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Die Toleranz

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

„Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen..“ (Sure 02:185)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Es ist jedoch entmutigend, wie selten wir dazu fähig sind einander zu vergeben und wie oft wir übereilt intolerant miteinander sind. Der Islâm lehrt uns, dass die stärksten Diener diejenigen sind, die nicht nur die Stärke besitzen, ihren Ärger zu unterdrücken, wenn sie geprüft werden, sondern auch unermessliche Fähigkeit zum Vergeben besitzen. Wenn wir aufrichtig denjenigen vergeben können, die uns verärgern, innerlich und äußerlich, dann reinigt dies unsere Seelen vom Satan und von dessen negativer Energie. Es ist wichtig, nutzlose Kritik zu missachten. Dies ist der erste Schritt zur Toleranz. Natürlich geht dies nicht ohne Schwierigkeiten, da es schwer zu verstehen ist, warum diejenigen, die uns Kummer bereitet haben, dies überhaupt erst tun wollten. Doch genau an diesem Punkt kann der Kampf mit unserem Ich eine positive Wende nehmen und es uns ermöglichen, unseren Glauben zu stärken. Dies wird stets um Allâhs willen getan und auch, um unseren spirituellen Zustand zu purifizieren.

Der Islâm lehrt uns außerdem, dass die beste Art des Vergebens ist, auf Unterdrückung anderer mit Güte zu reagieren. Der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken spornte uns zu dieser Vorgehensweise an, als er zu seinen Anhängern sagte: „Allâh hat mir aufgetragen mit denjenigen Beziehungen zu pflegen, die mit mir Beziehungen abbrechen, und denjenigen zu geben, die mich berauben, und denjenigen zu vergeben, die mich unterdrücken.“

Der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken und seine Gefährten hatten ein derartig barmherziges Verhalten, dass sie anstatt wütend mit ihren Angreifern zu werden, sie für sie einstanden und ihnen Geschenke machten. Welch unermesslich barmherzige Taten! Sie überschritten menschliche Selbstlosigkeit und praktizierten unvergleichlichen Edelmut. Sie demonstrierten, dass wir uns, wenn wir unsere Herzen öffnen und einander vergeben, selbst inneren Frieden vergönnen. Auf diese Weise können wir vermeiden, dass Boshaftigkeit unsere Herzen erstickt, was wesentlich ist, da Hass die Fähigkeit besitzt, uns innerlich krank zu machen. Wir denken, dass Hass ein Mittel der Rache gegen diejenigen ist, die uns Schaden zugefügt haben. Doch indem wir ihnen Missgunst entgegenbringen, schaden wir uns nur selbst. Dies liegt daran, dass unsere Feinde niemals unseren Ärger spüren werden, und sie zufrieden sind, wenn wir leiden. Wenn wir anderen vergeben, dann bringt dies unseren Seelen Linderung, da es eine Art Befreiung ist. Dies liegt daran, dass jemand, wenn er uns verärgert hat, Macht über uns besitzt, weil wir ihm erlaubt haben dies zu tun.

Das Leben ist kurz. Lasst uns nicht unsere Energie damit verschwenden, wütend auf unsere Feinde zu sein und nach Rache zu trachten! Wenn wir unsere Boshaftigkeit jeden Tag stufenweise verringern können, dann werden wir, so Allâh will, bald keinen Hass oder keine Bosheit mehr in unseren Herzen tragen. Auf diese Weise können wir Streitigkeiten untereinander beenden, da dies ein Problem ist, dem wir täglich gegenüberstehen. Letztlich kann unser Handeln das Fehlverhalten anderer hervorrufen und wir sind uns vielleicht nicht bewusst, wie wir zum Streit beigesteuert haben. Wir neigen dazu, die Fehler anderer zu verurteilen, während wir für unsere eigenen blind sind. Wir vergessen, wie wir anderen Leid angetan haben, und erinnern uns nur daran, wie andere uns Leid angetan haben. Genauso vergessen wir Gutes, das andere für uns getan haben, und erinnern uns nur an das Gute, das wir ihnen getan haben. Dies ist ein angeborener menschlicher Fehler. Lasst uns dennoch versuchen, an unsere eigenen Mängel zu denken, bevor wir über die Mängel anderer nachdenken! Lasst uns damit aufhören, uns selbst als Opfer zu betrachten und lasst uns darüber nachdenken, wie wir andere schikaniert und dann um deren Vergebung gebeten haben! Und wenn sie uns um Vergebung bitten, dann lasst uns ihnen stets vergeben, zumal uns der Prophet möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken! Folgendes lehrte: „Wer keine Barmherzigkeit zeigt, dem wird keine Barmherzigkeit gezeigt.“ (Al-Buchârî). Wir müssen zudem im Gedächtnis behalten, dass Allâh mit uns in der Weise umgehen wird, wie wir mit anderen umgehen!

Die islâmischen Lehren, die wir gerade lediglich knapp zusammengefasst haben, verblieben nicht lediglich auf einer idealistischen Ebene. Vielmehr wurden sie von Muslimen in empirische Realität umgesetzt, die viele Nicht-Muslime bestätigten und von denen diese sehr beeindruckt waren. Hier einige Beispiele ihrer jüngsten und neuzeitlichen Eingeständnisse:

Als der frühere Papst seine berühmte Rede an einer deutschen Universität hielt, in der er zustimmend die Behauptung des Kaisers Manuel II. anführte, dass Muhammad den Muslimen anordnete, den Islâm mit dem Schwert zu verbreiten, kam eine der besten Antworten darauf von Nicht-Muslimen.

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Das Ziel der Toleranz gegenüber Nicht-Muslimen und des friedvollen Lebens und guten Umgangs mit ihnen besteht darin, ihnen die Wahrheit in bester Art und Weise zu präsentieren, damit es ihnen leicht fällt, diese zu erkennen und anzunehmen.

Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt im Islâm immer auf dem Einladen der Menschen zur Wahrheit, auf dessen Wichtigkeit, auf den vorzüglichsten Methoden dafür, und auf der Tatsache, dass dies die Hauptaufgabe der Propheten und jener, die ihnen folgen, ist usw.

Deshalb wurde dem Propheten Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) gesagt, dass seine Hauptaufgabe lediglich im Verkünden der Botschaft liege, dass er lediglich ein Mahner sei, dass er nicht denjenigen rechtleiten könne, den er liebt, dass er die Menschen nicht zwingen könne, den Glauben anzunehmen, und dass er die Menschen mit Weisheit und guter Ermahnung zum Wege Allahs einladen solle. Von Muslimen wird verlangt, mit den Leuten der Schrift einzig in bester Weise zu diskutieren – ausgenommen mit jenen, die Angriffshandlungen vornehmen.

„Wenn sie sich nun abwenden, so haben Wir dich nicht als Hüter über sie gesandt. Dir obliegt nur die Übermittelung (der Botschaft)…“ (Sûra 42:48).

„Rufe zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen in bester Weise. Gewiss, dein Herr kennt sehr wohl, wer von Seinem Weg abirrt, und Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten.“ (Sûra 16:125).

Wenn der Islâm zur Staatsreligion eines Landes wird, dann zwingt er Nicht-Muslime nicht dazu, ihn anzunehmen. Einige westliche Autoren berichten uns, dass derartige Zwangsversuche (in der christlichen Welt) existierten, die die berühmten europäischen Religionskriege auslösten, die letztendlich zu Säkularismus und zur Zurückstufung der Religion auf die Privatsphäre führten.

Da der Islâm derartige Versuche nicht unternahm, konnte er nicht-islâmische Religionen – vor allem das Christentum und das Judentum – tolerieren und ihnen dieselben Rechte gewähren, die ihnen heute von säkularen Staaten gewährt werden. Dies bedeutet nicht, dass ihnen die gleichen politischen Rechte und Möglichkeiten gewährt wurden wie Muslimen. Diese erhielten sie nicht. Eine derartige politische Gleichheit war in einem religiösen Staat nicht möglich, noch ist dies in säkularen Staaten möglich. Ein säkularer Staat gibt den Menschen, die dem Buddhismus, Judentum, Christentum oder Islâm angehören, die Möglichkeit, eine politisches Amt zu bekleiden, aber unter der Bedingung, dass sie sich an die säkulare Verfassung halten, die die Religion vom Staat trennt. Einige religiöse amerikanische Autoren beschweren sich darüber, dass die Freiheit, die religiösen Menschen gewährt wird, lediglich eine Freiheit nach säkularem Religionsverständnis sei. Doch dies muss so sein. Ihnen kann bei der Praktizierung ihrer Religion keine derartige Freiheit gewährt werden, die es ihnen erlauben würde, in die Sphäre des säkularen Staates einzudringen. Daher gibt es in dieser Hinsicht keinen Unterschied zwischen einem säkularen Staat, der den Religionen diese begrenzte Art Freiheit gewährt, und einem religiösen Staat.

Kann es in einer Religion wie dem Islâm Platz für Krieg geben? Ja! Allerdings aus anderen Gründen als Konvertierung. Wir leben in einer unvollkommenen Welt, in der einige Menschen bekämpft werden müssen, damit andere in Frieden leben können. Dabei handelt es sich um Menschen, die auf ungerechte Handlungen und Angriffshandlungen zurückgreifen. Dieser Rückgriff auf Ungerechtigkeit gilt im Islâm als einzige Rechtfertigung für Krieg. Ungerechte und unterdrückerische Handlungen, die eine Kriegsführung gegen ihre Verursacher rechtfertigen, können von verschiedener Art sein:

 Verfolgung von Menschen, die den Islâm annehmen, durch die Machthaber.

Ausweisung dieser Menschen aus ihrem Land.

Kriegsführung gegen Menschen aus anderen Ländern, die derartige Glaubensvorstellungen haben.

Kriegsführung gegen andere Menschen (Muslime oder Nicht-Muslime), und zwar mit der Absicht, deren Land zu besetzen, ihren Besitz zu rauben oder sie zur Sklaverei zu zwingen.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Die Gottesfurcht Allah gegenüber

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

“ Und haltet insgesamt an Allahs Seil fest, und zerfallet nicht, und gedenket der Gnade Allahs gegen euch, da ihr Feinde waret, und Er eure Herzen so zusammenschloß, daß ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet; und da ihr am Rande einer Feuergrube waret, und Er euch ihr entriß. So macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf daß ihr euch rechtleiten lassen möget..“ (Sure 03:103)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Die beste Wegzehrung, womit sich die Menschen in diesem weltlichen Leben für ihr Treffen am Tag der Auferstehung ausstatten können, ist Taqwâ (Demütige Ehrfurcht gegenüber Allâh) gegenüber Allâh dem Majestätischen und Erhabenen, wie Er sagt: „Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die Taqwâ“ (Sûra 2:197).

Diesen Proviant benötigt der anbetend Dienende unbedingt, um seinem Herrn ruhigen Herzens zu begegnen. Wenn er ihn nicht besitzt, wird er es an einem Tag bereuen, an dem die Reue nichts mehr nutzt.

Er ist der beste Schmuck und die beste Kleidung eines anbetend Dienenden: „O Kinder Adams, Wir haben auf euch Kleidung hinabgesandt, die eure Blöße verbirgt, und Gefieder. Aber die Kleidung der Taqwâ, die ist besser. Das ist (eines) von Allâhs Zeichen, auf dass sie bedenken mögen“ (Sûra 7:26).

Ein Beweis für die Bedeutung der Taqwâ und der Fürsorge Allâhs des Erhabenen für Seine anbetend Dienenden diesbezüglich ist die Tatsache, dass Er sie den Ersten und Letzten aufgetragen hat und dies in Seinem ehrwürdigen Offenbarungsbuch verdeutlicht: „Und Wir haben bereits denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und euch anbefohlen: Fürchtet Allâh!“ (Sûra 4:131).

