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Rechte der Jungen im Islam

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten.

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Die Familie wird im Islam als Keimzelle der Gesellschaft betrachtet. Deshalb ist es für Muslime selbstverständlich, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Ehelosigkeit gilt nur als zeitlich vorübergehender Zustand. Die Eheschließung erfolgt mit dem Ziel der Familiengründung und gilt als die angemessene Lebensform, da allein sie der schöpfungsmäßigen Bestimmung entspricht. Sie stellt den legitimen Rahmen für praktizierte Sexualität dar. Die Sexualität in der Ehe findet im genussvollen Erleben und in der Zeugung von Kindern ihre Erfüllung. Deshalb werden in der islamischen Gesellschaft alle Anstrengungen unternommen, früh zu heiraten und Kinder zu bekommen. Ein islamischer Spruch aus der Tradition lautet: „Das Paradies liegt unter den Füßen der Mutter.“ Da Eltern- und Mutterschaft einen sehr hohen Stellenwert hat, wird Kinderlosigkeit als schwerer Makel bewertet und in der Regel leider der Frau angelastet. Durch die Schwangerschaft und Geburt erlebt eine junge Frau, wie sie in der Achtung ihrer Umgebung steigt. Allerdings sollte es nach Möglichkeit schon ein Sohn sein. Mädchen werden zwar geschätzt, aber letztlich ist es ein Sohn, der die soziale Anerkennung der Mutter in der Familie des Mannes steigert. In Sure 18,46 wir der Sohn als „Schmuck des diesseitigen Lebens“ bezeichnet. Die Geburt eines Jungen wird in der Regel euphorisch begrüßt, während die Geburt eines Mädchens häufig als Enttäuschung empfunden wird. Dies hat oft soziale und wirtschaftliche Gründe, hängt aber auch mit der vom Islam festgeschriebenen männlichen Überordnung in Ehe, Familie und Gesellschaft zusammen. Mit der Geburt ist das Kind eines muslimischen Vaters automatisch in die islamische Religionsgemeinschaft aufgenommen. Schon während der ersten Lebensmomente wird dem Neugeborenen das islamische Glaubensbekenntnis in beide Ohren geflüstert. Die islamische Namensgebung am siebten Tag nach der Geburt unterstreicht die Zugehörigkeit zum Islam. Die Jungenbeschneidung gilt als Bestätigung der Religionszugehörigkeit zum Islam. Muslimische Eltern haben den Auftrag, ihre Kinder nach den Werten und Verhaltensvorgaben dieser Religion zu erziehen. Der Islam geht nicht wie in der christlichen Überzeugung von einer Verhaftung in Sünde schon von Geburt an aus. Aus Sicht der Muslime ist ein Kleinkind schuldlos und ignorant. Seinem Verhalten und Handeln werden deshalb keine bösen Motive unterstellt. Aus diesem Grundverständnis heraus werden Kindern, besonders Jungen, in den ersten Lebensjahren kaum konsequente erzieherische Beschränkungen auferlegt. Fehlerhaftes Verhalten wird lediglich kommentiert und dadurch verbal als nicht den Regeln entsprechend gekennzeichnet.Muslimische Kleinkinder erleben ihre ursprüngliche Sozialisierung zunächst durch die Alltagskultur, die wesentlich dadurch geprägt ist, wie die Eltern und das Umfeld ihre Religion leben. Islamische Feste und Feiertage, die damit verbundenen Vorbereitungen, bestimmte lokale Traditionen und volksislamische (magische) Praktiken sind weitere Faktoren in diesem Prozess der Sozialisierung. Mit den Jahren entwickeln Kinder ein Verständnis dafür, was kulturell angemessen und was unangemessen ist.

Sie übernehmen die Speise-und Reinigungsvorschriften und die von der Religion vorgegebene Auffassung von Moral, die jeweils für Jungen und für Mädchen unterschiedlich ausgeprägt ist. Sie wachsen hinein in das gruppenorientierte Leben und beziehen ihre Identität durch die sie schützende Gemeinschaft (Familie, Dorf, ethnische Gruppe). Dabei ist die Familie der wichtigste Ort islamischer Erziehung und der Garant für den Erhalt der islamischen Identität und Lebensweise.

In der darauf folgenden Phase der Sozialisierung hat der muslimische Vater die Pflicht dafür zu sorgen, dass besonders die Söhne im angemessenen Alter die rituellen Pflichten versehen. Dies gilt zunächst eingeschränkt ab dem siebten Lebensjahr und dann in vollem Umfang ab dem 11. Lebensjahr. Zu diesen Pflichten gehört das fünfmalige tägliche Gebet und die Einhaltung des Fastenmonats. Durch innerfamiliäre Unterweisung, den Unterricht in einer Koranschule oder durch den staatlichen Religionsunterricht in der Schule werden die Kinder mit den Inhalten des Korans bekannt gemacht. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist hierarchisch geprägt. Gemäß der Aussage Mohammeds „Wer nicht gütig ist gegen unsere Jüngeren und unseren Älteren keine Ehrerbietung erweist, der gehört nicht zu uns“ sind Eltern zur Liebe und Fürsorge ihren Kindern gegenüber verpflichtet, und Kinder schulden ihren Eltern Gehorsam und Respekt. Während der Vater ein ausgesprochenes Recht zur Züchtigung besitzt, nimmt die Mutter eher eine vermittelnde Rolle ein.

Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird Kindern von klein auf beigebracht. Die Verschiedenartigkeit der Anlagen bei Jungen und Mädchen und der damit verbundenen zukünftigen Rolle prägen die Erziehung. Grundlage dafür sind die Aussagen im Koran. Aus diesem Grund erleben sowohl Jungen als auch Mädchen eine geschlechterspezifische Erziehung. Während Mädchen bereits als Kleinkinder an das Haus als ihren späteren Lebensraum gewöhnt werden, haben Jungen in der Regel weit mehr Freizeit und Bewegungsfreiheit. Der Vater erzieht vorrangig die Söhne und führt sie in die Welt der Männer ein, die Mutter erzieht die Töchter und bereitet sie auf ihre zukünftige Rolle als Ehefrau und Mutter vor. Zudem haben sich Vater und Mutter um die geschlechtsspezifische Aufklärung zu kümmern und ihren Kindern die Grenzen zwischen Erlaubtem und Verbotenem einzuschärfen. Mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife vollziehen sich tiefgreifende Veränderungen im Verhalten und der Bewegungsfreiheit, besonders der Mädchen. Die sich seit langem anbahnende geschlechtsspezifische Zuordnung wird nun massiv innerhalb und außerhalb der Familie vollzogen. Der islamische Moralkodex zielt auf die Erhaltung der Familienehre, die besonders vom Verhalten der Frau abhängig gemacht wird. Deshalb unterstehen die weiblichen Familienmitglieder fortan einer strikten Kontrolle durch die männlichen Familienmitglieder. Zudem wird nun die Einhaltung der religiösen Pflichten und der rituellen Reinheit in vollem Umfang erwartet.

Als wichtiges Element des Erziehungsprozesses wird die schulische Bildung angesehen. In der islamischen Tradition heißt es: „Suchet das Wissen, und sei es in China.“ Prinzipiell wird der Bildung und dem Wissen im Islam ein hoher Stellenwert beigemessen. In der Vergangenheit war der Schulbesuch der klassisch islamischen Schulen meist das Privileg einer kleinen Elite und vor allem den Jungen vorbehalten. Das Fächerangebot diente vor allem der religiösen Erziehung. Das vermittelte Wissen wurde kritiklos auswendig gelernt und erlaubte kaum eigenständiges Denken und kritisches Hinterfragen. Im kritischen Denken sah man eine Gefahr für den Verlust der islamischen Identität. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich zu den religiösen Schulen säkulare Schulwesen, welches staatlich verwaltet wurde. Zwischen den beiden Ausbildungswegen entstand ein Wertekonflikt. Im ländlichen Bereich wird der Bildung der Mädchen nur ein begrenzter Wert beigemessen. Nach Sure 2,282 werden Frauen als subjektiv, emotional und vergesslich charakterisiert. Deshalb befürworten islamische Gelehrte eher die Ausübung von rollenspezifischen Berufen für Frauen, wie Erzieherin, Lehrerin, Krankenschwester und Ärztin. Das Amt der Richterin und der Staatsanwältin, sowie religiöse Ämter sind der Frau nach traditioneller islamischer Ansicht verschlossen.

Muslimische Eltern und Erzieher bemühen sich, Kinder in Glaubensinhalte und Praxis der islamischen Religion einzuführen. Daneben ist es ihnen e in Anliegen, dass Kinder islamische Werte verinnerlichen. Zu diesen Werten gehören gegenseitige Achtung und Respekt, Friedfertigkeit, Großzügigkeit, Gerechtigkeits- und Wahrheitsliebe, Achtung vor dem Leben und Bescheidenheit  im Auftreten. Durch diese Werte wird die Stellung der Familie in der islamischen Gesellschaft wiederum gestärkt.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Ein Mann fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!), wann der Jüngeste Tag sei? Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) erwiderte: „Was hast du selbst dafür vorbereitet?“ Da sagte der Mann: „Ich hab dafür weder viele rituelle Gebete, noch Fasten, noch Almosen, ich liebe jedoch Allah und Seinen Gesandten.“ Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte ihm: „Du bist denn mit dem, wen du liebst.“ Von Al-Buchari und Muslim

Wird der Mensch überzeugt sagen: „Hätte ich denselben Weg mit einem beruhigten Gewissen gegangen!“ Oder wird er sich wünschen, dass er einen anderen Weg gegangen hätte. Die Intellekten stellen fest, dass die Wiederkehr zum Rechten besser als die Fortfahr auf dem Weg des Unrechtes ist, daher kann jeder Intellekte zum rechten Weg ohne Zögerung oder Furcht zurückkehren, solange er davon sicher ist, dass dies der rechte Weg ist, denn heute ist der Tag der Arbeit, während morgen der Tag des Abrechnens ist.

Im Quran steht: „Und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden.“ (Sure 37:24)

Alle Menschen sind also eine von zwei Gruppen, nämlich: „Ein Teil hat Er rechtgeleitet, an einem (anderen) Teil aber hat sich das Irregehen bewahrheitet.“ (Sure 7:30) Das heißt, eine  Gruppe ist im Paradies, während die andere Gruppe im Höllenfeuer ist.

Der Erhabene sagt: „Was nun diejenigen angeht, die unglücklich sind, so werden sie dann im (Höllen)feuer sein; darin werden sie seufzen und schluchzen, ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will. Dein Herr tut immer, was Er will. Was aber diejenigen angeht, die glückselig sind, so werden sie im (Paradies)garten sein, ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will, als eine unverkürzte Gabe.“ (Sure 11:106-108)

Der Gepriesene erinnert uns an Zustand der zwei Gruppen: „Gewiss , diejenigen, die sagen: „Unser Herr ist Allah“, und sich hierauf recht verhaltet, auf sie kommen die Engel herab: „Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig, und vernehmt die frohe Botschaft vom (Paradies)garten, der euch stets versprochen wurde. Wir sind eure Beschützer im diesseitigen Leben und im Jensseits. Ihr werdet darin haben, was eure Seelen begehren, und ihr werdet darin haben, was ihr erbetet, – eine gastliche Aufnahme von einem Allvergebenden, einem Barmherzigen.-“ (Sure 41:30-32)

Die Engel kommen nicht nur auf die Propheten und Gesandten herab, sondern auch auf die aufrichtigen anbetnd Diener Allahs, die glauben, dass ihr Gott Allah ist, und danach sich recht und aufrichtig verhalten. Die Frage lautet aber, wann sie herabkommen? Und in welcher Form bzw. auf welche Weise sie herabkommen werden? Was nun die Art und Weise des Herabkommens angeht, über die weiß nur Allah Der Herr der Himmels und der Erde und Herr des großartigen Throns Bescheid. Was aber den Zeitpunkt des Herabkommens betrifft, sind die meisten Gelehrten der Meinung, dass sie auf den Gläubigen direkt vor dem Tod herabkommen, um ihn zu beruhigen und ihm frohe Botschanft anzukündigen, sagend: „O anbetend Diener Allahs, fürchte dich nicht, sei nicht traurig, und vernimm die frohe Botschaft vom Paradiesgarten, der dir stets versprochen wurde: „Wir sind eure Beschützer im diesseitigen Leben und im Jensseits. Ihr werdet darin haben, was eure Seelen begehren, und ihr werdet darin haben, was ihr erbetet.“ (Sure 41:31)

Und Allah weiß es am besten!

