er edle Leute benachbart, während der Nachbar derjenigen, die in der Anzahl viel sind, bescheiden lieben könnte, weil er keine edlen Leute benachbart.

Demgemäß sollen wir uns an die Schönheit des Islam bei unseren Eigenschaften, Aussehen, Umgebung, Schulen, Instituten, Gärten und in der Öffentlichkeit halten und die Merkmale der Schönheit und der Fröhlichkeit nicht in einer Weise verunstalten, die die Menschen von der Naturveranlagung und dem guten Empfinden abweichen lassen.

Zu den wichtigsten Merkmalen des guten Empfindens, der Schönheit und der Kultiviertheit gehört die Auswahl hochentwickelter schöner Worte. ῾Umar ibn al-Ḫaṭṭāb (möge Allah an ihm Wohlgefallen finden!) kam an Leute vorbei, die Feuer anzünden. Er hasst es, ihnen zu sagen: „As-Salamu alaikum, o Leute des Feuers!“ Vielmehr sagte er: „As-Salamu alaikum, o Leute des Lichtes!“ Der Islam fordert uns dazu auf, Namen mit hochentwickelter Bedeutung auszuwählen und uns von abschreckenden Namen und von all dem fernzuhalten, von dem die Naturveranlagung und das gute menschliche Empfinden abschrecken. Der ehrwürdige Koran ordnet uns an, das schönste zu tun und auszusprechen. So sagte Allah: „Und sprecht freundlich zu den Leuten!“ (Sure 2:83). ER sagte auch: „Und sag zu meinen Dienern, sie sollen sich (anderen gegenüber) in möglichst gutem (und versöhnlichem) Ton äußern (yaquuluu llatie hiya ahsanu).“ (Sure 17:53). Daher soll unser Motto Folgendes lauten „Das Empfinden, die Kultiviertheit und die Schönheit“. Das gute hochentwickelte Empfinden hat also derjenige, der diese Schönheit fühlen und diese in seiner Umgebung und Gesellschaft ausbreiten kann.