Ein Beweis für die Bedeutung der Taqwâ in der Religion ist die Tatsache, dass die Propheten Allâhs von Noah (Friede sei mit ihm) bis Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sie ihren Völkern auftrugen und ihre Umsetzung von ihnen forderten: „Als ihr Bruder Nûh (Noah) zu ihnen sagte: »Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?«“ (Sûra 26:106).

„Als ihr Bruder Hûd zu ihnen sagte: »Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?«“ (Sûra 26:124).

„Als ihr Bruder Sâlih zu ihnen sagte: »Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?«“ (Sûra 26:142).

„Als ihr Bruder Lût zu ihnen sagte: »Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?«“ (Sûra 26:161).

„Als Schu`aib zu ihnen sagte: »Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?«“ (Sûra 26:177).

Unser Prophet (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) trug sie seiner Umma in vielen Hadîthen auf. Wir begnügen uns hier mit seinem Ratschlag an Mu´âdh ibn Dschabal  möge Allah mit ihm zufrieden sein, in dem er sagte: „Fürchte Allâh, wo immer du bist! …“

Ebenso verheißt der Qurân ihnen die Erleichterung ihrer Angelegenheiten: „Und wer Allâh fürchtet, dem schafft Er in seiner Angelegenheit Erleichterung“ (Sûra 65:4).

Wenn die anbetend Dienenden Taqwâ gegenüber Allâh wirklich erlangen würden, würde Er ihnen den Segen und die Tore zum Guten öffnen: „Hätten aber die Bewohner der Städte geglaubt und wären sie gottesfürchtig gewesen, hätten Wir ihnen bestimmt Segnungen von dem Himmel und der Erde aufgetan. Aber sie erklärten (die Botschaft) für Lüge, und so ergriffen Wir sie für das, was sie erworben hatten“ (Sûra 7:96).

Der anbetend Dienende verrichtet viele Werke in der Hoffnung auf die Zufriedenheit Allâhs und den Gewinn Seiner Liebe. Allâh hat den Taqwâ-Besitzenden diesen gewaltigen Vorzug versprochen, dass sie Seine Liebe und Nähe gewinnen werden: „Aber nein! Wer seinen Bund hält und Taqwâ besitzt, – gewiss, Allâh liebt die Taqwâ-Besitzenden“ (Sûra 3:76).

„Wahrlich, Allâh liebt die Taqwâ-Besitzenden“ (Sûra 9:4).

„Und wisset, dass Allâh die Taqwâ-Besitzenden liebt“ (Sûra 9:36).

Dies ist ein kleiner Teil der frohen Kunde für die Taqwâ-Besitzenden im Diesseits. Im Jenseits erhalten sie Belohnung und Ehre, die nur Allâh der Erhabene kennt.

Allâh verheißt ihnen die Rettung vor Seiner Strafe: „Hierauf erretten Wir diejenigen, die gottesfürchtig waren, und lassen die Ungerechten in ihr auf den Knien zurück“ (Sûra 19:72).

„Aber Allâh errettet diejenigen, die gottesfürchtig waren, indem Er sie entrinnen lässt. Böses wird ihnen nicht widerfahren, noch werden sie traurig sein“ (Sûra 39:61).

Allâh ehrt sie, indem Er sie am Tag der Auferstehung ehrt und in Sicherheit versammelt: „An einem Tag, da Wir die Gottesfürchtigen als eine (geehrte) Abordnung zum Allerbarmer versammeln“ (Sûra 19:85).

Daraufhin werden sie am Tag der Auferstehung die Gnaden der Paradiesgärten erleben. In ihnen finden sie gute Belohnung für ihre Taqwâ gegenüber ihrem Herrn in diesem weltlichen Leben: „Für diejenigen, die Gutes tun, gibt es hier im Diesseits Gutes; aber die Wohnstätte des Jenseits ist wahrlich besser. Wie trefflich ist fürwahr die Wohnstätte der Gottesfürchtigen: die Gärten Edens, in die sie eingehen, durcheilt von Bächen, und in denen sie (alles) haben, was sie wollen. So vergilt (es) Allâh den Gottesfürchtigen“ (Sûra 16:30-31).

Allâh der Erhabene sagt: „Die Gottesfürchtigen aber werden in Gärten und an Quellen sein“ (Sûra 15:45).

„Gewiss, die Gottesfürchtigen befinden sich an sicherer Stätte, in Gärten und an Quellen. Sie tragen (Gewänder) aus Seidenbrokat und schwerem Brokat (,) und (sie liegen) einander gegenüber. So ist es. Und Wir geben ihnen als Gattinnen Huris mit schönen, großen Augen. Sie rufen darin nach Früchten aller Art (und sind dort) in Sicherheit. Sie kosten darin nicht den Tod, außer dem ersten Tod. Und Er bewahrt sie vor der Strafe des Höllenbrandes als Huld von deinem Herrn. Das ist der großartige Erfolg“ (Sûra 44:51-57).

Es dauert zu lange, alle im Qurân erwähnten Vorzüge der Taqwâ aufzuzählen. Wir wollten hier nur auf einen Teil ihrer Vorzüge aufmerksam machen. Wir bitten Allâh darum, unsere Herzen mit Taqwâ Ihm gegenüber zu erfüllen und uns die Belohnung der Gottesfürchtigen zu gewähren! Aller Lobpreis gebührt Allâh dem Herrn der Geschöpfe.

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Hast du einen Menschen schon einmal so sehr verletzt, dass es scheint, er würde dir niemals vergeben? Hast du schon einmal erlebt, dass ein Mensch etwas getan hat, was dich mit Narben übersät und unfähig gemacht hat, ihm zu vergeben? Wäre es nicht großartig, wenn es eine einfache klare Methode gäbe, um die vollkommene und völlige Vergebung eines Menschen zu erlangen?