Lies im Namen deines Herrn!

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt: „Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat.“ (Sûra 96:1). Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Wir wissen alle, dass der obengenannte Vers die erste Offenbarung ist, die unser geliebter Prophet Muhammad (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erhielt. Dies ist gewiss die Grundlage, um Wissen und Barmherzigkeit von Allâh dem Allmächtigen und Majestätischen zu erlangen. Heute werden wir einen Blick auf den Nutzen werfen, sich mit dem Lesen von Büchern zu beschäftigen. Ich werde zudem aufzeigen, dass das Lesen im Internet nicht dasselbe ist wie das Lesen eines Buches, wie einige von uns das eine durch das andere vielleicht ersetzen wollen.

Ein Buch wird als bester „Freund“ bezeichnet. Dies wird von einem der frühesten arabischen Schriftsteller (Al-Dschâhidh) betont: „Wenn der einzige Nutzen eines Buches der wäre, dass es einen von törichter Tagträumerei abhält und einen daran hindert, leichtfertig zu sein, dann würde es gewiss als ein wahrer Freund angesehen werden, der einem einen großen Gefallen getan hat.“ Es ist außerdem bekannt, dass das Lesen von Büchern Angst und Trauer lindert (zitiert aus „Sei nicht traurig!“). Es ist gewiss wahr, dass einige Menschen nicht besonders gerne lesen und es anderen schwer fällt, ein Buch in die Hand zu nehmen, wenn sie von Gefühlen überwältigt sind. Doch kann ganz im Gegenteil ein Buch einen davon abhalten, ständig über den gleichen Ärger oder irgendein anderes Gefühl, das man verspürt, zu grübeln.

Aus islâmischer Sicht ist das Lesen also zwingend notwendig, da Allâh den Propheten (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) mit den allerersten Worten zum Lesen aufforderte! Was sagen die Gelehrten dazu? Al-Hasân Al-Lu’lu’î sagte: „Vierzig Jahre sind vergangen und ich bin tagsüber oder nachts nicht eingeschlafen …, ohne dass ein Buch auf meiner Brust lag.“ (Zitiert von „Sei nicht traurig!“).

Was lest ihr gerne? Biografien, Sozio-Politisches, Novellen, Poesie oder Klassisches? Alles eignet sich zum Lesen und alle geben einem Menschen einen Punkt des Fokussierens und der Inspiration. Regelmäßiges Lesen hilft einem dabei, „Redegewandtheit und klares Sprechen zu erlangen“ („Sei nicht traurig!“). Das Lesen hat neben der Tatsache, dass es einem dazu verhilft der Unwissenheit zu entkommen, viele Vorteile. Es hilft einem dabei, Prinzipien und Disziplin zu entwickeln. Es ist ein Kampfmittel gegen Hochmut und Zeitverschwendung. Wie wir alle wissen, ist Hochmut eines der größten Zeichen, vor denen man sich in Acht nehmen muss, wenn es um den Glauben geht.

Wenn man von Prinzipien und Disziplin spricht, ist es wichtig zu betonen, dass der Qurân unsere großartigste Quelle ist. Das Offenbarungsbuch Allâhs ist tatsächlich die großartigste Quelle für Frieden und Rechtleitung. Allâh sagt im Qurân: „(Dies ist) ein Buch, das zu dir (als Offenbarung) herabgesandt worden ist – es soll seinetwegen in deiner Brust keine Bedrängnis sein -, damit du mit ihm warnst, und als Ermahnung für die Gläubigen.“ (Sûra 7:2).

Die Gelehrten sind der Meinung, dass der Qurân regelmäßig gelesen werden sollte. Einige sagen sogar, dass er von einem Gläubigen jeden Monat einmal vollständig durchgelesen werden sollte. Wo stehen wir in diesem Zusammenhang?

Es wurde überliefert, dass Allâhs Liebling (möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wer einen Buchstaben aus dem Offenbarungsbuch Allâhs liest, der wird eine Belohnung erhalten. Und diese Belohnung wird verzehnfacht. Ich sage nicht »Alif Lâm Mîm« ist ein Buchtabe, vielmehr sage ich, dass »Alif« ein Buchstabe, »Lâm« ein Buchstabe und »Mîm« ein Buchstabe ist.“ (At-Tirmidhî und Al-Hâkim).

Gepriesen sei Allâh! Stellt euch die Belohnung von jemandem vor, der den Qurân derart regelmäßig liest und ihn zudem auswendig gelernt hat … und jedesmal wenn er liest, seine Belohnung vervielfacht wird… (wir sprechen hier nicht über die Börse)! Allâhs Worte zu rezitieren bringt dem Rezitierenden Seelenfrieden. Und Beständigkeit bringt Süße und mehrt das Licht im Herzen.

Es gibt verschiedene Wege, die man beim Lesen einschlagen kann, wie beispielsweise die Biografie des Propheten, das Leben der Prophetengefährten, Hadîthe, Geschichte, medizinisches und wissenschaftliches Wissen, klassische arabische Poesie (oder übersetzte Versionen davon), zeitgenössische Poesie, aktuelle Themen, Natur, Sprachen … die Liste kann beliebig fortgesetzt werden, da es verschiedene Geschmäcker gibt.