Tatsache ist, dass dies mit Menschen so nicht funktioniert, da alle Menschen verschieden sind und es viele gibt, die anderen bestimmte Dinge, die sie getan haben, einfach nicht vergeben können. Dies ist eine unserer zahlreichen Mangelhaftigkeiten. Die frohe Botschaft besteht darin, dass die einzig wirklich relevante Vergebung, die starke Folgen für uns hat, die Vergebung Allâhs ist, Der Sich Selbst als „At-Tawwâb (Der stets die Reue Annehmende)“ beschreibt. Unser barmherziger, liebender und vergebender Schöpfer hat uns die einfachen Schritte skizziert, wie wir Seine völlige Vergebung erlangen und zu denen gehören können, die Sein Wohlgefallen erlangt haben. Unsere Unwissenheit und Arroganz könnten uns allerdings davon abhalten, diese Schritte zu vollziehen.

Dies bringt uns zu den nächsten Eigenschaften der dem Barmherzigen anbetend Dienenden: Reuige Rückkehr zu Allâh, Verhaltensveredelung und beständige Rechtschaffenheit. Nachdem Allâh beschreibt, wie das Begehen von großen Sünden und das Nichtwahren von Hauptzielen des Glaubens jemanden der Gefahr aussetzen, im Jenseits bestraft zu werden (Sûra 25:68-69), weckt Er unsere Hoffnung auf Ihn und unsere Rückkehr zu Ihm, indem Er sagt:

„Außer demjenigen, der bereut, glaubt und rechtschaffene Werke tut; jenen wird Allâh ihre bösen Taten gegen gute eintauschen; und Allâh ist stets Allvergebend und Barmherzig. Und wer bereut und rechtschaffen handelt, der wendet sich in wahrhaftiger Reue Allâh zu“ (Sûra 25:70-71).

Unsere Gelehrten sagen, dass große Sünden Reue (arab. Tauba) erforderlich machen. Wie im letzten Artikel erwähnt, warnen die Verse, die diesen vorausgehen, jene, die große Sünden, wie polytheistische Anbetung, Mord und Unzucht begehen, vor einer schweren Bestrafung im Jenseits. Die oben erwähnten Qurân-Verse liefern die Mittel, um für große Sünden zu sühnen. Der Unterschied zwischen dem Bitten um Vergebung für eine Sünde (Istighfâr) und der Reue (Tauba) besteht darin, dass das Bitten um Vergebung für alle Sünden erforderlich ist, wohingegen Reue eine besondere Formel für große Sünden ist. Unsere Gelehrten lehren uns, dass es vier Schritte zu wahrer Reue gibt, durch die die Bedeutung des Verses erfüllt wird:

  1. Diese Sünde umgehend unterlassen oder als Ergebnis des Schuldgefühls, Allâh nicht gehorcht zu haben, die religiöse Pflicht vollziehen, die man unterlassen hat.
  2. Sich Allâh zuwenden und um Seine Vergebung für diese Sünde bitten.
  3. Aufrichtig beabsichtigen nie wieder zu derartig sündhaftem Verhalten zurückzukehren, indem man seine Lebensweise ändert.
  4. Wenn die begangene Sünde auf die Rechte anderer übergreift, dann muss die Situation mit diesen Menschen bereinigt werden.

Wenn diese Schritte so vollzogen werden, dann wird sich, wie der oben genannte Vers andeutet, das Leben dieses Menschen verbessern und die Sünden, die er begangen hat, werden durch gute Taten ersetzt. Dies alles ist das Ergebnis des Segens der Vergebung Allâhs. Noch eindrucksvoller ist, dass wir durch den folgenden authentischen Hadîth unterstützt werden, der zeigt, dass zusätzlich zu diesem weltlichen Wandel am Tage des Gerichts alle Sünden, die wir bereuen, auf unserem Konto bei Allâh als gute Taten festgeschrieben werden! Es wurde überliefert: „… Ein Mensch ist im Begriff, am Tage des Gerichts für seine großen Sünden verurteilt zu werden, doch sie sind verschwunden. Und [wenn] er sich daran erinnert, was er getan hat, wird zu ihm gesagt: »Gewiss wirst du für jede schlechte Tat eine gute Tat verzeichnet bekommen« …“ (Muslim).

Diese Verse sind eine frohe Botschaft für muslimische Konvertiten sowie für Büßer, die ihre gesamte Lebensweise zum Wohlgefallen Allâhs verändert haben. All ihre begangenen Sünden könnten zu einem Berg an Reichtümern beim Allerhöchsten im Himmel werden! Leider hören viele dies und ändern ihre Gepflogenheiten nicht, weil sie sich sagen: „Eines Tages werde ich den Islâm ganz annehmen und diese großartigen Gnaden erlangen!“ Dies ist kein Bekunden wahren Glaubens. Derartige falsche Behauptungen werden die Früchte des himmlischen Segens nicht hervorbringen. Es kann sein, dass diese Person, wenn sie eines Tages bereut und den Glauben annimmt, Allâh sie für ihre falsche Aufrichtigkeit und für alles, was sie in der Zeit tat, als sie die Wahrheit bereits kannte, ihre Gelüste sie jedoch von dieser abhielt, zur Rechenschaft zieht.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Einheit der Heimat ist der Weg zu ihrem Wohl

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

“ Und haltet insgesamt an Allahs Seil fest, und zerfallet nicht, und gedenket der Gnade Allahs gegen euch, da ihr Feinde waret, und Er eure Herzen so zusammenschloß, daß ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet; und da ihr am Rande einer Feuergrube waret, und Er euch ihr entriß. So macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf daß ihr euch rechtleiten lassen möget..“ (Sure 03:103)

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist:

Und nun zum Thema:

Zu den edlen Prinzipien und Lehren  des Islam gehören die Liebe zum Heimatland, seine Verteidigung, die Arbeit an seinem Fortschritt und seinen Wohlstand, denn alle Nationen, die sich wissenschaftlich und kulturell entwickelt haben, haben hinter ihnen treue Männer, deren Herz von Liebe zu ihrer Heimat erfüllt ist, und sie haben großzügig zu der fruchtbaren Arbeit beigetragen, die den Bürgern und dem Land zugute kommt.  Der Islam hält mit Nachdruck zu Zusammenschluss  und Einheit an und lehnt Auseinandergehen  und Zersplitterungen ab. Der Gesandte Allahs verglich die Zugehörigkeit der Muslime zueinander mit einem einzigen Körper: Wenn ein Gliedmaß unter einem Schmerz leidet, klagen auch andere Gliedmaßen über diesen Schmerz. Der Islam erhebt die Liebe eines Muslims zu einem  anderen Muslim zu einer Voraussetzung des Glaubens und nennt mehrere bestimmende Faktoren, die das Ansehen der Heimat stärken und diese schützen sowie die Voraussetzungen für die Nationalität darlegen, damit eine Zugehörigkeit eine andere nicht überwiegt. Zu diesen bestimmenden Faktoren gehören die folgenden:

Handeln nach dem Offenbarungsbuch Allahs und der Sunna SEINES  ehrwürdigen Propheten:

Der Koran ist wahrhaftig ein allumfassendes Offenbarungsbuch und enthält nichts Gewundenes. Allah macht ihn zu einer Barmherzigkeit für die Menschen. Ferner offenbart ER in ihm Beispiele, Lehren, Ermahnungen sowie Gebote und Verbote. Wenn die Menschen all dies ernst nehmen und es in ihrem Leben praktizieren, gewinnen sie im Diesseits und im Jenseits. Die Sunna SEINES Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) erklärt ambige Dinge. Allah ordnet uns an, dass wir IHM und SEINEM Propheten gehorchen.  Der Prophet wies uns an, dass wir seiner Sunna und der Verhaltensweise der rechtgeleiteten Kalifen nach ihm folgen Es ist bekannt bei den Muslimen, dass der Koran und die Sunna die beiden ersten Quellen der Gesetzgebung und der Rechtsnormen im Islam sind. Sie müssen die oberste Autorität für die Gesetzgebung und Verfassung des muslimischen Heimatlandes bilden.

Gehorsam gegenüber Führungspersönlichkeiten:

Unsere wahre Religion weist uns im ehrwürdigen Koran an, Führungspersönlichkeiten zu gehorchen. Zu diesem Personenkreis zählen Herrscher und ihre Stellvertreter, aber auch  Wissenschaftler und Gelehrte. Der Gehorsam ihnen gegenüber ist Pflicht, solange er nicht zu einer Sünde gegenüber Allah dem Allmächtigen und Majestätischen führt. Der Islam weist uns an, dass wir sie in allen Dingen unterstützen. Denn ihre Unterstützung gilt als ein Unterstützung für alle Muslime. Wir sollen ferner den führenden Persönlichkeiten Ratschläge geben und sie beispeislweise vor einem Feind oder einem Neider warnen. Und der Muslim soll sie mit Wort und Tat verteidigen, denn ihre Stärkung bedeutet auch eine Stärkung der Heimat.

Fernhalten von Streit und Trennung

Der Islam kam, um die Menschen von den Finsternissen heraus hin zum Licht zu bringen. Er beseitigt Ignoranz und Unwissen der Menschenund lässt sie nicht auseinanderlaufen, sondern zusammenkommen. Die Muslime sind aufgefordert, an der Religion Allahs festzuhalten und nicht auseinanderzugehen, nachdem Allah ihre Herzen zusammenführte. Auf diese Weise macht Allah die Muslime zu Geschwistern im Islam und betont sogar diese Brüderlichkeit.

Ein Muslim soll seinen Mitmenschen nicht missachten. Jeder Muslim ist angewiesen, seinen Bruder zu lieben, wie er sich selbst liebt. Der Islam fokussiert auf das Ächten von Zersplitterung und Aufruhr, denn Derartiges führt zu großem Übel.

Schützen der Heimat und des Staatsbürgers

Der ehrwürdige Koran berichtet uns von absoluter Sicherheit. Die Menschen sollen im Diesseits ein sicheres Leben führen, was sich auch auf ihren Intellekt, ihre Ehre, und ihr Vermögen bezieht. So werden sie auch im Jenseits vor Qualen sicher sein. Unser Prophet Abraham (Friede sei mit ihm!) bat Allah darum, dass ER seine Angehörigen und seine Heimat sichert, bevor er um Lebensunterhalt bat, denn Sicherheit ist die Grundlage eines guten Lebens. Das Vermögen ist wertlos, wenn es keine Sicherheit gibt. Unser Prophet Muhammed (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sprach über diese Bedeutung und erwähnte, wer Gesundheit, Sicherheit und Lebensunterhalt eines Tages hat, hat das Leben im Diesseits.

Der Erhabene sagt:

„Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung – bindend für Ihn – in der Thora und im Evangelium und im Koran.“ (Sure 9:111)

Das Sich-Anstrengen und Erledigen der Verpflichtungen in bester Weise:

Es wurde von Kaa´b Ibn ´Udschza (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!) überliefert, dass ein Mann beim Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) vorbeikam, dann sahen die Gefährten des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) von ihm Anstrengung und Aktivität, dermaßen sie sagten: „O Allahsgesandte, wie wäre es, wenn seine Arbeit auf dem Wege Allahs wäre?“ da sagte der Prophete (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wenn er sein Haus verläßt, um für seine kleine Kinder aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs, wenn  er sein Haus verläßt, um für seine alte Eltern aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs, wenn er sein Haus verläßt, um sich selbst tugendhaft zu machen, ist das auf dem Wege Allahs, und wenn er sein Haus aus Heuchelei und Ruhmrederei verläßt, ist das auf dem Wege des Satans.“

So sornt unsere wahre Religion zum Arbeiten bzw. Tun des Besten an.