Wenn ihr das nächste Mal also sehr viel Freizeit habt oder zu Tode gelangweilt seid oder aus keinem ersichtlichen Grund nicht einschlafen könnt, dann nehmt doch ein Buch zur Hand und lest einige Zeilen anstatt den Fernseher einzuschalten! Warum habe ich das Internet, den digitalen Standard unserer Zeit, nicht erwähnt? Der Grund ist, dass das Internet – ungleich einem Buch – grenzenlos ist … es gabelt sich und wird immer größer. Wie oft habt ihr euch dabei ertappt, in Blogs herumzusuchen und endlos immer weiterzuklicken? Derartige Medien werden sehr geschätzt und im heutigen Zeitalter der Digitalisierung benötigt. Doch macht euch nichts vor! Sie helfen in keiner Weise, wenn es darum geht zu lernen, wie man sich konzentriert. Ich meine damit nicht, dass man sich beim Benutzen des Internets nicht konzentrieren kann. Mein Argument ist vielmehr, dass bei der verfügbaren Freizeit eines Menschen das Internet den Fokus zerstreut. Bücher sind dagegen größtenteils auf das vorliegende Thema beschränkt. Man kann sich nicht daraus hinausklicken.

Gewiss kommt mit dem Wissen die Verantwortung und deshalb hat Allâh die Leute des Wissens geehrt. Folglich werden wir für das, was wir wissen oder lernen, zur Rechenschaft gezogen werden. Wir haben viele Unterrichte gehört, viele Bücher gelesen, viele Notizen gemacht … deshalb ist es an uns, viele Taten zu verrichten. Es ist unsere Verantwortung, das bereits Erlernte anzuwenden, um davon zu profitieren. Beginnt also heute damit, indem ihr Disziplin aufbaut: Werdet konzentrierter!

Ich bitte Allah für euch und für mich um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Brüder im Islam:

Bildung ist das Wissen darüber, wie man sein eigenes Potential optimal nutzt. Man kann durchaus sagen, dass jemand sein eigentliches Menschsein nicht erlangt hat, solange er nicht gebildet ist. Die Wichtigkeit der Bildung hat zwei Gründe. Erstens: Das Training des menschlichen Geistes ist nicht vollkommen, solange es an Bildung mangelt. Die Bildung macht aus einem Menschen einen richtigen Denker. Sie zeigt einem Menschen, wie er zu denken und zu entscheiden hat. Der zweite Grund, der für die Wichtigkeit der Bildung spricht, ist, dass man nur durch die Erlangung von Bildung in der Lage ist, Informationen über die Außenwelt zu bekommen, wodurch man sich mit der Vergangenheit vertraut macht und notwendige Informationen für die Gegenwart erhält. Ohne Bildung gleicht man einem Menschen, der in einem geschlossenen Raum gefangen ist. Mit Bildung hingegen findet er sich in einem Raum wieder, dessen Fenster zur Außenwelt hin offen sind. Daher misst der Islâm dem Wissen und der Bildung große Bedeutung bei. Das erste im Qurân offenbarte Wort war „Iqra“ – im Deutschen mit „Lies“ zu übersetzen. Allâh sagt: „Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel. Lies, und dein Herr ist der Edelste, Der (das Schreiben) mit dem Schreibrohr gelehrt hat, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.“ (Sûra 96:1-5) Bildung ist somit der Ausgangspunkt jeglicher menschlichen Betätigung. Allâh erschuf den Menschen und versorgte ihn mit dem nötigen Werkzeug, um Wissen zu erlangen; dieses Werkzeug besteht aus Hören, Sehen und Weisheit. Allâh sagt: „Und Allâh hat euch aus den Leibern eurer Mütter hervorgebracht, während ihr nichts wusstet. Und Er hat euch Gehör, Augenlicht und Herzen gegeben, auf dass ihr dankbar sein möget.“ (Sûra 16:78) Wissenden Menschen wird in vielen prophetischen Überlieferungen großer Respekt zuteil. Aufgrund der großen Bedeutung von Wissen hat Allâh Seinem Gesandten (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) befohlen, nach mehr davon zu streben. Allâh sagt: „[…] Und sag: Mein Herr, lasse mich an Wissen zunehmen.“ (Sûra 20:114) Der Prophet (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) machte das Streben nach Wissen zur Pflicht für jeden Muslim. Er (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) erklärte, dass die Überlegenheit eines Menschen mit Wissen über einen anderen, der nur Allâh anbetet ohne Wissen zu haben, wie die Überlegenheit des Mondes anderen Himmelskörpern gegenüber ist. Er (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte, dass die Gelehrten die Erben der Propheten sind und dass die Propheten kein Geld, sondern das Wissen hinterlassen haben. Wer auch immer dieses Wissen erlangt, hat viel gewonnen. Ferner sagte der Prophet (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken), dass das Streben nach Wissen ein Weg ist, der zum Paradies führt. Er (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) sagte: „Wer auch immer mit der Absicht, nach Wissen zu streben, einem Weg folgt, dem wird Allâh den Weg ins Paradies erleichtern.“ (Al-Buchârî) Beispielsweise fordert der Qurân uns wiederholt auf, die Himmel und die Erde zu beobachten. Dies erregt in uns den Wunsch, mehr über die Naturwissenschaften zu lernen.

Und Allah weiß es am besten!

Auszüge aus den Gesetzen Allahs

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

Und sag: Tut (was ihr wollt)! Allah wird es dann sehen, (er) und sein Gesandter und die Gläubigen. .“ (Sure 09:105)

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Der ehrwürdige Qurân enthält eine eigene Sûra namens“ (das Eisen), die in einem ihrer Verse folgende zwei Tatsachen betont:

– dass Eisen auf die Erde herabgesandt wurde, sprich himmlischen (außerirdischen) Ursprungs ist, und

– dass Eisen starke Gewalt und Nutzen für die Menschen enthält.