Der Erhabene sagt:

„Der den Tod erschaffen hat und das Leben, daß Er euch prüfe, wer von euch der Beste ist im Handeln; und Er ist der Allmächtige, der Allverzeihende.“ (Sure 67:2)

Er sagt auch:

„O ihr, die ihr glaubt, wenn zum Freitagsgebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken Allahs und stellt den Geschäftsbetrieb ein. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet. Und wenn das Gebet beendet ist, dann zerstreut euch im Land und trachtet nach Allahs Gnadenfülle und gedenkt Allahs häufig, auf daß ihr Erfolg haben möget. „Doch wenn sie eine Handelsware oder ein Spiel sehen, dann brechen sie sogleich dazu auf und lassen dich (im Gebet) stehen. Sprich: „Was bei Allah ist, das ist besser als Spiel und Handelsware, und Allah ist der beste Versorger.“  (Sure 62:9-11)

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) zählte das Essen, das der Mensch selbst besorgt hat, als das Beste, indem der Prophet (Allag segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!“ sagte: „Keiner hat etwas gegessen besser als das, was er selbst besorgt, und der Prophet Allahs David (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!“ pflegte das zu essen, was er selbst besorgte.“

Zu den wichtigen Faktoren des Staatsaufbaues gehören das Wissen und die gute Verwaltung, denn der Aufbau verlangt Wissen, Erfahrung, Training und Spezialisierung und nicht nur Hobby. Der ehrwürdige Koran und die edle prophetische Sunna betonnen dieses Konzept.

Der Erhabene sagt auf Zunge von Juseph (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!):

„Er sprach: „Setze mich über die Schatzkammern des Landes, denn ich bin ein Hüter, ein wohlerfahrener.“ (Sure 12:55)

Allah sagt auf Zunge der Tochter von Schu´aib von Moses (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!):

„Da sprach eine der beiden: „O mein Vater, dinge ihn; denn der beste Mann, den du dingen kannst, ist einer, der stark ist, ehrlich.“ (Sure 28:26)

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) pflegte, seine Gefährten nach Erfahrung und Leistungsfähigkeit anzustellen und nicht aus Gefälligkeit oder Liebe oder wegen Verwandschaft.

Es wurde auch von Abu Darr (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!) überliefert, dass er zum Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „O Gesandter Allahs, würdest du mich zu einem Herrscher nennen?“ Da schlug er mit seiner Hand meine Schulter und sagte: „O Abu Darr, du bist schwach und die Herrschaft ist ein anvertrautes Gut und ist am Tag der Auferstehung Schändlichkeit und Reue, es sei denn, wer sie für wahre Beauftragung bzw. Verantwortung hält und dabei seine Verpflichtungen verrichtet.“

In diesem Hinsicht sagte der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) zu Abdu-r-Rahman Ibn Samra: „O Abdu-r-Rahman, strebe nicht nach der Herrschaft, denn wenn du sie erfreust, ohne danach gestrebt hast zu haben, wirst du dabei geholfen, und wenn du sie aber erfreust, nachdem du danach gestrebt hast, nimmst du dich auf sie.“

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Brüder im Isalm:

Zweifelsohne hat die Liebe zur Heimat eine große Bedeutung im Islam. Dies ist eine menschliche Veranlagung. Allah erschafft den Menschen mit dieser Veranlagung. Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) liebte seine erste Heimat Mekka sehr und war sehr traurig bei seiner Auswanderung aus Mekka. Wenn die Leute von Mekka den Propheten nicht vertrieben hätten, hätte er Mekka sicher nicht verlassen.  Denn es war ja seine Heimat, in der er aufgewachsen war. Nach seinen eigenen Worten war es das beste Land in seinem Herzen. Als die Sehnsucht nach Mekka sich verstärkte, sagte Allah der Hocherhabene zu ihm:

Wahrhaftig! DER dir den Quran verpflichtend gemacht hat, wird dich sicher zu einem Ort der Wiederkehr zurückkehren lassen.

                                                                                                                           (Sure 28:85)

Als der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) von Mekka nach Medina auswanderte, bat er Allah, dass ER ihn Medina lieben lassen möge, wie ER ihn Mekka habe lieben lassen, Allah der Hocherhabene erhörte seine Bitte. Immer wenn er von einer Reise nach Medina zurückkehrte, blickte er auf die Mauern von Medina und veranlasste wegen seiner Liebe zu Medina sein Reitkamel, dass es schnell läuft.

Zu den wichtigsten Faktoren des Staatsaufbaues gehört die Gerechtigkeit, die alle Menschen gleich ohne Bevorzugung bzw. Unterscheidung ansieht. Allah Der Erhabene sagt:

 „Allah gebietet Gerechtigkeit und uneigennützig Gutes zu tun und zu spenden wie den Verwandten; und Er verbietet das Schändliche, das offenbar Schlechte und die Übertretung. Er ermahnt euch, auf daß ihr es beherzigt.” (Sure 16:90)

Man sagte, das sein Staat mit Gerechtigkeit zusammen mit Mehrglauben und nicht mit Ungerechtigkeit und Islam erleben kann, daher lehnt der Islam jede Form von Ungerechtigkeit und Tyrannei ab.

O Allah, lass uns die Sicherheit in unseren Staaten erfreun und leihe unseren Geschäftsführern den Erfolg und bewahre unsere Heimatsländer vor Tyrannei und Verderbnis!

Rechte der Jungen im Islam

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten.

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Die Familie wird im Islam als Keimzelle der Gesellschaft betrachtet. Deshalb ist es für Muslime selbstverständlich, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Ehelosigkeit gilt nur als zeitlich vorübergehender Zustand. Die Eheschließung erfolgt mit dem Ziel der Familiengründung und gilt als die angemessene Lebensform, da allein sie der schöpfungsmäßigen Bestimmung entspricht. Sie stellt den legitimen Rahmen für praktizierte Sexualität dar. Die Sexualität in der Ehe findet im genussvollen Erleben und in der Zeugung von Kindern ihre Erfüllung. Deshalb werden in der islamischen Gesellschaft alle Anstrengungen unternommen, früh zu heiraten und Kinder zu bekommen. Ein islamischer Spruch aus der Tradition lautet: „Das Paradies liegt unter den Füßen der Mutter.“ Da Eltern- und Mutterschaft einen sehr hohen Stellenwert hat, wird Kinderlosigkeit als schwerer Makel bewertet und in der Regel leider der Frau angelastet. Durch die Schwangerschaft und Geburt erlebt eine junge Frau, wie sie in der Achtung ihrer Umgebung steigt. Allerdings sollte es nach Möglichkeit schon ein Sohn sein. Mädchen werden zwar geschätzt, aber letztlich ist es ein Sohn, der die soziale Anerkennung der Mutter in der Familie des Mannes steigert. In Sure 18,46 wir der Sohn als „Schmuck des diesseitigen Lebens“ bezeichnet. Die Geburt eines Jungen wird in der Regel euphorisch begrüßt, während die Geburt eines Mädchens häufig als Enttäuschung empfunden wird. Dies hat oft soziale und wirtschaftliche Gründe, hängt aber auch mit der vom Islam festgeschriebenen männlichen Überordnung in Ehe, Familie und Gesellschaft zusammen. Mit der Geburt ist das Kind eines muslimischen Vaters automatisch in die islamische Religionsgemeinschaft aufgenommen. Schon während der ersten Lebensmomente wird dem Neugeborenen das islamische Glaubensbekenntnis in beide Ohren geflüstert. Die islamische Namensgebung am siebten Tag nach der Geburt unterstreicht die Zugehörigkeit zum Islam. Die Jungenbeschneidung gilt als Bestätigung der Religionszugehörigkeit zum Islam. Muslimische Eltern haben den Auftrag, ihre Kinder nach den Werten und Verhaltensvorgaben dieser Religion zu erziehen. Der Islam geht nicht wie in der christlichen Überzeugung von einer Verhaftung in Sünde schon von Geburt an aus. Aus Sicht der Muslime ist ein Kleinkind schuldlos und ignorant. Seinem Verhalten und Handeln werden deshalb keine bösen Motive unterstellt. Aus diesem Grundverständnis heraus werden Kindern, besonders Jungen, in den ersten Lebensjahren kaum konsequente erzieherische Beschränkungen auferlegt. Fehlerhaftes Verhalten wird lediglich kommentiert und dadurch verbal als nicht den Regeln entsprechend gekennzeichnet.Muslimische Kleinkinder erleben ihre ursprüngliche Sozialisierung zunächst durch die Alltagskultur, die wesentlich dadurch geprägt ist, wie die Eltern und das Umfeld ihre Religion leben. Islamische Feste und Feiertage, die damit verbundenen Vorbereitungen, bestimmte lokale Traditionen und volksislamische (magische) Praktiken sind weitere Faktoren in diesem Prozess der Sozialisierung. Mit den Jahren entwickeln Kinder ein Verständnis dafür, was kulturell angemessen und was unangemessen ist.

Sie übernehmen die Speise-und Reinigungsvorschriften und die von der Religion vorgegebene Auffassung von Moral, die jeweils für Jungen und für Mädchen unterschiedlich ausgeprägt ist. Sie wachsen hinein in das gruppenorientierte Leben und beziehen ihre Identität durch die sie schützende Gemeinschaft (Familie, Dorf, ethnische Gruppe). Dabei ist die Familie der wichtigste Ort islamischer Erziehung und der Garant für den Erhalt der islamischen Identität und Lebensweise.

In der darauf folgenden Phase der Sozialisierung hat der muslimische Vater die Pflicht dafür zu sorgen, dass besonders die Söhne im angemessenen Alter die rituellen Pflichten versehen. Dies gilt zunächst eingeschränkt ab dem siebten Lebensjahr und dann in vollem Umfang ab dem 11. Lebensjahr. Zu diesen Pflichten gehört das fünfmalige tägliche Gebet und die Einhaltung des Fastenmonats. Durch innerfamiliäre Unterweisung, den Unterricht in einer Koranschule oder durch den staatlichen Religionsunterricht in der Schule werden die Kinder mit den Inhalten des Korans bekannt gemacht. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist hierarchisch geprägt. Gemäß der Aussage Mohammeds „Wer nicht gütig ist gegen unsere Jüngeren und unseren Älteren keine Ehrerbietung erweist, der gehört nicht zu uns“ sind Eltern zur Liebe und Fürsorge ihren Kindern gegenüber verpflichtet, und Kinder schulden ihren Eltern Gehorsam und Respekt. Während der Vater ein ausgesprochenes Recht zur Züchtigung besitzt, nimmt die Mutter eher eine vermittelnde Rolle ein.

Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird Kindern von klein auf beigebracht. Die Verschiedenartigkeit der Anlagen bei Jungen und Mädchen und der damit verbundenen zukünftigen Rolle prägen die Erziehung. Grundlage dafür sind die Aussagen im Koran. Aus diesem Grund erleben sowohl Jungen als auch Mädchen eine geschlechterspezifische Erziehung. Während Mädchen bereits als Kleinkinder an das Haus als ihren späteren Lebensraum gewöhnt werden, haben Jungen in der Regel weit mehr Freizeit und Bewegungsfreiheit. Der Vater erzieht vorrangig die Söhne und führt sie in die Welt der Männer ein, die Mutter erzieht die Töchter und bereitet sie auf ihre zukünftige Rolle als Ehefrau und Mutter vor. Zudem haben sich Vater und Mutter um die geschlechtsspezifische Aufklärung zu kümmern und ihren Kindern die Grenzen zwischen Erlaubtem und Verbotenem einzuschärfen. Mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife vollziehen sich tiefgreifende Veränderungen im Verhalten und der Bewegungsfreiheit, besonders der Mädchen. Die sich seit langem anbahnende geschlechtsspezifische Zuordnung wird nun massiv innerhalb und außerhalb der Familie vollzogen. Der islamische Moralkodex zielt auf die Erhaltung der Familienehre, die besonders vom Verhalten der Frau abhängig gemacht wird. Deshalb unterstehen die weiblichen Familienmitglieder fortan einer strikten Kontrolle durch die männlichen Familienmitglieder. Zudem wird nun die Einhaltung der religiösen Pflichten und der rituellen Reinheit in vollem Umfang erwartet.