Dieser Qurân-Vers lautet: „… Und Wir haben das Eisen herabkommen lassen. In ihm ist starke Gewalt und Nutzen für die Menschen …“ (Sûra 57:25).

Wir wissen, dass Eisen das häufigste Element in der Gesamtzusammensetzung der Erde (>35% der Gesamtmasse) und das vierthäufigste Element in der Erdkruste (5,6%) ist. Diese Beobachtung hat zur logischen Schlussfolgerung geführt, dass der Großteil des Eisens der Erde unter der Erdkruste versteckt sein muss (sowohl im Kern, als auch im Erdmantel). Wenn dies der Fall sein sollte, wie kann dieses Element dann, wie im obengenannten Quran-Vers erwähnt, auf die Erde herabgesandt worden sein? Und wie konnte es durch die Außenkruste der Erde in die inneren Mantel- und Kernzonen vordringen?

Um diese Fragen zu beantworten, muss die Erde als Teil des gesamten Kosmos betrachtet werden, von dem sie abgesondert wurde, und nicht lediglich als isolierte Entität. In diesem Zusammenhang haben neueste kosmologische Entdeckungen Folgendes bewiesen:

Wasserstoff (das einfachste und leichteste uns bekannte Element) ist mit Abstand das am häufigsten vorkommende Element im beobachteten Universum.

Nach dem im Universum vorherrschenden Wasserstoff stellt Helium (das zweite Element im Periodensystem der Elemente) das am zweithäufigsten vorkommende Element dar; es ist zehn Mal seltener als Wasserstoff.

Diese zwei leichten Kerne Wasserstoff und Helium bilden den größten Prozentsatz des beobachteten Universums, während schwerere Elemente lediglich durch Spuren repräsentiert werden, die 1-2% ihrer Gesamtmasse nicht überschreiten und in bestimmten Himmelskörpern lokal konzentriert sind.

Diese grundlegenden Entdeckungen haben zu dem wichtigen Schluss geführt, dass Wasserstoffkerne die grundlegenden Bausteine sind, aus denen alle anderen Elemente erzeugt wurden und momentan im Prozess der Kernfusion erzeugt werden. Dieser Prozess (die Nukleosynthese von Elementen durch Kernfusion) ist selbsterhaltend, äußerst exotherm (das heißt, er setzt übermäßig große Mengen an Energie frei) und der Ursprung der sehr heißen und glühenden Beschaffenheit aller Sterne.

Die Kernfusion in unserer Sonne erzeugt hauptsächlich Helium und eine sehr begrenzte Menge an geringfügig schwereren Elementen. Der Prozentsatz von Eisen in der Sonne wird auf ungefähr 0,0037% geschätzt. Mit dem Wissen, dass die Erde sowie alle anderen Planeten und Satelliten in unserem Sonnensystem eigentlich von der Sonne abgetrennt wurden, die kein Eisen erzeugt, kam eine weitere Frage auf:

Woher stammt die gewaltige Menge Eisen auf unserer Erde?

Eine Sekunde nach dem „Urknall“ bewegte sich die Temperatur des frühen Universums schätzungsweise im Bereich von zehn Milliarden °C.

Unsere Sonne ist ein anspruchsloser Stern mit einer Oberflächentemperatur von 6.000 °C und einer Innenkerntemperatur von 15.000.000 °C. Derartige Werte liegen weit unter den berechneten Temperaturwerten, die für die Erzeugung von Eisen durch den Prozess der Kernfusion (der 5 x 109 K übersteigt) benötigt werden. Dementsprechend wurde nach anderen, wesentlich heißeren Quellen als die Sonne als mögliche Anlagen für die Erzeugung von Eisen im beobachteten Universum gesucht. Eine mögliche Quelle übermäßiger Hitze war die „Urknall“-Explosion der Anfangssingularität, aus der unser Universum entstand (vergleiche Bott, 1982). Allerdings weisen fast alle Spekulationen über dieses Ereignis darauf hin, dass sich kurz nach dem „Urknall“ die Materie in einem derart rudimentären Zustand befand, dass lediglich Wasserstoff und Helium (mit möglichen Spuren von Lithium) erzeugt worden sein konnten. Nochmals: Wenn jegliche Spuren von Eisen in dieser Phase erzeugt worden wären, dann wäre das Eisen gleichmäßiger im beobachteten Universum verteilt, was nicht der Fall ist.

Es wurde berechnet, dass sich eine Sekunde nach dem „Urknall“ die Temperatur des anfänglichen Universums im Bereich von zehn Millionen Grad Celsius bewegte. Es ist visualisiert, dass das anfängliche Universum in dieser Phase die Form einer stetig expandierenden, großen Rauchwolke hatte, die hauptsächlich aus einfachen Materie- und Energiearten wie Neutronen, Protonen, Elektronen, Positronen (Antielektronen), Fotonen und Neutrinos bestand. Gamow und Andere prognostizierten (1948), dass Strahlung in Form von Fotonen aus dieser sehr heißen anfänglichen Phase des Universums um das beobachtete Universum herum immer noch vorhanden ist und die Erde aus allen Richtungen mit gleicher Stärke erreicht. Diese Prognose wurde später von Penzias & Wilson (1965) durch deren Entdeckung der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung, die aus allen Richtungen im beobachteten Universum mit gleicher Intensität einher mit einer Resttemperatur kommt, die auf lediglich wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt (-273°C) reduziert ist, als wahr belegt.

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Brüder im Islam:

Man vermutet, dass in den ersten drei Minuten der Geschichte unseres Universums Neutronen entweder in Protonen und Elektronen zerfielen oder sich mit anderen Neutronen zusammenschlossen und Deuterium (oder schweren Wasserstoff) erzeugten, das sich verbinden konnte, um Helium zu bilden. Helium-Kerne können ihrerseits teilweise verschmelzen und Lithium-Spuren (das dritte Element im Periodensystem) erzeugen. Allerdings vermutet man, dass kein schwereres Element als dieses in Folge der „Urknall“-Explosion erzeugt wurde (vergleiche Weinberg, 1988; Hawking, 1990; usw.). Als Konsequenz wird vermutet, dass der gesamte Wasserstoff und ein Großteil des Heliums umgehend nach dem „Urknall“ erzeugt wurden, während man vermutet, dass das restliche Helium durch die Verbrennung von Wasserstoff im Inneren der „Hauptreihensterne“, wie beispielsweise unsere Sonne, stetig erzeugt wurde.

Man glaubt, dass die Schwerkraft nach der „Urknall“-Explosion Rauchwolken zusammenzog und riesige Zusammenballungen von Materie formte. Die ständige Kontraktion dieser Zusammenballungen erhöhte schließlich deren Temperatur. Dies geschah auf Grund der Wechselwirkung zwischen den aufeinanderprallenden Teilchen und dem Druck, der durch die große Anziehungskraft erzeugt wurde. Als sich die Temperatur der 15-Millionen-Grad-Celsius-Marke näherte, wurden die Elektronen in den neu gebildeten Atomen abgetrennt, worauf sie einen Plasmazustand erzeugten. Die kontinuierliche Kontraktion ging weiter, bis sich die Teilchen im Plasma mit derart hohen Geschwindigkeiten bewegten, dass sie begannen, Wasserstoff zu Helium zu schmelzen, wobei sie Sterne hervorbrachten, die ausreichend Energie besaßen, um einen nach außen gerichteten Zentrifugalkraft-Stoß (Druck) zu erzeugen, der mit dem nach innen gerichteten Sog der Anziehungskraft ein Gleichgewicht bildete.

Supernovas entstehen durch die Erschöpfung der Treibstofflieferungen der Nova (des neuen Sterns).

Erst kürzlich wurde bewiesen, dass Elemente, die schwerer als Lithium sind, gegenwärtig durch den Prozess der Kernfusion in den Kernen gewaltiger Sterne (mindestens zehn Mal so groß wie unsere Sonne) in einem späten Entwicklungsstadium synthetisiert werden. Es wurde beobachtet, dass derartig gewaltige Sterne Helium zu Kohlenstoff, Sauerstoff, Silizium, Schwefel und schließlich zu Eisen verbrennen. Wenn Elemente der Eisengruppe erzeugt werden, dann kann der Prozess der Kernfusion nicht weiter fortschreiten. Es wird vermutet, dass Elemente, die schwerer als Eisen (und dessen Elementgruppe) sind, in den äußeren Hüllen von extrem riesigen Sternen oder bei der Explosion einer Nova in Form einer Supernova entstehen.

Dementsprechend wurde bewiesen, dass Sterne kosmische Öfen sind, in denen die meisten bekannten Elemente durch den Prozess der Kernfusion aus Wasserstoff und/oder Helium erzeugt werden. Gleichzeitig stammt die unglaubliche Energie der Sterne von diesem Prozess der interstellaren Nukleogenese von Elementen, der die Verquickung von Leichtelementen zu schwereren Elementen durch Kernfusion (Kernschmelze) enthält. Dieser Prozess erfordert eine Hochgeschwindigkeitskollision, die nur bei sehr hohen Temperaturen erlangt werden kann. Die Minimaltemperatur, die für die Fusion von Wasserstoff zu Helium erforderlich ist, wird auf ungefähr 5.000.000 °C geschätzt. Mit zunehmendem atomarem Gewicht des Elements, das durch die Kernfusion erzeugt wird, steigt diese Temperatur stetig auf mehrere Milliarden Grad an. Die Kernfusion von Wasserstoff zu Kohlenstoff erfordert beispielsweise eine Temperatur von ungefähr einer Milliarde °C.

Das Verbrennen (Fusion) von Wasserstoff zu Helium findet fast das gesamte Sternenleben hindurch statt. Nachdem der Wasserstoff im Kern des Sterns erschöpft (zu Helium geschmolzen) ist, wandelt sich der Stern entweder in einen Roten Riesen und danach in einen Zwerg oder in einen Roten Superriesen und danach in eine Nova, wobei diese damit beginnt, Helium zu verbrennen und dieses (entsprechend seiner ursprünglichen Masse) in zunehmend schwerere Elemente zu schmelzen, bis die Eisengruppe erreicht ist. Bis zu diesem Punkt ist der Prozess der Nukleogenese von Elementen höchst exotherm (sprich, er gibt übermäßige Mengen an Energie ab). Die Bildung der Elemente der Eisengruppe ist jedoch höchst endotherm (sprich, sie erfordert den Einsatz von übermäßigen Energiemengen). Die Explosionen von Novas in Form von Supernovas resultieren aus der Erschöpfung der Treibstofflieferungen in den Kernen derartig gewaltiger Sterne und aus der Schmelzung aller dort vorhandenen Elemente zu Elementen der Eisengruppe. Es wird vermutet, dass sich während der Explosion der Supernova schwerere Kerne bilden.

O Allah, hilf uns dabei, dass wir gegen unsere Väter und Mütter sein könne, vergib ihnen und erbarme Dich ihrer, wie sie uns aufgezogen haben, als wir klein waren!

Rechte der Eltern und Verwandten

Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten, Dem in Seiner ehrwürdigen Schrift sagt:

Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anbefohlen – seine Mutter hat ihn unter wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang.“ (Sure 31:14)

Ich bezeuge, dass es keinen Gott da außer Allah ohne Teilhaber gibt, und ich bezeuge, dass unser Prophet Muhammad Sein anbetend Diener und Gesandter ist.

Und nun zum Thema:

Die Pietät ist ein zusammenfassender Begriff, der alle lobenswerte Angewohnheiten, gute Eigenschaften und gutmütige Morale beinhaltet, welche das Seelenfreiden vererben, die Liebe verbreiten und die Stabilität der Gesellschaften verwirklichen lassen.