Als wichtiges Element des Erziehungsprozesses wird die schulische Bildung angesehen. In der islamischen Tradition heißt es: „Suchet das Wissen, und sei es in China.“ Prinzipiell wird der Bildung und dem Wissen im Islam ein hoher Stellenwert beigemessen. In der Vergangenheit war der Schulbesuch der klassisch islamischen Schulen meist das Privileg einer kleinen Elite und vor allem den Jungen vorbehalten. Das Fächerangebot diente vor allem der religiösen Erziehung. Das vermittelte Wissen wurde kritiklos auswendig gelernt und erlaubte kaum eigenständiges Denken und kritisches Hinterfragen. Im kritischen Denken sah man eine Gefahr für den Verlust der islamischen Identität. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich zu den religiösen Schulen säkulare Schulwesen, welches staatlich verwaltet wurde. Zwischen den beiden Ausbildungswegen entstand ein Wertekonflikt. Im ländlichen Bereich wird der Bildung der Mädchen nur ein begrenzter Wert beigemessen. Nach Sure 2,282 werden Frauen als subjektiv, emotional und vergesslich charakterisiert. Deshalb befürworten islamische Gelehrte eher die Ausübung von rollenspezifischen Berufen für Frauen, wie Erzieherin, Lehrerin, Krankenschwester und Ärztin. Das Amt der Richterin und der Staatsanwältin, sowie religiöse Ämter sind der Frau nach traditioneller islamischer Ansicht verschlossen.

Muslimische Eltern und Erzieher bemühen sich, Kinder in Glaubensinhalte und Praxis der islamischen Religion einzuführen. Daneben ist es ihnen e in Anliegen, dass Kinder islamische Werte verinnerlichen. Zu diesen Werten gehören gegenseitige Achtung und Respekt, Friedfertigkeit, Großzügigkeit, Gerechtigkeits- und Wahrheitsliebe, Achtung vor dem Leben und Bescheidenheit  im Auftreten. Durch diese Werte wird die Stellung der Familie in der islamischen Gesellschaft wiederum gestärkt.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ein Mann fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!), wann der Jüngeste Tag sei? Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) erwiderte: „Was hast du selbst dafür vorbereitet?“ Da sagte der Mann: „Ich hab dafür weder viele rituelle Gebete, noch Fasten, noch Almosen, ich liebe jedoch Allah und Seinen Gesandten.“ Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte ihm: „Du bist denn mit dem, wen du liebst.“ Von Al-Buchari und Muslim

Wird der Mensch überzeugt sagen: „Hätte ich denselben Weg mit einem beruhigten Gewissen gegangen!“ Oder wird er sich wünschen, dass er einen anderen Weg gegangen hätte. Die Intellekten stellen fest, dass die Wiederkehr zum Rechten besser als die Fortfahr auf dem Weg des Unrechtes ist, daher kann jeder Intellekte zum rechten Weg ohne Zögerung oder Furcht zurückkehren, solange er davon sicher ist, dass dies der rechte Weg ist, denn heute ist der Tag der Arbeit, während morgen der Tag des Abrechnens ist.

Im Quran steht: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24)

Alle Menschen sind also eine von zwei Gruppen, nämlich: „Ein Teil hat Er rechtgeleitet, an einem (anderen) Teil aber hat sich das Irregehen bewahrheitet.“ (Sure 7:30) Das heißt, eine  Gruppe ist im Paradies, während die andere Gruppe im Höllenfeuer ist.

Der Erhabene sagt: „Was nun diejenigen angeht, die unglücklich sind, so werden sie dann im (Höllen)feuer sein; darin werden sie seufzen und schluchzen, ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will. Dein Herr tut immer, was Er will. Was aber diejenigen angeht, die glückselig sind, so werden sie im (Paradies)garten sein, ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will, als eine unverkürzte Gabe.“ (Sure 11:106-108)

Der Gepriesene erinnert uns an Zustand der zwei Gruppen: „Gewiss , diejenigen, die sagen: „Unser Herr ist Allah“, und sich hierauf recht verhaltet, auf sie kommen die Engel herab: „Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig, und vernehmt die frohe Botschaft vom (Paradies)garten, der euch stets versprochen wurde. Wir sind eure Beschützer im diesseitigen Leben und im Jensseits. Ihr werdet darin haben, was eure Seelen begehren, und ihr werdet darin haben, was ihr erbetet, – eine gastliche Aufnahme von einem Allvergebenden, einem Barmherzigen.-“ (Sure 41:30-32)

Die Engel kommen nicht nur auf die Propheten und Gesandten herab, sondern auch auf die aufrichtigen anbetnd Diener Allahs, die glauben, dass ihr Gott Allah ist, und danach sich recht und aufrichtig verhalten. Die Frage lautet aber, wann sie herabkommen? Und in welcher Form bzw. auf welche Weise sie herabkommen werden? Was nun die Art und Weise des Herabkommens angeht, über die weiß nur Allah Der Herr der Himmels und der Erde und Herr des großartigen Throns Bescheid. Was aber den Zeitpunkt des Herabkommens betrifft, sind die meisten Gelehrten der Meinung, dass sie auf den Gläubigen direkt vor dem Tod herabkommen, um ihn zu beruhigen und ihm frohe Botschanft anzukündigen, sagend: „O anbetend Diener Allahs, fürchte dich nicht, sei nicht traurig, und vernimm die frohe Botschaft vom Paradiesgarten, der dir stets versprochen wurde: „Wir sind eure Beschützer im diesseitigen Leben und im Jensseits. Ihr werdet darin haben, was eure Seelen begehren, und ihr werdet darin haben, was ihr erbetet.“ (Sure 41:31)

Und Allah weiß es am besten!