Als man den Prophten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) nach der Pietät fragte, beantwortete der Prophet mit den Worten: „Die Pietät ist die gute Moralität.“

Zweifelsohne verdienen die Eltern die Pietät eines Menschen am meisten, denn Allah Der Majestäte befiehlt uns, ihnen gegenüber gütig, pietätvoll und mild zu sein sowie für sie aus Barmherzigkeit den Flügen der Demut zu senken.

Der ehrwürdige Koran und die prophetische Sunna stabilieren die optimale Beziehung zwischen den Elteren und den Kindern, indem Der Erhabene sagt:

Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur ihm dienen und zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht zu ihnen: „Pfui!“ und fahre sie nicht an, sondern sag zu ihnen ehrerbietige Worte. Und senke für sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sag: „Mein Herr, erbarme Dich ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war.“ (Sure 17: 23-24)

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) verdeutlichte, dass in der zweiten Stufe der guten Taten nach dem Pflichtgebet, der Elementarsäule der Religion, die Pietät gegen die Eltern kommt. Man fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) nach der besten Tat bei Allah, da sagte der Prophet: „(Das Verrichten des) Pflichtgebet(s) zu seiner bestimmten Zeit.“ Dann fragte man: „Und was kommt danach?“ Der Prophet sagte: „Die Pietät gegen die Eltern.“ Man fragte weiter: „Und was kommt danach?“ Der Prophet sagte: „Der Dschihad auf dem Weg Allahs.“

Der Islam erhöht die Rangstufe der Pietät gegen die Eltern sowie dessen, dass man den Eltern gegenüber gütig ist und um sie kümmert, dann zeichnete der Islam die Mutter mehr Pietät, Pflege, Fürsorge und Interesse aus.

Ein Mann fragte den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „O Allahsgesandter, wem steht es mein gütiges Verhalten am meisten zu?“ Der Prophet sagte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wer danach?“  Der Prophet sagte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte wieder: „Und wer danach?“ Der Prophet erwiderte: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wer danach?“  Da sagte der Prophet: „Dann kommt dein Vater.“

´Aischa (möge Allah auf ihr Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass sie den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) fragte: „Wem steht es das gütige Verhalten einer Frau zu?“  Er sagte: „Ihr Ehemann.“ Sie fragte weiter: „Und wem steht es das gütige Verhalten eines Mannes zu?“ Er sagte: „Seine Mutter.“

Kein Wunder! Wem steht es denn die Pietät mehr als der Mutter zu? Wem steht es die Pietät mehr als derjenige zu, die dich in ihrer Bauch für 9 Monate, aber wie 9 Jahre, trug, bei deiner Geburt erduldete, dir ihre Milch säugte, dich mit ihrer Hand bereinigte, dich vorzog und wenn du krank bist, fühlt sie sich äußerst bedauern und tut es ihr Leid und Weh, sowie wenn man sie zwischen deinem Leben und ihrem Tod vor die Wahl stellt, so würde sie ohne Zögern dein Leben wählen. Wem steht es die Pietät mehr als diejenigen zu, die Pietät gegenüber denen Allah Der Erhabene anempfiehlt.

Im Koran steht:

Und Wir haben dem Menschen anempfohlen, zu seinen Eltern gütig zu sein. Seine Mutter hat ihn unter Widerwillen getragen und unter Widerwillen zur Welt gebracht. Die (Zeit der) Schwangerschaft mit ihm bis zu seiner Entwöhnung (beträgt) dreißig Monate.“ (Sure 46:15)

Zur Huld Allahs gegen den anbietenden Diener gehört, dass Allah ihm den Erfolg verleiht, gegen die Eltern im Allgemeinen und gegen die Mutter ins Besondere pietätvoll zu sein, so wer dazu rechtgeleitet wird, der erfreut großartigen Wohl und unvergleichbare Huld Allahs, deren Frucht Erfolg im Dieseits und deren Belohnung Barmherzigkeit, Verzeihung und Rettung im Jenseits ist.

Die Pietät gegen die Mutter hat viele Vorzüge und Früchte sowohl im Dies- als auch im Jenseits, wie etwa:

  • Befriedigen der Bedarfe, Beseitigung der Bedrängnis und Erhöhrung der Bittgebete.

Es wurde von Ibn ´Umar (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) überliefert, dass der Gesandte (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Der Regen goss strömend auf drei Männer, so flüchteten sie sich zu einer Höhle in einem Berg, dann fiel ein großer Stein vor den Ausgang der Höhle, so dass der Ausgang geschlossen war, dann sagte einer von ihnen zu den anderen: „Welche rechtschaffene Tate habt ihr auf Allahs Weg gemacht, auf dass ihr Allah mit ihnen darum bitten, ihre Bedrängnis zu beseitigen?“ Da sagte einer von ihnen: „O Allah, ich hatte sehr alte Eltern und kleine Kinder, um die ich sorgte, und als ich zu ihnen zurückkehrte, melkete ich, dann fang ich immer mit meinen Eltern vor meinen Kindern an, aber an einem Tag kehrte ich spät am Abend zurück, während sie geschlaffen waren, dann melkete ich wie gewöhnt und setzte mich neben sie aber wollt sie nicht wecken aber mochte gleichzeitig nicht den Kindern vor ihnen die Milch geben, obwohl die Kinder sich vor Hunger bis zur Morgendämmerung krümmten. O Allah, wenn ich dies auf Deinem Weg tat, so beiseitige unsere Bedrängnis!“ Da erhöhrte Allah sein Bittgebet und beseitigte ihren Kummer, so dass sie den Himmel sehen konnten… Dann sprach jeder von ihnen mit einer Tat auf Allahs Weg Bittgebet, bis Allah Der Majestäte ihre Bittgebete erhöhrte und demzufolge ihre Bedrängnis beseitigte.

Eine Gruppe aus dem Jemen kam zu ´Umar (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!), dann stellte ihnen ´Umar die Frage: „Ist unter euch jemand, der Uais Ibn ´Amir heißt?“ bis er zu Uais kam und fragte ihn: „Bist du Uais Ibn ´Amir?“ Er erwiderte: „Ja!“ ´Umar fragte wieder: „Kommst du aus Murad und dann aus Qarn?“ Er sagte: „Ja!“ Da fragte ´Umar wieder: „Leidetest du an Weißfleckenkrankheit, dann wurde sie aber außer einer kleinen Stelle geheilt?“ Uais sagte: „Stimmt!“ ´Umar sagte: „Ist deine Mutter lebendig?“ Uais antwortete mit „Ja!“ Da sagte ´Umar: „Ich hörte den Gesandten Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagen: „Uais Ibn ´Amir kommt zu euch unter Gruppe aus dem Jemen aus Murad und dann aus Qarn, er leidetete an Weißfleckenkrankheit, dann wurde sie aber außer einer kleinen Stelle geheilt. Seine Mutter ist lebendig und er ist gegen sie pietätvoll. Wenn er etwas bei Allah schwört, so erfüllt Allah seinen Eid. So wenn du dazu die Möglichkeit hast, dass er Allah für dich um Vergebung bittet, so tue es!“ Und nun bitte Allah für mich um Vergebung!“ Uais leistete diesem Folge und bat Allah für ihn um Vergebung…

Dies weist darauf hin, dass Allah das Bittgebet von Uais wegen seiner Pietät gegen seine Mutter erhöhrte.

Es wurde von Kaa´b Ibn ´Udschza (möge Allah auf ihm Wohlgefallen finden!) überliefert, dass ein Mann beim Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) vorbeikam, dann sahen die Gefährten des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) von ihm Anstrengung und Aktivität, dermaßen sie sagten: „O Allahsgesandte, wie wäre es, wenn seine Arbeit auf dem Wege Allahs wäre?“ da sagte der Prophete (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „Wenn er sein Haus verläßt, um für seine kleine Kinder aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs, wenn  er sein Haus verläßt, um für seine alte Eltern aufzuwenden, ist das auf dem Wege Allahs…“

´Aischa (möge Allah auf ihr Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Ich schlief, dann sah ich mich im Paradies und hörte jemanden zitieren. Ich fragte: „Wer sei dieser?“ Man beantwortete: „Er ist Haritha Ibn An-N´uman. Dann sagte der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!): „So ist die Pietät, so ist die Pietät!“

Haritha Ibn An-N´uman war derjenige, der seiner Mutter gegenüber am pietätvollsten war.

So sollen wir unseren Eltern bzw. Vätern und Müttern gegenüber pietätvoll sein, wir sollen auch davon sicher sein, dass die Pietät und Widerspenstigkeit gegenüber den Eltern eine Schuld ist, die man tilgen muss, sowie dass man die Strafe der Widerspenstigkeit den Eltern gegenüber im Dies- vor dem Jenseits sieht.

Der Prophet (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Zwei Sünden, derern Bestrafung Allah beschleunigt, nämlich: das Unrecht und die Widerspenstigkeit gegenüber den Eltern.“

In einem anderen prophetischen Hadith heißt es: „In das Paradies kommt nicht derjenige, der gegenüber seinen Eltern widerspenstig ist…“

Ich bitte Allah für mich und für euch um Vergebung!

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Alles Lob gebührt Allah, Herrn der Welten!

Brüder im Islam:

Über die Verpflichtung der Pietät gegen die Eltern – ins Besondere gegen die Mutter – sind alle Himmelsreligionen einig.

Der Erhabene sagt:

Und als Wir mit den Kindern Israils ein Abkommen trafen: Dient keinen außer Allah! Und zu den Eltern sollt ihr gütig sein.“ (Sure 2:83)

Er sagte auch:

Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anempfohlen – seine Mutter hat ihn unter Wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang“ (Sure 31:14)

Der Islam schneidet jedem den Weg, der sich verführen läßt, gegenüber seinen Eltern widerspesntig zu sein, denn man kann sich einbilden, dass man rechtschaffener als seine Eltern ist, und daraufhin sie grob anfährt bzw. schlecht behandelt, so sagen wir zu solchen Menschen: Die ehrwürdige Scharia schreibt die Gütigkeit und Pietät gegenüber den Eltern vor, selbst wenn sie ungläubig sind, damit keiner vorbringt, dass seine Eltern nicht rechtschaffen sine.

Der Gepriesene sagt:

„Wenn sie sich aber darum bemühen, dass du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht, doch geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um. Und folge dem Weg dessen, der Mir reuig zuwendet. Zu Mir wird hierauf eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.“ (Sure 31:15)

Asmaa Bint Abu Bakr (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) sagte: „Meine Mutter kam zu mir, als sie zur Zeit des Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) ungläubig war und darauf nicht verzichten wollte, da bat ich den Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) um Rat sagend: „O Gesandter Allahs, soll ich zu meiner Mutter gütig sein?“ Er sagte: „Ja, sei zu deiner Mutter gütig!“

So wenn dich deine Eltern anzuspornen versuchen, Sünde zu begehen bzw. Allah etwas beizugesellen, gehorche ihnen wohl nicht, aber geh mit ihnen in rechtlicher Weise um, und leiste den Befehl Des Erhabenen Folge:

„doch geh mit ihnen im Diesseits in rechtlicher Weise um.“ (Sure 31:15)

Do sollst auch ergreifen, dass dies eine Verpflichtung und keine Gefälligkeit ist, und wenn du diese Pflicht nicht verrichtest, wirst du bestraft.

So wie glücklig ist derjenige, der zu seiner Mutter gütig und ihr gegenüber pietätvoll ist!

Abdullah Ibn ´Umar (möge Allah auf ihnen beiden Wohlgefallen finden!) überlieferte, dass der Gesandte Allahs (Allah segne ihn und schenke ihm Wohlergehen!) sagte: „Die Zufriedenheit Allahs liegt in der Zufriedenheit der Eltern und der Zorn Allahs liegt im Zorn der Eltern.“

O Allah, hilf uns dabei, dass wir gegen unsere Väter und Mütter sein könne, vergib ihnen und erbarme Dich ihrer, wie sie uns aufgezogen haben, als wir klein waren!